Text zu "Weisheit zur Nachfolge - Gebete der Diener Gottes"

Link zum Video: https://youtu.be/VSSUZv3FKKA

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In diesem Video möchte ich in Weisheit darauf aufmerksam machen, dass man nicht nur durch die vielen Psalmen in der Bibel, sondern auch durch das Verhalten bestimmter anderer Personen in der Bibel ein paar wertvolle Lektionen darüber lernen kann, wie man richtig zu Gott betet. Ich habe drei Beispiele rausgesucht, die ich zur näheren Veranschaulichung mit euch durchgehen will.

Bei dem ersten Text ist es so, dass Daniel der Meinung war, zu Gott beten zu müssen, weil die Gefangenschaft der Israeliten in Babylon enden sollte, wie es geweissagt wurde. Dabei ist der Gedanke, Gott um etwas zu bitten, wovon er ja sowieso schon deutlich sagte, dass es passieren wird, irgendwie sinnlos. Denn Gott steht zu seinem Wort, das er sprach, und zwar in exakter Weise. Darum muss man ihn nicht um Dinge betteln, die er sowieso tun wird. Was hingegen überhaupt nicht sinnlos ist, sondern sehr vorbildlich, das ist die ganze Art und Weise, wie Daniel mit Gott redet und was für Dinge er im Gebet sagt. Folgende Worte stehen darüber im Buch des Propheten Daniel in Kapitel 9, Vers 3 bis 7:

Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche. 
Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren! 
Wir haben gesündigt und haben unrecht getan und gesetzlos gehandelt; wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen! 
Wir haben auch nicht auf deine Knechte, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben. 
Du, Herr, bist im Recht, uns aber treibt es heute die Schamröte ins Gesicht, wie es jetzt zutage liegt, den Männern von Juda und den Bürgern von Jerusalem und dem ganzen Israel, seien sie nah oder fern in allen Ländern, wohin du sie vertrieben hast wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich verübt haben.

Dieser Auszug des Gebets enthält das hervorragende Detail, dass Daniel ganz deutlich Schuld eingesteht und bezeugt, dass Gott im Recht ist. Ich glaube, derartiges werden die Christen der heutigen Zeit niemals tun, und doch ist es eine gute Sache und eine sehr kostbare Art, wie man sich im Gebet verhalten kann. Gott liebt es, wenn man ungeheuchelt eingesteht, dass man sich verfehlt hat und er im Recht ist, wenn er zürnt. Deswegen sollte diese wichtige Lektion auch im heutigen Video verdeutlicht werden.

Ein anderes Gebet, das etwas Vorbildliches enthält, wurde von einer Frau namens Hanna gesprochen. Damit meine ich aber nicht die Prophetin Hanna vom Evangelium des Lukas, die den Leuten von der Geburt des Messias erzählte, als es ihr offenbar wurde, sondern ich meine die Hanna, von der im ersten Buch Samuel berichtet wird. Sie war keine Prophetin, sondern lediglich eine unfruchtbare Frau aus dem einfachen Volk. Und sie wünschte es sich so sehr, Mutter zu werden, dass sie Gott das Versprechen gab, den Sohn ein Leben lang in den Dienst für das Gotteshaus zu stellen, sofern Gott sich erbarmt und ihr die Möglichkeit gewährt, schwanger zu werden. Und Gott erhörte ihr Gebet und öffnete ihr den Mutterschoß, sodass sie von ihrem Ehemann schwanger werden konnte. Als sie dann ihren Sohn Samuel zur Welt gebracht hatte, sprach sie ein Gebet zum Lob und zum Dank. Von diesem Gebet schauen wir uns nun ein paar Verse an. Es steht geschrieben im ersten Buch Samuel in Kapitel 2, Vers 1 bis 7:

Und Hanna betete und sprach: Mein Herz freut sich in dem HERRN; mein Horn ist erhöht durch den HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan über meine Feinde; denn ich freue mich in deinem Heil! 
Niemand ist heilig wie der HERR, ja, es ist keiner außer dir; und es ist kein Fels wie unser Gott! 
Redet nicht viel von hohen Dingen; Vermessenes gehe nicht aus eurem Mund! Denn der HERR ist ein Gott, der alles weiß, und von ihm werden die Taten gewogen. 
Der Bogen der Starken ist zerbrochen, aber die Schwachen haben sich mit Kraft umgürtet. 
Die Satten haben sich um Brot verkauft, aber die Hungrigen hungern nicht mehr; ja, die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, ist verwelkt! 
Der HERR tötet und macht lebendig; er führt ins Totenreich und führt herauf! 
Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt, aber er erhöht auch.

Wenn Hanna hier von Feinden redet, dann meint sie Leute, von denen sie gehänselt wurde, als sie unfruchtbar war. Und das sprichwörtliche Horn, das auf gerichtet wurde, ist in diesem Moment sozusagen ihr guter Ruf unter den Frauen, weil Gott sie erhörte. Besonders schön ist an diesem Gebet nicht nur, wie sie sagte, dass ihr Herz sich an Gott freut, sondern auch, wie sie allgemein das große Wirken Gottes beschreibt und ehrt. Sie ehrt Gott dafür, dass er Schwache kräftigt und Starke demütigt, dass er Hungerleidenden und Unfruchtbaren hilft, dass er die Macht hat, über Leben und Tod zu bestimmen, aber auch wieder aus dem Totenreich heraufführen kann. Sie sagt, dass keiner so heilig ist wie der Gott Israels, und damit hat sie Recht. Und es ist schön, solche Dinge im Gebet zu bezeugen, denn dadurch gibt man Gott echte Ehre. Und weil durch alle diese Worte dem allein wahren Gott echte Ehre gegeben wird, ist auch dies ein Gebet, das uns zum Vorbild dienen kann.

Was im Gebet auch angemessen ist und oft gut ankommt, ist, dass man Gott an seine Gerechtigkeit erinnert und die eigene Abscheu gegenüber bösen Dingen zum Ausdruck bringt, die auch in Gottes Augen böse sind. Dazu hat der Prophet Habakuk ein bemerkenswertes Vorbild gegeben, denn er betete Folgendes laut Kapitel 1, Vers 13 bis 17:

Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können; du kannst dem Unheil nicht zuschauen. Warum siehst du denn den Frevlern schweigend zu, während der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als er? 
Du lässt die Menschen so behandeln wie die Fische im Meer, wie das Gewürm, das keinen Herrscher hat. 
Er fischt sie alle mit der Angel heraus, fängt sie mit seinem Netz und sammelt sie in sein Garn; darüber freut er sich und frohlockt. 
Darum opfert er auch seinem Netz und bringt seinem Garn Räucherwerk dar; denn ihnen verdankt er seine fetten Bissen und seine kräftige Nahrung. 
Darf er aber darum sein Netz beständig ausleeren und ohne Erbarmen Völker hinmorden?

Vielleicht würde manch einer sagen, dass diese Worte irgendwie anmaßend wirken. Aber das Herz Gottes funktioniert da ein bisschen anders als das eitle Gemüt der Menschen. Solange man es mit einer respektvollen Herzenshaltung vorträgt und alles der Wahrheit entspricht, was man sagt, ist es für Gott in Ordnung, wenn man sozusagen eine deutliche Beschwerde äußert über die Situation, in der er das Böse einfach gewähren lässt, obwohl er es locker aufhalten könnte. Es ist überhaupt schon ein Gewinn, wenn Menschen das Böse auch wirklich als böse erkennen und es so bezeichnen, da wir ja heutzutage in unserem Land viel häufiger ein humanistisches, aber oftmals lediglich geheucheltes Gutmenschentum haben, bei dem es fast schon als Verbrechen empfunden wird, das Wort „böse“ in den Mund zu nehmen. Gott aber sieht es gern, wenn wir uns bemühen, anhand seiner Werte den Unterschied zwischen Gut und Böse zu bekennen.

Das war es auch schon, was ich über die Vorbilder für Gebete aus der Bibel in diesem Video erläutern wollte.

Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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