Text zu "Jesus für Anfänger (4) - Besonders im Alltag"


Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Dies ist ein weiteres anfängerfreundliches Video, das dabei helfen soll, grundlegende Dinge zur echten Nachfolge Jesu zu verstehen. Und ich möchte diesmal den Schwerpunkt meiner Erzählung darauf legen, dass man einen Mensch, der Jesus nachfolgt, bereits an dessen einfachem Alltagsleben erkennen kann. Wenn sich nämlich einer wie alle anderen auch verhält, die nicht wirklich irgendwas mit Gott und Jesus zu tun haben, dann reicht das an sich schon als Beweis für ihn, kein Jesus-Nachfolger zu sein.

Im Grunde genommen kann man diese Sache ganz kurz machen, indem man sagt: Jesus muss immer mehr aus dir heraus strahlen. Und zwar auf die Art, dass du in Situationen, wo du mit irgendwas Anspruchsvollem konfrontiert bist, genau die gleichen Entscheidungen treffen wirst, welche man auch von dem echten Jesus Christus, dem allezeit in Gerechtigkeit wandelnden Sohn Gottes, in so einer Lage erwarten würde. 

Man sollte also das feste und überzeugte Ziel im Herzen haben, bereits im Alltagsleben die persönlichen Eigenarten abzulegen und nicht mehr nach den Emotionen zu reagieren, die der eigenen launenhaften Natur entsprechen, sondern stattdessen genau so besonnen aufzutreten, wie Jesus es tat. Wenn man die Evangelien vertieft, dann merkt man, dass Jesus in vielen Situationen immernoch besonnen war, in denen andere bereits ausgetickt wären. Und wenn Jesus mal außer sich war, dann immer nur im Eifer für Gottes Gesetz und zu Gottes Ehre, aber niemals um seines eigenen Ruhmes willen oder aufgrund unsinniger Gefühlsregungen. Also wenn Jesus überhaupt mal aufbrausend war, dann nur zur Verdeutlichung der Wichtigkeit der Worte und Wertschätzung seines Vaters. Aber nie für den eigenen Dienst oder für irgendwelche Zwänge aus den religiösen Gefilden oder zur Verteidigung des eigenen Stolzes.

Hierbei stellt sich nun für jeden Mensch die Frage, ob er oder sie sich das einerseits überhaupt vorstellen kann, das eigene Temperament zu verringern, um stattdessen Jesus zu verherrlichen durch eigenes Verhalten, und ob das andererseits auch etwas Schönes ist für den Mensch, der das tun soll. Denn wenn man sich das gar nicht erst zutraut, die eigenen Macken aus sich selbst auszutilgen und mehr wie Jesus aufzutreten, dann wird die Sache mit der Nachfolge nicht so recht klappen. Aber auch wenn man sich tief im Innersten darüber ärgert und es als Belastung empfinden würde, eine größere Ähnlichkeit mit Jesus zu haben im Alltagsverhalten, dann ist das ebenfalls eine sehr schlechte Grundlage und sollte dem Mensch verdeutlichen, dass er sich momentan nicht für die echte Nachfolge eignet. Jesus wirklich ähnlich werden kann man nur, wenn man in diesem Vorsatz eine erstrebenswerte Schönheit sieht. Also wirklich aus dem eigenen Herzen heraus. Wem das aber nicht wie ein schönes Ziel gilt, der wird sich selbst dadurch nur frustrieren. Und in einem solchen Zustand, also wenn man Jesus nachfolgen will, aber sich gleichzeitig darüber ärgert, wie die Nachfolge aussieht, ist sowieso jede Bemühung sinnlos. Aufgrund der Tatsache, dass Jesus genau so die Herzen erforscht, wie Gott es schon immer tat und es auch seinen Gerechten ermöglicht, wird Jesus höchstens entsetzt davon sein, aber gewiss nicht erfreut darüber, wenn ein Mensch mit innerlichem Verdruss die Dinge versucht zu tun, die Jesus gelehrt und vorgelebt hat. Daher muss man sich wirklich mal in Ruhe hingesetzt haben und sich selbst dahingehend geprüft haben, wie man eigentlich wirklich zu allem steht, was Jesus gesagt und getan hat. Ehrlich zuzugeben, dass man darin nichts Schönes erkennt, wäre weniger schlimm, als wenn einer Zustimmung heuchelt und sich dann doch daran stößt, wie Jesus ist.

Darüber hinaus sollte es in der echten Nachfolge auch eine gewisse Sehnsucht im Herzen des Nachfolgers bzw. der Nachfolgerin geben, welche darin besteht, Jesus immer besser kennenlernen zu wollen, bis man ihn wirklich kennt, und nichts von dem zu vergessen, was man schon über ihn wahrheitsgemäß in Erfahrung bringen konnte. Aber je mehr Pflichten der Mensch im Alltag hat, desto schwieriger wird es sein, in dieser Unternehmung Erfolge zu verzeichnen. Denn wenn man zwangsläufig viel zu tun hat, bleibt natürlich nur wenig Zeit übrig, die man sich aussondern kann, um Jesus näher zu kommen. Auf der anderen Seite muss man aber auch ganz klar sagen: Wo ein Wille ist, da wird sich auch ein Weg ergeben. Wer wirklich Sehnsucht nach Jesus hat, der findet immer Möglichkeiten, um sich mit ihm zu befassen. 

Jedenfalls kommt man eigentlich in dem Moment, wo man sich ernsthaft dazu entschieden hat, Jesus nachzufolgen, von alleine darauf, dass man möglichst mit Jesus zusammen und für Jesus durch den Alltag geht. Jesus ist ein großer König und wir sind seine Diener und Dienerinnen. Deswegen bietet es sich natürlich sehr an, alle Dinge im Interesse des Königs abhandeln zu wollen und nicht nach eigenen Interessen. Zum Beispiel könnte man in der Situation sein, dass man sich ungerecht behandelt fühlte und nach Vergeltung trachtet, aber im Interesse des Königs Jesus ist es immer, dass von seinen Dienern auf Vergeltung verzichtet wird. 
Und man sollte immer darauf bedacht sein, sich Möglichkeiten aussondern zu können, in denen man mal ganz abgekapselt ist vom Alltag und dem ganzen weltlichen Treiben, denn in stiller Zeit nähert sich Jesus seinem Volk am stärksten. Wenn man hingegen ständig von anderen Menschen oder unterhaltsamen Tätigkeiten abgelenkt ist, dann wird man kaum etwas davon mitbekommen, was Jesus einem begreiflich machen will, sofern ihm irgendwas auf dem Herzen liegt. Menschen, die ohne Jesus gehen, betrachten es oftmals als größten Gewinn, wenn der Alltag reibungslos verlaufen ist und alle ihre Arbeiten erledigt werden konnten. Ein Jesus-Nachfolger aber betrachtet es als größten Gewinn, nicht den ganzen Tag nur mit Alltagskram beschäftigt gewesen zu sein, sondern möglichst viel Zeit für Gott und Jesus gefunden zu haben. Dabei meine ich nicht Zeiten, bei denen man sich mit anderen Menschen in eine Gemeinde setzt und ein bisschen Kaffeeklatsch hält, sondern ich meine wirklich stille Zeiten, wo es nur um dich und um Jesus und um den Plan Gottes für dein Leben geht. Wer an solchen Zeiten kein Interesse hat, der kann die Nachfolge auch nur heucheln, aber nicht in echter Nachfolge leben. Denn die echte Nachfolge bedeutet, auch wenn Jesus im Himmel wohnt und wir auf der Erde, dass man trotzdem im Rahmen des Möglichen mit ihm zusammen durch jeden Tag geht und auf ihn achtet. Ganz besonders aufgrund der Tatsache, dass es in dieser Welt zahlreiche Verführungen gibt, ist das nicht nur ratsam, sondern gewissermaßen sogar notwendig, damit man nicht in die geistlichen Fallstricke gerät, die vom Fürst dieser Welt ausgelegt werden. Man kann in dieser Welt, die völlig dem Teufel überlassen ist, nur dann ohne ernstzunehmende Glaubensbrüche und ohne Plagen leben, wenn man gemäß der Wahrheit, ohne Heuchelei dem König untersteht, der ein stärkeres Machtmandat hat als der Teufel, und wenn man obendrein die Gnade dessen, der alles erschaffen hat, nicht verliert. So lange man mit Jesus zusammen ist und das Angesicht des Vaters strahlt über einem, weil man ihn in keiner Weise zum Zorn reizt, ist man maximal sicher. Deswegen wird der Böse auch auf sehr vielen verschiedenen Wegen versuchen, den Mensch aus genau diesem Zustand herauszulocken, sollte der Mensch derart wandeln. Das passiert in den meisten Fällen entweder durch falsche Lehren oder Verlockung zu unreinen Taten. Denn der Böse weiß, dass er dem Mensch nur dann schaden kann, wenn Gott zornig gemacht wurde von dem Mensch, und besonders wenn der Mensch von Jesus abschweift. Anders geht es nicht. Und wenn man sich allzu sehr in die Alltagsgeschäfte reinziehen lässt, aber kaum noch bewusst die Nähe zu Jesus sucht, dann passiert das Abdriften wie von selbst, teils ohne das man es so richtig merkt. Deswegen braucht man ja von Anfang an das Bewusstsein, dass sowas passieren könnte und man unweigerlich in dieser Gefahr ist. Und es gibt einige Menschen mit Interesse an der Nachfolge, die sind schon abgedriftet, aber bemerken es nicht und meinen, sie wären immernoch Jesus nahe. Das ist dann sehr bedauerlich, denn solche können vom Bösen angegriffen werden und finden keine Erklärung dafür, warum das so ist. Sie leben falsch in der Nachfolge, glauben aber, alles richtig zu machen, und verharren somit in schwerer Blindheit.

Es besteht aber die echte Nachfolge in einem besonders intensiven und selbstlosen Klammern an Jesus und an seinem Vater, dem allein wahren Gott. Das muss in der Nachfolge so stark sein, dass es auch intensiver ist als das Klammern an Menschen, die man liebt, und intensiver als das Klammern am eigenen Ruf, oder an eigenen Zukunftsplänen, und was weiß ich nicht alles sonst noch. Das sind wirklich Dinge, die man sich in Ruhe vorher überlegt haben muss, also ob man sowas will. Will man Jesus nachahmen, ganz unabhängig davon, inwiefern man dadurch möglicherweise weltliche Nachteile ernten wird? Und will man sich immer wieder so viel wie möglich nach Jesus ausstrecken, was bedeutet, dass andere Dinge, die man sonst im Leben gerne tut, dadurch ins Hintertreffen geraten?
Das sollte man sich wirklich fragen, ob Jesus einem derart wichtig ist bzw. sein soll, oder ob man das gegebenenfalls gar nicht hinkriegt, weil das eigene Herz eben doch stärker an etwas Anderem hängt als an ihm persönlich. Sollte das Herz an irgendwas anderem hängen, wäre das Antreten der echten Nachfolge vergeblich. Wer aber wirklich das Herz völlig an Jesus und an seinen Gott und Vater hängen will, der kriegt das eigentlich nur dann hin, wenn er kein ernstzunehmendes Interesse mehr hat an Vergänglichem, und stattdessen nur noch das Ewige haben will. Wer aber Vergängliches liebt, der wird selbst der Vergänglichkeit verfallen. 

Bei vielen Menschen, die die Nachfolge beginnen, ist es zunächst erstmal so, dass sie voller Begeisterung für Jesus sind, weil sozusagen das Feuer der ersten Liebe in ihren Herzen brennt. Besonders dann, wenn sie ein persönliches Erlebnis mit Jesus hatten, in welchem sie erkennen konnten, dass er lebt, und aus diesem Grund machten sie sich auf den Weg. Aber je mehr Zeit vergeht, desto mehr wird man von der Welt gewissermaßen zurückgezogen. Zumindest wird die Welt es immer wieder versuchen. Und es fällt schwer, standhaft zu bleiben, wenn die Begeisterung nachlässt. Aber von sowas darf man sich als Jesus-Nachfolger niemals beeindrucken lassen. Man muss immer wieder den festen Herzenswunsch haben, Jesus keinesfalls zu vernachlässigen, sondern ihn so zu erkennen, wie er wirklich ist und ihm nahezustehen. Und bevor jemand überhaupt die Nachfolge beginnt, muss er es mit sich selbst abgestimmt haben, ob er dazu wirklich bereit ist und derartiges Denken für sich als richtig definieren kann.

Das war nun auch schon alles, was es zu sagen gab über die Integration unseres Erlösers Jesus in den eigenen Alltag, sofern man in Nachfolge leben will. Und auch diesmal nenne ich noch vier Bibelstellen, die zu den vorgetragenen Worten passen und das Video abschließen sollen.

Die erste Stelle findet man in Psalm 27. Dort heißt es in Vers 4:

Eines erbitte ich von dem HERRN, nach diesem will ich trachten: Dass ich bleiben darf im Haus des HERRN mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des HERRN zu schauen und ihn zu suchen in seinem Tempel.

Die zweite Stelle ist aus dem Evangelium des Johannes in Kapitel 12. Jesus sagte folgendes laut Vers 26:

Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren.

Ein drittes Zitat gibt es aufzuzeigen, und das ist eine Aussage über Jesus aus dem Brief an die Hebräer. Man liest in Kapitel 4 in Vers 14 und 15:

Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis! 
Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.

Als viertes Zitat zeige ich ein weiteres Mal Worte aus dem Evangelium des Johannes. Es stehen folgende Worte von Jesus geschrieben in Kapitel 15, Vers 4:

Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Und damit endet dieses Video über das Leben im Alltag als Nachfolger bzw. Nachfolgerin Jesu.

Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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