Text zu "Glaube leben - Thema 6: Das Bibellesen"
Link zum Video: https://youtu.be/0OnR0bOJGZ0
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In diesem Video will ich darüber reden, dass das Lesen von Bibeltexten auch ein Teil des Glaubenslebens eines jeden Jesus-Nachfolgers und einer jeden Jesus-Nachfolgerin ist. Die Anzahl der Worte in der Bibel, die uns zur Ermahnung nützlich sind und uns wirklich zeigen, was Gott will und wie Gott ist, die ist derart groß, dass es für einen Jesus-Nachfolger unzumutbar wäre, ohne eine ordentliche Bibel durch das Leben gehen zu müssen. Natürlich kann man kein Buch auf Erden als perfekt bezeichnen, außer einer belügt sich selbst über ein Buch, und auch die Bibel ist nicht perfekt, aber es gibt nunmal leider nichts Reineres bis heute. Und während es in anderen Ländern sogar mit Gefängnisstrafen abgehandelt wird, sollte man jemanden dabei erwischen, dass er eine Bibel besitzt, so haben wir in Deutschland uneingeschränkt die Möglichkeit, Bibeln mit uns zu führen und auch an andere weiter zu verschenken, ohne deswegen auch nur im geringsten irgendwelche Strafen zu fürchten. Ich weiß aber nicht, ob der Zustand in diesem Land bis zum letzten Tag der Weltzeit so bleiben wird. Man stelle sich einmal vor, der begründete Hass etlicher Menschen auf die Kirche und der deutlich weniger begründete Hass auf Jesus-Nachfolger würde eines Tages derart groß werden, dass die Bibel zum verbotenen Buch erklärt werden würde und man alle physischen Exemplare davon, und alle Internetseiten darüber, unwiderruflich vernichtet. Was wäre dann? Jeder Mensch, der in so einer Zeit nicht genau wissen würde, was in der Bibel steht, der wäre dann in einem sehr bedauerlichen Zustand. Natürlich kann man hoffen, dass man durch den Heiligen Geist lernen wird, was aus der Bibel hervorgeht über Gottes Gerechtigkeit. Wenn aber ein unreiner Geist zu einem Mensch kommt und er merkt es nicht und lässt sich über sündiges Denken belehren, so kann die Wahrheit nicht triumphieren. Und wie soll man dann beweisen, dass der Mensch verführt wurde, wenn man keine zuverlässigen Bibeltexte zur Hand hat? Ich glaube, durch solch einen Zustand wäre es nochmal deutlich schwieriger, Gottes Gerechtigkeit zu verstehen.
Es gibt wenig, was so nützlich ist, um auf dem richtigen Weg zu bleiben, wie das Kennen der Inhalte der Bibel. Besonders dann, wenn man das nötige Urteilsvermögen hat, um die Texte richtig zuzuordnen, ist es überaus kostbar. Und ich mache darauf aufmerksam, dass ich mir komplett darüber im Klaren bin, wie schwierig es ist, Bibeltexte richtig zu verstehen. Das ist für einige Menschen, obwohl sie interessiert sind, eine echte Hürde. Und dafür müssen sie sich auch nicht schämen, denn die Bibel ist wahrhaftig ein kompliziertes Buch. Viele Texte, wenn man sie zuerst liest, wirken ungreifbar. Man kann eigentlich erstmal nichts Anderes tun als den Inhalt nüchtern zu erfassen, damit man einige Informationen darüber gesammelt hat, was überhaupt in der Bibel steht. Wer aber wirklich Interesse daran hat, verständig zu werden, der liest die Texte nicht nur ein einziges Mal, sondern von Zeit zu Zeit nochmal, und jedes Mal, wenn er sie wieder liest, versteht er ein bisschen besser, was ihm dadurch offenbar werden soll, bis man irgendwann an dem Punkt ist, einen Text zum allergrößten Teil richtig zu verstehen und sogar erklären zu können. Natürlich darf man sich dabei aber auch nicht ablenken lassen, denn wenn man am Tag mal zehn Minuten die Bibel liest und sich dann andere Dinge vor die Augen setzt, dann überflutet man sich selbst mit so viel andersartigem Inhalt, dass man sich in das Wichtige gar nicht vertiefen kann und am Ende des Tages vielleicht überhaupt nicht mehr weiß, was man eigentlich in Erfahrung gebracht hat. Darüber hinaus wäre es durchaus legitim, wenn man Wochen hat, in denen man besonders viel liest, aber auch Wochen, in denen man eine vollständige Lesepause macht und mehr im persönlichen Nachsinnen verharrt, aber danach muss man dann schon wieder den Wille haben, weiterzumachen mit dem Lesen. Vermeiden muss man den Zustand, dass die Lesepause bis ins Unendliche hinausgezögert wird. Das wäre gar nicht gut.
Allerdings ist die Bibel gewiss nicht das schönste Buch der Welt. Und ich muss sagen, dass auch mir selbst bis zum heutigen Tag das Durchlesen bestimmter Teile der Bibel ein Ärgernis ist, besonders die Geschlechtsregister. Die sind unfassbar nervig, und doch erschien es angemessen, diese mit aufzuführen. Dies geschah wegen den Prophezeiungen, die über bestimmte Personen gesprochen wurden, denn man will durch die Stammbäume der Menschen die Erfüllungen von älteren Aussprüchen Gottes nachweisen, welche über deren Väter ergangen waren. Was Gott prophezeit, das erfüllt sich irgendwann auch und hat sich zu einem beachtlichen Teil bereits erfüllt. Wenn man aber sagt, dass eine Prophezeiung wirklich erfüllt wurde, braucht man dafür ja auch Beweise, deswegen werden immer wieder Geschlechtsregister in den alten Schriften aufgeführt. So sieht man, dass einer, der etwas Bestimmtes erlebt hat, ein Nachkomme eines Mannes ist, über den früher eine passende Prophezeiung für dessen Nachkommen gesprochen wurde. Es ist aber trotzdem nicht von der Hand zu weisen, dass diese äußerst unangenehm zu lesen sind.
Der ganze Sinn der Bibel ist es aber nicht nur, zu wissen, was Gott getan hat und was er sich eigentlich von uns wünscht, die wir heutzutage leben, sondern die Bibel soll auch das Wesen Gottes in einem großen Gesamtbild darstellen. Ein solches Bild kann man aber nicht erzeugen, indem man lediglich die Geschichte des von Gott auserwählten Volkes nacherzählt. Es braucht mehr. Deswegen hat die Bibel verschiedene Arten von Büchern. Anhand der Geschichtsbücher erfährt man, was Gott wirklich getan hat, man erfährt aber auch, was die Menschen getan haben. Und das ist wichtig. Denn wenn man sich an das erinnert, was Menschen schonmal getan haben und welches Ergebnis dies herbei führte, dann braucht man es heutzutage nicht zu wiederholen, weil man bereits darüber aufgeklärt ist, wie Gott darauf reagieren wird. Deswegen wissen wir heutzutage zum Beispiel, dass es eine sehr, sehr schlechte Idee ist, wenn wir irgendwelche Statuen aus Stein anbeten, oder Figuren aus Holz. Denn das hat das auserwählte Volk Gottes damals auch getan, und Gott hat sie immer wieder aufgefordert, diesen Blödsinn bleiben zu lassen, und weil sie andauernd nicht hören wollten, sind ihre Städte zur Wüste geworden. Ebenso lernen wir, dass wir keine Unzucht ohne Ende treiben dürfen, denn Gott ist davon so extrem angewidert, dass er irgendwann nicht mal mehr davor zurückschrecken wird, Schwefel und Feuer auf die Orte nieder regnen zu lassen, an denen sich unzählige abartige Szenen täglich abspielen.
Anhand dieser Geschichten wissen wir, wie Gott reagiert auf derartige Sünden, und wir erkennen daran, dass jeder ein böser Verführer ist, der behauptet, Unzucht oder Götzendienst wären egal und Gott würde sich nicht darüber ärgern.
Und in gewisser Weise besteht die Logik der Bibel, welche durchaus gegeben ist, auch darin, dass man einfach nur informiert sein soll, dass es gewisse Ereignisse und Worte überhaupt gegeben hat, aber nachahmen muss man gewiss nicht alles, was man da liest. Wenn einer sagt, dass nur Gutes in der Bibel steht, dann ist dieser Mensch ein Lügner. Und er beweist euch durch diese Aussage, dass er selber noch nicht die ganze Bibel gelesen hat. Es stehen einige echt heftige, unangenehme Dinge in der Bibel. Aber es hat alles einen gewissen Nutzen. Denn die Bibel belehrt uns nicht auf eine Art, wo wir einfach nur alles aufsaugen sollen, sondern sie belehrt uns auf die Art, dass sie uns Erzählungen vorsetzt, und wir müssen uns dann hinsetzen und uns in Ruhe hinein vertiefen.
Aufgrund der Tatsache, dass die Bibel eine Quelle für nützliche Worte und Gedanken im Glaubenswandel ist, sollte man sich als Jesus-Nachfolger immer wieder Zeiten einrichten, wo man sich mit Bibelinhalten beschäftigt, selbst wenn man sie schon ziemlich gut kennt. Ich persönlich gebe stets den Tipp, dass man mindestens in den Evangelien zu Hause sein sollte, also dass man sie sehr, sehr gut kennen sollte, um deren Inhalte auch dann bezeugen zu können, wenn man die Bibel gerade gar nicht vor sich liegen hat.
Natürlich haben aber auch sehr viele Menschen die Absicht, dass sie Erbauung erleben beim Bibel lesen, und deshalb lesen sie vorzugsweise schöne Texte aus den Psalmen. Aber ich sage euch ganz ehrlich: Auch wenn die Bibel natürlich einige erbauliche und tröstende Textpassagen hat, so ist das dennoch nicht der beste Inhalt für Jesus-Nachfolger. Der beste Inhalt ist der, der uns zur Gerechtigkeit nach Gottes Maßstäben leitet. Denn was nützt es, wenn du in Sünde gelebt hast und dabei hin und wieder durch schöne Bibeltexte getröstet wurdest bis zum Tag deines Todes, aber am Ende dank deiner Sünde in den ewigen Feuer- und Schwefelsee fällst? Hat der Trost in den längst vergangenen Tagen deiner weltlichen Mühsal dann noch irgendeinen Wert? Wohl kaum! Es gibt nichts Wichtigeres, als zu wissen, was Gott will und was nicht, damit wir unschuldig vor ihm sein können, während Jesus die Schuld für die alten Verfehlungen trägt. Denn dadurch erhalten wir ewiges Leben in einem vollkommenen Heil, wo es kein Geschrei mehr gibt und wo auch der Tod nicht mehr sein wird. Und es wird niemals jemand anwesend sein, der Gräuel verübt oder Lügen erzählt, denn alles Böse wird entfernt sein.
Deswegen muss über das Suchen von erbaulichen Worten in der Bibel folgendes gesagt werden: Man darf zwar schon an Tagen der Betrübnis hin und wieder mal mit der Absicht in die Bibel schauen, dass man ein wenig davon erbaut wird, aber man darf niemals ein Mensch werden, der einzig und allein wegen einer Gier nach Erbauung des eigenen Gemüts die Bibel aufschlägt und alles andere gar nicht erst an sich ranlassen will. Das wäre der Weg ins Verderben. Wer auf so eine Weise die Bibel liest, der kann es auch gleich ganz bleiben lassen, weil es zur ewigen Errettung sowieso keinen Beitrag leistet. Man muss sich von der Bibel ermahnen und belehren lassen, damit man weiß worauf es ankommt und die Gewissheit hat, dass wenigstens nach den vielen Zumutungen in dieser bösen Welt dann etwas Besseres folgen wird. Etwas viel Besseres, wo man sehen wird, dass es all das wert war, was man deswegen auf Erden aufgegeben hat, um Jesus ganz persönlich nachzufolgen, unabhängig von Menschengruppen.
Und der wichtigste Grund, warum man immer wieder mal in die Bibel schauen sollte, ist eben jener, dass wir Menschen vergesslich sind. Besonders dabei, sich wichtige Details zu merken, ist das zutreffend. Diese Schwäche geht nie ganz weg, und um dem entgegen zu wirken, bleibt uns nichts Anderes übrig, als wichtige Bibelinhalte immer mal wieder aufzufrischen, und zwar in Ruhe, damit man es auch wirklich im eigenen Gedächtnis festhalten kann, was man da liest.
Ich mache aber auch darauf aufmerksam, dass das Bibellesen kein Zwang und keine belanglose Pflichtübung sein darf. Wenn ein Mensch vor Gott steht, dann zählt zuerst, ob Jesus diesen Mensch persönlich kennt und daher seinen Name bekennen wird vor Gott. Dabei trifft Jesus seine Entscheidung abhängig davon, wie wir uns in der Nachfolge benommen haben. Ob wir wirklich versucht haben, ihm immer ähnlicher zu werden. Aber die große Frage ist eben die, wie man den vorbildlichen Wandel von Jesus in der Welt überhaupt erkennen soll, ohne die Bibel zu lesen. Das dürfte sich enorm schwierig gestalten. Und aus genau diesem Grund, weil man Jesus durch kein anderes Buch so gut kennenlernen kann, sollte eigentlich schon ein gewisser Durst nach den Worten aufkommen, die in der Bibel von ihm Zeugnis geben sollen, so gut es eben geht, auch wenn es nicht perfekt ist. Dieser Durst müsste idealerweise in jedem Jesus-Nachfolger und jeder Jesus-Nachfolgerin sein, denn dadurch greift man ungezwungen zur Bibel.
Und wenn man rein theoretisch die Dinge in der Bibel, die uns richtig anleiten, nur ein einziges Mal gelesen hätte und dann den Rest seines Lebens basierend darauf Dinge einschätzte und Entscheidungen traf, ohne es nochmal gelesen zu haben, so wird man dennoch zu den Erlösten gehören. Denn es kommt auf das Leben an, das wir praktisch führen und auf die Neigungen, die in unseren Herzen wohnen. Weil aber die Bibel eine so große Hilfe dabei ist, das Richtige ins Herz zu bekommen, sollte man sie lieber nicht beiseite lassen, sondern sie immer wieder bereitliegen haben, damit man darin forschen kann, sobald man dazu motiviert ist.
Glücklich schätzen kann sich jeder, der die Dinge im Gedächtnis hat, die geschrieben stehen. Denn was man auswendig kennt, das kann man auch mit viel größerer Leichtigkeit anwenden. Allerdings muss man natürlich erstmal erkannt haben, dass man an seinem eigenen Weg zugrunde geht und nur Sinnlosigkeiten dabei herauskommen, wenn man alles selber definieren will, weil Gottes Weisheit zuverlässiger ist als die eigene. Wenn man das eingesehen hat, wird das Anwenden der Gebote leichter.
Es kann aber auch vorkommen, dass man an einem Tag mal nur ein paar wenige Verse liest, welche aber so sehr in die aktuelle Lebenssituation hinein sprechen, dass sie in dem Moment mehr nützen, als wenn man vier Kapitel nacheinander gelesen hätte. Besonders nützlich ist der Inhalt der Bibel aber, um Verführer abwehren zu können, denn es wird auf vielerlei Wegen versucht, uns ins Straucheln zu bringen in der Nachfolge. Deswegen kann die Nachfolge niemals komplett ohne Bibelkenntnis funktionieren. Aber wie schnell jemand beim Lesen und Verinnerlichen der Bibel vorankommt, das ist wahrhaftig von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Und wenn man die Inhalte schon ziemlich gut im Kopf hat, dann ist es auch in Ordnung, insgesamt etwas seltener dieses Buch aufzuschlagen oder anzuhören als früher. Man entdeckt aber manchmal beim Lesen neue Details, die einem vorher gar nicht klar gewesen sind, und daher wäre es unangemessen, zu denken, man würde alles genau kennen.
Das soll nun reichen an Worten über das Bibellesen, welches in einem gewissen Maß nicht wegzudenken ist aus dem Glaubensleben. Vor allem sollte man niemals irgendwelche von Menschen erdichteten Bücher bevorzugen gegenüber dem, was in der Bibel berichtet und offenbart wird. Man muss allgemein sehr aufpassen, womit man die Gedanken füllt, denn je mehr fremdartige Medieninhalte man konsumiert, und je mehr verdrehte Schriftauslegungen von sprichwörtlichen Wölfen im Schafspelz man sich zu Herzen nimmt, desto stärker wird die Wahrheit der Bibel zwangsläufig dadurch ins Abseits geraten in der eigenen Gedankenwelt.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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