Text zu "Weisheit zur Nachfolge - Gottes Kinder"

Link zum Video: https://youtu.be/i0QzhilMZMo

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In diesem Video mit Weisheit zur Nachfolge rede ich darüber, was dazu gehört, ein Kind Gottes zu sein. Um aber zu vermeiden, dass irgendwer sich darüber wundert, wenn Menschen als Kinder Gottes bezeichnet werden, zeige ich mal eine Schriftstelle aus der Bibel, in der etwas Derartiges besonders stark zum Ausdruck kommt. Es steht geschrieben im ersten Brief des Johannes in Kapitel 3, Vers 1:

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.

Mindestens dieser Vers bietet einem jeden Jesus-Nachfolger und einer jeden Jesus-Nachfolgerin den Anlass, sich selbst wie ein Kind Gottes zu betrachten. Und ich halte es auch für bemerkenswert, dass der allein wahre Gott bereits vor dem Auftreten von Jesus den Herzenswunsch hatte, von den Menschen als Vater betrachtet zu werden, die zu seinem Volk gehören. Dies ergibt sich eindeutig aus dem Buch des Propheten Jeremia in Kapitel 3, Vers 19 und 20, wo man folgende Worte Gottes liest:

Ich hatte zwar gedacht: Was für eine Stellung will ich dir geben unter den Söhnen! Ich will dir das erwünschte Land schenken, das allerschönste Erbteil der Völker! Und ich hatte auch gedacht, ihr würdet mich »Vater« nennen und ihr würdet euch nicht mehr von mir abwenden. 
Aber wie eine Frau ihrem Gefährten untreu wird, so seid ihr mir untreu geworden, Haus Israel!, spricht der HERR.

Durch diese Worte erkennt man sehr gut, dass Gott am liebsten in einer geistlichen Vaterrolle sein will, während es aber besonders zur damaligen Zeit von den Menschen in Israel überhaupt nicht so angenommen wurde.

Und da stellt sich nun die Frage für uns, ob wir genau so Gott als unseren Vater erkennen, wie Jesus Gott als Vater behandelt hat. Wir sind zwar nicht auf die gleiche wundersame Weise in die Welt geboren worden wie Jesus, aber wir sollen ihm ja in seinem Wandel ähnlich sein, wie man es auch im ersten Brief des Johannes lernt, nämlich in Kapitel 2, und wenn wir das hinkriegen, zählen auch wir geistlich als Gottes Kinder.
Aber auch ohne diese Schriftstelle kann man sich ruhig mal in diese Gedanken hineinvertiefen, dass Gott sich wünscht, von uns als Vater gesehen zu werden. Denn wenn man dies nun in die Tat umsetzen will, dann muss man sich zuerst mal fragen: Wie benimmt sich denn ein gutes Kind gegenüber seinem Vater, wenn es ihn liebhat? Und mit welchen Augen sieht das Kind seinen Vater?

Man wird es im menschlichen Leben leicht beobachten können, dass der Vater in einer Familie die Rolle des Versorgers einnimmt, aber auch die Rolle dessen, vor dem sich am meisten gescheut wird, wenn er zornig ist. Und es wäre sehr gesund für den Glaubenswandel, wenn man auf genau diese Weise Gott betrachtet. Einerseits als den, der sicherstellt, dass man immer haben wird, was man zum Überleben braucht, andererseits auch als den, den man lieber nicht zornig machen sollte.

Und besonders in der Hinsicht, dass der Vater uns mit dem Nötigsten versorgen wird, sollte man auch ein damit einhergehendes Vertrauen haben und damit leben können, wenn man nicht immer genau weiß, wie das praktisch ablaufen wird. Man erwartet einfach, dass es überhaupt funktioniert, aber grübelt nicht ständig über die Wirkungsweise. Man fragt sich nicht, wie es möglich sein wird, sondern ist froh, das nicht selbst im Blick haben zu müssen. Oder habt ihr schonmal ein kleines Kind gesehen, das anfängt, mit seinem leiblichen Vater darüber Diskussionen zu führen, wie die Nahrungsmittelversorgung sichergestellt wird und welche Wege er dabei gehen muss? Ich selbst könnte mir ein solches Szenario in der Realität gar nicht vorstellen, wo das kleine Kind seinen Vater zurechtweist. Denn ein kleines Kind wird sich automatisch bei seinem Vater denken: „Der weiß schon, was er tun muss, um mich nicht hungern zu lassen!“
Genau die selbe Erwartungshaltung sollte man immer gegenüber Gott haben. Denn es gibt zwar teilweise unter den Menschen Väter, die so schlechte oder geistig kaputte Individuen sind, dass sie nichtmal ihre eigene Familie ernähren, aber bei Gott wäre das undenkbar. Gott ist kein Vater, der seine Kinder, die auf ihn angewiesen sind und alles von ihm abhängig machen, einfach versauern lässt. Er wird sich um seine Kinder kümmern. Allerdings muss man natürlich auch zugeben, dass er sich nicht ständig um Kinder aus fremden Familien kümmern wird, besonders nicht in Zeiten, wo er mit seiner eigenen Familie schon genug zu tun hat. Das sollte man dabei auch bedenken.

Auf jeden Fall macht Gott sich jetzt schon Gedanken über Dinge, die uns noch gar nicht in den Sinn kommen. Und er bereitet jetzt schon Dinge vor, die wir nicht vorbereiten können, und dank seiner Vorbereitung werden die Dinge mit Erfolg verlaufen, die geschehen. Was man in der Nachfolge Jesu hinbekommen muss, um Gott wirklich wie einen Vater zu behandeln, ist das Aufhören mit dem eigenen Gieren danach, immer möglichst genau zu wissen, was kommt. Man muss sich damit abfinden, dass sich die Situation markant verändern wird, dass man nie so genau sagen kann, was nächstes Jahr ist, und dass sogar alles zerbrechen kann, was man jetzt noch kennt, aber dass Gott schon lange geplant hat, wie man dann überleben wird, wenn alles zugrunde ging, aus dem man bisher ein Gefühl der Sicherheit bezog. Die Tatsache, dass Gott immer zeitnah und zügig reagieren kann auf die gerade erst entstandene Situation seiner Kinder, die ihn brauchen, muss einem ein größeres Gefühl von Sicherheit geben als das Vorhandensein von Vorräten oder der Besitz eines eigenen Hauses und andere Dinge, die dem Mensch in der Welt Sicherheit geben sollen. Man erwartet, dass Gott einen in allen Situationen versorgen wird, auch in den schwierigen. Aber um das zu erleben, muss man erstmal in die schwierige Situation hineingehen, die allein durch seinen Ratschluss zustande kommt, und dann wird zeitnah das Eingreifen Gottes passieren. In genau dem Moment, wo es dringend nötig ist.
Als Gottes Kind weiß man eine Sache ganz genau: Gott hat eine bestimmte Anzahl an Tagen für uns vorgesehen, die wir in dieser Welt sein müssen, und in allen diesen Tagen, die er festgesetzt hat, und die durchaus anders verlaufen könnten als es uns gefällt, wird trotz aller Schwierigkeiten jederzeit er selbst dafür sorgen, dass wir haben, was wir wirklich benötigen. Und wir können eigentlich nichts Anderes tun, als bei allem, was uns zu schwer ist oder was uns gar nicht anvertraut wurde, auf sein Handeln zu warten und fest damit zu rechnen, dass er selbst alles in die Wege leitet zu unserem Besten. Und wir haben mit Jesus ja einen König, der Einsicht hat in sehr vieles von dem, was Gott plant. Auch das sollte uns zusätzlich Ruhe spenden, selbst wenn wir keine Ahnung haben, was kommen wird. Wir wissen nicht alles, was passieren soll, aber wir wissen, dass Jesus sich um das Volk kümmert, das Gott zu ihm zieht und dass Jesus es gemäß dem Ratschluss Gottes am Leben hält. Wenn wir nun einen solchen Vorzug haben, dann brauchen wir eigentlich gar nicht mehr zu wissen, was genau kommt und wann, weil wir nämlich eines erwarten dürfen: Egal, wie befremdlich die Situation auch sein wird - wir sind nicht allein und nicht vergessen, und wir müssen das nicht aus unserer eigenen Klugheit heraus meistern. Und dafür sollten wir Gott dankbar sein, wenn wir nicht aus unserer eigenen Klugheit heraus erfolgreich sein müssen, denn das wäre extrem erschöpfend und für viele überhaupt nicht zu bewältigen. Da wendet man sich lieber dem zu, was der Vater will, weil er den Plan hat, der funktionieren wird. Und somit ist man damit besser dran, einfach zu tun was der Vater sagt, anstatt eigene Wege zu ersinnen.

Das Tun dessen, was der Vater sagt, hängt aber wohlgemerkt nicht nur damit zusammen, dass man alle Anweisungen ausführt, die darauf abzielen, welche Vorbereitungen man treffen oder nicht treffen muss und wann man wohin geht und wohin man nicht geht, sondern noch wichtiger ist das Anwenden der allgemein bekannten Gebote, die nie ihre Gültigkeit verlieren. Wenn Gott sagt, dass wir nicht stehlen, nicht lügen und nicht betrügen dürfen, keine Ehebrecher sein dürfen, niemanden ermorden dürfen, den Sabbat halten müssen, nichts neben ihm zu Gott erklären dürfen, alle Götzendienste und das Essen von Blut komplett verweigern sollen, keine Unzucht treiben dürfen und uns von Zauberei fernhalten müssen und keine Feiglinge sein dürfen und alles sonstige, was noch dazugehört, dann ist das zu jedem Zeitpunkt im eigenen Leben gültig und muss pausenlos beherzigt werden.

Es gibt keinen Vater, der sich gerne um widerspenstige Kinder kümmert. Man gibt ja auch bei weitem nicht alle Anweisungen den eigenen Kindern, weil man sie ärgern will, sondern weil man für ihr Wohlergehen sorgen will oder manchmal weil man den reibungslosen Ablauf des Tages gewährleisten will, und da ist es dann sehr nervenaufzehrend, wenn sie einfach nicht tun wollen, was gesagt wird. Denn der Widerstand gegen Anweisungen macht nur dann Sinn, wenn es schädliche Anweisungen sind, aber ganz gewiss nicht aufgrund von Launenhaftigkeit. 
Jeder Vater hingegen, dessen Kinder ihm Freude spenden, weil sie auf ihn hören, seine Moralvorstellungen festhalten und sich nicht von Unsinn überzeugen lassen, wird sehr gerne seine Kinder versorgen und ihnen alles geben, was gut für sie ist, weil sie sich liebenswert benehmen. Das ist nicht nur auf menschliche Väter zutreffend, also dass ein menschlicher Vater immer weniger Lust hat, seine Kinder mit Gutem zu versorgen, je unausstehlicher ihr Verhalten ist, sondern auch bei Gott wird man gewiss derartige Verläufe erleben, auch wenn seine Geduld deutlich größer ist als die irgendeines Menschen. Und solche Fakten müssen wir als Jesus-Nachfolger ganz tief mit unseren Herzen verschmelzen lassen, damit wir genau so Kinder Gottes sein können, wie sich auch Jesus allezeit als der geliebte Sohn erwiesen hat, der gemäß dem Wohlgefallen seines himmlischen Vaters lebte in jeder Hinsicht. Denn es gibt im Grunde genommen kein größeres Kompliment als wenn Gott zu dir sagt, dass er Wohlgefallen hat an dir.

Ich glaube aber, es ist an dieser Stelle ziemlich passend, wenn ich sage, dass das Wohlgefallen Gottes auch stark davon abhängt, wie groß unsere Sanftmut und unsere eigene Geduld ist im Umgang mit anderen Menschen. Und ein Text, der sehr gut dazu passt und uns als nützliche Anleitung gelten kann, steht geschrieben im zweiten Brief des Timotheus in Kapitel 2 in den Versen 24 bis 26. Dort lesen wir:

Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; 
er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit 
und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen.

Wenn unser heiliger Vater im Himmel sieht, wie seine Kinder sich derart benehmen, dann wird es sein Wohlgefallen bewirken. Denn es hat Ähnlichkeit damit, wie sein eigenes Herz funktioniert, wenn ein Mensch geduldig ist im Ertragen von Bosheiten und milde auftreten will gegenüber sämtlichen Leuten, wenn er Streit vermeidet und wenn er bei allen Zurechtweisungen, die sich als notwendig erweisen werden, immer die maximal mögliche Portion an Sanftmut behält. Denn wir haben einen Vater, der auf solche Dinge Wert legt.

Ich erinnere aber auch noch daran, dass man im Evangelium des Lukas in Kapitel 15 ein Gleichnis lesen kann, wo ein Vater die größte Herzensfreude daran hat, wenn seine Söhne direkt bei ihm wohnen. Denn in dem Gleichnis ist ja der jüngere Sohn hinaus in die böse Welt gezogen und der Vater hatte schon das Schlimmste befürchtet, nämlich dass er diesen Sohn niemals lebendig wiedersehen wird, und das bedrückte sein Herz wahrscheinlich viel mehr, als wir es uns vorzustellen vermögen. Dieser Wesenszug hängt stark mit Gottes Vaterherz zusammen und sollte uns daher zeigen, dass wir besonders liebenswerte Kinder sind, wenn wir nah bei ihm wohnen wollen und nicht einfach weglaufen. Aber dabei ist eben wirklich die Frage, ob das ganz ehrlich so in unseren Herzen wohnt, also ob da wirklich der tiefe Wunsch vorhanden ist, nahe bei dem Vater sein zu dürfen, welcher ja durchaus andere Regeln hat als die Welt da draußen. Da sollte jeder Mensch sich selbst prüfen, wie er zu dieser Sache eigentlich wirklich steht.

Und da dies nun schon das zehnte Video mit Weisheit zur Nachfolge ist, wobei ich euch in allen Teilen nützliches und verständiges Gedankengut ans Herz gelegt habe, denke ich, dass es soweit reicht mit dieser Art Videos. Rein theoretisch gibt es sehr viel zu erkennen und zu begreifen, aber ab einem gewissen Punkt ist es wirklich besser, sich nicht mehr nur auf das zu verlassen, was an Weisheit durch einen Mensch überliefert wird, sondern sich persönlich nach Jesus auszustrecken und zu hoffen, dass vielleicht auch der Vater einem offenbart wird in der Weisheit, die vom Reich der Himmel ist. Denn auch ich selbst habe ja das, was ich weitergebe, nicht von Menschen gelernt, denn bei ihnen gibt es keine echte Weisheit zu finden, sondern von meinem Vater wurde ich beschenkt. Und ich weiß, dass sich auch im Leben anderer Menschen genau so diese Worte erfüllen können, die in Psalm 25 in Vers 14 stehen, wie es sich bei mir erfüllt. Die Wahrheit wird denen geschenkt, die sie festen Herzens annehmen werden und die auch alle Betrügereien, egal ob diese einen christlichen Stempel auf sich haben oder nicht, konsequent ablehnen. Falls aber jemand noch nie gehört hat, was in Psalm 25 in Vers 14 steht, will ich nun diese Worte zum Abschluss des Videos und der Serie zitieren. Es steht geschrieben:

Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen. 

Dazu kann ich nur noch Amen sagen. Den echten Bund Gottes, der nicht aus den Fehlinterpretationen zahlreicher Menschen kommt, sondern aus der Wahrheit, den lässt Gott die erkennen, die aufrichtige Ehrfurcht vor ihm im Herzen haben, ja, deren Herz geradezu davon überquillt. Darum preise ich den Höchsten, den allein wahren Gott, den Vater von Jesus Christus, alle Tage meines Lebens. Ihm gebührt Dank und Lob, dem Gott Israels, denn er ist es, der ein vollkommenes Werk vollbringt, und alles liegt bei ihm. Er erhöht und erniedrigt, er gibt Weisheit, aber er kann auch die Weisheit der Weisen zunichte machen, wenn sie sich auflehnen gegen ihn. Was er aber zu geben hat, ist besser als alles, was ich jemals geben könnte. Sucht den allein wahren Gott, solange er zu finden ist!

Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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