Text zu "Glaube leben - Thema 5: Das Nachsinnen"
Link zum Video: https://youtu.be/Hb9oh6bY1eQ
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Ich rede in diesem Video über einen wichtigen Teil der Nachfolge Jesu für alle, die den Glaube wirklich leben wollen. Dabei geht es um das Nachsinnen, welches am besten in stiller Zeit funktioniert.
Das Nachsinnen ist deshalb so wichtig, weil es den Mensch enorm festigen kann. Und es geht beim Nachsinnen in der stillen Zeit darum, dass man sich einfach die Dinge nochmal durch den Kopf gehen lässt, die jüngst so passiert sind und die man in der Bibel gelesen hat. Wenn in deinem Leben ein Ereignis passierte, durch welches Gott dich etwas lehren wollte, aber du sinnst nicht darüber nach, so war das Ereignis ganz vergeblich. Und wenn du einen Bibeltext schon auswendig kennst, aber du sinnst nicht darüber nach, was es für deine Nachfolge bedeutet, so ist das Kennen des Textes völlig nutzlos.
Man muss jedoch auch sagen, dass es beim Nachsinnen niemals Zwänge gibt. Es ist beim Nachsinnen auch gar nicht notwendig, dass man immer nur großartige Erkenntnisse davon trägt. Wenn das Nachsinnen über eine Sache in dir eine Frage auslöst, die du noch gar nicht beantworten kannst, so ist es trotzdem schon ein Gewinn. Dann solltest du die Frage mit dir herumtragen, bis dir die Antwort gegeben wird, die dich noch verständiger werden lässt in den Dingen, die das Reich der Himmel betreffen. Das Bemerkenswerte ist auch, dass manchmal die Antworten schon durch den Heiligen Geist in deine Gedanken kommen und du dann plötzlich Dinge erklären kannst, die dir vorher nicht bewusst waren, so als wäre von unsichtbarer Hand das Wissen in dich hineingelegt. In anderen Fällen werden aber in deinem Umfeld Worte gesprochen, die dir eine Antwort geben können auf die Frage, die dir aufkam, und dabei werden die, die es sprechen, oftmals überhaupt nicht ahnen, dass die das jetzt gerade gesagt haben, weil durch das Wirken Gottes für dich eine Frage beantwortet werden soll.
Wichtig ist, dass man nicht unachtsam ist bei allem, was Gott einem begreiflich machen will, manchmal auch durch einfache Dinge im Alltag, die wie ein seltsamer Zufall aussehen und doch keiner sind. Auch wenn man Gott um etwas gebeten hat, sollte man genau darauf achten, ob es erfüllt wird. Man sollte nicht ein Gebet an Gott richten und danach nie wieder daran denken, sondern man sollte es möglichst im Gedächtnis behalten und dann darüber nachsinnen, ob die jüngst erlebten Dinge vielleicht irgendwas mit dem zu tun haben, wofür man betete.
Auf jeden Fall ist es so, dass es nicht leicht ist, sofort den richtigen Weg zu finden in der Nachfolge. Und ich sage nun eines ganz deutlich: Nachsinnen ist nützlicher, als das Wissen anderer Menschen zu begehren. Man kann nicht erwarten, dass Menschen aus sich selbst heraus die nötige Weisheit haben, um irgendwen zu ewigem Leben zu leiten oder um wenigstens vor Schaden in diesem Leben zu bewahren. Und jeder, der dir seinen eigenen Wille aufzwingt, ist auch ganz sicher kein Diener Gottes. Die Art und Weise, wie Gott durch Ereignisse manchmal mit uns kommuniziert, ist ganz still und unscheinbar, und die Leute wissen es meistens nicht, wenn Gott selbst dir durch ein Ereignis, an dem sie beteiligt sind, etwas begreiflich machen will. Gott wirkt auch meistens in den Momenten, wo man es gar nicht erwarten würde, dass er selbst jetzt gerade etwas veranschaulichen will. Deswegen muss man ja nachsinnen über das Erlebte, aber man braucht dabei auch eine gewisse Offenheit im Herzen, denn man darf die Erkenntnisse nicht verdrängen, wenn sie einem unangenehm sind. Man muss sowohl das Erfreuliche als auch das Bedauerliche zulassen und annehmen, wenn man es durch das Nachsinnen versteht. Denn das Nachsinnen ist ein völlig sinnloser Akt bei allen, die nur diejenigen Sachen eingestehen, welche ihnen gefallen. Die Wahrheit ist nicht nur schnuckelig. Ehrlich gesagt gibt es sogar mehr Böses als Gutes in der Welt zu entdecken. Und Jesus eröffnet uns alles, was aus der Weisheit seines Vaters kommt, in der Geschwindigkeit und in der Fülle, die wir ertragen können. Aber die Bereitschaft, es auch ertragen zu wollen, die muss von uns kommen. Und ein für manche Leute vielleicht schwer vorstellbarer Fakt ist, dass man frei wird dadurch, mehr und mehr zu begreifen, wie bitter die Wahrheit über unsere jetzige Welt ist, weil man dadurch aufhört, seine Hoffnung auf Dinge zu setzen, die nur Betrügereien sind. Denn wer sich für etwas abmüht, das ihm am Ende doch nichts nützt, der ist in einer schlimmen Knechtschaft und trägt ein übles Joch. Wer aber aufhört, sich für nutzlose Dinge abzumühen und stattdessen Jesus versteht, der ist frei davon, sich sinnlos abzuplagen. Und kein Mensch kann die Wahrheit mal eben ganz nebenbei begreifen, aber durch das Nachsinnen in stiller Zeit wird man in ganz kleinen und zumutbaren Portionen immer mehr dahin kommen, alles zu verstehen, weil man es so bewerten kann, wie es aus Gott ist.
Das endgültige Ziel ist wirklich ein vollkommenes Heil. Um aber dieses zu erreichen, muss alles Verderbliche entfernt sein. Und was alles verderblich ist, das weiß man selbst erstmal noch gar nicht. Man kann es aber Stück für Stück eröffnet bekommen. Und dem wahrhaftigen Heil nachjagen kann ein Mensch nur, wenn ihm auffällt, dass kein Heil von anderen Dingen zu erwarten ist, auf die er überflüssigerweise Hoffnung setzte.
Aber eigentlich ist das Nachsinnen nicht nur dazu gut, dass man das Böse, vor dem man sich bewahren sollte, immer genauer erkennt. Es kann auch um Einfacheres gehen, was man durch Nachsinnen erkennt. Zum Beispiel, aus welchem Grund Gott bestimmte Dinge im eigenen Leben geschehen ließ. Oder ob man irgendwelche Orte besuchen oder lieber doch nicht besuchen sollte. Oder welche Lektionen man lernen kann aus all den Zeiten, in denen große Königreiche herrschten, die doch alle wieder zugrunde gegangen sind nach einiger Zeit. Oder was man daraus lernen kann, dass die Wünsche eines Kindes ganz anders sind als die eines Jugendlichen, und die eines Jugendlichen anders als die eines Erwachsenen, und die eines Seniors anders als die aller Jüngeren. Manche Zustände und Verläufe im Leben sind wirklich gut dazu geeignet, uns zu belehren. Die Frage ist nur die, ob wir uns davon belehren lassen und erkennen, was Gott uns dadurch vor Augen führt.
Mindestens genau so nützlich, wenn nicht sogar noch nützlicher, ist aber das Nachsinnen über alles, was mit Jesus passiert ist. Was sagt es aus über die Menschheit und über das Leben in dieser Welt, wenn man sich anschaut, was für Situationen Jesus durchmachte? Er ist immerhin der makellose Sohn Gottes und der Retter der Welt. Er ist der, der die Wahrheit redete und das Wohlgefallen Gottes auf sich hatte. Man kann nicht alle Berichte aus der Bibel gleich beim ersten Lesen komplett begreifen, aber wenn man sie konzentriert gelesen hat und sie auch in Erinnerung bleiben, dann werden die Worte im Inneren nachwirken, sobald man stille Zeit hat, und das dient dem Nachsinnen. Wir selbst als Jesus-Nachfolger sollen ihn verstehen und ihm darauf basierend ähnlich werden. Kein Jünger ist größer als sein Meister, aber ein vollendeter Jünger wird so wie der Meister sein. Deswegen können wir besonders aus den Dingen, die Jesus tat und die mit ihm passierten, auch entsprechende Rückschlüsse daraus ziehen, worauf es in unserem eigenen Wandel ankommt. Und das erkennen wir besonders dadurch, dass wir in Ruhe darüber nachsinnen.
Und nachdem ich all dies über das Nachsinnen erwähnt habe, ist auch schon genug über dieses Thema geredet worden.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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