Text zu "Glaube leben - Thema 8: Das Fasten"
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Ich erzähle euch heute etwas über einen möglichen Teil des Glaubenslebens, der sich durchaus als nützlich erweisen kann. Es geht diesmal ums Fasten, und zwar so, wie es nach Gottes Wohlgefallen laufen sollte, sofern sich ein Mensch dazu entscheidet.
Bevor ich darüber irgendwas Anderes sage, möchte ich zuerst in aller Deutlichkeit betonen, dass es in der echten Nachfolge Jesu keine Pflicht zum Fasten gibt. Für jeden Jesus-Nachfolger und jede Jesus-Nachfolgerin ist das Fasten immer ein freiwilliger und theoretisch nicht nötiger Akt. Die Menschen aber, sowohl aus christlichen Religionen als auch aus anderen Religionen, haben Fastenzeiten bestimmt, wo gemäß ihrem Befehl das Fasten über längere Zeit praktiziert werden muss bzw. geboten wird. Aber sowas ist nicht aus Gott. Gott will nicht, dass Menschen fasten, um Zeiten einzuhalten oder um menschliche Vorgaben zu erfüllen. Gott selbst hat das Fasten im eigentlichen Sinne niemals verpflichtend angeordnet. Er sagt sogar durch den Prophet Jesaja, dass es ihm nicht gefällt.
Ihr wisst vermutlich schon, dass Fasten im Allgemeinen bedeutet, eine Zeit lang nichts mehr zu essen und auch keine wohlschmeckenden Getränke zu trinken. Fasten ist also etwas, was dadurch funktioniert, dass man absichtlich auf etwas verzichtet, was man eigentlich haben kann. Die Menschen haben immer geglaubt, sie würden unabhängig von allen sonstigen Umständen durch das Fasten nahe zu Gott gelangen, und manche betrachten es auch als Heilmittel. Und tatsächlich kann das Fasten dazu beitragen, dass manche Krankheiten schneller heilen, aber das wäre dann ja eine selbstsüchtige Gesinnung und gibt Gott gar keine Ehre. Ein paar Menschen fasten manchmal auch, weil sie sich erhoffen, dass dadurch Gebete eher erhört werden.
Nun wollen wir aber mal schauen, welche Worte im Buch des Propheten Jesaja über das Fasten stehen! Wir lesen in Kapitel 58, Vers 3 bis 7:
»Warum fasten wir, und du siehst es nicht, warum kasteien wir unsere Seelen, und du beachtest es nicht?«
Seht, an eurem Fastentag geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an!
Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und dreinzuschlagen mit gottloser Faust; ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte.
Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem HERRN wohlgefälligen Tag?
Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Joches löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht?
Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, dass, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst?
Durch diesen Text wird Gott darauf angesprochen, warum er das Fasten nicht belohnt. Und man erkennt, dass er dies von Menschen gefragt wird, die sich inmitten ihrer Fastenzeit und auch jenseits des Fastens unmöglich benehmen. Sie bedrücken die Schwachen, sie versklaven einander, und sie verhöhnen auch ihre Nächsten und ignorieren Notleidende. Das ist der Grund, warum ihr Fasten nichts gilt. Weil sie andere Dinge, die deutlich wichtiger sind als das Fasten, überhaupt nicht berücksichtigen.
Das Gleiche müssen wir auch heute auf uns beziehen für das Leben in der Nachfolge. Wenn wir die wichtigeren Dinge nicht aktiv beherzigen, dann ist das Fasten nutzlos, denn Gott kann sich nicht darüber freuen. Es gibt offensichtlich eine Art des Verzichtens, die Gott viel lieber sehen will als das Verzichten auf Speise und Getränk. Denn wir sollen zuerst darauf verzichten, selbstsüchtig zu sein, indem wir alles für uns behalten, was wir haben, und wir sollen darauf verzichten, Leute zu unterjochen in irgendeiner Weise, nur weil sie schwächer sind als wir. Wenn wir von diesen Dingen fasten, also auf sie verzichten, dann ist das deutlich wertvoller vor Gottes Angesicht als das Verzichten auf Ernährung. Ja, es ist offensichtlich so, dass unser Fasten erst dann überhaupt wertvoll sein kann, wenn wir bereits die wichtigeren Dinge einhalten. Solange aber unser Alltagsverhalten von Hochmut zeugt, oder von Selbstsucht und Unbarmherzigkeit, kann es niemals wertvoll sein, wenn wir fasten. Das sollte sich jeder Mensch vor Augen halten, der Gott ernstnehmen und in der echten Nachfolge leben will.
Wenn es nun aber so sein sollte, dass ein Mensch bereits auf alle Bosheit verzichtet, sie ablegte und am Thema Fasten Interesse hat, so ist es natürlich interessant, mal die Bibel diesbezüglich ein bisschen zu durchforschen. Jesus bezeichnete das Fasten zu den von Menschen festgesetzten Pflichtzeiten bzw. das Fasten zur Erlangung von Ehre vor anderen Gläubigen in einem Sinnbild als den alten Wein, der in alte Schläuche geschüttet wird. Aber das pflichtfreie Fasten von Herzen ist wie neuer Wein, der in neue Schläuche gefüllt wird. Und Jesus sagt auch in der Bergpredigt, dass wir niemals fasten sollen, um damit Menschen zu beeindrucken oder irgendwie zu beeinflussen, sodass sie über uns staunen. Wer dies täte, dem nützt es vor Gott nichts, deshalb soll man so fasten, dass es anderen nicht sofort auffällt und sie ernsthaft nachfragen müssen, ob man denn überhaupt gerade am Fasten ist.
Wenn aber die Frage lautet, wie das Fasten ablaufen sollte, so gibt es zwei Arten des Fastens hinsichtlich dem Verzichten auf Ernährung. Es gibt einmal ein einfaches Fasten, das besonders vom Prophet Daniel berichtet wird, wo man auf all diejenigen Nahrungsmittel verzichtet, deren Geschmack man liebt oder die irgendwie dem Gaumen schmeicheln, weil man sich nur von Brot und Wasser und vielleicht von einfacher Gemüsesuppe ernährt. Man verzichtet auf Fleisch, Süßigkeiten, Obst und schmackhafte Gerichte aller Art, außerdem verzichtet man auf leckere Getränke wie Wein und allerlei Alkoholhaltiges, ebenso auf Säfte und Tee und besonders auf Kaffee und Energiedrinks.
Abgesehen davon gibt es noch das ausgiebige Fasten, wo man den gesamten Tag überhaupt nichts isst und auch nichts trinkt, außer maximal einfaches Wasser ohne Geschmacksstoffe, wenn man unverhofft großen Durst leiden sollte.
Das Fasten des Propheten Daniel kann man übrigens nachlesen in dem Buch, das ihm gewidmet ist, und zwar in Kapitel 10, Vers 2 und 3. Dort liest man diese Worte:
In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang.
Ich aß keine leckere Speise, und Fleisch und Wein kamen nicht über meine Lippen, auch salbte ich mich nicht, bis die drei Wochen um waren.
Dies ist wie gesagt das einfache Fasten. Daniel hat zwar täglich etwas gegessen, aber es war nur die ganz einfache, unbedingt nötige Speise, die keinen tollen Geschmack hat. Daniel hat sich selbst eine Zeit von drei Wochen festgelegt und diese dann auch durchgezogen. Aus diesen Details erkennen wir eine gute Anleitung. Einerseits lernen wir dadurch: Man darf sich die Länge der Zeit im Vorfeld komplett selber aussuchen, die man fastet. Aufgrund der Tatsache, dass Daniel ein einfaches Fasten durchführte, war es legitim, mehrere Wochen ununterbrochen zu fasten. Hätte er aber ausgiebig gefastet, so hätte er an den Sabbattagen trotzdem etwas essen und trinken müssen. Denn der Sabbattag ist ein Tag der Erholung und Erquickung, deshalb soll man an diesem Tag nicht komplett auf Speise und Getränk verzichten, sondern soll etwas essen und trinken, weil das andernfalls den Zweck der Erholung und Erquickung verfehlen würde. Auf jeden Fall wird aber durch das Vorbild des Propheten Daniel offenbar, dass man vor dem Beginnen des Fastens die Dauer selbst wählen soll.
Eine zweite wichtige Lektion, die wir hier durch Daniel lernen, lautet: Man muss den Zeitraum unbedingt bis zum Ende durchziehen, den man sich festsetzte. Daniel hatte sich drei Wochen vorgenommen und hat es auch genau so eingehalten. Das ist entscheidend. Hätte er bereits nach einer Woche aufgehört, obwohl er eigentlich drei Wochen im Sinn hatte, so wäre Gott entsetzt gewesen. Derartiges passiert bei jedem, der das Fasten vorzeitig abbricht. Gott ärgert sich dann darüber. Deshalb ist es besser, wenn wir gar nicht erst fasten, als wenn wir das Fasten beginnen, aber nicht vollenden. Ein Mensch kann keinen Zorn auf sich ziehen, wenn er gar nicht erst ein Versprechen gibt. Wenn aber jemand an Gott zum Beispiel das Versprechen gibt, vom Aufstehen morgens bis zur Abendzeit gar nichts essen zu wollen, um für Gott zu fasten, aber dann sitzt er eben doch bereits nachmittags da und stopft sich mit Nahrung oder leckeren Getränken voll, weil ihm das Hungergefühl zu lästig wurde, so ist Gott schwer enttäuscht und kann davon auch wütend werden. Man sollte deshalb lieber zweimal darüber nachdenken, ob man wirklich fasten will, bevor man anfängt. Und wenn man davon überzeugt ist, so muss diese Überzeugung unwiderruflich sein. Man muss bei dem bleiben, was man sich festsetzte, auch wenn es schmerzt.
Würde aber zum Beispiel einer bei der 40tägigen Fastenzeit mitmachen, die man traditionell vor Ostern kennt, aber dann würde er schon am dritten Tag doch wieder normale Speise zu sich nehmen, wie er es immer tut, dann hätte er Gott gleich doppelt verärgert. Einmal dadurch, dass er meint, durch das Einhalten von Menschengeboten Gott gefallen zu können, und dann noch viel stärker dadurch, dass er bereits am dritten Tag aufgegeben hat, obwohl er doch vierzig Tage durchhalten sollte.
Wenn man das vorgenommene Fasten zu zeitig abbricht, dann merkt Gott daran, wie wenig dem Mensch seine eigenen Versprechungen wert sind, die er an Gott gibt, und wie wenig Ernsthaftigkeit in dem ist, was der Mensch um Gottes willen tut, und das ist für Gott sehr abstoßend.
Schauen wir uns nun mal einen Bericht über Menschen an, die das ausgiebige Fasten praktiziert haben! Folgendes lesen wir im Buch Esther in Kapitel 4, Vers 16:
So geh hin, versammle alle Juden, die in Susan anwesend sind, und fastet für mich, drei Tage lang bei Tag und Nacht, esst und trinkt nicht. Auch ich will mit meinen Mägden so fasten, und dann will ich zum König hineingehen, obgleich es nicht nach dem Gesetz ist. Komme ich um, so komme ich um!
Esther sollte sich in Lebensgefahr begeben und wollte, dass vorher für sie gefastet wird, damit Gott sie umso wahrscheinlicher beschützt, sobald sie ihren Weg antritt. Die erwähnten Menschen sollten Tag und Nacht nichts essen, und das sogar drei Tage lang. Leider steht nicht geschrieben, ob diese Tage direkt aufeinander folgten, aber ein derart extremes Fasten wäre keineswegs empfehlenswert, denn es könnte den Körper kaputt machen. Vielleicht ist ja gemeint, dass es Montag, Mittwoch und Freitag gemacht werden sollte. Das wäre ein legitimes Modell.
Um noch eine andere Stelle zu zeigen, an der Fasten eine Rolle spielt, erinnern wir uns einfach mal an die Tatsache, dass Jesus während seinen 40 Tagen in der Wüste ja ebenfalls fastete, als er voll Heiligen Geistes war. Folgende Worte liest man darüber in Kapitel 4 vom Evangelium des Lukas in den Versen 1 bis 3:
Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt
und 40 Tage vom Teufel versucht. Und er aß nichts in jenen Tagen; und zuletzt, als sie zu Ende waren, war er hungrig.
Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde!
Hier entdecken wir das selbe Problem, welches schon viele andere Leute scheitern ließ, die ordentlich fasten wollten: Der Teufel ließ sie angreifen mit dem Gedanke, ob es nicht doch besser wäre, etwas zu essen. Und bei Jesus ist er sogar persönlich erschienen und hat extra bis zum letzten Augenblick gewartet, also kurz bevor die Zeit erfüllt war, die Jesus aushalten sollte. Denn am vierzigsten Tag ist der Hunger am allergrößten – da ist es dann auch am wahrscheinlichsten, dass der Satan Jesus erfolgreich dazu verlocken kann, die von Gott anvertraute Kraft zur Eigensinnigkeit zu missbrauchen. Wenn man weiterliest, merkt man natürlich, dass Jesus standhaft bleibt, trotz seines heftigen Hungers. Ich bin mir auch sicher, dass Jesus diese 40 Tage gar nicht durchgehalten hätte, wäre er nicht komplett ausgefüllt gewesen mit dem Heiligen Geist, den er direkt nach seiner Wassertaufe empfangen hatte.
Bei einer Sache bin ich mir aber nicht sicher: Ich weiß nicht genau, ob Jesus an den Sabbattagen in der Wüste etwas aß oder nicht. Als ich dies im Geist fragte, erhielt ich den Gedanke, dass Jesus zu einer von Gott befohlenen Prüfung ausgesondert war, die unbedingt stattfinden musste, und dass deshalb das Fasten auch am Sabbat im Rahmen der Prüfungszeit richtig war, denn Gottes Befehl steht über allem.
Wichtig ist aber, dass wir auch hier davon lesen, wie Jesus die ganze Zeit nichts aß. Und außer maximal Wasser wird er wohl mitten in der Wildnis auch keine Getränke vorgefunden haben. Er musste also auch ausgiebig fasten während seinen Tagen in der Wüste, kurz bevor sein Verkündigungsdienst so richtig losging.
Es gibt auch zum Thema Fasten eine immer wieder erwähnenswerte Geschichte in den Evangelien, nämlich den Bericht über den mondsüchtigen besessenen Knabe, wo die Apostel den Dämon nicht austreiben konnten. Da trieb Jesus ihn aus, und die Apostel fragten hinterher, warum es bei ihnen nicht funktionierte. Und Jesus antwortete, dass diese Art durch nichts ausfährt außer durch Gebet und Fasten. Also mit anderen Worten: Diese mächtige Dämonenart hat keinerlei Respekt vor irgendwelchen daher gelaufenen Leuten, sondern maximal vor einem Gottesfürchtigen, der viel betet und viel fastet. An dieser Geschichte erkennt man, dass es durchaus einen Nutzen hat, um besser gegen Dämonen gewappnet zu sein, wenn man richtig und regelmäßig fastet. Denn die Apostel fasteten gar nicht, und der böse Geist hörte nicht auf sie, Jesus aber konnte ihn austreiben, was zu bedeuten hat, dass Jesus wohl ganz allgemein an das regelmäßige Fasten gewöhnt war. Es scheint so zu sein, obwohl das Fasten keine Pflicht ist und man niemanden tadeln darf, nur weil er das Fasten verweigert, dass trotzdem ein Mensch mit heranwachsenden Glaube irgendwann von ganz allein an den Punkt kommt, richtig fasten zu wollen. Also dass man plötzlich den Wunsch im Herzen hat, dies zu tun, weil man es mittlerweile für erstrebenswert hält. Und wenn es ein Herzenswunsch des Menschen ist, dann ist es auch gut, das Fasten zu beginnen, zumindest so lange man sich der Warnung von Jesaja bewusst ist, die wir vorhin schon hatten.
Nachdem ich aber all diese Dinge im Zusammenhang mit Bibelzitaten aufgezeigt und erklärt habe, erzähle ich euch nun mal ein bisschen was Privates über das Thema Fasten, in der Hoffnung, dass es für euch lehrreich ist. Denn es ist zwar eigentlich keine Pflicht, als Jesus-Nachfolger oder Jesus-Nachfolgerin zu fasten, aber es bietet sich trotzdem an, und ich selbst mache das ständig. Ich faste mittlerweile an drei Tagen in der Woche ausgiebig, und zwar am Sonntag, am Dienstag und am Donnerstag. Ich würde das auch nie wieder anders machen wollen, denn es ist mir zur Hilfe geworden. Es hilft mir dabei, in der Demut zu bleiben, die Gott gefällt, und das Wirken des Heiligen Geistes, der von Jesus benutzt wird, stärker wahrzunehmen. Denn ich merke, dass die Lust des Fleisches immer schwächer wird, je länger man richtig fastet. Ich betone aber auch, dass es ein langer Weg war, an diesen Punkt zu kommen, an dem ich jetzt bin mit dem Fasten.
Ich hatte damit angefangen, dass ich nur mal fasten wollte vom Aufstehen morgens bis abends 18:00 Uhr. Und das kann ich nur jedem Mensch empfehlen, der auch das ausgiebige Fasten beginnen will. Fangt erstmal klein an, indem ihr an einem einzigen Tag in der Woche bis zum Abend gar nichts esst und trinkt, außer maximal Wasser! Als ich das zum ersten Mal tat, war es vom Gefühl her ziemlich quälend, ein absolut schreckliches Gefühl. Manchen Leuten kommt es beim Fasten am Anfang vielleicht sogar so vor, als würden sie gleich sterben, aber dieser Gedanke ist Quatsch. Ich war aber trotzdem an meinem ersten richtigen Fastentag unglaublich froh, als es Abend war und ich die Zeit ausgehalten hatte, wie ich es mir festgesetzt hatte, und danach wieder essen konnte. Und in der darauf folgenden Woche war es dann nicht mehr ganz so übel, bis 18 Uhr durchzuhalten. Und danach setzte ich mir das Ziel, noch länger durchzuhalten und machte 20 Uhr zu meinem Zielwert und schaffte es auch. Und nachdem ich dies mehrere Wochen einen Tag pro Woche getan hatte, kam der Tag, an dem ich das Fasten durchhalten wollte bis zum nächsten Morgen, also dass ich hungrig ins Bett ging. Und ich machte es so, und es klappte auch. So fastete ich dann einmal pro Woche ausgiebig Tag und Nacht. Und dann traute ich es mir bald zu, an zwei Tagen zu fasten in der Woche, und ich machte es so, und das ging auch eine Zeit lang. Und nach einigen Wochen traute ich es mir zu, an drei Tagen zu fasten in der Woche, Tag und Nacht, und ich machte es so. Ich erschrak aber damals darüber, wie sehr der Körper abmagert durch das heftige Fasten, also durch die drei Tage pro Woche, wo ich ausgiebig fastete. Und weil es mich so erschrak, ging ich wieder auf zwei Tage pro Woche zurück. Aber ich merkte bald, dass mir das nicht reicht, denn ich war mittlerweile schon so sehr an den nüchternen Zustand gewöhnt, dass er angefangen hatte, mir gutzutun, und ich vermisste die Kraft des Geistes, denn sie ist meistens geringer, wenn man sich mit Speise füllt. Darum ignorierte ich das Abmagern des Körpers und ging wieder hoch auf drei Fastentage pro Woche. Und seitdem, was vor etwa zwei Jahren soweit gekommen war, faste ich immer an drei Tagen in der Woche ausgiebig, aber an den anderen Tagen esse ich besonders reichhaltig, damit das Abmagern nicht so extrem ist, und es funktioniert gut. Das Fasten ist auch sehr, sehr hilfreich, um zu begreifen, wie dankbar man Gott eigentlich dafür sein muss, wenn man mit dem Nötigsten versorgt ist. Sowas würde ich nicht empfinden können, wenn ich jeden Tag satt wäre.
Und anhand meines Erfahrungsberichts merkt man, dass das Fasten nicht von einem Tag auf den anderen in heftiger Weise funktionieren kann. Man kann nicht von jetzt auf dann plötzlich drei ausgiebige Fastentage haben, sondern man muss erstmal klein anfangen und darf es auch nicht übertreiben. Ich habe nämlich auch mal kurze Zeit vier Tage in der Woche zu meinen regulären Fastentagen gemacht, aber da wurde das Abmagern so extrem, dass es unzumutbar gewesen ist, daher ist meine Empfehlung, dass man drei Tage in der Woche als allerhöchsten Maximalwert haben sollte, den man nicht überschreitet, wenn man dauerhaft das Fasten aufrechterhalten will. Ich muss auch deutlich anmerken, dass ich ganz am Anfang des Fastens eigentlich mit dem Gedanke zufrieden war, einen einzigen Fastentag in der Woche zu haben. Ich hatte es gar nicht darauf angelegt, dass es mehrere Tage sein würden und wäre mit einem Tag als Regelwert zufrieden gewesen. Das häufigere Fasten hat sich dann wie von selbst ergeben, weil es mir mit der Zeit am Herzen lag, aber es war nicht das ursprüngliche Ziel.
Ich denke auch, es spielt eine Rolle bei dem doch schon ziemlich extremen Fasten, dass Jesus bei seinem Fasten mit dem echten Heiligen Geist erfüllt war, der von dem allein wahren Gott gegeben wurde, von dem Heiligen Israels, und dass auch ich mit dem echten Heiligen Geist erfüllt bin, der im Ursprung von dem allein wahren Gott ausgeht. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob es überhaupt gut sein kann für den Mensch, ausgiebig zu fasten, ohne mit dem echten Heiligen Geist erfüllt zu sein. Vielleicht sollte man das ohne ihn lieber bleiben lassen?
Denkt daran, was wir durch den Prophet Jesaja lernen: Wichtiger als das Verzichten auf Speise und Getränk ist das Verzichten auf die Unterjochung anderer Menschen und das Verzichten auf Selbstsucht in irgendeiner Weise.
Und man kann übrigens auch allgemein mal darüber nachdenken, ob es vielleicht andere Dinge im Leben gibt, von denen man fasten sollte, also auf die man freiwillig verzichtet, obwohl sie zur Verfügung stehen, besonders wenn es sich für Gott um ein Ärgernis handelt. Manche Menschen hängen ständig nur an sozialen Medienplattformen, beinahe den ganzen Tag. Andere hängen vor einem Bildschirm und schauen sich reihenweise Serien an. Wenn ein Mensch das bei sich selbst bemerkt, so ist es eine Überlegung wert, ob es vielleicht angemessen sein könnte, von sowas zu fasten, also es absichtlich bleiben zu lassen. Vielleicht ist das sogar bei einigen Menschen wohlgefälliger vor Gottes Angesicht und er will lieber sowas erleben, als sie beim Verzicht auf Speise und Getränk zu sehen, während sie die ganze Zeit weiter ihrem nutzlosen virtuellen Leben frönen. Das ist zweifellos eine Überlegung wert.
Und nun, da ich so viele Dinge über das Fasten erwähnt habe, soll es genug sein mit diesem Video!
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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