Text zu "Jesus für Anfänger (6) - Schluss mit Religiösität!"
Link zum Video: https://youtu.be/ob1WKsw64rE
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Durch dieses Video soll erneut in möglichst anfängerfreundlicher Weise einiges erklärt werden, was dazu beiträgt, die echte Nachfolge zu verstehen und entscheiden zu können, ob man das will oder nicht.
Ich bemühe mich diesmal darum, zu verdeutlichen, dass man sich von allen Religionen fernhalten muss, um Jesus in Wahrheit nachfolgen zu können. Hierbei meine ich nicht nur religiöse Menschengruppen an sich, sondern auch religiöse Belehrungen. Der Grund, warum das so wichtig ist, liegt besonders dabei, dass religiöse Lehren immer ein paar bewusste Verfälschungen und Verdrehungen in sich haben, und dass religiöse Menschen an genau diesen Verfälschungen mit aller Kraft festhalten und es auch niemals zulassen werden, dass sie selbst oder irgendwelche von den Mitgliedern ihrer Gemeinde aus dieser Finsternis befreit werden. Stattdessen werden sie den Mensch, der Jesus in Wahrheit nachfolgt, versuchen mit hineinzuziehen in die Verkehrtheit. Und davor muss man sich hüten, sollte einem die Wahrheit am Herzen liegen.
Wenn jemand schon die Nerven dazu hatte, die Evangelien durchzulesen, so stieß er unweigerlich immer wieder auf Berichte darüber, wie Jesus mit religiösen Menschen aneinander geraten ist, besonders mit religiösen Führern. Genau das Gleiche passiert heute auch. Wer Jesus wirklich nachfolgt und die Wahrheit sagt, der wird sich den Hass von religiösen Menschen auf die gleiche Art zuziehen, wie es damals mit Jesus war, als die Schriftgelehrten und Pharisäer ihn bedrängten, versuchten und verlästerten vor den Leuten. Jeder Mensch, der in einer religiösen Gemeinschaft gefestigt ist, der ist in Lügen gefestigt und kann nicht frei sein, denn nur allein die Wahrheit macht frei. Und normalerweise bemerken es die Menschen, wenn sie Gott suchen, doch mit der Zeit von selbst, dass sie ihr Ziel innerhalb von Religionen nicht erreichen werden, sollten sie einer beigetreten sein. Genau so wenig ist dieses Ziel aber erreichbar in der Esoterik, denn auch dort ist alles böse. Aber es ist ganz schnuckelig verkleidet, sodass man die Bösartigkeit auf den ersten Blick gar nicht wahrnehmen kann. Sollte es aber so sein, dass jemand einer religiösen Gruppe beigetreten ist, um die Wahrheit zu finden, und dann bemerkt, dass Gottes Wahrheit dort nicht zu finden ist, dann muss der Mensch auch so vernünftig sein, die religiöse Gruppe wieder zu verlassen. Wem das aber zu schwer fällt, dem würde auch die echte Nachfolge Jesu definitiv zu schwer fallen.
Das allergrößte Problem bei dem Thema Religiösität ist jedoch die durchaus bitter anmutende Tatsache, dass Menschen, sobald sie sich in einer Gruppe zusammenfinden, mit der Zeit unausweichlich dazu neigen werden, eigene Regeln aufzustellen und alles nach Menschenweise abzuhandeln.
Zum Beispiel sobald man als Leitfigur versucht, die Gemeinde als finanzielle Quelle für den eigenen Lebensunterhalt zu haben, wird man immer mehr in die Richtung gedrängt, Gottes Wahrheit beiseite zu schieben, weil man damit kaum Geld verdient, und stattdessen Dinge zu tun, die Profit ermöglichen. Oder wenn man Menschen mit negativer Persönlichkeit in Führungspositionen setzt, dann werden diese auf ihre Art alles verderben und die ganze Gemeinde von Gott wegführen, aber dies tun sie unter dem Name Jesus Christus oder im Namen von Gottes Ordnung, damit ihr böses Werk gar nicht als solches auffällt. Sollte aber jemand dazu in der Lage sein, diesen zwei Fallstricken fernzubleiben, so wird dennoch, je mehr Zeit ins Land fließt, desto mehr der Zustand kommen, dass die Menschen im Gemeindeleben ermatten. Sie werden anfangen, ihre Wachsamkeit durch Traditionen zu verlieren. Sie werden anfangen, sich über Ermahnungen zu ärgern und wollen lieber Erbauliches hören, aber bloß nichts Kritisches. Das Modell, gerettet zu werden durch eine Glaubensgemeinde, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil es immer nur dazu führt, dass Menschen sich gegenseitig anschauen und sich aufeinander konzentrieren, anstatt auf Jesus zu schauen und Gott zu suchen. Je mehr Menschen bei einander sind, desto mehr Raum und Relevanz gewinnt auch die menschliche, fleischliche Natur in dieser Gruppe. Und dabei wohnt doch im Fleisch überhaupt nichts Gutes. Das Aufeinanderschauen bewirkt immer nur das Verderben des Glaubens im Herzen jedes einzelnen Menschen. Dabei ist es auch gar nicht von Bedeutung, auf welche Weise dies geschieht. Es könnte dadurch passieren, dass Menschen sich plötzlich nur noch darauf konzentrieren, sich gegenseitig Wünsche zu erfüllen. Dann schauen sie nur noch auf menschliche Bedürfnisse und vergessen darüber die Gebote Gottes, die es neben Nächstenliebe auch noch gibt. Es könnte ebenso passieren, dass es in einer Gemeinde verschiedene Pastoren gibt, und dass jeder sich einen von den Pastoren als Leitfigur aussucht und dann nicht mehr persönlich Jesus nachfolgt, sondern dem Pastor. Und vielleicht gibt es dann Spaltungen in der Gruppe gemäß der Sympathie für den Pastor, dem einer sich zugehörig fühlt, sodass sich Fangruppen bilden, die miteinander streiten. Auch das wäre ein Zeugnis für einen abgestorbenen Glaube. Es kann aber auch sein, dass Menschen einfach an ihrer Sündhaftigkeit festhalten und nur nach außenhin vortäuschen wollen, Jesus nachzufolgen, und dass sie es genießen, in der Nähe von Menschen zu sein, die selber auch voller Fehler sind und nicht so richtig wissen, wohin ihre Reise geht. Wenn man aber in der Nähe von Menschen hockt, die Fehlerhaftigkeit im Umgang mit Gottes Geboten als etwas komplett Unbedenkliches wahrnehmen, was bleiben kann, oder sogar als etwas, was das Leben schöner macht, dann ist man durch so eine Mentalität, die auf einen selbst abfärben wird, komplett unfähig, den schmalen Weg zu finden und in der echten Nachfolge zu leben, die die Seele rettet.
Für nahezu jeden Mensch wäre es theoretisch eine große Ermutigung und eine echte Bereicherung, Gleichgesinnte um sich herum zu haben, in möglichst großer Zahl. Also Menschen, die immer weiter wachsen wollen in der echten Nachfolge, bis sie den Zustand erreicht haben, in welchem sie wissen und auch biblisch belegen können und im Geist spüren, dass sie mittlerweile alles in Gottes Augen richtig machen. Wenn man diesen Weg zusammen mit anderen geht, die das auch unbedingt wollen und niemals nachlässig werden, ist das natürlich überaus tröstlich. Aber leider zerbricht dieser Traum an der bitteren Realität. Denn je mehr Menschen sich an einem Ort sammeln, desto mehr Heuchler werden auch dabei sein. Das heißt: Während an einem Ort vielleicht ein oder zwei Personen sind, die die Sache wirklich völlig ernst nehmen, Jesus komplett nachfolgen wollen und ihm ihr ganzes Leben gewidmet haben, wird es dort genau so Menschen geben, die einfach hinzugekommen sind, um eine schöne Zeit zu haben. Menschen, die anregende Gespräche führen wollen, und die ein bisschen singen und tanzen und fröhlich sein wollen, und die sich gerne selbst zur Schau stellen als Leute, die das Richtige befürworten, aber nur für einen Augenblick, um bewundert und anerkannt zu sein, und dann verlassen sie die Versammlung und führen weiterhin ein gottloses Leben. Es ist komplett unvermeidbar, dass es in einer größer werdenden Versammlung auch immer mehr Menschen dieser Art geben wird. Und wenn man von solchen Menschen umgeben ist, obwohl man vielleicht selbst die echte Nachfolge angetreten hat, dann wird man, sobald man die Heuchelei der anderen bemerkt, davon stark frustriert und entmutigt und betrübt. Es ist pures Gift für die echte Nachfolge, religiös zu leben oder in Glaubensgemeinden Mitglied zu sein. Und wenn man auch nur eine einzige Person auf der ganzen Welt kennt, die die Nachfolge genau so ernst nimmt wie man selbst, dann ist das bereits sehr viel. Es gibt Menschen auf der Welt, die sich hundertprozentig, mit ihrem ganzen Leben für Jesus entschieden haben, aber nicht einen einzigen Mensch im Umkreis haben, der das ebenfalls will.
Es führt kein Weg daran vorbei, sich eine Sache einzugestehen, wenn man Jesus in Wahrheit nachfolgen will. Und diese Sache lautet: Man wird dazu genötigt sein, die verwerfliche Form des Menschseins völlig abzulegen. Die Tatsache, dass von Natur aus der Mensch emotional wie ein Herdentier funktioniert, muss man von sich entfernen, damit man selber nicht mehr so tickt. Denn wo Herden zusammenkommen, da entsteht auch immer eine Herdenmentalität. Das Denken wird weniger, das ungefilterte Mitlaufen wächst heran, die Heiligung schläft ein. Und es ist absolut verwerflich, zu einer Glaubensgruppe hinzugehen mit dem Gedanke: „Die haben da so ihre Traditionen und Ideen, und nun nehme ich ihre Traditionen und Ideen auch an und gliedere mich in die Gruppe ein, und das ist mein Glaube an Gott!“
Sowas ist völliger Unsinn, denn es geht nicht darum, sich Menschen unterzuordnen, sondern darum, sich Gott unterzuordnen.
Jedenfalls ist es auch so, dass überall da, wo die Anzahl der Menschen groß wird, natürlich bald das Interesse des Teufels steigt. Denn alles, was zahlreich ist, will er unter seiner Kontrolle haben. Er wird also seine Diener überall dorthin schicken, wo sich viele Menschen hingezogen fühlen, damit seine Agenten es von innen her verderben. Seine Diener werden sich aber so verkleiden, als wären sie auch nur begeisterte Verfechter der guten Sache, die helfen wollen. Und in dem Moment, wo die wirklich aufrichtigen Leiter in der Gemeinde das nicht kommen sehen – also fast immer – werden auch die Diener des bösen sehr große Erfolge verzeichnen bei dem Versuch, die Glaubensgemeinde von innen her zu ruinieren. Und das haben sie schon immer am besten dadurch geschafft, dass sie die Worte der heiligen Schrift mit neuen Bestimmungen ergänzen und teilweise die eigentlich feststehenden Gebote verwerfen oder umdeuten. So erreichen es die Bösen, dass die Menschen tun, was angeblich Gott geboten hat, aber in Wahrheit Gott damit zornig machen, weil sie die verdrehten Belehrungen anwenden, die ihnen gegeben werden. Denn wenn Leiter das Wort Gottes in unverschämter Weise verdrehen und dann den Menschen befehlen, es dementsprechend einzuhalten, dann ist die Einhaltung eine Schande in Gottes Augen und verärgert ihn sehr. Und das ist das Heimtückische an der Sache, dass die Menschen, die Gott dienen wollen, in den Religionen unbewusst dazu gebracht werden, dass sie gotteslästerlich handeln. Im Glauben, Gott zu dienen und seine Wahrheit zu erkennen, sündigen sie und halten sich die ganze Zeit an von Menschen erdichtete Lügen, verworrene Worte und nutzlose Traditionen. Sie lernen das Sündigen, als wäre es Gerechtigkeit. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass man sich von Religionen fernhält. Man findet darin vielleicht hin und wieder nette Menschen, aber man findet darin niemals Gottes unverfälschte Belehrung. Wer aber Jesus wirklich nachfolgt, der ist in einem Zustand, wo es einzig und allein um die Wahrheit gehen soll, also um die tatsächlich aus Gott stammenden Belehrungen, die es zu beachten gilt um seinetwillen. Denn Religiösität ist nicht etwa das Gleiche wie Gebote Gottes einzuhalten, sondern Religiösität bedeutet, dass man sich verlogenen Menschen unterwirft und ihre Gebote gegenüber den Geboten Gottes bevorzugen will.
Es kommt zu allem auch erschwerend hinzu, dass die Eitelkeit überhand nimmt, wenn Glaubensgemeinden entstehen. Sobald eine Gemeinde gegründet wurde und langsam wächst, neigen die Menschen dazu, sich selbst mit anderen zu vergleichen. Und sie neigen dazu, Bündnisse eingehen zu wollen mit anderen Gemeinden, um ein bedeutsamer Teil eines größeren Konstrukts zu werden. Aber all dies hat Jesus niemals befohlen. Und während die Menschen immer versuchen, alles mit allem zu vermischen, was irgendwie halbwegs eine Gemeinsamkeit aufweist, damit Friede Freude Eierkuchen herrscht, ist der große König Jesus die ganze Zeit damit beschäftigt, übernatürlich die Menschen auszusondern aus den Völkern, denen es wirklich darum geht, ihm persönlich in Wahrheit nachzufolgen, anstatt sich in Gemeinden der Menschen zu integrieren. Wer aber Gemeinden besucht und vielleicht sogar daran mitarbeiten will, der landet früher oder später zwangsläufig in lauter Situationen, die großes Potenzial haben, ihn verächtlich zu machen vor dem Angesicht Gottes. Denn der Mensch wird überzeugt sein, einen Ruf verteidigen zu müssen. Er muss sich darum bemühen, zu erreichen, dass andere gut über die Gemeinde reden. Er muss immer neue Kontakte knüpfen und neue Möglichkeiten erschließen. Er muss versuchen, Streitigkeiten zu schlichten und muss vielleicht sogar Machtkämpfe miterleben, sowohl zwischen Gemeinden als auch zwischen Mitgliedern untereinander in der Gemeinde. Dieser ganze Irrsinn hat mit dem Reich der Himmel überhaupt nichts zu tun, aber je länger eine Gemeinde besteht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Derartiges auftritt. Und derartige Menschen, die mit solchem Zeugs konfrontiert sind, werden immer mehr in die Welt hineingezogen und büßen die persönliche Beziehung zu Jesus ein, gleichwie auch diejenigen gar nicht erst eine persönliche Beziehung zu Jesus haben werden, die Streit vom Zaun brechen oder Bekanntheit und Ehre bei anderen Glaubensgemeinden suchen oder die um soziale Anerkennung innerhalb der Gesellschaft bzw. ihres Heimatlandes kämpfen, damit die Gemeinde Fuß fasst. Solche Unternehmungen hält manch ein Mensch für ehrenhaft, in Wahrheit ist es aber nur dazu gut, den vielleicht entstandenen Glaube der Menschen langsam abzutöten, die ursprünglich wegen Jesus in die Gemeinde kamen.
Und die Schändlichkeit der Heuchler, die sich ihre eigene Verdorbenheit nicht eingestehen wollen, wird besonders in dem Moment zu wuchern beginnen, wo Kritik über die Gemeinde geäußert wird. Dann wird man versuchen, dem Kritiker das Gefühl zu geben, dass bei ihm selbst der Fehler liegt und er die Dinge grundsätzlich falsch beurteilt. Oder wenn ein Außenstehender die Gemeinde oder ganz allgemein Gemeindeleben von sogenannten Gläubigen als etwas Schädliches entlarvt, dann werden die Menschen dadurch im Normalfall extrem widerspenstig und teils auch unverschämt. Besonders wenn sie selber zu einer Gemeinde gehören. Dann kommen immer die typischen Flausen, die Heuchler ohne Unterlass von sich geben, wie zum Beispiel: „Nur weil du selber schlechte Erfahrungen mit Gemeinden gemacht hast, muss das nicht bedeuten, dass es überall so ist! Komm doch zu uns!“
Würde man dann aber solch eine Einladung annehmen, so würde man nichts Anderes vorfinden als die wohlbekannten Missstände, die fast schon von Natur aus immer in Gemeinden aufkommen, während aber die Gemeindemitglieder in dieser Hinsicht oft wie sture und bockige Kinder sind, die ihre Augen zuhalten und ihre Ohren zudrücken, damit sie es bloß nicht wahrnehmen, was da vor ihnen gerade los ist. Und manche Menschen locken jemanden von Anfang an nur mit der Berechnung in die Gemeinde, dass sie dadurch mehr Geld verdienen oder den Mensch in irgendeiner Weise dienstbar machen könnten für die Dinge, die es in der Gemeinde zu tun gibt. Sie wissen vielleicht schon selbst, dass die Gemeinde voller Schande ist, stellen es aber absichtlich in trügerischer Weise so dar, als gäbe es von ihrer Gemeinde Gutes zu erwarten, da sie gerne Lügen erzählen, wenn es sich für sie lohnt.
Und die ganze Argumentationsweise der Heuchler, dass es doch bestimmt auch gute Gemeinden gibt und es nicht geglaubt werden soll, dass alle schlecht sind oder werden, entspricht nur ihrem verträumten und realitätsfeindlichen Wunschdenken. Sie verteidigen das Gemeindeleben um jeden Preis, weil sie sich auf gar keinen Fall eingestehen wollen, dass Glaubensgemeinden zwangsläufig immer in Heuchelei versinken und den echten, wahrheitsgemäßen Glaube töten. Denn dieser Fakt ist ihnen zu bitter. Daher nennen sie das Bittere süß, wenn sie damit konfrontiert sind. Und wenn den Menschen, besonders den Heuchlern etwas zu bitter ist, dann blenden sie es auch oftmals einfach aus und tun so, als wäre es nicht real, sondern alles sei gut. Außerdem haben die Menschen, die vehement das Gemeindeleben verteidigen, auch teils den unbedingten Wunschtraum im Herzen, dass es doch irgendwie gut sein muss, und diese ungebrochene, fast schon zwanghafte Sichtweise, dass etwas gefälligst gut genannt werden muss, damit es gut wird, macht sie blind für alle Probleme. Denn sie flüchten sich lieber in schöne Fantasien, als ihre Augen zu öffnen und im Abgleich mit Gottes Geboten und Jesu Lehre die Realität anzuschauen. Wer aber die echte Nachfolge antritt, der entscheidet sich gegen diese Mechanismen der stumpfen Verdrängung und Selbsttäuschung. Und er entscheidet sich auch dagegen, Menschen Ehre zu erweisen, nur weil sie einen guten Ruf in Gemeinden haben, denn es gibt manche Menschen, die sind unfassbar bösartige Übeltäter, aber sie kümmern sich so sehr darum, einen guten Ruf bei den Leuten zu haben, dass sie dadurch ihre finsteren Machenschaften mit Erfolg vertuschen und es niemanden bemerken lassen.
Als jemand, der Jesus in Wahrheit nachfolgt, bekennt man sich dazu, dass es weise ist, sich von allen religiösen Gruppen fernzuhalten, um niemals ein Mitglied in ihren Reihen zu sein. Und weil dieser Weg von lebensbewahrender Weisheit geprägt ist, steht es auch stark unter Anfechtung, sobald man dies beherzigt. Aber da braucht es die gleiche Standhaftigkeit, die auch Jesus hatte, welcher vor den sinnlosen Worten der Pharisäer nicht einen einzigen Zentimeter zurückwich, sondern immer für Gott redete. Die Menschen in Gemeinden hingegen reden vorzugsweise für die Gemeinde oder teils sogar regelrecht für sich selbst. Auf den Lippen haben sie Gott oder Jesus, aber im Herzen haben sie ihre ekelhafte Selbstliebe und ihre Menschenfurcht, oder teils auch ersatzweise Kontrollzwang, weil sie nur deshalb die religiöse Gemeinde haben, um Einfluss auf andere Menschen ausüben zu können und sie geistig zu unterjochen.
Außerdem ist eine weit verbreitete Form der Religiösität schon immer dadurch zutage getreten, dass Menschen nur mal an einem Tag der Woche ein freundliches Gesicht aufsetzen und sich selber so aufspielen, als seien sie besonders fromm, nämlich dann wenn sie in die Gemeinde gehen, aber sobald sie die Gemeinde verlassen, verhalten sie sich völlig sündig. Und sie tragen böse Lüste und viel Verbitterung in sich herum, wollen es sich aber möglichst nicht anmerken lassen, weil sie wissen, dass es in der Gemeinde nicht gerne gesehen wird. Aber das Vorhandensein solcher Eigenschaften ist ein echtes Problem vor dem Angesicht des Gottes Israels, also des allein wahren Gottes. Und diese Art der Religiösität führt dazu, dass man aus seinen schlechten Eigenschaften nie raus kommt, weil man sich gar nicht erst dazu bekennen kann, solche Probleme zu haben, denn man muss ja immer den perfekten Mensch schauspielern in der Gemeinde, um keinen Anstoß auszulösen. Aber in der echten Nachfolge geht es niemals ums Schauspielern. Es geht darum, dass Menschen ihre Fehler eingestehen und sich bessern wollen, und sich nicht darauf ausruhen.
Die Art Religiösität, wo man einfach nur Freude an der Nähe anderer Menschen hat und ihre Fehler ignoriert, die sie offen zeigen, ist tödlich für den Glaube, aber die Art Religiösität, wo man Frömmigkeit schauspielert, weil man Fehler gar nicht erst eingestehen darf, ist ebenfalls tödlich für den Glaube. Deswegen ist es so wichtig, Jesus persönlich nachzufolgen. Er weiß sowieso schon, wie schlecht wir sind, daher müssen und können wir ihm auch nichts vorspielen, sondern nur ehrlich versuchen, es besser hinzukriegen. Und sowohl Jesus als auch Gott werden uns dafür lieben, wenn wir auf Jesus schauen und ihm ähnlicher werden wollen. Das schafft man nur, wenn man nicht die Nähe anderer unbedingt benötigt, sondern notfalls auch ohne andere Menschen klarkommt und sich nicht mit Heuchlern versammelt und auch nicht selber heuchelt. Aber in Gemeinden entsteht immer Heuchelei, entweder durch geheuchelte Frömmigkeit oder durch geheuchelte Nächstenliebe, die darin besteht, dass man bloß nichts Anstößiges sagt, damit sich keiner schlecht fühlt. Das richtige Motto würde praktisch lauten: „Wir sind uns darüber im Klaren, dass Fehler jederzeit passieren können, darum beurteilen wir einander nicht mit Härte, aber wir geben uns auch niemals mit Fehlern zufrieden.“
Und genau dieses Motto kriegen die Menschen innerhalb von Gruppen irgendwie nie auf die Reihe.
Aufgrund all dieser bedauerlichen Fakten muss man sich eingestehen, dass die Nachfolge Jesu etwas Anderes ist als das Leben in Glaubensgemeinden. Und da sollte der Mensch sich sehr genau überlegen, ob er sich darauf einlassen kann. Man müsste sich vor dem Antreten der Nachfolge praktisch fragen: „Werde ich immer dann, wenn mir der Gedanke angetragen wird, ich sei besser dran, wenn ich zu einer Gemeinde gehöre, diesen Gedanke konsequent von mir abweisen? Werde ich damit leben, dass man in religiösen Vorträgen keine Weisheit findet, die wirklich aus Gott stammt? Ist mir die echte Nachfolge wirklich lieber als freundliche Gemeinschaft mit Menschen, die nur nach außen hin so tun, als würden sie gläubig sein wollen? Werde ich darauf achten, wenn irgendwelche religiösen Vertreter mich zu sich locken wollen, dass ich dann standfest bleibe und ihnen nicht nachgebe? Werde ich immer daran denken, dass ein guter Ruf von einer Gemeinde überhaupt nichts zu bedeuten hat, da auch zahlreiche böse Menschen sich einen guten Ruf erarbeitet haben?
Bei derartigen Fragen müsste man sich als einer erkennen, der alles mit Ja beantwortet, damit man in der echten, persönlichen Nachfolge Jesu nicht ins Straucheln gerät.
Man darf den eigenen Wandel niemals einem religiösen Muster opfern. Wenn man Menschen im Leben hat, deren Herz auch für Jesus brennt, dann kann man sich schon guten Gewissens in unregelmäßigen Abständen mit ihnen treffen, zum Lobpreis und um sich über die Nachfolge auszutauschen, aber ohne irgendwelche Bindungen, die in eine weltliche Gesinnung abdriften lassen. Und man müsste als Jesus-Nachfolger ohne Unterlass den Blick darauf haben, ob eigentlich Jesus immernoch im Fokus steht und ob sein Gott und Vater wirklich derjenige ist, dem die höchste Ehre gegeben wird.
Gott wohnt aber nicht in Häusern, die von Menschenhand gemacht sind. Deswegen ist es besonders wichtig, dass wir uns in unseren Gedanken und durch das Streben unseres Geistes nach Gott ausstrecken, und nicht indem wir irgendwelche Reliquien befummeln oder uns vor Statuen niederwerfen. Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt, darum müssen auch wir nicht von dieser Welt sein, wenn wir das Reich Gottes sehen wollen. Das ist ein wichtiges Motto für jeden, der die echte Nachfolge Jesu antreten will.
Religiöse Menschen verlassen sich immer auf ihre systemtreuen Lehrbücher und die darin aufgeführten Falschauslegungen des Wortes Gottes bzw. des Teils von Gottes Wort, der heutzutage überhaupt noch unverfälscht verfügbar ist. Und es kann in der echten Nachfolge Jesu locker passieren, wenn man mit solchen Leuten an einander gerät und ihnen das Evangelium erzählen will, dass man dann als unbekannter Gläubiger denjenigen alles erklären muss, die schon alt eingesessen und in Schriftzitaten gefestigt sind oder zumindest als solche gelten. Dazu braucht man die nötigen Nerven, dass man auch solche Situationen bewältigt, indem man gar kein Ansehen der Person hat und sich daher nicht vor den religiösen Leuten fürchtet, nur weil sie ein abgeschlossenes Studium haben oder einen guten Namen in hohen religiösen Kreisen. Aber ungewöhnlich ist solch eine Situation immer, wo der Mensch, der gar nichts vorzuweisen hat, was vor den Menschen Geltung hat, die hoch renommierten Menschen über Dinge aufklärt, die sie nie gelernt haben, obwohl sie eigentlich genau dies schon hätten erkennen müssen aus der Bibel, während man gleichzeitig gegen ihr Dogma redet, in welchem sie schon immer festhingen. Die werden da wohl nie rauskommen wollen, manche sind dazu auch gar nicht fähig, aber das Aussprechen der Wahrheit ist in solch einer Situation immer nützlich, auch wenn es nichts bewirkt. Man sollte gar nicht erst erwarten, dass man auf Glaube stößt in dieser Lage, sondern man muss von Anfang an in seinem Herzen damit klarkommen, dass man jetzt gerade vor Leuten redet, die keine Einsicht zeigen wollen, und man sollte ihnen diese Widerspenstigkeit möglichst nicht zurechnen, damit man überhaupt fähig ist, in Ruhe mit ihnen zu reden, sollte es sich ergeben. Man kann aber auch einfach das Weite suchen, wenn man selbst noch am Anfang der Nachfolge steht und gar nicht fähig ist, ihnen alles zu erklären. Hauptsache man lässt sich nicht von ihnen zur Religiösität verleiten. Das ist etwas, was ein Mensch sich selbst fragen muss, bevor er überhaupt erst die echte Nachfolge antritt. Man muss sich fragen: „Bin ich fähig, religiöse Lebensweisen abzulehnen und hundertprozentig in der persönlichen Nachfolge zu leben, wo ich nicht handle, um Menschen zu genügen, sondern nur um Gott zu genügen?“
Und nachdem ich all dies zum Thema Religiösität erklärt habe, kommen auch im heutigen Video noch vier untermauernde Bibelstellen zum Abschluss.
Zuerst zeige ich Worte Gottes aus dem Buch des Propheten Jeremia. Es steht geschrieben in Kapitel 8, Vers 7 und 8:
Selbst der Storch am Himmel kennt seine bestimmten Zeiten; Turteltaube, Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihrer Wiederkehr ein; aber mein Volk kennt die Rechtsordnung des HERRN nicht!
Wie könnt ihr da sagen: »Wir sind weise, und das Gesetz des HERRN ist bei uns«? Wahrlich, ja, zur Lüge gemacht hat es der Lügengriffel der Schriftgelehrten!
Als zweites Zitat zeige ich Worte Gottes aus dem Buch des Propheten Jesaja, wo man liest in Kapitel 29, Vers 13 und 14:
Weiter spricht der Herr: Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist, siehe, so will auch ich künftig mit diesem Volk wundersam, ja überaus wundersam und verwunderlich umgehen; und die Weisheit seiner Weisen soll zunichtewerden und der Verstand seiner Verständigen unauffindbar sein.
Jetzt kommt noch ein weiteres Zitat vom Buch des Propheten Jeremia. Die Worte von Kapitel 17 in Vers 5 besagen:
So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom HERRN weicht!
Das vierte Zitat sind Worte von Jesus gemäß dem Evangelium des Johannes. Es steht geschrieben in Kapitel 5, Vers 44:
Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht?
Das war für dieses Video soweit alles.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen