Text zu "Jesus und das überwundene Leiden"

Link zum Video: https://youtu.be/TJhTB6ijUwY

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In diesem Video will ich erklären, mit was für Ärgernissen Jesus fertig werden musste und warum der Tod von Jesus am Kreuz der allergrößte und beeindruckendste Sieg ist, den man sich vorstellen kann. Denn wenn Jesus das nicht ausgehalten hätte, dann wären wir vermutlich immernoch schlimm dran, deswegen müssen wir gerade die Kreuzigung und die Auferstehung in Ehren halten. Ich will in diesem Video aber auch allgemeiner über Jesu Leiden sprechen.

Es geht schon allein damit los, dass Jesus nach der Taufe eine echt ätzende Prüfung ablegen musste, bevor er zu wirken begann. Wie wir in dem Evangelium des Matthäus und auch in dem Evangelium des Lukas in Kapitel 4 lesen, musste Jesus 40 Tage lang durch die Wüste wandern und dabei fasten. Könnt ihr euch vorstellen, wie übel sich das anfühlt?
Stellt euch mal vor, zu euch käme einer und würde sagen: Wir fliegen dich jetzt mit einem Helikopter in die Wüste und setzen dich dort aus und dann muss du da fünf Wochen und fünf Tage mutterseelenallein umherirren und dann holen wir dich vielleicht wieder ab, ach ja, und Essen bekommst du übrigens auch keins.
Hättet ihr da Lust drauf? Könnt ihr euch vorstellen, was das für ein Horror ist, die ganze Zeit alleine und ohne Nahrung durch die Gegend wandern zu müssen?
Und als sei das Elend nicht schon schlimm genug, taucht dann obendrein gegen Ende auch noch der Vater aller Lügen auf, welcher durch welchen Umstand auch immer der Fürst dieser Welt geworden ist und der will euch überreden, dass ihr euch an Gott versündigt, was ziemliches Verderben zur Folge hätte, würdet ihr seiner Versuchung erliegen. Allein dieser Teil aus dem Leben von Jesus ist schonmal ziemlich übel. Und ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen dumm genug sind, sich anbetend vor dem Teufel niederzuwerfen, wenn sie als Gegenleistung die Herrschaft über die Erde unter seiner Anleitung haben dürfen.

Es ist damit aber noch nicht genug gesagt, denn Jesus hat mit seinen Reden in Jerusalem oftmals die Juden verärgert, welche er eigentlich retten wollte. Manchmal waren sie so wütend auf ihn, dass sie aktiv versuchten, ihn zu Tode zu steinigen. Und auch dies ist eine Art des Leidens, welche Jesus ertragen musste, seit seine Verkündigung begonnen hatte. Er wurde mehrfach schwer beleidigt und man versuchte teils, ihn zu töten, weil er sich keinen Menschengeboten anpasste und weil er sich den Leuten zu erkennen geben wollte, während sie es nicht einsahen.
Zum Beispiel gibt es die Erzählung im Evangelium des Lukas in Kapitel 4 ab Vers 25, wo Jesus sich zum ersten Mal als Messias zu erkennen geben wollte in einer Synagoge in Nazareth, aber die Leute empfanden es als Schande und wollten ihn von einem Berg hinabstürzen, um ihn zu töten.
Ein weiteres Beispiel ist die Reaktion der Leute von Jerusalem, die in Kapitel 5 vom Evangelium des Johannes berichtet wird, denn dort hatte Jesus am Sabbat einen Mensch geheilt, der 38 Jahre lang niemanden fand, der ihm helfen würde, und als Reaktion darauf wollte man Jesus töten, weil man sein Verhalten als eine Entheiligung der Sabbatruhe auslegte.
Noch ein anderes Beispiel ist im Evangelium des Markus in Kapitel 3. Wenn man dort ab Vers 20 zu lesen beginnt, merkt man, dass die hoch angesehenen Leute des Volkes überall die Behauptung verbreiteten, Jesus wäre dämonisch besessen, und sogar seine eigene Familie hielt ihn deswegen für einen Wahnsinnigen und wollte ihn letztlich ergreifen, um ihn von den Leuten wegzuholen. Ich glaube, jeder kommt von selbst darauf, dass dies äußerst belastend ist, und dass es sich auch dabei um Leiden handelt. Aber Jesus hat es alles ertragen und sich nicht entmutigen lassen, denn der Wille Gottes war ihm wichtiger als sein Leben in dieser Welt.

Eine etwas kleinere Form des Leidens, wo es aber ignorant wäre, sie einfach auszuklammern, besteht darin, dass Jesus kaum noch Ruhe fand, als er unter den Volksmengen bekannt geworden war. Da gibt es besonders im Evangelium des Markus in Kapitel 6 ab Vers 30 den Bericht, dass die Apostel von einer eigenständigen Verkündigungsreise zurückkamen und Jesus sich selbst und ihnen mal eine Pause gönnen wollte. Darum zogen sie sich an einen einsamen Ort zurück, aber die Volksmengen wussten, wohin Jesus unterwegs war, und gingen schnell an den Ort. Und als Jesus mit dem Schiff anlegen wollte, da sah er bereits die Volksmengen, die auf ihn warteten. Es ist durchaus denkbar, dass solch ein Verlauf keine Seltenheit war, und auch darin besteht auf Dauer eine Form des Leidens, wenn man überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen kann, sondern von allen Seiten immer wieder Erwartungen angetragen bekommt.
Und Jesus hat wahrscheinlich auch unter einer anderen Sache gelitten, nämlich darunter, dass er sich die größte Mühe gab, den Leuten immer wieder alles richtig zu erklären, aber sie begriffen es einfach nicht. Das ist extrem erschöpfend und somit auch ein leidiger Verlauf, wenn man den Menschen die Dinge gefühlt hundertmal erklären muss, und danach benehmen sie sich immernoch so, dass es aussieht, als hätte man ihnen gar nichts erklärt oder als wären die eigenen Worte egal gewesen.
Im Evangelium des Matthäus gibt es in Kapitel 17 ein Zitat, welches Jesus nur nebenbei äußerte, woran man aber deutlich erkennt, wie sehr ihn diese Tatsache belastete, dass er die Leute ständig wieder lehrte, während niemals irgendeine Form der Anwendung seiner Worte darauf folgte. Es hat sich für ihn vermutlich so angefühlt, als würden die Leute denken, er redet nur zum Spaß oder zur allgemeinen Unterhaltung, obwohl er doch versuchte, den Leuten den Weg zu ewigem Leben begreiflich zu machen. Wenn man Derartiges ständig wieder erlebt, so ist auch dies eine Form des Leidens, denn die Eigensinnigkeit vieler Menschen, sobald sie gegen Gottes Gebote gerichtet ist, dient ihnen nur zu ihrem eigenen Verderben. Und es ist ein Schmerz, ihnen dabei zuschauen zu müssen, wie sie an ihrem eigenen Stolz zugrunde gehen, einfach nicht aus ihrer Verkorkstheit herauskommen wollen und alle Worte des Lebens immer wieder von sich abschütteln. Das ist überaus bedauerlich. Wohl aber allen Menschen, die empfänglich für die Wahrheit des allein wahren Gottes sind, des Vaters von Jesus Christus!

Das war es auch schon in Kurzform mit den Aspekten des Leidens im Leben von Jesus, als er verkündigte, aber jetzt kommen wir mal zum leidvollsten Teil überhaupt: Nämlich dazu, wie sein Leben enden musste.

Ich werde nun so gut ich kann erklären, warum die erlittene Kreuzigung der größte Sieg von Jesus ist. Ihr müsst wissen, dass Jesus extrem große Macht von Gott anvertraut bekommen hatte, um verantwortungsbewusst damit umzugehen. Das beweisen auch seine ganzen Wundertaten. Und Jesus war und ist so mächtig, dass er theoretisch jederzeit hätte sagen können: „Nee! Jetzt reicht's mir! Ich habe keine Lust mehr! Ich gehe!“
Wenn man davon ausgehen würde, Jesus sei gekreuzigt worden, ohne eine Wahl zu haben, dann wäre seine Geschichte weit weniger spektakulär. Denn es sind damals viele Menschen ans Kreuz geschlagen worden, die als Verbrecher angesehen waren und mit deren Kreuzigung man dem Volk zur Schau stellen wollte, was mit Menschen passiert, die als Verbrecher zählen. Aber Jesus war unschuldig. Er hat immer die Wahrheit gesagt und keine Sünde getan, auch keinen Gesetzesverstoß gab es, der Kreuzigung gerechtfertigt hätte. Das einzige, was man ihm zur Last legen könnte, wenn überhaupt, wäre, dass er das Sabbatgebot nicht komplett geehrt hat, wie man es kannte. Aber er sollte es ja anders machen, denn er tat immer nur, was Gott ihm befahl. Er war und ist Gottes Sohn. Er hat nicht gelogen, sondern die Wahrheit gesagt, als er das verkündete. Und er hat sein Leben freiwillig gelassen, für die Menschen und um die Prophezeiungen seines Vaters zu erfüllen, aber seine Lage war nicht völlig ausweglos. Er hätte jederzeit fliehen können und das wird auch an zwei Stellen offensichtlich.
Über den ersten Beweis stolpern wir, wenn wir uns die Gefangennahme Jesu aus dem Evangelium des Matthäus näher anschauen. Dazu zitiere ich jetzt Kapitel 26, Vers 47 bis 55. Es steht dort geschrieben:

Und während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und Stöcken, gesandt von den obersten Priestern und Ältesten des Volkes. Der ihn aber verriet, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist’s, den ergreift! Und sogleich trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Freund, wozu bist du hier? Da traten sie hinzu, legten Hand an Jesus und nahmen ihn fest. Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Platz! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen! Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten, und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken? Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, dass es so kommen muss? In jener Stunde sprach Jesus zu der Volksmenge: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen! Täglich bin ich bei euch im Tempel gesessen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen.

Wer genau aufgepasst hat, der hat bemerkt, dass Jesus theoretisch um Engel hätte bitten können, die ihn beschützt hätten. Und hätte er das getan, wären alle Soldaten und Kriegsknechte auf der Stelle überwältigt worden. Allerdings hätte er dann eben die Möglichkeit verpasst, das ultimative Opfer für die Menschheit zu bringen, um sie dadurch aus ihrer eigenen Sündenlast erlösen zu können. Jesus hätte sich verteidigen lassen können, aber er wollte nicht, weil ihm das Wohlergehen anderer wichtiger war als sein eigenes.

Den zweiten Beweis finden wir im Evangelium des Johannes, Kapitel 18, Vers 4 bis 13. Dort lesen wir Folgendes:

Jesus nun, der alles wusste, was über ihn kommen sollte, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazarener! Jesus spricht zu ihnen: Ich bin’s! Es stand aber auch Judas bei ihnen, der ihn verriet. Als er nun zu ihnen sprach: Ich bin’s!, wichen sie alle zurück und fielen zu Boden. Nun fragte er sie wiederum: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazarener! Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen! - damit das Wort erfüllt würde, das er gesagt hatte: Ich habe keinen verloren von denen, die du mir gegeben hast. Da nun Simon Petrus ein Schwert hatte, zog er es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Name des Knechtes aber war Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat? Die Truppe nun und ihr Befehlshaber und die Diener der Juden ergriffen Jesus und banden ihn, und sie führten ihn zuerst ab zu Hannas; denn er war der Schwiegervater des Kajaphas, welcher in jenem Jahr Hoherpriester war.

Wer wieder genau aufgepasst hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass die Menschen allein durch das Wort von Jesus zu Boden fielen. Nämlich als er zum ersten Mal sagte, dass er derjenige ist, den sie suchen. So viel Macht hatte Gott vertrauensvoll in die Hände von Jesus gegeben, dass Jesus mit einem einzigen Ausruf eine ganze Schar von Kriegsknechten und Soldaten und vielen Mitläufern zu Boden brachte. Er hätte diese Macht locker einsetzen können, um sie am Boden zu halten und zurück in sein Haus nach Kapernaum zu wandern, oder sonst wo anders hin. Hat er aber nicht.
Er hatte eine Riesenangst vor der Folter und Kreuzigung, die ihm bevorstand, denn er wusste, dass es so unfassbar wehtun würde, dass man es kaum aushalten kann. Aber er wusste auch, wie viel davon abhängt, dass er das bis zum extrem bitteren Ende durchzieht, also gab er sich der Lage hin, wie es nunmal sein musste.

Ich muss in diesem Video schweren Herzens betonen, dass das Leiden von Jesus ziemlich übel war, körperlich wie auch seelisch. Zuerst wurde er als Gefangener zu den Ältesten und Schriftgelehrten geführt. Und diese spuckten ihn an, verhüllten ihm das Angesicht, gaben ihm Backenstreiche und Faustschläge und fragten spöttisch: „Kannst du uns sagen, wer von uns dich geschlagen hat? Du bist doch der Messias!“
Und nachdem sie ihn eine Weile wie Dreck behandelt hatten, brachten sie ihn zum römischen Prätorium, um eine Todesstrafe zu fordern. Der Statthalter Pilatus aber war so ziemlich der Einzige, der sich zurückhaltend zeigte, als es darum ging, Jesus schlecht zu behandeln. Doch letztlich gab er Jesus zur Geißelung hin, und Jesus wurde durch etliche Peitschenhiebe blutig geschlagen, und sein Körper war dadurch nur noch ein Elendsbild. Und danach zogen ihm die römischen Soldaten königliche Kleidung an und setzten ihm eine Dornenkrone auf, um ihn zu verhöhnen, da er von einigen als König der Juden bezeichnet worden war. Und sie verprügelten ihn zum Spaß. Sie hatten nicht einen Funke Mitleid mit ihm, obwohl er bereits eine Geißelung bekommen hatte. Und danach gab Pilatus ihn hin, um gekreuzigt zu werden, weil die Volksmenge mit lautem Geschrei die Kreuzigung forderte. Und es wurde ihm ein Kreuz auferlegt, damit er es aus Jerusalem hinausträgt, in der Hitze des Mittags, ungeachtet seines schlimmen körperlichen Zustandes. Er war dabei dem Verdursten nahe und konnte wegen seinen Wunden und den Schmerzen nur langsam vorankommen, aber das interessierte keinen. Weil nun Jesus kaum vorwärts kam, ergriff man außerhalb von Jerusalem einen Mann, der verpflichtet wurde, Jesus das Kreuz hinterher zu tragen, damit sie schneller vorankommen würden. Und als sie bei der Schädelstätte angekommen waren, legten sie Jesus auf das Kreuz und schlugen Nägel durch seine Hände und Füße, und dann stellten sie das Kreuz auf. Diesen ganzen Horror musste Jesus durchstehen, und auch den stundenlangen Schmerz, der immernoch bevorstand. 

Als der arme Kerl dann tatsächlich am Kreuz hing, wurde er geschmäht und die Leute riefen ihm zu: „Rette dich selbst!“. Auf den Gedanke, dass Jesus all diesen Schmerz ertrug, weil er mit seinen Werken auf der Erde nicht sich selber, sondern anderen Menschen Rettung verschaffen wollte, schien keiner gekommen zu sein. Es störte sich aber auch kaum jemand an dem Unrecht, das da gerade ablief vor ihren Augen. Die Menschen sind halt einfach böse, obwohl es so nicht sein soll. Und die Bibel gibt den Menschen an mehreren Stellen das Zeugnis, böse zu sein. Sogar Paulus schrieb in seinem Brief an die Römer in Kapitel 3, Vers 12 bis 17:

Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! 
Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen; 
ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit, 
ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; 
Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn,
und den Weg des Friedens kennen sie nicht. 

Ich würde sagen, dass spätestens bei dem Verhalten der Menschen, als sie den Sohn Gottes in seinem Leiden verspottet haben, endgültig die Wahrhaftigkeit dieses Zeugnisses bewiesen wurde. Und doch hat Jesus sich dem unfassbaren Leiden in völliger Unschuld und Reinheit bewusst hingegeben, damit alle Bußfertigen erlöst werden können. Das ist ein beispielloses Ereignis.

Und nun bitte ich euch: Versetzt euch doch mal selbst in diese Lage! Stellt euch vor, Gott kündigt an, wie euer Leben sein wird und er spricht zu euch: Es wird nötig sein, dass du ein Leben komplett ohne Sünde führst, sobald du in die Welt geboren bist. Das musst du schaffen und wenn du 30 Jahre alt bist, dann wird dein Leben nur noch daraus bestehen, durch die Gegend zu reisen und zu predigen und Wundertaten zu vollbringen, aber die Menschen werden daraus nichts lernen und werden auch deine Lehre nicht kapieren und obendrein wirst du dich mit Leuten rum ärgern, die dich beleidigen und dir provokante Fragen stellen und nach einiger Zeit wirst du dann von Sündern gefangen genommen, die dich verprügeln und auspeitschen und verspotten und anspucken und dich danach kreuzigen, obwohl du eigentlich gar nichts falsch gemacht hast. Und du musst all das ertragen und darfst dich nicht zur Wehr setzen, denn ansonsten kannst du hinterher keine Menschen aus ihrem Verderben retten. Und viele Menschen werden auch undankbar sein und gar nicht anerkennen, was du eigentlich für sie durchlitten hast, im Gegenteil, sie werden sich noch über dich lustig machen, aber ich will von dir, dass du alles so machst wie ich sage, weil sie gerettet werden sollen.

Wenn das euer Leben sein sollte, würdet ihr euch da freuen? Würdet ihr das ernsthaft durchziehen wollen? Und denkt auch daran, dass ihr die ganze Zeit über die Macht habt, auszubrechen. Ihr könntet jederzeit aufhören und euren eigenen Weg gehen. Glaubt ihr etwa, dass ihr trotz der Möglichkeit, jederzeit aufzuhören, diesen ganzen Leidensweg bis zum letzten Augenblick durchstehen könntet? Und dann nichtmal für euch selbst, sondern um Menschen zu retten, die ein Leben voller Sünden geführt hatten, bevor sie euren Name hörten?
Ich sage euch mal eine Sache: Ich selber würde das nicht aushalten. Vor allem nicht, wenn ich mir vor Augen halte, wen ich da rette. Nämlich Menschen, die teilweise unsagbar schreckliche Dinge in ihrem Leben taten und bei denen die Taten dann alle wie weg gewischt wären, wenn sie von meiner Lehre hören und den Rest ihres Lebens danach handeln. Dann wäre das Vorherige praktisch abgehakt. Zu so einem Zweck könnte ich nie und nimmer all das aushalten, was Jesus ausgehalten hat. Ich sage euch ganz ehrlich: Dafür liebe ich die Menschen gar nicht genug. Und wie steht's mit euch? Würdet ihr das verkraften? Kann überhaupt einer von uns Normalsterblichen das alles aushalten, was Jesus ausgehalten hat, ohne zwischendrin zu sagen: „Ich hab keinen Bock mehr, ich höre jetzt auf mit dem Mist!“. Vermutlich nicht. Und Jesus hat sicher auch einige Augenblicke gehabt, in denen er absolut keine Lust mehr hatte und die ganze Sache am liebsten abgebrochen hätte. Wer will all das schon ertragen, was er ertragen hat? Das ist doch grausam. Sowas kann man doch keinem zumuten. Aber trotz allem hat Jesus es geschafft. Er hat den Weg des großen Leidens durchgestanden. Und genau deshalb, weil er das getan hat, was unter den selben Umständen wohl nie ein anderer schaffen wird, deswegen ist er der größte Sieger, von dem ich je gehört habe und sein Tod am Kreuz ist die beeindruckendste Errungenschaft. Er hätte vom Kreuz herabsteigen können, wollte aber nicht, weil er wusste, wie wichtig es ist, dass er bis zum letzten Moment durchhält. Jeder andere wäre vermutlich heruntergestiegen und wäre somit nicht mehr der Retter der Welt gewesen, sondern der Retter von sich selbst. Jesus hingegen hat alles im Interesse anderer getan, nicht in seinem eigenen Interesse. Und daran sollten wir uns immer erinnern.

Man muss sich in der echten Nachfolge zu dieser Tatsache bekennen, dass Jesus wegen uns gelitten hat und dass dies sehr schrecklich ist, denn er hat wirklich gar nichts davon verdient. Er hätte es viel eher verdient, dass ihm nicht ein einziges Haar gekrümmt wird, denn er war und ist frei von jeglicher Schuld vor dem Angesicht Gottes.
Und nach dem Jesus aus den Toten auferweckt worden war von Gott, hatte er ja auch 40 Tage später seine Himmelfahrt, aber er gab vorher noch seinen Aposteln die Aufgabe, dass sie auf der ganzen Welt von dem erzählen sollen, was mit Jesus passiert ist und dass man an das Evangelium glauben muss. Deshalb schauen wir uns mal noch die zwei Verkündigungsbefehle an, wie sie laut Markus und Matthäus berichtet werden.

Im Evangelium des Markus steht in Kapitel 16 in den Versen 15 bis 18:

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! 
Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, 
Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.

An diesen Worten erkennt man, wie Jesus zum Ausdruck brachte, dass innerhalb der gesamten Schöpfung das echte Evangelium, also die Botschaft von vollkommenem Sinneswandel, Vergebung und Erlösung durch Jesus und auch von der Gefahr des Verlorengehens, verkündigt werden muss. Und es werden alle gerettet werden, die die Wahrheit glauben und getauft werden. Das ist wichtig, weil dadurch offenbart wird, dass die richtige Taufe unverzichtbar ist. Darüber hinaus werden hier Wunderzeichen angekündigt, die bei Gläubigen passieren können, nämlich dass einer, der die Wahrheit festhält und sich nicht versündigen will, in Jesu Namen Dämonen austreiben kann, dass einigen Leuten das Gebet in fremden Sprachen durch den Heiligen Geist möglich sein wird, und dass ein an die Wahrheit gläubiger Mensch immer dann, wenn er ohne es wissen zu können in sehr gefährliche Situationen geriet, keinen Schaden erleiden wird, und dass es passieren kann, aber nicht muss, dass man als Jesus-Nachfolger bzw. Jesus-Nachfolgerin kranken Menschen die Hände auflegt und für ihre Heilung betet, und dadurch wird es schnell besser mit ihnen. Das sind begleitend auftretende Zeichen. Sie dürfen nie im Fokus stehen, sondern sie sind eine nebensächliche Angelegenheit während der Verkündigung des echten Evangeliums.

All dies ist nützlich zu wissen. Im Evangelium des Matthäus steht über den Verkündigungsbefehl von Jesus nicht ganz so viel Nützliches. Es steht sogar eine falsche Taufformel dort, denn wer gerettet werden will, der muss nach der Buße und Annahme unseres Erlösers Jesus durch vollständiges Untertauchen im Wasser auf den Name Jesus Christus getauft werden. Aber trotzdem lesen wir uns nun mal die Worte durch, die geschrieben stehen in Kapitel 28, Vers 18 bis 20. Folgendes entdeckt man dort:

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 
und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.

Obwohl wir die falsche Taufformel nicht beachten sollten, ist immerhin die Beschreibung sehr schön, dass Jesus laut diesem Bericht gesagt haben soll, er ist bei uns, alle Tage, bis ans Ende der Weltzeit. Jesus passt auf uns auf und schenkt Anleitung. 
Weil er nicht mehr persönlich vor uns hergehen kann, muss er dazu aber einen Diener benutzen, den Gott ihm gab, und das ist der Heilige Geist, der auf die Erde ausgegossen wurde. Abgesehen davon kommt in Vers 18 zum Ausdruck, dass Jesus ein Machtmandat bekommen hat, welches in der Schöpfung absolut ist, also auch stärker als das vom Satan. Denn die ganze Erde ist dem Satan überlassen und er beherrscht sie bis zum Erscheinen der tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi, aber das Königreich von Jesus Christus, welches nicht von dieser Welt ist, kann bereits heute von außen mit einer so großen Macht eingreifen, dass es über die Macht des Bösen triumphiert. Um aber diesen Segen zu haben, müssen auch wir selber nicht von dieser Welt sein, also ganz praktisch, in unserem realen Leben und Denken. Um dies zu erreichen, sollte man besonders beachten, dass Jesus sagte: Lehrt sie alles halten, was ich befohlen habe! 
Wir müssen es also auch anderen erzählen, falls sie es hören wollen, aber von unbedingter Wichtigkeit ist es, dass wir selber es einhalten. Alles, was Jesus geredet hat, ist die Wahrheit, die uns freimacht, wenn wir sie komplett, ohne Lücken festhalten und anwenden.

Wir sollten uns aber bewusst machen, dass Jesus unter dieser Welt gelitten hat, und wir ihm nachfolgen sollen, was für uns bedeutet, dass es keineswegs verwunderlich ist, wenn wir in ähnlicher Weise leiden werden wie er. Besonders dann, wenn wir in die Welt hinaus ziehen, und so verkündigen, wie er verkündigte, sind praktisch bedrängende Erlebnisse schon längst wie vorprogrammiert in dieser bösen Welt. Man muss dabei, aber auch bei aller Drangsal im einfachen Alltag den Blick auf die Ewigkeit gerichtet halten und darf nicht vergessen, wozu man das alles überhaupt tut und wie kostbar Jesus ist. Für ihn und um der Größe des allein wahren Gottes willen sollte man bereit sein, all das Elend dieser Welt durchzustehen bis zum letzten Augenblick, gemäß dem Vorbild, das Jesus gab.

Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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