Text zu "Jesus für Anfänger (8) - Ein einsamer Weg"

Link zum Video: https://youtu.be/aH8_Doxlxn4 

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In diesem Video mit anfängerfreundlichem Inhalt über die Nachfolge Jesu will ich darüber reden, inwiefern man auf Dauer in der Nachfolge die ungemütliche Feststellung machen wird, dass es sich dabei um einen ziemlich einsamen Weg handelt. Zumindest im Hinblick auf soziale Nähe. Eigentlich geht man den Weg nicht alleine und ist niemals einsam. Aber man sieht von außen betrachtet einsam aus, weil kaum noch Menschen in der Nähe bleiben werden. Und der, welcher einen in der echten Nachfolge immer begleitet, ist mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar. Deswegen ist es ein Anblick als wäre man einsam, auch wenn man es praktisch nicht ist, so lange man wirklich nahe bei Jesus bleibt und auf das Wirken des Heiligen Geistes achtet, den er benutzen darf.
Die große Frage, die sich dabei aber jeder Mensch stellen muss, am besten bevor man die echte Nachfolge überhaupt erst beginnt, lautet: Kannst du dir an Jesus genügen lassen? Ist Jesus wirklich, ungelogen genug für dich?
Denke intensiv darüber nach! Wenn man diese Frage nicht mit Ja beantworten kann, ist es enorm wahrscheinlich, dass man in der echten Nachfolge ab einem gewissen Punkt scheitern wird. Wer die Nähe von Menschen dringender braucht als die Nähe, die Jesus geistlich bewirken will, der kann nicht sein Nachfolger sein. Das liegt in erster Linie daran, dass das Trachten des menschlichen Herzens allezeit dem Bösen zugeneigt ist, was Gott bereits nach dem Versiegen der Sintflut betont hat, und die daraus resultierenden Verhaltensweisen passen mit der Nähe von Jesus nicht zusammen. Jesus wird nicht dort wirken, wo sich die Menschen von ihren verkorksten Lüsten umhertreiben lassen, aber genau dies passiert ja ständig, wenn man mit Menschen längere Zeit in Kontakt ist. Und sie nehmen selbst auch keinerlei Anstoß daran.

Viele Menschen haben wahrscheinlich erst begonnen, sich für Jesus so ein bisschen zu interessieren, weil sie zu einer Menschengruppe Kontakt bekamen, die von Jesus redet. Daraus können sich gewiss auch Freundschaften entwickelt haben. Und vielleicht auch am Anfang ein Gefühl, wie wenn man zu Hause angekommen ist und sich bei den Leuten gut aufgenommen fühlt. Wenn man dann aber anfängt, die Bibel zu vertiefen, die Gebote Gottes zu entdecken und das Gelernte umsetzen zu wollen, dann wird man erleben, dass irgendwie immer weniger Menschen an der eigenen Seite bleiben und den selben Weg gehen. Vielleicht ist man zuerst in einer Gruppe mit vierzig Leuten, die sich alle unter dem Name Jesus Christus versammeln. Und man singt erstmal nur nette Lieder und liest ausschließlich die Bibelworte, die einen erbauen, und das geht mehrere Wochen so. Aber nachdem mehrere Wochen vergangen sind, haben plötzlich einige von den Leuten keine Zeit mehr und sind ständig mit anderen Dingen beschäftigt. Und die Gruppe derer, die sich immernoch regelmäßig versammeln, schrumpft auf dreißig. Und dann hat man mittlerweile vielleicht schon so oft in der Bibel gelesen, dass man bemerkt hat, wie da nicht nur tolle Ermutigungen in manchen Versen stehen, sondern dass es dort auch sehr scharfe Warnungen und Ermahnungen gibt, die durch Mark und Bein gehen. Und wenn man dann die Tatsache zur Sprache bringt, dass in der Bibel auch Ermahnungen stehen und man beginnt, in seinem Eifer für die Wahrheit nicht mehr nur das Erbauliche zu reden, sondern auch die Ermahnungen mit Ernsthaftigkeit und Nachdruck zu erwähnen, dann wird es einigen aus der Gruppe sehr an den Ohren kratzen. Denn dazu kommen sie nicht in die Versammlung, dass sie Ermahnungen hören müssen, oder gesagt bekommen, sie machen gerade etwas falsch. Und deswegen werden alle, die sich das gar nicht sagen lassen wollen, ebenfalls die Gruppe derer verlassen, die angeblich alle Jesus nachfolgen wollten, und die Gruppe schrumpft auf zwanzig Personen. Diese Übrigen werden dann wohl zahlreiche Erklärungen aus den Apostelbriefen über richtiges Verhalten vertiefen und dabei einige Dinge entdecken, bei denen es bereits schwer fällt, einzugestehen, dass dies wirklich von Gläubigen gefordert ist, und noch schwerer als das Eingestehen wird das praktische Anwenden. So werden nach und nach Menschen bemerken, dass es ihnen keine Freude bereitet, die Dinge zu tun, die man im Neuen Testament vorfindet. Und sie werden sagen, dass sie nunmal so sind, wie sie sind, und dass sie daran auch nichts ändern werden. So entscheiden sie, weil sie sich wohlfühlen in ihrer verkehrten Eigenmoral. Und dann werden auch sie weniger Interesse an der Gruppe haben, und es bleiben nach einiger Zeit vielleicht nur noch fünf Menschen übrig, die eine so große Hingabe im Herzen gegenüber Jesus haben, dass sie wirklich Täter des Wortes sein wollen und nicht bloß Hörer, weswegen sie sich ohne nachzulassen darauf konzentrieren und sich gegenseitig darin stärken, alles aus sich selbst auszutilgen, was die Bibel als verwerflich darstellt, um stattdessen in der echten Liebe zu wachsen, die aus Gott kommt. Und vielleicht schaffen es diese fünf, soweit klarzukommen, dass sie wirklich die Eigenschaften in sich aufbauen, durch welche ein Mensch als glückselig gilt. Sobald aber die Entdeckung aufkommt, wie die Bibel auch ein Altes Testament hat und Jesus betonte, er will das Gesetz und die Prophetenbücher nicht auflösen und kein Strichlein des Gesetzes vergeht, solange Himmel und Erde bestehen, dann wird es nochmal besonders kritisch. Wenn diese kleine Gruppe dann das Alte Testament erforscht und Gebote entdeckt, die auch sehr wichtig sind, aber im Neuen Testament gar nicht betont werden oder sogar durch irreführende Erklärungen von Aposteln für ungültig erklärt wurden, obwohl sie nicht ungültig sind, und es wird sich in der Gruppe das Ziel gesetzt, Gott zuliebe ebenfalls diese Dinge einzuhalten, die ihm sehr am Herzen liegen, dann werden wohl diese fünf Menschen auch nicht mehr allzu lange zusammenbleiben. Es werden die, welche das Alte Testament anerkennen, von denen getrennt werden, die keinen Bock darauf haben, das Alte Testament zu beachten, und so bleiben vielleicht nur zwei Menschen übrig, die das Gesetz in gleicher Weise erfüllen wollen, wie Jesus es erfüllt hat, damit er vor Gott als untadelig dasteht. Oder vielleicht bleibt auch nur ein einziger Mensch übrig, und dieser hat dann endgültig nur noch Jesus an seiner Seite, sonst niemanden.

Je mehr man sich in die Bibel hineinvertieft und die Bereitschaft im Herzen hat, das auch wirklich in von Gott gegebener Weisheit umzusetzen, was man dort lernt, desto mehr Menschen, die zuerst mit einem gegangen sind, werden abdriften und darauf doch keine Lust mehr haben. Und jedes Mal, wenn man feststellt, dass die Gefährten des eigenen Weges keine Lust haben, intensiver voranzugehen, muss man sich entscheiden. Fängt man jetzt an, sich selber zurückzuhalten und das Wachstum im eigenen Glaube zu vernachlässigen, damit man den Kontakt zu diesen Menschen nicht verliert? Oder lässt man die Menschen gehen und läuft den Glaubenslauf weiter mit Jesus an der eigenen Seite? Derartige Situationen wird es häufig geben, wenn man zuerst, also am Anfang der Nachfolge, noch viele Menschen um sich hatte. Und wenn man den Weg des lebendigen Glaubens immer weiter geht, indem man immer mehr Dinge berücksichtigt, die dem allein wahren Gott, dem Vater von Jesus Christus am Herzen liegen, aber den Menschen nicht gefallen, dann wird man zunehmend Verachtung in der Welt erleben. Man wird nicht mehr als normal gelten, und man wird auch immer weniger beteiligt sein können an dem, womit sich Menschen gerne die Zeit vertreiben, weil man erkennt, dass vieles davon nicht aus Gott ist. Darüber sollte man sich nicht verwundern, wenn man mehr und mehr eine aufkommende Distanz zwischen sich selbst und den Gottlosen bemerkt. Und sowohl Jesus als auch die Gnade seines Gottes und Vaters sollen einem in der echten Nachfolge so viel wert sein, dass man all diese Widrigkeiten duldet und trotzdem auf dem richtigen Weg bleibt. Andernfalls wird man in der Nachfolge ermatten und ab einem gewissen Punkt, wo man noch gar nicht in die Ruhe Gottes eingegangen ist, straucheln und zu Fall kommen. Dann ist man wie einer, der einen großen, stabilen Turm bauen wollte, aber der Turm gleicht stattdessen nur einem chaotischen Steinhaufen, und man hat das Bauen aufgegeben.

Die Gemeinschaft zwischen Menschen, die hier und da den Glaube heucheln, aber ansonsten ihr eigenes Ding durchziehen, ist ziemlich leicht und besteht auch teils über sehr lange Zeiträume. Aber es ist eine unverkennbare Realität, dass, je näher man zu Gott kommt, man im Verhältnis dazu desto weniger Menschen um sich herum finden wird. Denn die Gedanken Gottes sind anders als die Gedanken der Menschen, und seine Moral unterscheidet sich komplett von dem, was Menschen alles gutheißen.
Aber wenn man wirklich ein Kind Gottes sein und tun will, was dem Vater gefällt, dann kommt sowieso keine wirkliche Geborgenheit in der halbherzigen Menschengruppe auf, sondern man fühlt sich fremd in ihrer Mitte. Dann ist man einsam, obwohl man die ganze Zeit von Menschen umgeben ist. Und diese Einsamkeit im Herzen ist weitaus zermürbender, als wenn man zwar körperlich einsam lebt, aber geistige Nähe zu Jesus spürt und Gottes Wille erkennt. Aus diesem Grund lohnt sich die echte Nachfolge Jesu besonders dadurch, dass einem die körperliche Einsamkeit gar nichts mehr ausmacht, wenn man Jesus hat.

Und ob man nun viel oder wenig in regelmäßigem Kontakt mit Menschen steht, so ist leider eine Sache völlig sicher: Es werden garantiert verschiedenartigste Menschen ankommen, um uns zu verführen, wenn wir die echte Nachfolge angetreten haben. Von allen Seiten werden Menschen kommen, die den Jesus-Nachfolger oder die Jesus-Nachfolgerin in irgendeine Sparte der Finsternis ziehen wollen, damit man das Licht des Lebens nicht mehr hat. Und einige von diesen Verführern und Verführerinnen handeln sogar mit der Illusion, sie würden Gutes tun, während sie dem Reich des Satans dienen. Ob es nun Katholiken sind, oder Zeugen Jehovas, oder Mormonen, oder Muslime, oder New Age Begeisterte, oder Freimaurer, oder Atheisten, ist völlig egal. Verführer werden auftreten, und zwar gegen uns, um uns von der Wahrheit wegzuziehen und uns an etwas Falsches glauben zu lassen, aber in freundlicher Verkleidung und mit der einen oder anderen Schmeichelei, gleichzeitig aber auch mit dem Versuch, Angst davor auszulösen, der Wahrheit selbst nicht nahe zu stehen. Und wer bei Jesus bleiben will, ist dazu genötigt, all diese Verführer fortzuschicken, die einen von ihren betrügerischen Modellen überzeugen wollen. Ja selbst wenn dein Freund, der dir so lieb wie deine eigene Seele ist, dich verführen will, an falsche Auslegungen zu glauben und etwas Anderes zu leben als die echte, persönliche Nachfolge Jesu, so musst du trotz deiner emotionalen Bindung mit Ablehnung reagieren. Dies umzusetzen, kostet aber zugegebenermaßen eine Menge Kraft und macht auch gewissermaßen einsam. Besonders, wenn man nicht die Nähe von Jesus hat. Ein jeder muss sich schon im Vorfeld überlegt haben, ob er damit klarkommen wird, wenn er in die echte Nachfolge Jesu eintritt.

Das sind alle Worte für dieses Video, und um das Video abzuschließen, lese ich vier aufeinander folgende Verse aus Psalm 26 vor. Es steht geschrieben:

Prüfe mich, HERR, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz! 
Denn deine Gnade ist mir vor Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit. 
Ich sitze nicht bei falschen Leuten und gehe nicht um mit Hinterlistigen. 
Ich hasse die Versammlung der Übeltäter und sitze nicht zusammen mit den Gottlosen.

Mit diesen Worten endet das heutige Video.

Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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