Text zu: "Jesus für Anfänger (10) - Die Bibel als Hilfsmittel"
Link zum Video: https://youtu.be/ajTrKWo8ad8
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In diesem anfängerfreundlichen Video möchte ich erklären, inwiefern in der echten Nachfolge Jesu die Bibel ein notwendiges Mindestmaß an Anerkennung braucht. Die Tatsache, dass es zig verschiedene Übersetzungen der Bibeltexte allein in deutscher Sprache gibt, macht diese Sache ebenso suspekt wie die Tatsache, dass es zwei verschiedene Urtexte gibt. Einen alten und einen modernen, und der modernisierte ist logischerweise weniger vertrauenswürdig. Es passiert aber nicht erst seit ein paar Jahrzehnten, dass religiöse Menschen in hoher Machtposition sich je nach persönlichem Bedarf ein paar wenige Bibelverse herausnehmen, um sie zu verändern, damit diese Leute ihre private Agenda besser durchdrücken können, indem sie danach auf die veränderten Bibelstellen verweisen und behaupten, die Bibel würde ihnen Recht geben. Gott hat den Menschen die Aufgabe überlassen, seine Worte in richtiger Weise zu bewahren. Aber wie üblich interessiert sich die allgemeine Menschheit einen Dreck für Gottes Wille und verfolgt lediglich eigene Ziele. All diese Probleme machen den Gedanke echt unattraktiv, die Bibel zu lesen.
Hinzu kommt noch die Frage, womit man denn überhaupt anfangen soll, wenn man die Bibel trotz aller Probleme lesen will. Manche sagen, man soll mit dem Evangelium des Johannes beginnen. Allerdings beinhaltet dieses Schriftstück viele geistliche Äußerungen, die man besonders als Frischling kaum versteht und nicht zuordnen kann. Und die meisten Menschen, wenn sie zum ersten Mal vor einer Bibel sitzen und dabei das Evangelium des Johannes vor sich haben, werden wahrscheinlich bereits nach dem Lesen der ersten 14 Verse zu der Ansicht gekommen sein, dass sie unmöglich kapieren können, was hier überhaupt geredet wird, und werden verständlicherweise die Bibel beiseite legen.
Also womit sollte man anfangen? Vielleicht sollte man ganz vorne im Neuen Testament anfangen, also im Evangelium des Matthäus, im ersten Kapitel. Das Problem ist nur, dass das Evangelium des Matthäus mit einem Geschlechtsregister beginnt. Und wenn das Erste, was der Mensch jemals aus der Bibel liest, ein Geschlechtsregister ist, dann wäre es auch bei einem solchen Mensch kein Wunder, wenn er die Bibel doch wieder weglegt.
Vielleicht sollte man die Evangelien überspringen und einfach beim Brief an die Römer anfangen. Das sagen auch manche. Das Problem ist aber dabei, dass Paulus in seinen Erzählungen und Ratschlägen des Öfteren Bezug nimmt auf Inhalte vom Alten Testament, denn er selber war ja aus dem Pharisäertum stammend. Wer nun noch nie in seinem Leben im Alten Testament gelesen hat und dann die ganzen Worte von Paulus liest, wird auch dabei ziemlich bald mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf vor der Bibel sitzen und sich überfordert fühlen, weil er mit dem Gelesenen kaum etwas anfangen kann.
Ein paar wenige Menschen sagen, und zu denen zähle ich mich noch am ehesten selbst, dass man einfach ganz vorne beginnen muss, also wirklich im ersten Buch Mose in Kapitel 1, um dann dieses ganze Zeug nach und nach in aller Tapferkeit abzuarbeiten. Das Problem dabei ist jedoch dieses, dass da sehr viele schändliche und ekelerregende Dinge berichtet werden, die die Menschen getrieben haben, teilweise sogar die von Gott begleiteten Männer. Allein schon im ersten Buch Mose findet man abartige Berichte, aber in den darauf folgenden Büchern wird es ja auch nicht besser. Diese Inhalte sind teilweise so übel, dass sie ebenfalls sehr stark dazu verleiten, die Bibel angewidert zur Seite zu legen und nichts mehr damit zu tun haben zu wollen. Denn wenn man nicht begreift, dass gewisse Inhalte eben gerade deswegen aufgeschrieben wurden, um die böse Natur des Menschen zu bezeugen, dann kommt man mit den Inhalten des Alten Testaments an vielen Stellen überhaupt nicht klar.
Jedenfalls kann man sich durchaus die Frage stellen, mit welcher Zielsetzung der Mensch überhaupt die Bibel zur Hand nehmen soll. Und es gibt zur Rettung der Seele ja eigentlich nichts Wichtigeres, als dass der Mensch entdecken kann, was das Richtige ist und was man tun soll. Deswegen ist es rein theoretisch sehr weise, den Mensch ganz am Anfang erstmal die Bergpredigt lesen zu lassen. Denn diese ist die wichtigste von Jesus überlieferte Rede, und vieles davon zeigt definitiv schon den richtigen Weg auf bzw. stupst den annahmefähigen Leser stark in die richtige Richtung. Man sollte den Leser also vielleicht einfach vor Kapitel 5 vom Evangelium des Matthäus setzen und ihn von da an lesen lassen, wenn man es ihm nicht zutraut, die ganzen Inhalte vom Alten Testament zu ertragen, bei denen es enorm nützlich ist, sie wenigstens zu kennen, aber die einem in so mancher Hinsicht ganz sicher nicht sofort die richtige Moral aufzeigen. Wer aber ein so großes Durchhaltevermögen hat, dass er wirklich alle Bibelbücher von vorne bis hinten ertragen kann, bei dem ist auch die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass er irgendwann verständig wird in den Wegen Gottes.
Aber manche Menschen haben bereits Schwierigkeiten damit, die Bibel überhaupt als eine Quelle für das anzuerkennen, was Gott gesagt hat. Manche sagen vielleicht, die Bibel ist ein rein religiöses Buch und daher verwerflich. Die Wahrheit sieht aber so aus, dass die christlichen Religionen sich nur ein paar Teile aus der Bibel herausgerissen haben, die sie zur Erschaffung ihrer eigenen religiösen Moral benutzen, und den Rest ignorieren sie. Daher ist es falsch, zu behaupten, die Bibel sei ein religiöses Buch. Dafür gibt es einfach zu viele Bibelstellen, die von den Religionen überhaupt nicht ernstgenommen und teilweise ins genaue Gegenteil verdreht werden. Andere Menschen denken vielleicht, die Bibel sei komplett von kreativen Menschen in alten Zeiten erdichtet worden und nichts davon würde tatsächlich aus Gott stammen. Das ist aber gelogen. Natürlich gibt es in der Bibel auch Texte, die Menschenwort sind, aber besonders in den Prophetenbüchern gibt es sehr viele Worte, die komplett von Gott gesprochen wurden. Die sind nicht von Menschen erfunden. Und all die historischen Berichte, die man in der Bibel liest, sind ja der Versuch der Menschen, so kurzgefasst und dennoch ausdrucksstark wie möglich Zeugnis zu geben von dem, was Gott getan hat. Es handelt sich dabei nicht um Erfindungen, sondern um echte Erlebnisse, um Augenzeugenberichte. Es werden Geschehnisse und Verläufe beschrieben, welche die zur jeweiligen Zeit lebenden Autoren mit ihren eigenen Augen gesehen haben. Und das muss man begreifen, dass in der Bibel viele Texte stehen, die bezeugen sollen, was Gott ganz real in unserer Welt getan hat in früheren Jahren. Man hat in der Bibel manchmal Stellen, wo der Autor seine eigene Meinung mit eingebaut hat, aber das ist relativ selten der Fall. Wenn man mit der notwendigen Geduld und unter dem Segen Gottes liest, wird man schon mitkriegen, was aus Gott ist und was menschliche Meinung ist.
Jedenfalls wird es unnötig schwieriger, Jesus wirklich nachzufolgen, wenn man die Bibel gar nicht erst als Quelle anerkennt. Und es passiert sehr leicht auf diesem Weg, also ohne Bibel, dass man in irgendwelche Betrügereien hineingezogen wird und sich ein falsches Gottesbild in den Kopf setzen lässt oder dass man in fluchbringendem Okkultismus versinkt oder eine falsche Auslegung der Gebote hört, sodass man Menschengebote und nicht Gottes Gebote lernt. Darum ist es auch ein wichtiger Teil der Nachfolge Jesu, dass man bibelfest werden will. Nicht in dem Sinne, dass man dieses Buch für perfekt und unfehlbar hält, denn das ist die Bibel nicht, besonders heutzutage nicht mehr. Vielleicht war sie es einmal vor sehr langer Zeit. Aber jeder, der das heute immernoch behauptet, wo es viele verschiedene Übersetzungen der Bibel und dazu zwei verschiedene Urtexte gibt, der lebt wirklich in einer Traumwelt. Als Jesus-Nachfolger wird man sich aber weigern, in einer Traumwelt zu leben und erforscht lieber die Wahrheit. Und wenn die Bibel auch nicht fehlerfrei ist, so stehen dennoch eine Menge Dinge drin, die hilfreich sind und den einzigen richtigen Weg erkennbar machen, sofern man die Worte begreifen kann. Es gibt auf der Welt bis heute kein Buch, welches der Bibel gleichbedeutend wäre, sofern man vorhat, Gott zu verstehen und Jesus, den Sohn Gottes, näher kennenzulernen. Man muss also mit dem arbeiten, was überhaupt zur Verfügung steht, auch wenn korrupte Menschen dafür gesorgt haben, dass dieses Hilfsmittel nicht perfekt ist, sondern stellenweise verunreinigt.
Und so muss nun jeder, der darüber nachdenkt, ob er oder sie die echte Nachfolge antritt, auch auf diese Frage für sich selbst eine ehrliche und klare Antwort finden. Ist man dazu bereit, die Bibel als eine Quelle dafür anzuerkennen, Gott zu verstehen und das Problem mit dem fleischlichen Menschsein durch die Bibel besser zu begreifen? Wenn man das verweigert und die Bibel ablehnt, so kann man die Wahrheit nicht in ihrer Gänze erkennen. Die Bibel ist ein wichtiges Hilfsmittel auf dem Weg, und wer die Bibel mit ihrem gesamten Inhalt ablehnt, der wird sich auf seinem Weg zu Gott garantiert irgendwo verlaufen, wo ein Kind Gottes gar nicht hingehört.
Und da ich nun all dies erwähnt habe, will ich auch dieses Video noch mit vier Bibelstellen abschließen.
Zuerst zeige ich ein Zitat vom Buch des Propheten Jesaja aus Kapitel 34, Vers 16. Dort stehen diese Worte:
Forscht nach im Buch des HERRN und lest es! Nicht eines von alledem wird fehlen; zu keinem Wort wird man die Erfüllung vermissen; denn mein Mund ist’s, der es befohlen, und sein Geist ist’s, der sie gesammelt hat.
Diese Worte sind gegebenenfalls grammatisch nicht korrekt wiedergegeben, aber die Aussage dahinter, dass man am Ende zu keiner Prophezeiung die Erfüllung vermissen wird, ist realistisch.
Die zweite Stelle ist von Psalm 119. Es steht geschrieben in den Versen 23 und 24:
Sogar Fürsten sitzen und beraten sich gegen mich; aber dein Knecht sinnt nach über deine Anweisungen.
Ja, deine Zeugnisse sind meine Freude; sie sind meine Ratgeber.
Als drittes Zitat zeige ich ein Zeugnis aus dem Evangelium des Lukas. Man liest etwas, was Jesus tat nach seiner Auferstehung, in Kapitel 24, Vers 45 bis 47, wo es heißt:
Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden,
und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen,
und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem.
Nun kommt noch das vierte Zitat, und dieses stammt aus Vers 9 vom zweiten Brief des Johannes. Dort liest man:
Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn.
Und mit diesen Worten endet auch das heutige anfängerfreundliche Video.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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