Text zu "Jesus für Anfänger (3) - Die Treue zu Gott"


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In diesem anfängerfreundlichen Video möchte ich darauf aufmerksam machen, inwiefern die Treue zu Gott angemessen ist und dass man den eindeutigen Wille im Herzen haben sollte, dem allein wahren Gott treu zu sein, dem Gott Israels, wenn man in der Nachfolge Jesu ist bzw. sein will. Gleichwie Jesus die ganze Zeit für Gottes Werte eingestanden hat und es immernoch tut, so soll es auch bei uns sein. Wer Jesus nachfolgt auf dem Weg ins ewige Leben, der stellt sich nie auf die Seite der Leute, die Gott oder seine Werte anfechten oder ausblenden, sondern steht immer für das ein, was Gott gefällt. 
Gott treu zu sein als Jesus-Nachfolger oder Jesus-Nachfolgerin funktioniert aber wohlgemerkt dann am besten, wenn man ganz klare Gründe vor Augen hat, warum man Gott treu ist. Deswegen will ich jetzt etwas dazu sagen, und dann kann auch jeder Mensch dadurch leichter entscheiden, ob die Nachfolge angetreten wird oder nicht.

Der Fakt, den man unbedingt von Anfang an begreifen muss, lautet: Gott ist anders als die Menschen. Eine Vielzahl dessen, was zum normalen Treiben der Menschen gehört, hat mit Gott nichts zu tun, sondern es ist sehr gegensätzlich. 
Die echte Nachfolge Jesu ist eigentlich nur für diejenigen Leute gedacht, welche es nicht mehr länger ertragen wollen, was für entsetzliche Verhaltensweisen man von den Menschen dieser Welt als Standard zu erwarten hat. Die Nachfolge ist für die, die sich dem nicht unterordnen, weil sie sich stattdessen dem zuwenden wollen, was geistlich wertvoll ist. Wenn dich die Eigenarten gar nicht anwidern, die sowohl du selber als auch andere Menschen von Natur aus immer entwickeln, und wenn du gar nicht den Wunsch im Herzen hast, von alldem frei zu sein, dann hast du sozusagen im Haus Gottes nichts zu suchen. Wer sich aber schon lange wünscht, bei jemandem zu sein, der all das Negative an sich nicht hat, der ist gut damit beraten, Jesus persönlich nachzufolgen und sich von Jesus zu Gott führen zu lassen.

Wenn ich es in Kurzform beschreiben soll, dann lauten meine Worte folgendermaßen:
Gott liebt demütige Menschen, die sich überhaupt nicht darum kümmern, stolz auf sich selbst sein zu können. Menschen, die zu ihm kommen, müssen nicht selbstbewusst und stark in ihrem Auftreten sein. Sowas braucht Gott nicht. 
Gott ist jemand, der uns niemals Lügen erzählt. Er ist der Einzige, bei dem man sich zu hundert Prozent darauf verlassen kann, immer nur die Wahrheit gesagt zu bekommen. 
Gott ist jemand, der sich in gar keiner Weise für Ruf, Rang, Aussehen oder Gesundheit interessiert. All diese oberflächlichen Werte kümmern ihn kein bisschen. Wenn ein Mensch all dies nicht vorzuweisen hat, aber sein Herz ist rein, so ist dieser Mensch interessant für Gott, und zwar viel interessanter als einer, der in dieser Welt alles hat, was von Menschen bewundert wird. 
Gott ist jemand, der uns keinen Leistungsdruck macht und unseren Wert niemals daran bemessen würde, ob wir uns als nützlich zum Arbeiten erweisen und uns ausreichend abmühen, sondern er verlangt wenig von uns und schenkt uns viel Ruhe und Frieden. 
Gott ist außerdem ein Wesen, das keine Doppelmoral kennt und niemals willkürliche Entscheidungen treffen würde. Alles, was er tut, hat einen Grund und ist oftmals das Ergebnis davon, dass vorher etwas Anderes passierte, was eine Reaktion erforderte, und es ist immer ein Ergebnis von dem vorausschauenden Nachdenken Gottes.
Das sind Eigenschaften, die man nur bei Gott findet, aber bei den Menschen nicht. Und jeder, der einen großen Wert in alldem sieht, der kann auch Gott treu sein. Denn einer, der so ist, der hat es verdient, dass man ihm treu bleibt. Würde sich aber einer dabei wohlfühlen, im Gegenteil dessen zu leben, was auf Gott zutrifft, so ist dieser Mensch für die Nachfolge völlig ungeeignet. Man kann Jesus nicht nachfolgen, wenn man nicht mit Treue an seinem Gott und Vater hängen will. Wer unbedingt das Gefühl haben muss, stolz auf sich selbst zu sein und einen hohen Wert zu haben, oder wer das Lügen für etwas Unbedeutendes hält, was man ruhig hin und wieder tun kann, oder wer auf oberflächliche Dinge wie schönes Aussehen und Ruhm achtet, oder wer willkürlich entscheidende Personen und in Doppelmoral wandelnde Personen toll findet oder selber so sein will, der kann sich den Gedanke völlig aus dem Kopf schlagen, Jesus in Wahrheit nachzufolgen, denn es wäre unmöglich umsetzbar um der schlechten Neigungen willen, die der Mensch hat.

Und ich möchte auch mal ganz nebenbei darauf aufmerksam machen, dass vielerlei Menschen sich lustig machen über die, welche als Schwächlinge und Außenseiter zählen, aber bei Gott gibt es sowas nicht, denn Gott hat Mitleid mit den Schwachen und würdigt die Schmach, die sie erleiden, aber bei den Menschen findet man immer nur Unverschämtheiten vor, wenn man ihren oberflächlichen Idealen nicht entspricht.

Es ist aber im Grunde genommen an den schlechten Neigungen überhaupt nichts liebenswert, und es ist wahrhaftig eine Befreiung, all diesem Unsinn nicht untertan zu sein, weil man stattdessen Gott nachjagt und dem Sohn Gottes angehört.

Ich mache explizit darauf aufmerksam, dass die Eigenschaften, die man bei Gott findet und die Jesus in bestmöglicher Weise nachahmte vor den Menschen, um ein vielfaches liebenswerter sind als der geistlose Unsinn, den die Menschen gemäß den Lüsten ihres Fleisches treiben. Das ist der Grund, warum Gott eine ungebrochene Treue verdient. Und um das zu verdeutlichen, rede ich noch etwas tiefgehender darüber. Denn man muss sich mal vor Augen halten, wovon man sich eigentlich verabschiedet, wenn man die echte Nachfolge antritt.

Bei den Menschen ist es so, dass sie der Meinung sind, sie müssten stolz auf sich selbst sein. Sie denken, sie müssen etwas darstellen. Sie denken, sie müssen sich den Respekt anderer Menschen verdienen. Sie glauben, man braucht ein hohes Selbstvertrauen und muss sich selber unbedingt als großartig und wertvoll sehen, und wer dies tut, der macht in ihren Augen alles richtig. Auch die, welche sich selbst nichts sagen lassen und selbst immer alles meinen besser zu wissen, weil sie es nach eigener Lust und Laune zurechtlegen wollen, wandeln in einer Art Stolz und erscheinen stark.
Vor dem Angesicht Gottes hingegen ist es so, dass er sowas ekelerregend findet und genau das Gegenteil wünscht. Die Menschen sollen sich überhaupt nicht darum bemühen, sich selber als wertvoll und großartig zu sehen, und sie sollen nicht widerspenstig und besserwisserisch ihm gegenüber sein, weil sie sich stark dabei fühlen, einen selbst erwählten Weg zu gehen. Gott wünscht sich, dass ein Mensch sich selbst zurückzuhalten weiß und belehrbar ist. Die einzige Widerspenstigkeit, die der Mensch überhaupt bräuchte, wäre die, dass er mit voller Überzeugung gegen Irrlehren und Verlockungen Widerstand leistet. Aber das täte der Mensch nicht zu seinem eigenen Vorteil, sondern um Gottes willen, während er dadurch in seinem Leben in dieser Welt teils sogar Nachteile erleiden würde, zum Beispiel wenn er aus einer Gemeinde ausgeschlossen werden würde, in welche er immer gerne ging, weil er ihre Irrlehren nicht mehr mittragen will. Oder wenn jemand mit großen Geldmengen bestochen werden soll und diese ablehnt um Gottes willen, denn das bedeutet dann, dass er dabei auch automatisch auf all die Dinge verzichtet, die er sich von dem Geld hätte leisten können. Und so gäbe es noch viele andere Beispiele, wo ein Mensch gegen Versuchungen zur Sünde widerspenstig sein müsste, damit er nicht in Sünde fällt. Allerdings darf dabei auch kein Mensch den Fehler machen, bei der erfolgreichen Abwehr von Versuchungen dann plötzlich sich selbst zu feiern und sich herrlich zu fühlen, weil er in der Lage war, Versuchungen abzuwehren. Denn auch dabei könnte Stolz entstehen, also wenn der Mensch sich einbildet, ein besonders tolles Wesen zu sein, weil ihm die Abwehr von Versuchungen gut gelingt. Ganz egal, wie erfolgreich man ist: Gott möchte trotzdem sehen, wie der Mensch in Demut bleibt und sich niedrig hält. Denn letzten Endes sind wir alle nur Staub und werden zum Staub zurückkehren. Körperlich zumindest. Und das ist schon der erste Punkt, bei dem man in sich prüfen muss, ob man das erfüllen kann und will. Man soll gänzlich darauf verzichten, von sich selbst überzeugt zu sein oder andere zu überzeugen, man wäre etwas Großes und jemand Besonderes. Man soll gar nicht erst anfangen, so zu denken. Man soll sich auch keine schwachsinnigen Identitätslehren einreden lassen, durch die man stolz werden würde, weil man gesagt bekommt, man hätte durch den Glaube an Jesus eine Selbsterhöhung erhalten. Wer in die echte Nachfolge eintreten will, an dem müssen diese irreführenden Verlockungen unbeeindruckt abprallen.

Menschen sind auch oftmals so unterwegs, dass sie denken und sagen: „Wenn du nichts leistest, dann bist du schlecht!“ oder: „Wenn du dich nicht nützlich machst, dann wirst du nicht geduldet!“
Das ist eine menschliche Eigenart, die nichts mit Gott zu tun hat. Bei den Menschen muss man ständig Leistung bringen, muss sich selbst beweisen, muss immer neue Forderungen erfüllen. Und sehr oft üben die Menschen auch Druck auf andere aus, um sie zu mehr Leistung zu bewegen. Dabei sind die meisten von ihnen irgendwie auch nie zufrieden. 
Bei Gott und besonders unter der Herrschaft von Jesus ist das völlig anders. Das Joch von Jesus ist sanft und leicht. Die meiste Zeit erwartet Jesus überhaupt keine großen Leistungen von uns. In dieser Welt muss man bei der Arbeit uneingeschränkt Leistung bringen, am besten 110% des eigenen Potenzials, und dann noch zu Hause die Kinder beschäftigen und erziehen, wenn man Familie hat, und die Freunde zufriedenstellen, mit denen man sich regelmäßig trifft, und sich weiterbilden und immer mit den aktuellen Neuigkeiten auf dem Laufenden sein, und von Menschen festgesetzte Zeitpläne einhalten und für das eigene Alter möglichst viel vorsorgen, und so weiter und so fort. Aber Jesus verlangt all diese Dinge gar nicht von uns. Er verlangt eigentlich nur von den Menschen, dass sie die Gebote kennen und anwenden, und darauf kann man sich ausruhen. Wenn man nur die Dinge erledigt, die im Alltag vernunftshalber unerlässlich sind, aber sich keinerlei zusätzliche Bürden auferlegen lässt, so ist es in Ordnung. Und als Jesus-Nachfolger ist man auch nicht gezwungen, durch die Welt zu hetzen und alle Leute unbedingt dazu zu überreden, an Jesus gläubig zu werden oder sonst irgendwas in diese Richtung. Derartiges wird einem möglicherweise im Ansatz als Dienst gegeben, wenn Jesus sieht, dass dafür freie Kapazitäten im Leben des Menschen sind und der daran Freude hätte, aber es ist keine unausweichliche Pflicht, dass man gefälligst genug Leistung zu erbringen hätte. Rein theoretisch braucht Jesus keinen Mensch, um Leute zu rufen. Die meisten Menschen kommen sowieso nur dadurch zu unerschütterlichem Glaube, dass sie mit ihm persönlich etwas erlebten, und nicht weil ein Evangelist etwas geredet hat. Solange man Gerechtigkeit liebt und sie bewahrt, kann man sich bei Jesus ausruhen und großen Frieden finden. Unbedeutend sind dann die ständigen und vielfältigen Sorgen der Welt, welche einem die Menschen ständig aufdrängeln wollen, indem sie sagen: „Du musst dies erreichen und du musst das geleistet haben im Leben! Kümmere dich um dies, kümmere dich um jenes!“
Jesus legt keinen Wert darauf, dass wir weltlichen Ansprüchen gerecht werden müssen. Und auch Gott hat niemals in irgendeiner Weise befohlen, dass man sich abmühen und bis zum Umfallen arbeiten müsse, um den eigenen Wert zu beweisen. Sowas kommt in Gottes Gesetz überhaupt nicht vor. Es ist menschlicher Irrsinn.
Wenn man also die echte Nachfolge Jesu antritt, dann verlässt man dieses menschengemachte Gedankenkonstrukt, welches lautet: „Wenn du nichts leistest, bis du nichts, und wenn du nicht mit irgendwas beschäftigt bist, lebst du nicht!“
Stattdessen geht man in die Ruhe ein, die Jesus lehrt, und leistet neben der Bewältigung des einfachen, unumgänglichen Alltags nur noch dann etwas, wenn man sich durch den heiligen Geist dazu geleitet fühlt und man es gerne tun will, jedoch ohne dabei zu übertreiben, und man lässt sich von Menschen nichts mehr aufzwingen und kümmert sich nicht darum, ob man ihren eitlen Ansprüchen genügt. Am Ende zählt nur, ob man in Gottes Augen, seinem Gesetz gemäß, ein Übeltäter ist oder nicht und ob man Jesus persönlich kennt und von Jesus bekannt wird. Wenn man aber vor Ruhe und vor Gottes Gerechtigkeit eine sinnlose Angst hat, sodass man sich einfach nur stumpfsinnig auf das konzentrieren will, was man kennt und was Menschen einem sagen, damit man abgelenkt ist und sich nicht in Anderes hineinvertiefen muss, dann ist man für die Nachfolge ungeeignet. Oder wenn man meint, es ginge in der Nachfolge Jesu allein darum, sich durch Arbeit und unablässiges Erbringen von Leistungen in der Welt vor Jesus selbst wertvoll zu machen, dann ist man ebenso ungeeignet für die echte Nachfolge und braucht sie gar nicht erst zu beginnen. Denn sobald die persönliche Beziehung zu Jesus leidet oder vernachlässigt wird, sind die Dinge schlecht, die man tut, auch wenn es vom Prinzip her eigentlich gute Taten sind.

Menschen neigen auch sehr oft dazu, Lügen zu erzählen. Manchmal lügen sie, um sich aus einer schwierigen Lage herauszuwinden. Manchmal lügen sie, um ihre eigene Fähigkeit zu erproben, Menschen überzeugen zu können. Manchmal lügen sie, um Spaß zu haben. Manchmal lügen sie, um andere ausbeuten zu können. Manchmal erzählen sie Lügen, um Probleme zu verstecken und eine heile Welt vorzutäuschen. Manchmal lügen sie sogar, ohne hinterher erklären zu können, warum sie das getan haben. Es gibt viele verschiedene Situationen, in denen Menschen lügen und sich dafür nicht schämen und sich hinterher auch in keiner Weise deswegen schuldig fühlen, obwohl sie dadurch schuldig wurden. 
Gott ist hierbei das extreme Gegenpol. Gott verabscheut Lügen so sehr, dass bereits eine erzählte Lüge für ihn Grund genug ist, um Menschen in die Hölle zu werfen. Und bei Gott selbst darf man sich ohne Weiteres darauf verlassen, dass er uns niemals anlügt. Sowas gibt es bei Gott nicht, und bei Jesus übrigens auch nicht, sondern nur bei den Menschen, die Gott nicht ernstnehmen. Gott erzählt uns keine einzige Lüge, er duldet aber auch keine Lügen, die von irgendwem anders erzählt werden. Und am schlimmsten ist es besonders für Gott, wenn er die Lüge kennt, die erzählt wird und Menschen überführen lässt, aber die Menschen hassen es, ertappt zu werden und versuchen dann nur mit umso größerer Kraft, ihre Lüge zu vertuschen oder zurechtzubiegen und es so darzustellen, als würden sie doch die Wahrheit sagen. Bei ihren eigenen Artgenossen können sie sich das leisten, ohne ein Strafgericht fürchten zu müssen, aber vor dem allein wahren Gott kommen sie mit sowas nicht durch, sondern laden sich nur umso größeren Zorn auf. Denn sowas ist besonders schäbig und verabscheuungswürdig, wenn einer beim Lügen ertappt wurde, dass dieser dann mit aller Kraft versucht, seine eigene Lüge schönzureden oder immernoch als Wahrheit darzustellen und vielleicht sogar demjenigen ein schlechtes Gewissen einzureden, der die Lügen angesprochen hat. Wie üblich begreifen diese Menschen nicht, dass der heilige, allein wahre Gott sie die ganze Zeit sieht, wenn sie sich derart aufführen, und dass er sie dafür in vollem Umfang zur Rechenschaft ziehen wird, wenn sie nicht dauerhaft und ausgiebig Buße tun. 
Wer nun aber darüber nachdenkt, die echte Nachfolge anzutreten, der muss auch vorher abgewägt haben, ob er damit einverstanden ist, eine hemmungslose Ehrlichkeit an den Tag zu legen. Gleichwie im Mund von Jesus kein einziger Betrug auffindbar gewesen ist, so muss es auch bei dem Mensch werden, der Jesus nachfolgt, und wenn es einmal so ist, darf es sich nicht mehr ändern. Man darf nie wieder eine Lüge reden, auch nicht wenn man andere Menschen vom Glaube überzeugen will und sie anlügen würde, um ihre Gedankengänge mehr zu Gott zu leiten, denn aus dem allein wahren Gott kommt keine Lüge. Wer durch das Erzählen irgendeiner Lüge einen Mensch zum Glaube leiten will, der leitet diesen Mensch zu einem falschen Gott. Vor dem Gott Abrahams Isaaks und Jakobs wird nicht eine einzige Lüge geduldet. Auch die Überzeugung, dass man in der Not lügen dürfte, muss aus dem eigenen Denken verschwinden, weil Gott es nicht duldet. Darüber muss man intensiv nachgedacht haben, bevor man die Nachfolge beginnt, ob man mit diesen Fakten einverstanden ist und künftig nur noch die Wahrheit redet, auch dann, wenn es zum eigenen Schaden passiert. Und wer sich bereits für Jesus entschieden hat, der sollte umso mehr versuchen, in dieser Sache zu wachsen, damit der Zustand der unbedingten Ehrlichkeit erreicht wird und keine einzige Lüge mehr über die eigenen Lippen geht, ganz egal aus welchem Anlass.

Bei den Menschen ist es so, dass sie sich um Körperkraft kümmern, und um körperliche Schönheit und Gesundheit. Viele von ihnen achten darauf und hören lieber gutaussehenden Menschen zu, als denen, die mit ihrem Erscheinungsbild nicht den mindestens erwarteten Schönheitsidealen entsprechen. Menschen wollen Kraft, Menschen wollen Anmut, sie wollen ihre Augenlust sättigen, welche unersättlich ist, und wollen besonders dann, wenn sie selbst kräftig sind, auf ihre eigene Körperkraft vertrauen und alles davon abhängig machen, damit sie sich über andere erheben können und niemanden fürchten müssen. Viele Menschen ordnen sich in Gruppen normalerweise der Herrschaft des Stärksten unter. Wer die meiste Kraft aufweist, gibt die Richtung an. Natürlich ist dieses menschliche Phänomen besonders häufig unter den Heranwachsenden verbreitet, aber man findet auch reichlich Gruppen mit erwachsenen Menschen, bei denen sich das nicht wirklich geändert hat.
Gott hingegen interessiert sich nicht im geringsten dafür, wie schön einer aussieht oder ob der Körper kräftig oder gesund ist. Und Gott ärgert sich über Menschen, die auf Körperkraft achten und nach Körperkraft gieren und auf ihre eigene Körperkraft ihr Vertrauen setzen, sollten sie kräftig sein. Sie setzen ihr Vertrauen auf Fleisch, obwohl alles lebendig ist durch den Geist, und das ist aus Gottes Perspektive einfach nur töricht. Gott interessiert sich nicht für Körperkraft und Jesus genau so wenig. Vor dem Angesicht Gottes braucht sich keiner viel einzubilden auf sich selbst, wenn sein Körper kräftig ist. Gleichzeitig gibt es für einen Mensch keinen Anlass, sich vor Gott zu schämen, wenn sein Körper schwach ist, denn Gott prüft die Herzen. Daran nimmt man sich in der Nachfolge ein Beispiel.
Wer meint, ein Jesus-Nachfolger zu sein, aber er versucht gar nicht, die Herzen zu erkennen, sondern beurteilt das Aussehen der Menschen, der wandelt in Selbstbetrug. Ein solcher gehört nicht wirklich zu Jesus und kann Jesus nicht in Wahrheit nachfolgen, weil er auf alles mit ganz anderen Augen schaut, als Jesus es tat und tut. 

Weiterhin tun es die Menschen fast alle, dass sie anderen Menschen Fehler vorhalten, aber die eigenen Fehler gar nicht als Problem sehen. Und dabei wuchert in ihren Herzen sogar eine beinahe unausstehliche Doppelmoral, indem sie selber Böses tun und sagen: „Ich darf das! Wenn ich das mache, ist es nicht weiter schlimm. Es ist nur schlimm, wenn die anderen es tun!“
Und diese Doppelmoral gibt es bei Gott nicht. Man muss der Fairness halber eingestehen, dass Gott Situationen über unser Leben genehmigt, in welchen wir in Versuchung zur Sünde geraten, obwohl er uns nicht sündigen sehen will und denen Strafe androht, die Anstöße zu Sünde geben, und dass Gott Strafgerichte bringt, bei denen auch Leute sterben, obwohl ja eines seiner heiligen zehn Gebote besagt, dass man nicht töten darf. Allerdings ist mit dem besagten Gebot ein aus purer Willkür stammendes Töten gemeint, nicht aber ein Ausführen eines gerechten Gerichtsurteils. Jedenfalls könnte man aus menschlicher Sicht Gott die Vorhaltung machen, er sei selbst doch ebenfalls nicht frei von Doppelmoral und übertritt eigene Gebote. Dies kann aber ein Mensch nur so lange halten, wie er die Gebote in ihrer reinen Bedeutung noch nicht hundert Prozent erfasst hat und Gottes Position nicht begreift.
Und selbst wenn es irgendwem in seinem Unverständnis so vorkommt, als würde Gott seine eigenen Regeln brechen, so gäbe es auch dann immernoch einen wichtigen Unterschied zwischen ihm und den Menschen anzumerken in dieser Frage nach der Doppelmoral. Denn bei Gott gibt es niemals Launenhaftigkeit. Die Menschen hingegen handeln überstürzt, teilweise sogar lediglich aus spontaner Lust heraus. Sie tun Böses nach Lust und Laune und stellen sich danach trotzdem hin und sagen, sie seien gut, obwohl sie weder ihr bisher Verübtes bereuen, noch vorhaben, es in Zukunft zu vermeiden. Bei denen gab es in vielen Fällen keine intensiven Denkprozesse, bevor sie angefangen haben zu handeln, und es gab oft auch keine echten Schandtaten von fremder Seite, auf die nun in möglichst gerechter Weise reagiert werden musste. Einzig und allein ihre böse Lust, die sie gar nicht als schlecht empfinden, und ihre Freude an dem tollen Gefühl, sich selbst erhöhen zu können, hat sie dazu verleitet, die Dinge selber zu tun, die sie an anderen Menschen verurteilen. Sie schrecken nicht davor zurück, andere Menschen dafür vollzumeckern oder sogar ernsthaft zu bestrafen, wenn jene etwas falsch machten, aber sobald man selbst das Falsche tut, sieht man das nicht als kritisch und da gibt’s auch keine Strafe, denn wenn man selber es tut, dann ist das doch etwas Anderes. Das ist dann kein Drama in den Augen dessen, der es verübt. So als dürfte er selber alles, weil er halt was ganz Besonderes ist, aber die anderen – die müssen gefälligst ganz genau darauf achten, was sie tun, damit sie sich bloß nicht daneben benehmen. Ja, wie schlimm die anderen sind, darüber muss sich aufgeregt werden, aber die eigenen Schandtaten sind ja nicht so wichtig, da hat man schon seine Gründe dafür gehabt, und außerdem ist man doch auch ein viel zu wunderbares Wesen, um in gleicher Weise wie die anderen abgeurteilt zu werden, denn die sind ja alle nicht so toll wie man selbst. Derartiges geht vielen Menschen in ihrer üblen Doppelmoral durch den Kopf. Und dabei hat Gott uns nie das Recht eingeräumt, selbst über Gut und Böse entscheiden zu dürfen.
Der Mensch muss erkennen, dass ihm selbst überhaupt kein Richteramt vom Himmel gegeben ist, weswegen es Unsinn wäre, selbst darüber zu entscheiden, was gut und böse ist. Und der Mensch muss erkennen, dass er nicht mehr in der Verkorkstheit seines bösen Herzens Dinge tun kann, die verboten sind und dann hinterher vortäuscht, es wäre alles kein Problem, weil die anderen ja noch schlechter sind. In der Nachfolge Jesu schaut man immer zuerst auf die eigenen Fehler, um sie zu bereinigen. Auch wenn gottlose Menschen das zum Anlass nehmen würden, um auf einem rumzuhacken, denn man will ja nicht ihre Gunst, sondern Gottes Gunst. Vor dem Thron Gottes muss man allein für sich selber Verantwortung tragen. Für die eigenen Taten wird man zur Rechenschaft gezogen, aber nicht für die der anderen. Und da muss der Mensch sich im Klaren darüber sein, ob er dies so annehmen kann und darin wandeln will. Ob er versteht und befürwortet, dass es Werte gibt, die von Gott stammen und die nicht ignoriert werden dürfen, weil sie niemand übertreten darf, auch nicht man selbst, und dass es keinerlei Sonderberechtigungen gibt im Reich der Himmel. Denn Gott räumt niemandem das Recht zum Sündigen ohne Konsequenzen ein. Sowas gibt es nicht vor Gott. Die meisten Menschen zeigen immer nur mit dem Finger auf andere und urteilen nach dem Motto: „Wenn ich sowas mache, ist es nicht schlimm, aber du darfst es nicht!“
Den Menschen geht es meistens nicht um Werte, sondern einfach nur um das Genießen von Autorität. Aber Gott geht es immer um Werte. Er gibt keine Befehle aus dem Grund, weil er sein Ego daran erbauen will, wenn er andere herumkommandieren darf. Das ist ein menschliches Phänomen, aber bei Gott ist es nicht so. Und Gott handelt nicht auf eine Weise, die eindeutig eine Übertretung seines eigenen Gesetzes ist, die Menschen aber machen sowas in einer Tour, dass sie Regeln aufstellen, welche dann für sie selber nicht zu gelten haben, sondern nur für die anderen, besonders für die Schwachen. Gott handelt maximal aufgrund eines gerechten Urteils schädlich, die Menschen aber handeln schädlich aus spontaner Lust heraus und bereuen es nichtmal, Gott aber bereut jedes Unheil, das er über den Menschen genehmigen musste um der Gerechtigkeit willen. Wenn man diese Dinge gegenüberstellt, dann ist doch eigentlich ohne Schwierigkeiten ersichtlich, welche Seite von beiden die Bessere ist.

Das war soweit alles, was es in diesem Video zu sagen gab. Aber auch diesmal möchte ich noch als ergänzendes Schlusswort vier Bibelstellen zeigen, die diesen Vortrag abrunden.

Die erste Stelle ist vom Brief des Jakobus aus Kapitel 4. Dort heißt es in den Versen 5 und 6:

Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt; umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«.

Als zweites Zitat lese ich vor aus Psalm 127, Vers 2. Dort steht:

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät aufbleibt und sauer erworbenes Brot esst; solches gibt er seinem Geliebten im Schlaf!

Das dritte Zitat steht im ersten Buch Samuel. Es steht geschrieben in Kapitel 16, Vers 7:

Aber der HERR sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf seinen hohen Wuchs, denn ich habe ihn verworfen! Denn der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an!

Im vierten Zitat sind Worte von Jesus gemäß dem Evangelium des Johannes in Kapitel 17, Vers 25, wo es heißt:

Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast.

Und mit diesen Worten endet nun das heutige Video.

Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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