Text zu "Weisheit zur Nachfolge - Mitten im Dienst"
Link zum Video: https://youtu.be/4RYNHQ295NI
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Das heutige Video ist für einen Fall, der eintreten kann, aber nicht muss, nämlich dass Jesus jemandem einen richtigen Dienst geben wird. Ein Dienst würde so aussehen, dass man als Verkündiger losgeschickt wird, um die Leute an das Evangelium zu erinnern, oder um zu lehren, oder um für Leute zu beten, wobei man im Dienst natürlich möglichst viele Leute erreichen soll bzw. für möglichst viele Leute auffindbar sein soll, die dann idealerweise auch Buße tun würden, oder dass man zum Leiter einer gläubig gewordenen Menschengruppe wird, weil man von ihnen als Leitfigur im Glauben wahrgenommen wird, und um die man sich daher kümmern soll.
Ich will in diesem Video in Weisheit über einige Probleme und Gefahren reden, die während dem Tun eines Dienstes auftreten könnten, damit jemand, der einen Dienst hat, nicht etwa in seiner eigenen Nachfolge zu scheitern beginnt, weil ihm der Dienst über den Kopf wächst.
Wenn es so sein sollte, dass du dich davon überfordert fühlst, ein treuer Arbeiter im Dienst für Jesus zu sein, weil du von den Sorgen in deinem eigenen Leben erdrückt wirst, zum Beispiel weil du dir Sorgen um Menschen machst, die dir sehr am Herzen liegen, oder weil dir jemand anders sein Leiden geschildert hat, und es geht dir an die Nieren und erschüttert dich, dann habe ich dazu folgendes zu sagen:
Wir sind nicht allein. Jesus ist für uns da. Zumindest gewissermaßen. Jesus lebt. Er wohnt zwar weit weg im Reich Gottes, im Himmel, aber er benutzt den heiligen Geist, welcher eine Art Diener für ihn ist, der auf die ganze Erde ausgegossen wurde. Dieser kann in uns wohnen, und dadurch wird Jesus bewirken, dass unser Herz geheilt wird und wir neue Kraft bekommen und dass wir vom Gefühl her angeleitet werden, wohin es als nächstes gehen soll, und manchmal werden uns auf diesem Weg auch Worte gegeben, die wir am besten sprechen sollten. Und man kann auch Jesus seine Sorgen erzählen. Er wird zwar nur selten darauf reagieren, aber er wird alles anhören.
Der Apostel Petrus zum Beispiel hat das so ähnlich gemacht. Er hat sich alle seine Sorgen von der Seele geredet, indem er sie auf Gott warf, auch wenn es bereits genug gewesen wäre, Jesus persönlich deshalb anzusprechen. Jedenfalls hat Petrus seine Sorgen abgegeben und vorgeschlagen, dass wir das auch tun sollen laut seinem ersten Brief, wo geschrieben steht in Kapitel 5, Vers 7:
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
So dürfen wir das vor Jesus machen. Petrus selbst hat seine Sorgen sogar dem Vater abgegeben, aber den Vater erkennt die Welt nicht.
Wichtig ist nur, dass man geistlich gesehen mit seinen Sorgen nicht alleine dasteht. Allerdings, da wir in einer sehr verkorksten Welt leben, muss man einen Unterschied sehen, ob eine Sache nur anvertraut werden kann, oder ob sie dann auch tatsächlich verändert werden kann. Denn es gibt Dinge, von denen werdet ihr euch wünschen, dass sie besser werden, und doch bleiben sie schlecht. Solche Verläufe sind hier auf Erden normal, im Himmelreich aber wird dies nicht normal sein, sondern dort ist es selbstverständlich, dass es keine Lügen gibt, und keine Schmerzen, und kein Geschrei.
Um aber sicherzugehen, dass auch die Seele des Menschen gerettet wird, der einen Dienst hat, sollte man unbedingt die große Wichtigkeit von Gottes Geboten allezeit im eigenen Bewusstsein haben. Der Mensch mit einem Dienst ist genau so sehr verpflichtet, die Gebote des Lebens einzuhalten, wie jeder andere auch. Aber er könnte sich in falscher Sicherheit wiegen und denken:
„Solange ich meinen Dienst ausübe, ist es egal, wenn ich hier und da mal eine Lüge erzähle und wenn ich mich weigere, den Elenden Almosen zu geben und wenn ich begehre, meinen Name aufzuwerten. Ich habe mir doch mit all meiner Schufterei meine Rettung verdient!“
Dieser Gedankengang ist ein Fallstrick des Teufels, in dem sich schon viele verfangen haben, die einen Dienst für Jesus taten. Denn Gott prüft nicht den Dienst allein, sondern Gott prüft vordergründig die Herzen. Wenn ein Mensch mit einem sündigen Herz einen Dienst tut, so werden maximal andere Menschen durch den Dienst zur Rettung geleitet, der Diener selbst aber wird in Feuer und Schwefel zu Hause sein. Denn es gibt vor Gott kein Ansehen der Person und somit keine Sonderberechtigungen. Jesus aber folgt ganz den Richtlinien seines Vaters. Er würde niemals etwas entscheiden, was seinem Vater ein bitterer Anstoß ist. Deswegen wird Jesus keinen einzigen der Diener annehmen, die sich für ihn zwar durch weltliche Arbeit ins Zeug gelegt haben, aber das Befolgen der Gebote verweigerten, sondern er wird zu solchen Leuten sagen: „Ich habe euch nie gekannt! Weicht alle von mir, ihr Gesetzlosen!“
Somit besteht für einen Diener die Gefahr, dass er selber in den Tod abdriftet und es gar nicht merkt, weil er glaubt, befreit zu sein von jedermanns Pflicht, die Gebote zu halten, wegen des Dienstes. Und das ist dann sehr, sehr bitter, wenn ein Mensch sich lange Zeit, möglicherweise sogar viele Jahre für das Königreich von Jesus Christus abgemüht hat, weil er seinen Dienst mit Erfolg ausüben wollte, aber das Wichtigere hat er verdrängt und muss deswegen trotz all seiner Leistung in die Hölle geworfen werden.
Es ist nämlich völlig egal, wie viele Menschen man schon zum Glauben führen konnte oder wie viele Wunderzeichen man schon erlebt hat oder wie groß die Anzahl der Menschen ist, die den eigenen Predigten regelmäßig lauschen. Das alles ist nichtig und ganz ohne Wert, wenn man nicht aus dem eigenen Herzen alle sündigen Lüste austilgt. Sei es Lust an Wohlstand, sei es Lust an sexueller Ausschweifung, sei es Lust an Lügen, sei es Lust an Stolz, sei es Lust am Weichschaumevangelium, sei es Lust an Menschenfurcht und Religiösität, sei es Lust an Streitereien, oder was auch immer.
Und abgesehen von dieser Gefahr ist es auch so, dass man sich mit der Zeit von heuchelnden Menschen, die mit einer trügerischen Freundlichkeit daherkommen, in seinem Dienst verderben lässt, wenn man nicht aufpasst. Auch dies soll nicht geschehen, aber es fällt vielen Menschen schwer, dies zu vermeiden. Wenn man als Diener von Jesus auftritt und mit Menschen Kontakt hat, die Fragen stellend und Hilfe suchend ankommen, dann ist das mitunter sehr erschöpfend. Und ich muss betonen, dass bei weitem nicht jedem Mensch geholfen werden kann, der zu dir ankommen wird. Du wirst teilweise von Menschen kontaktiert werden, denen nicht zu helfen ist. Darum ist der größte Fehler, den man im Dienst machen kann, dass man sich selber sagt: „Ich lasse diesen Mensch erst wieder gehen, wenn die guten Dinge passiert sind, die er wollte, damit er Gott dankbar sein kann!“
Man wird Menschen treffen, die gar nicht vorhaben, Gott dankbar zu sein, sondern die einfach nur billige und schnelle Hilfe haben wollen, aber die in ihren Herzen die Vorstellung hassen, ein Leben nach Gottes Geboten zu führen. Diese werden niemals Heilung und Rettung sehen. Wer aber meint, er müsse absolut jedem so lange helfen, bis alles für den Mensch gut wird wie er will, der jagt nicht nur nach unmöglichen Dingen, sondern wird besonders dadurch dann auch sehr ermattet sein mit der Zeit. Viele machen dann im Zustand der Ermattung den Fehler, nicht in stiller Zeit mit Jesus alles zu klären, sondern sich stattdessen von Leuten mit geheucheltem Verständnis und geheucheltem Einfühlungsvermögen vollquatschen zu lassen. Und derartige Menschen planen nichts Gutes, sondern sie sind hinterhältig und tragen das Gehörte weiter an Stellen, wo es nicht landen soll, oder sie geben sogenannte gute Ratschläge, aber die Ratschläge sind in Wahrheit gar nicht gut, sondern stiften Chaos, wenn man sie umsetzen würde.
Und andere Menschen, mit denen man in einem Dienst konfrontiert sein wird, beginnen mit irrsinnigen Streitereien über die Auslegung der Schriften und wollen verdrehte Versionen des Evangeliums propagieren, und spielen sich ohne Unterlass besserwisserisch auf, berufen sich auf menschliche Dogmen und belästigen den jenigen, der den Dienst tut. Hierbei ist es nun so, dass jeder mit der Zeit müde wird, dies ertragen zu müssen. Und wenn ein Mensch das Gefühl hat, mit so ziemlich allem ganz alleine da zu stehen, dann neigt er auch dazu, sich auf lauwarme Schwätzer einzulassen, nur damit er das Gefühl bekommt, einen Halt zu haben, und diese machen ihn dann wieder zu einem von ihnen, obwohl er doch die wahre Nachfolge beginnen wollte, um aus der Lauheit herauszukommen.
Das ist auch eine ernste Gefahr, dass man jederzeit abdriften kann in die Gesellschaft anderer Menschen, die nur Glaube heucheln, aber die Sache nichtmal halb so ernst nehmen wie man selbst es wollte, und dass man am Ende doch wieder bei der Art Menschen landet, von der man um der Nachfolge Jesu willen eigentlich loskommen wollte.
Der Abfall passiert hierbei dadurch, dass man Nächstenliebe falsch lebt, weil man meint, Nächstenliebe heißt, sich den Forderungen der Heuchler unterzuordnen. Jesus aber unterwarf sich niemals den Menschengeboten.
Da, wo die Übertretung von Gottes Geboten losgeht, hört die Nächstenliebe auf.
Und macht bitte nicht den Fehler, euch mit anderen Menschen hinzusetzen und euch deren Meinung anzuhören, um von ihnen zu erfahren, ob sie euren Wandel gut finden! Denn wenn ihr mit Heuchlern zusammensitzt, dann werden sie gut zu euch reden, auch wenn ihr nicht gut seid. Schlimmer noch, sie werden euch sogar sagen, dass ihr angeblich alles zu ernst nehmen würdet und dass ihr nicht immer so übertrieben auf die Dinge achten sollt. Sie werden euch, wenn ihr richtig wandeln solltet, versuchen davon zu überzeugen. Denn sie wollen erreichen, dass auch ihr Heuchler werdet, gleichwie sie. In anderen Fällen, die ein bisschen seltener sind, werden Menschen vielleicht jede Gelegenheit ausnutzen, in der sie nach Rückmeldung gefragt werden, um an euch Fehler zu suchen, wo immer es ihnen irgendwie möglich erscheint, damit sie euch ein schlechtes Gefühl geben können und euch völlig entmutigen. Und vielleicht tun sie Derartiges dann nicht nur mit euch, sondern auch mit den Menschen um euch herum.
Die einzigen Menschen, die ihr im Rahmen eures Dienstes wirklich regelmäßig bei euch haben solltet, wenn es dem Dienst hilft, sind jene Menschen, die die Gebote ernst nehmen und vor Gott echte Ehrfurcht haben und die sich einen Dreck darum scheren, ob ihr bei den Menschen große Bekanntheit habt oder ob ihr gute Kontakte habt oder ob euer Name in der Zeitung steht oder was auch immer. Jeder, der auf Ruhm oder Bekanntheit achtet, ist Gift für euren Dienst und euren persönlichen Glaubenswandel, gleich wie auch jeder für euch Gift ist, der in sündigen Tätigkeiten verharrt und sich selbst dabei trotzdem als Jesus-Nachfolger bezeichnet. Denn kein Mensch kann sich selbst mit seinen eigenen verkehrten Worten gerecht sprechen, und die Worte des Menschen sind nicht stärker als die Sünde, sondern die Sünde wird stärker durch jedes verkehrte Wort, das entweder ihr selbst redet oder das eure Mitmenschen reden, während ihr dem zustimmt, obwohl ihr ihm nicht zustimmen solltet.
Ich muss all diese Dinge anmerken, weil es sich um reale Gefahren handelt, mit denen ein Mensch in Berührung kommen könnte. Jeder gläubige Mensch wünscht sich, sowas würde es nicht geben, aber trotzdem geschieht es, und man muss sich dagegen wappnen. Es ist immer, wirklich immer der falsche Weg, etwas zu verdrängen, so als wäre es nicht da. Ich weiß aber auch, dass es manchmal Leute gibt, die einen etwas verkorksten Wandel vollziehen, weil sie selber sehr viele Sorgen haben und sich von Gott verlassen fühlen, obwohl sie an ihn glauben. Und trotzdem wollen diese aber die Gemeinde leiten, weil sie wissen, dass es ohne sie überhaupt niemanden mehr gäbe, der das tut. Solche Menschen müssen sich von bestimmten negativen Äußerungen in diesem Video gewiss nicht angesprochen fühlen, da diese sich auf Übeltäter beziehen, die von Anfang an verkehrte Absichten verfolgen, auch wenn sie noch so sympathisch rüberkommen vor den Menschen, die von ihnen bequatscht werden.
Aber auch ermüdete und ermattete Leute im Dienst sollten sich bewusst machen ,dass sie gerade schlechte Früchte bringen und dass es auf Dauer wirklich nicht so bleiben kann. Denn je mehr man in die Lauheit abdriftet, desto mehr färbt es auch auf die Leute ab, die auf einen hören. Die echte, lebendige Nachfolge Jesu wird an vielen Orten den Menschen gar nicht erst ans Herz gelegt. Stattdessen werden zu ihnen Worte gesagt, die bewirken, dass die Menschen gar nicht erst versuchen, die Gebote einzuhalten, weil sie glauben, Jesus würde sie sowieso retten, egal was passiert, und sie glauben auch, es gäbe keine Schuld mehr. Das ist aber falsch. Und andere Menschen bekommen Worte gesagt, die bewirken, dass sie denken, sie wären viel zu schwach und sie würden sowieso nie die Worte von Jesus einhalten können, also brauchen sie es gar nicht zu versuchen, sondern sollten einfach jammern und in Selbstmitleid versinken.
Und wenn nun ein Prediger Worte zu den Menschen spricht, die so etwas bewirken, also die entweder dazu führen, dass die Menschen ihre Sünde für unwichtig halten und deshalb weiter sündigen, oder dass die Menschen eingeredet bekommen, sie wären so klein und schwach, dass sie gar nicht erst zu versuchen brauchen, Jesus ähnlich zu werden, weil sie sowieso scheitern, dann ist das definitiv problematisch. Man kann Menschen nicht retten, wenn man ihnen nur Halbwahrheiten erzählt oder sie mit kümmerlichen Mitleidsbotschaften abspeist, aber es geht in einem Dienst für Jesus eigentlich nur um die Rettung von Menschenseelen, und um nichts Anderes.
Wenn ein Mensch wirklich Jesus nachfolgen will, dann muss er, oder sie, die Gebote wirklich ernst nehmen und auch außerhalb der Gemeinde darüber nachdenken und so scharfsinnig wie möglich sein, um zu merken, ob man gerade in einer Situation ist, in der man auf die Probe gestellt wird. Denn der christliche Glaube ist kein Kindermärchen.
Wir werden wahrhaftig auf die Probe gestellt in unserem Alltagsleben und Gott sieht alles, was wir tun und wie wir entscheiden und wie wir denken. Und Jesus sieht uns auch, denn Jesus wohnt bei Gott. Aus diesem Grund mache ich besonders darauf aufmerksam, dass man sich als Mensch in einem Dienst sehr genau überlegen sollte, was man den Menschen sagt, besonders wenn man Predigten hält.
Die Gedanken, mit denen die Menschen eine Predigt verlassen sollten, müssen ungefähr sein: „Ich glaube, ich habe heute wirklich etwas Gutes dazu gelernt und werde es auch anwenden!“
Ein anderer Gedankengang, auf den man stattdessen versuchen kann abzuzielen, lautet: „Ich kann es schaffen! Die Gebote sind nicht zu schwer, ich kriege das hin! Und Jesus ist es auch wert, dass ich es immer wieder neu versuche.“
Es ist ein sehr gutes Ziel für einen Prediger, derartige Gedanken bei den Zuhörern und Zuhörerinnen anfachen zu wollen.
Und als Prediger ist man in der Verantwortung, in den Menschen diese Absicht zu erwecken, dass sie niemals aufgeben. Beziehungsweise, um es besser zu erklären: Man sollte in den Menschen den Wunsch entfachen, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun, um ein gutes Werk gelingen zu lassen, und dass sie nicht beim ersten Widerstand sofort zurückschrecken oder missmutig werden. Und erst dann, wenn man alles getan hat, was man selber leisten konnte, aber die Sache funktioniert immernoch nicht, dann ist der Moment da, wo man sagen kann und sollte: „Gott will offenbar nicht, dass es klappt. Wir sollten die Sache doch lieber bleiben lassen.“
Ich möchte aber auch darauf aufmerksam machen, dass man es von keinem Mensch in einem Dienst erwarten dürfte, er müsste allwissend sein. Es ist nicht schlimm, wenn jemand eine anspruchsvolle Frage nicht beantworten kann. Wichtig ist dann nur, wie der Mensch im Dienst sich benimmt, sobald ihm solch eine Frage dieser Art gestellt wird.
Es ist besser, dass man die eigenen Grenzen eingesteht, denn dann merkt die Gemeinde wenigstens, dass sie dir vertrauen kann und dass man verstehen kann, was du redest, und besonders merkt man, dass du aufrichtig bist und niemandem etwas vorheuchelst.
Wenn jedoch ein Mensch immer dann, wenn er etwas nicht weiß, anfängt, irgendwelche gekünzelten Fachbegriffe oder unzusammenhängende Zitate zu plappern, nur um nicht schlecht vor anderen da zu stehen, dann sinken sowohl das Vertrauen als auch die Sympathie bei den Zuhörern, die wirklich nach Antworten suchen. Dann werden sie irgendwann gar nicht mehr zuhören und nicht mehr fragen wollen, weil sie schon von vorn herein erwarten, dass sie mit der Antwort sowieso nichts anfangen können. Und wohin sollen sie dann gehen, um Antworten zu finden?
Wenn man etwas nicht weiß, so darf man sich ohne Scham dazu bekennen, es nicht zu wissen. Jesus selbst stört sich daran in keiner Weise, und Gott auch nicht. Würden die Leute dich deswegen auslachen, dann wären sie selber die jenigen, die etwas falsch machen.
Wenn aber ein Mensch Dinge weiß, dann sollte er auch mit großer Entschlossenheit darüber reden. Denn manche Prediger in größeren Gemeinden machen heutzutage einen schweren Fehler: Sie reden in Scham, sie reden ohne Überzeugung und ohne Tiefe. Das tun sie deshalb, weil sie der Meinung sind, dass es die Zuhörer ja sowieso nicht interessiert und weil sie denken, dass wir heute in unserer angeblich aufgeklärten Zeit sowieso nicht mehr von der Bibel zu reden brauchen, weil die Bibel ein altes Buch ist und dort lauter Dinge geschrieben stehen, die man sich heute gar nicht mehr bildlich vorstellen kann.
Wenn man aber einen Dienst bekommt, muss man spätestens dann alle Eitelkeit und Menschenfurcht ablegen. Das ist in der Nachfolge Jesu ganz allgemein wichtig, wird aber so richtig unverzichtbar in dem Moment, wo man einen Dienst ausüben soll. Du solltest dich nie davor fürchten, was die Zuhörer über dich als Person denken mögen, denn die Meinung der meisten Menschen ist unbeständig wie das Wetter und wie der Wind, der ständig wieder in andere Richtungen weht. Heute mögen sie dich, nächste Woche verabscheuen sie dich, und in der dritten Woche ignorieren sie dich. Das ist so, das ist die peinliche Natur des Menschen, und im Grunde haben viele Leute überhaupt gar keine wirkliche Meinung im eigentlichen Sinne, weswegen alle Worte von Anfang an nichtig sind, die sie über dich als Person sprechen, noch dazu ohne dich genau zu kennen. Jesus aber kennt dich und genau wie sein Vater ist er sehr gut in der Lage, zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zu unterscheiden. Das allein ist uns Gewissheit genug.
Somit sollten wir uns also nicht bemühen, uns so zu verhalten, dass die Leute sich über uns freuen, sondern unser Verhalten sollte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Jesus sich über uns freuen kann.
Eine andere Sache, die ich betonen möchte, ist, dass die echte Nachfolge Jesu bisher immer ziemlich unbekannt war, und es wird vielen Menschen so vorkommen, als würde man ihnen etwas komplett Neues erzählen, was es noch nie zuvor gab, auch wenn die Schriften der Bibel den Menschen schon seit vielen Jahrhunderten zur Verfügung stehen. Da es nun wie etwas Neues erscheint, von echter Nachfolge zu reden, muss man auch vorsichtshalber davon ausgehen, dass die Menschen noch nicht Bescheid wissen über das, was man im Rahmen eines Dienstes für Jesus redet, und dass man viele Dinge erstmal genauer erklären muss, anstatt Wissen vorauszusetzen. Denn die Leute sollten ja, wenn sie aufmerksam zuhören, auch wirklich begreifen können, was die echte Nachfolge Jesu ist. Die größte Hürde aber, um dafür zu sorgen, dass die Menschen an solch einen Lebensstil herangeführt werden, ist falsches Vertrauen darauf, dass sie es alles ja schon längst wissen würden. Viele Menschen wollen ihren Zuhörern nicht zu nahe treten, und deswegen gehen sie blind davon aus, ihre Zuhörer würden sich ja sowieso auskennen, und sie würden schon alles wissen, und man bräuchte niemanden irgendwas zu lehren.
Somit fehlt die Lehre bzw. das Fundament zum Verstehen größerer Zusammenhänge, und die Menschen bleiben unwissend. Denn sie tun ja auch manchmal so, als würden sie sowieso schon alles wissen, um einen professionellen Eindruck zu erwecken, aber es ist nicht die Wahrheit. Sie wollen damit nämlich nur den Fakt verstecken, dass sie fast gar nichts verstanden haben, denn es wäre ihnen sehr peinlich, das vor allen Anwesenden zuzugeben.
Seltsamerweise neigen Menschen auch immer dazu, bei ihren Mitmenschen mehr Wissen zu vermuten als bei sich selbst. Wenn in einem Raum zehn Menschen sitzen, die alle zehn das Evangelium gar nicht so richtig verstanden haben, aber sie befinden sich im Inneren einer christlichen Gemeinde, dann wird jeder einzelne von seinen neun Mitmenschen denken, dass diese es verstanden haben, nur er selber nicht. Und so vermuten sie bei ihren Mitmenschen, die selber auch nichts wissen, dass diese großes Wissen haben, und trauen sich nicht, ihr eigenes Unwissen offenbar werden zu lassen, weil sie nicht bloßgestellt sein wollen vor den anderen.
Es ist dabei so, dass man als Prediger gewiss nicht die Aufgabe hat, das Unwissen der Leute öffentlich bloßzustellen, denn das wäre lieblos. Allerdings hat man die Aufgabe, immer die gesunde Lehre vollständig vorzutragen und auch das Leichte zu erläutern, egal ob man meint, die Menschen würden es bereits wissen oder nicht. Es macht auch allgemein beim Predigen wenig Sinn, die Menschen zu fragen, ob sie all diese Dinge schon wissen, von denen man zu reden beginnt. Stellt derartige Fragen nicht, sondern predigt einfach.
Die Worte von Jesus sind wichtig genug, um sie ein ganzes Leben lang im Herzen zu bewahren. Es ist nicht wie in der Schule, wo dem Mensch jahrelang Dinge erzählt werden, von denen er die meisten sein ganzes Leben lang nicht mehr brauchen wird, und dann muss er sie in einer Abschlussprüfung wiedergeben können, und dann hat er seine Ruhe davor. Auf diese Art kann man mit unnützem Schulwissen verfahren, aber man darf es keinesfalls mit dem Wort Gottes so machen. Deshalb ist es gut für die Menschen, alle mit Gott und Jesus zusammenhängenden Worte immer wieder zu hören, inklusive grundlegenden Erklärungen, auch wenn sie es schon vorher gekannt hatten.
Und nachdem ich von diesen vielen Dingen geredet habe, die beim Tun eines Dienstes durchaus gut zu wissen sind, soll es mit diesem Video genug sein.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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