Text zu "Jesus für Anfänger (9) - Hohe Pläne"
Link zum Video: https://youtu.be/JCpeD347Lc0
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Es geht in diesem Video mit anfängerfreundlichem Inhalt bezüglich der Nachfolge Jesu um etwas, was viele Menschen erschaudern lässt, wenn man es ihnen vor Augen hält. Aber auch diese Dinge, die ich gleich beschreibe, sind ein wichtiger Fakt, den man beachten muss, um wirklich die echte Nachfolge der Wahrheit gemäß anzutreten und darin zu sein. Und es ist naheliegend, dass dies vielen Menschen zu heftig ist und sie deshalb die Nachfolge lieber verwerfen. Und das ist dann eben so, denn es ist besser, eine Sache erkannt und dann aufgrund ihrer empfundenen Schwere verworfen zu haben, als sie gar nicht erst einzugestehen und sich selbst etwas vorzumachen, so als wäre man in der Nachfolge, obwohl man die damit einhergehende Realität gar nicht berücksichtigt.
Der für viele Menschen schwer zu ertragende Fakt lautet folgendermaßen: Jesus wirklich nachzufolgen bedeutet, ihm das ganze Leben zu übergeben. Dies bezieht sich auf das Materielle und auch das Geistliche, auf Sichtbares gleichwie auf Unsichtbares. Man übergibt alles Jesus. Komplett. Die eigene Wohnung gehört Jesus. Das eigene Geldkonto gehört Jesus. Die eigene Zeit und die Zukunftsplanung und Familienplanung gehören Jesus. Man übergibt es keiner Institution, und man behält es auch nicht selbst im Griff, sondern man macht es zum Eigentum von Jesus Christus. In meinem Fall, der ich als Jesus-Nachfolger lebe, heißt das: Sämtliches Geld, was ich jeden Monat zur Verfügung habe, gehört Jesus, und ich benutze es so, wie er es mir erlaubt. Meine Wohnung gehört Jesus, und ich wohne dort nur solange, wie er es erlaubt und nichts Anderes sagt. Die Zeit, die ich mit Familienmitgliedern verbringe, wird von Jesus entschieden, nicht von mir selbst. Die Menschen, die ihn verachten, gehen mich nichts mehr an, sondern es liegt allein in der Hand unseres Vaters, ob diese später noch zu Jesus gezogen werden oder nicht. Nicht mein Wille soll da geschehen, auch wenn ich selber die Menschen natürlich gerne gerettet sehen würde, sondern der Wille Gottes soll dabei geschehen, und seine Gerechtigkeit soll Anwendung finden, ganz egal, ob ich mich dann über die Entscheidung Gottes freuen kann oder vielleicht deswegen betrübt bin. All meine Reisen mache ich davon abhängig, ob Jesus einverstanden ist. All meine Zukunftspläne unterliegen ihm, ich selber plane gar nichts mehr, ich will nur, dass er die Dinge so leitet, wie sie Gottes Plan entsprechen. Und wenn dabei nur ganz wenig Spektakuläres herauskommt, dann ist es eben so. Und wenn ich mit Menschen Kontakt habe, die freundlich zu mir sind, aber Gott ist auf sie zornig wegen ihrer bösen Herzen und Jesus berichtet mir davon, dann halte ich mich um Gottes willen von diesen Menschen ganz fern, damit Gottes Zorn nicht noch weiter wachsen muss, wenn er auf mein Leben schaut. Denn es gibt kein größeres Gebot als die Liebe zu Gott.
In der echten Nachfolge findet man sich damit ab, dass man zwar im eigenen Leben noch vieles selber erledigen darf, was Gott nicht stört und Jesus einem ermöglicht, aber dass im Grunde genommen das eigene Leben nicht mehr einem selbst gehört. Und man macht keine großen Pläne mehr, sondern fragt danach, was die Pläne dessen sind, der höher ist als man selbst. Oder man lässt sich einfach überraschen und reagiert den Geboten gemäß auf alles, was Gott in das eigene Leben kommen lässt und auch wieder daraus hinwegnimmt.
Schwer zu ertragen ist das alles für viele Menschen besonders dadurch, dass sie aus ihrem tiefsten Herzen heraus eigentlich eher denken: „Ich will mich schon Jesus hingeben. Aber auf der anderen Seite habe ich einige Dinge, die ich niemals loslassen werde!“
Das wäre eine halbherzige Nachfolge, wenn jemand so wandelt, und solch ein Mensch hat bisher die echte Nachfolge noch gar nicht angetreten. Denn die echte Nachfolge besteht darin, dass man absolut alles an Jesus abgibt.
Und an genau dieser Stelle muss der Mensch, der Jesus noch nicht folgt oder ihm bisher falsch nachfolgte, ernsthaft ins Grübeln kommen und sich fragen, ob er das wirklich mit sich selbst vereinbaren und so umsetzen kann und will. Kann man ernsthaft sich selber so betrachten, als wäre man schon längst gestorben, obwohl man immernoch in der Welt ist? Kann man alles so kommen lassen, wie es den Plänen Gottes entspricht, ohne durch eigenes Begehren alles durcheinander zu bringen?
Viele Menschen zählen im Gebet die Dinge auf, die sie haben wollen, und fordern dann von Gott ein, dass er sie ihnen geben oder sie dorthin führen soll. Aber das ist nicht die echte Nachfolge. In der echten Nachfolge verzichtet man darauf, dass die eigenen Wünsche unbedingt in Erfüllung gehen müssen. In der echten Nachfolge wird man gar nicht erst danach begierig sein, dass man eine große Menge Freude und tolle Erlebnisse hat, oder dass die eigenen Bekannten, die in einer Tour Gott beleidigen, gesund und gekräftigt werden sollen, sondern man will von Jesus wissen, was gerade ansteht, und richtet sich danach aus. Dies tut man deshalb, weil der Lohn im Himmel so groß ist, dass alles, also wirklich alles, was es auf der Erde gibt, unvergleichbar damit ist und dem gegenüber völlig unwürdig erscheint und man deshalb nur noch den Lohn im Himmel vor Augen hat, aber nichts Anderes. Wer aber nicht den Lohn im Himmel im Blick hat, sondern die Zustände dieser Welt, der ist kein Jesus-Nachfolger, sondern ein Ungläubiger bzw. ein eigensinniger Glaubensheuchler. Das trifft leider auf sehr viele Menschen zu, die heute von Gott oder Jesus reden, und wird auch immer auf viele Menschen zutreffen, denn solche Mentalitäten hat es schon immer in großer Zahl gegeben. Es war nie anders. Man wird aber beim Durchlesen der Evangelien am Verhalten von Jesus bemerken, dass er niemals Wohlstand suchte, auch keinen ausgiebigen Genuss, und auch keine Ehre oder Beliebtheit bei Menschen, und kein langes und gesundes Leben innerhalb dieser Weltzeit. Wenn nun Jesus nichts dergleichen vorlebte, wie könnte sich dann ernsthaft einer als Jesus-Nachfolger bezeichnen, der diese Dinge begehrt? Ein solcher Mensch lebt in Selbstbetrug. Und wer Jesus in Wahrheit nachfolgen will, der muss sich gedanklich damit auseinandergesetzt haben, wie wenig er dadurch noch zu schaffen hat mit den Verlockungen dieser Welt oder mit privaten Zukunftsplänen.
Wenn man die Nachfolge Jesu und die damit einhergehende Lebensübergabe besonders genau beschreiben will, dann kommt man nicht drum herum, auch zu erwähnen, dass Gott die Menschen seinem Plan gemäß manchmal sogar absichtlich in höchst anspruchsvolle oder betrübende Lebenslagen geraten lässt, weil es ihn sehr interessiert, wie die Menschen darauf reagieren, denn Gott will das Herz erproben. Und da bräuchte man in der echten Nachfolge dann eine entsprechende Tapferkeit, die darin besteht, immernoch in den Geboten zu wandeln und immernoch darauf zu vertrauen, dass Gott gut ist und einem nur das unbedingt Notwendige zumutet, weil sein größter Herzenswunsch der ist, dass der Mensch in Reinheit und Wahrhaftigkeit Frieden hat und als gerechtfertigt gelten kann, damit keine Klagen mehr erhoben werden können und er von Plagen verschont bleibt. Gott braucht aber auch die Gewissheit, es im Nachhinein nicht bereuen zu müssen, einen Mensch sozusagen in die himmlische Familie aufgenommen zu haben.
Die schwierigen Situationen werden aber immer seltener, je mehr man sein eigenes Denken verschmelzen lässt mit dem Denken Gottes, also je mehr man ungeheuchelt die Dinge lieben will, die Gott liebt, und die Dinge ablehnt, die er ablehnt, und voll wird mit der Weisheit, die von ihm kommt und nicht von Menschen. Deswegen muss man wirklich voll und ganz von allen Arten Stolz abweichen in der echten Nachfolge Jesu. Man erkennt an, dass Gott die Dinge besser weiß als man selbst und dass man keine eigene Klugheit braucht, die sich gegen Gott stellt. Man erkennt an, dass Gott die größte Herrlichkeit hat und dass Jesus würdig ist, Herrlichkeit und allerlei anderes Großartiges zu empfangen, während einem die eigene Herrlichkeit völlig egal ist und man sich nicht für etwas Hohes hält. Man gibt sich damit zufrieden, dass man Dinge in dieser Welt nur haben wird, wenn es Gottes Plan entspricht und fordert gar keine Dinge gegen Gottes Wille, man ist genügsam und gibt sich mit dem zufrieden, was zur Verfügung steht. Man will keiner sein, der sich selbst für wunderbar, einzigartig und herausragend hält, und schon gar nicht erwartet man, dass irgendwer sowas sehen und loben sollte, sondern man gibt sich damit zufrieden, niemand Besonderes zu sein, und auch niemand Besonderes sein zu müssen. Wir müssen nicht herausragend sein. Es steht alles bei Gott. Gott ist heilig und allmächtig wie kein anderer, und sein Sohn Jesus, unser König, ist der Einzige, der alles richtig gemacht hat im Leben, und kein Mensch ist in der Lage, es ihm gleich zu tun, denn Jesus ist von Geburt an ohne Sünde geblieben. Und das eigene Leben soll nur noch dazu taugen, Jesus besser zu erkennen, mit Gottes Moral vertraut zu sein und für seine Gerechtigkeit in gutmütiger Weise zu eifern, aber das eigene Leben soll nicht mehr dazu taugen, eigene Träume zu erfüllen oder eigene Lüste zu stillen, sei es nun die Augenlust, die Begierde des Fleisches oder der Hochmut des Herzens.
Wenn man alles an Jesus abgegeben hat, dann darf auch er bestimmen, was man behalten darf und was nicht, und wie lange man es haben wird und ab wann nicht mehr, und was als nächstes kommt oder was nicht kommen wird. Eine derartige Selbstlosigkeit fällt den Menschen unfassbar schwer, auch wenn man bei Jesus besser aufgehoben ist als in der eigenen Willkür oder unter dem Joch von irgendwelchen Menschen. Und weil es den Menschen so schwer fällt und sie die verrückte Angst haben, etwas Wichtiges zu verpassen, wird es ihnen in den meisten Fällen bestimmt als Grund ausreichen, um die echte Nachfolge nicht antreten zu wollen.
Allerdings muss man auch eingestehen, dass das Ersinnen und Ausführen eigener Pläne nicht immer nur von besten Erfolgen gekrönt ist, sondern dass der Mensch sich auch selbst schwere Schäden zufügen kann, wenn er alles eigensinnig abhandelt. Da ist es eigentlich schon der angenehmere Zustand, alles planen zu lassen von jemandem, der größere Weitsicht hat und immer kluge Entscheidungen trifft. Dann ist man wenigstens von der Last befreit, sich ständig nur um jede noch so lästige Kleinigkeit selbst kümmern zu müssen und immer zur Aktivität gerufen zu sein, auch wenn man sich viel lieber mal ausruhen würde. Insofern kann es durchaus eine Befreiung sein, wenn man alle Dinge bewusst Jesus abgibt, denn dann verschwinden auch die ganzen Sorgen, die aufkommen würden, wenn man sich selber dafür verantwortlich fühlen müsste, ob etwas gelingt. Wer aber alles an Jesus abgibt, der muss lediglich das tun, wozu er durch das Wirken des Heiligen Geistes geleitet wird, der in dem Mensch bleibt, so lange der Mensch ihn nicht betrübt. Das heißt: Es muss nicht unbedingt nur schlecht sein, das ganze Leben an Jesus zu übergeben und buchstäblich sein Eigentum zu sein. Vielleicht verliert man dadurch die Aussicht auf einige anregende Erlebnisse, aber gleichermaßen entfällt auch die Aussicht auf chaotische Zustände, die man durch mangelnde Umsicht selber verbockt hätte.
Und nun werde ich auch bei diesem Video zum Abschluss noch vier Bibelstellen zeigen, die eine Abrundung sein sollen.
Im ersten Brief des Petrus steht in Kapitel 1, Vers 18 und 19:
Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel,
sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes.
Als zweites Zitat zeige ich die Worte vom ersten Brief des Johannes, Kapitel 2, Vers 16 und 17:
Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.
Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.
Eine andere Stelle, die ich vorlese, steht im Brief des Paulus an die Römer in Kapitel 14, Vers 8, wo es heißt:
Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.
Die vierte Stelle ist vom Evangelium des Lukas. Man liest in Kapitel 9, Vers 62:
Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!
Und damit kommt das heutige Video zu seinem Ende.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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