Text zu "Weisheit zur Nachfolge - Müll aus der Vergangenheit"

Link zum Video: https://youtu.be/Rpyg1cUnmCA

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Im heutigen Video gebe ich euch ein bisschen Weisheit an die Hand, die euch besonders in der Nachfolge Jesu dabei helfen soll, nicht mehr in Gedanken oder allgemein im Gefühlsleben belastet zu sein mit negativen Erinnerungen aus der Vergangenheit, die euch runterziehen und euch mutlos machen.
Ich betone hierbei, dass ich absolut keine Ahnung habe, welche Ratschläge ich einem Mensch geben könnte, der von seiner Vergangenheit erdrückt wird, aber Jesus ablehnt. Ich glaube, dass einem solchen Mensch nicht wirklich zu helfen wäre, weil da nur allein Jesus einen rausholen kann. Und er wird es auch tun, wenn man sich ihm zuwendet. Den Leuten ohne persönliche Beziehung zu Jesus bleibt nichts Anderes übrig, als sich von Therapeuten mit Scheinprofessionalität an der Nase herumführen zu lassen und dann hinterher mit der sehr ernüchternden Erkenntnis zurückzubleiben, dass sich irgendwie gar nichts zum Besseren veränderte. Nur der allein wahre Gott ist der Heiler aller Herzen, und Jesus übt die Heilung von zerbrochenen Herzen aus in der ihm übergebenen Vollmacht. Aber kein Mensch kann dir wegen deiner Vergangenheit helfen, weder Therapeuten im Christentum, noch Therapeuten in den verschiedenen Sparten der Medizin. Es ist immer nur ein dreistes Geldverdienen mit dem Leiden anderer Menschen.

Ein bisschen schwierig zu behandeln wird dieses Thema mit dem Müll aus der Vergangenheit übrigens dadurch, dass es verschiedene Ursachen gibt, warum ein Mensch durch seine eigene Vergangenheit leidet. Manche sind ernsthaft misshandelt worden und ertragen die Erinnerungen an den Schmerz und die Hilflosigkeit nicht. Andere haben schwere Verluste erlitten und trauern dem hinterher, was sie verloren haben, weil es ihnen so wertvoll war, dass sie ohne es eigentlich gar nicht leben wollen. Und wieder andere betrauern ihr eigenes Versagen und haben große Probleme damit, wie viel Schlechtes in ihrem Umfeld passierte und wozu sie auch selbst einen Beitrag geleistet haben, und es kamen dadurch Menschen zu Schaden, und sie hören nicht auf, sich selbst deswegen endlos Vorwürfe zu machen und sich selbst richten zu wollen.
Da nun diese Ursachen alle unterschiedlich von einander sind, ist es gar nicht so einfach, überhaupt etwas Gehaltvolles darüber zu sagen, doch in der Weisheit, die mein Vater mir geschenkt hat, will ich darüber etwas äußern.

Ich werde auf jeden Themenbereich gegen Ende des Videos mal spezifisch eingehen, aber zuerst will ich euch ein paar Kleinigkeiten aus der Bibel zeigen, die jeder Jesus-Nachfolger und jede Jesus-Nachfolgerin gerade im Bezug auf die Erinnerungen aus der Vergangenheit kennen sollte. Denn das sind unsere Schätze, die deshalb für uns gelten, weil wir Jesus lieben und ihm hinterherlaufen, dem sprichwörtlichen Lamm Gottes, einem Mann, der verachtet war von den Menschen und mit Leiden vertraut, also der selber auch reichlich negative Erfahrungen mit dem Leben in dieser Welt machte, wie man es anhand der Weissagung von Jesaja in Kapitel 53 wahrheitsgemäß nachvollziehen kann.

Es gibt aber ein ganz bestimmtes Motto von Paulus, welches im Umgang mit der eigenen Vergangenheit oberste Priorität haben sollte, denn es ist vorbildlich. Im Brief an die Philipper schrieb er laut Kapitel 3, Vers 13:

Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt.

Diesen Vers an sich, unabhängig davon, wie der Satz endet, kann man sich beim Umgang mit der eigenen Vergangenheit als Vorbild nehmen. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, wenn wir hier lesen, dass man einfach vergisst, was hinter einem liegt, und sich nur noch nach dem ausstreckt, was vor einem liegt. Ehrlich gesagt wird es in der praktischen Umsetzung auch niemals funktionieren, dass man hundert Prozent alles vergisst, was einmal war. Aber man kann zumindest den Zustand erreichen, dass man nur noch ganz selten daran denkt und es einen nur gering bedrückt. Und wenn nun ein Mensch glaubt, dass die Sache mit dem Vergessen überhaupt nicht funktionieren kann, dann muss der Mensch sich fragen: Wie kommt man zu solch einem Gedanke? Was lässt einen glauben, dies würde nicht funktionieren?
Es kann passieren, dass der Mensch auf die Aufforderung zum Vergessen nicht deshalb mit Ablehnung reagiert, weil es unmöglich ist, sondern viel mehr aus dem Grund, dass es sich in seinem Inneren irgendwie so anfühlt, als wäre es ein Unrecht, alles zu vergessen. Als sei es schlimm, das Alte von sich abzuschütteln. Ja, es kommt sogar vor, dass manch ein Mensch sagt: „Aber wenn ich meine Vergangenheit loslasse, dann fühlt es sich an, als hätte ich gar nichts mehr! Ich glaube, meine Vergangenheit ist alles, was mir überhaupt bleibt!“
Und da kommt man der wirklichen Ursache des Problems schon näher. Wenn ein Mensch ehrlich genug ist, um sich dies einzugestehen, dass er sich irgendwie so fühlt, als würde gar nichts mehr übrig bleiben, wenn er die Vergangenheit völlig verwirft, obwohl dieser Gedanke ja schon ziemlich unsinnig ist, dann erkennt er den Punkt, an dem er ansetzen muss. Solch ein Mensch ist verfestigt in dem Gedanke: „Ich habe lieber etwas Schlechtes, als überhaupt nichts zu haben!“
Aber dummerweise knechtet man sich selbst damit und beschert sich immer wieder neues Leid, wenn man so denkt. Deswegen muss dieses Denken genau umgedreht ablaufen. Es ist deutlich gesünder, wenn man sagt: „Ich habe lieber gar nichts, als etwas Schlechtes haben zu müssen!“
So ist es deutlich nützlicher. Und ich mache darauf aufmerksam, dass auch nur dann etwas Neues Raum gewinnen kann, wenn vorher gar nichts da war. Wenn schon alles mit Altem ausgefüllt ist, hat das Neue keinen Platz. Wenn aber alles Alte entrümpelt wurde, dann kann Neues kommen. Wichtig ist nur, dass das Neue nicht auch wieder etwas Schlechtes ist, sondern diesmal wirklich etwas Wahrhaftiges. Und wer sich für Jesus persönlich entscheidet, der hat etwas komplett Neues erwählt, was gut ist. Zumindest dann, wenn ein Mensch die echte Nachfolge antritt. Wenn er hingegen irgendwelchen religiösen Mist beginnt, verfängt er sich voraussichtlich auch dabei nur wieder in einem Elend, das man sich allgemein lieber erspart. Wer aber nicht in Gemeinden oder Kirchen hocken will, um unter Menschen zu kommen, sondern Jesus persönlich hinterherläuft, für den gilt das, was Paulus an einer anderen Stelle seiner Briefe zum Ausdruck bringt. Im zweiten Brief an die Korinther steht in Kapitel 5, Vers 17:

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!

An diesem Vers erkennt man, dass alles neu werden soll in dem Moment, wo man sich wirklich für Jesus entscheidet. Man hat automatisch einen neuen Inhalt dadurch, dass man nun die Gebote beherzigen will, die man vorher kaum kannte. Es kann sogar zur Freude werden, Gottes Geboten gerecht zu werden, sobald man durch den Heiligen Geist gereinigt wurde. Man reißt dann die Forderungen der Menschen von sich ab und legt sich etwas auf, was in vielerlei Hinsicht anders ist als das, was die Menschen gewöhnt sind: Die Gebote des allein wahren Gottes, die vor vielem warnen, was Menschen in ihrer unehrenhaften Leichtfertigkeit immer zu tun pflegen und was man vielleicht teilweise auch an sich selbst hatte, aber nicht mehr behält. Und man erforscht auch die Dinge, die wirklich über Jesus geschrieben stehen und die teils merklich anders sind als das nutzlose Geschwafel, das lauwarme Prediger in den Kirchen von Jesus behaupten. Aber nicht nur um sowas geht es, sondern es geht auch darum, dass man beginnt, alles als Müll zu betrachten, was mit Jesus nichts zu tun hat. Und Müll taugt nur noch dazu, dass man ihn wegwirft, aber er soll ganz gewiss nicht in der eigenen Wohnung gelagert werden.
Es soll alles neu sein in den eigenen Gedanken und Absichten des Herzens, so als wäre man neu geboren und hätte nun das erste Lebensjahr. Wenn ein Mensch vielleicht dreißig Jahre gelebt hat und nun die ganzen dreißig Jahre seines bisherigen Lebens alle als nichts achten muss, weil er erst jetzt angefangen hat, persönlich mit Jesus zu gehen, so ist es vom Prinzip her kein Drama, die ersten dreißig Jahre wegzuwerfen. Denn die Zeit in dieser Welt endet für dich gewissermaßen, wenn du zu Jesus gehst. Wer Jesus nachfolgt, der muss keine gesellschaftlichen Wertkonstrukte erfüllen, er muss sich keinen Respekt von Menschen verdienen oder sonst irgendwas. Die Leute erwarten von einem vielleicht, dass man mit dreißig Jahren schon ein Auto, eine Frau, ein erstes Kind und einen gut bezahlten Arbeitsplatz haben soll, aber bei Jesus ist das belanglos. Und bei Jesus ist es auch egal, wie lange das Leben auf der Erde dauert oder wann es so richtig losgeht. Wenn das Leben erst mit dreißig beginnt, weil man vorher Jesus nicht kannte, so ist daran gar nichts schlecht. Denn wegen all der Gottlosigkeit des alten Lebens war es ohnehin wertlos. Und es wäre jetzt immernoch wertlos, wäre man darin geblieben. Ob man nun aber hundert Jahre alt wird, oder siebzig oder nur vierzig, das ist völlig irrelevant, denn es geht um die Ewigkeit. Man muss sich gar nicht mehr Scheren um das Leben in dieser Welt, das der Mensch wie ein Schatten verbringt. Man darf und soll sich verabschieden von weltlichem Wertdenken und die bevorstehende Ewigkeit gedanklich ergreifen. Über die jetzige Welt ist sowieso kein Heil beschlossen, denn wir lesen im zweiten Brief des Petrus in Kapitel 3, Vers 7:

Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.

Durch dieses wahrhaftige Zeugnis erkennt man, dass zwangsläufig der Tag kommen wird, an dem man das, was man hier hat, nicht länger halten kann. Wenn es nicht so ist, dass man stirbt, so wird doch alles im Feuer vergehen an dem Tag, an dem Gottes Zorn sich völlig offenbart. Der Tag des Gerichts wird kommen. Noch deutlicher ist diesbezüglich die Beschreibung in Vers 11 und 12, wo es heißt:

Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!

Eine derart heftige Warnung sollte man lieber in seinen Gedanken festhalten, damit man nicht den Fehler macht, an der jetzigen Welt zu klammern. Es reicht, hier in dieser Welt aller fürsorglichen Verantwortung gerecht zu werden, die man sich aufgeladen hat, aber darüber hinaus ist in dieser Welt gar nichts so wichtig wie Jesus und sein Vater.

Ich würde zwar gerne sagen, dass man mit Jesus bereits hier im jetzigen Leben eine deutlich bessere Zukunft auch im Umgang mit anderen Menschen erleben wird, aber es geht nicht, denn es wäre gelogen. Unabhängig davon, wie viel oder wenig Leiden man in der Vergangenheit schon ertragen hat, wäre es in der Nachfolge Jesu gar kein Wunder, wenn man eben gerade wegen dem Name Jesus, so lange man ihm wahrheitsgemäß untersteht, deswegen viel Bedrängnis von den Menschen erleidet. Der Unterschied zu vorher ist aber der, dass sich das Leiden in der Vergangenheit in keiner Weise lohnte, und sich auch niemals gelohnt hätte. Das Leiden hingegen, welches man um des Namens Jesus willen erlebt, bleibt von himmlischer Seite nicht unvergolten. Denn es ist nicht nur tröstend, die unverfälschte Wahrheit zu haben, während man in der Vergangenheit nur Müll hatte, sondern es ist auch so, dass es Anerkennung von Gottes Seite geben wird, wenn man in der Nachfolge wegen dem Name Jesus bedrückende Situationen durchsteht – also wenn man für das Richtige leidet und nicht für das Falsche. 
Was gab es aber als Konsequenz aus dem Leiden um des eigenen Namens willen zu erwarten, als man in der Vergangenheit litt? Wer hätte es einem anerkannt, dass man in der Vergangenheit gelitten hat in seiner Selbstgerechtigkeit? Wird etwa irgendein Mensch dich loben, wenn du ihm erzählst, was dir Schlimmes passiert ist? Das dürfte höchst selten passieren. Und selbst wenn dir jemand deshalb deine Stärke anerkennt und über dich staunt, weil du das ausgehalten hast und immernoch weiterlebst, oder dich bemitleidet wegen deines erlittenen Unrechts, so ist das Lob eines Menschen doch nur ein schnell vergänglicher Hauch, und teils ist es lediglich geheuchelt. Was hast du denn letztlich davon?
Das Leiden, das man wegen Jesus erträgt, sofern man wegen ihm in üblen Situationen landet, das hat Relevanz für die Ewigkeit. Das wird nicht nur mit einem würdigenden Satz oder einem kurzen würdigendem Blick vergolten, sondern mit Annahme und Liebe nach Gottes Natur. Wer aber früher in der Vergangenheit leiden musste, bei dem wird es sich wohl bemerkbar gemacht haben, dass man damit irgendwie ganz alleine dasteht und niemand es begreift, was für ein Leiden man aushält. Das ist das Elend derer, die von ihrer Vergangenheit erdrückt werden, dass sie Menschen suchen, von denen sie verstanden werden, und oftmals nicht begreifen, dass es derartig verständnisvolle Menschen gar nicht gibt. In der Nachfolge Jesu aber hat man wenigstens Zeugnisse von Menschen aus früherer Zeit, die auch in der Nachfolge waren und heftige Bedrängnisse durchlaufen mussten, ohne dass Außenstehende es begriffen. Als Beispiel zeige ich nun die Worte aus dem 1. Brief an die Korinther in Kapitel 4, Vers 8 bis 14. Dort schrieb Paulus:

Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr seid ohne uns zur Herrschaft gelangt! O dass ihr doch wirklich zur Herrschaft gelangt wärt, damit auch wir mit euch herrschen könnten!
Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die Letzten hingestellt hat, gleichsam zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen.
Wir sind Narren um des Christus willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr in Ehren, wir aber verachtet.
Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe
und arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen. Wenn wir geschmäht werden, segnen wir; wenn wir Verfolgung leiden, halten wir stand;
wenn wir gelästert werden, spenden wir Trost; zum Kehricht der Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis jetzt.
Nicht zu eurer Beschämung schreibe ich das, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder.

Paulus sagt zu den Korinthern, dass sie satt geworden sind, weil er denkt, dass sie einen gewissen Segen Gottes in ihrer Gemeinde haben, während aber Paulus den Eindruck hat, ihm würde göttlicher Segen völlig fehlen. Dies impliziert aber auch, dass den Korinthern das Leiden der damaligen Aposteldienste wohl gar nicht klar gewesen ist und dass es sie möglicherweise auch überforderte, sich über sowas im Klaren sein zu sollen. 
Wir erkennen aber sehr gut an der Erzählung von Paulus, wie er und seine Gefährten trotz der furchtbaren Bedrängungen allezeit die Worte von Jesus beherzigen, indem sie Menschen segnen, von denen sie geschmäht werden, und indem sie denen Trost spenden, von denen sie gelästert werden, und so weiter. Dieses Verhalten ist einer der Kern-Inhalte der Lehre von Jesus. 
Wir können uns sicherlich alle vorstellen, dass das nicht leicht gewesen sein muss. All die Verfolgung und Schmach zu ertragen, war bestimmt sehr bedrückend für die Herzen von Paulus und seine Gefährten, aber sie hatten immer die Gewissheit, dass sie richtig reagieren nach dem Wille Gottes. Und auch daraus, dass man sich richtig benimmt, egal ob die Menschen es erkennen oder nicht, kann man schon eine gewisse Kraft und einen gewissen Trost schöpfen. Wir sollten aber auch an diesem Textabschnitt insgesamt erkennen, wie gut es uns selbst eigentlich geht, so lange wir nicht ebenfalls als der Abschaum der Welt behandelt werden um unseres Glaubens an Jesus willen. Und obwohl die Apostel in diesen Tagen nun auch gewiss kein Leben in Freude vorfanden, blieben sie doch standhaft und fingen nicht etwa an, wegen ihrer Vergangenheit zu jammern, weil diese schon schlimm war, und es jetzt obendrein auf eine andere schlimme Art weitergeht. Sie hatten wahrscheinlich gar keine Zeit, um überhaupt noch sonderlich an ihre Vergangenheit zu denken, da ihnen die Gegenwart genug abverlangte. Und das ist auch besser so, denn der ganze Müll aus der Vergangenheit ist es gar nicht wert, dass man seine Zeit einsetzt, um sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Und er ist es nicht wert, wieder hervor gegraben zu werden, daher tut man dies nicht selbst und lässt auch nicht zu, dass es ein anderer tut.

Um aber bestimmte Ursachen nicht kommentarlos zurückzulassen, wegen denen ein Mensch durch seine eigene Vergangenheit leidet, die ihn nicht loslässt, sage ich nun noch ein paar Dinge zu den jeweiligen Fällen, die da häufig eine Rolle spielen.

Wenn ein Mensch ein traumatisches Erlebnis hatte und dieses ihn verfolgt, besonders wenn ein Mensch ein grausames Gewaltverbrechen erlitten hat, so sollte man besonders in der Nachfolge Jesu darauf konzentriert sein, dass jetzt alles neu ist und man heute größeren Frieden hat als damals, den man heute genießen kann, denn man sollte viel stärker im Jetzt Leben und die Gegenwart bewusst wahrnehmen, anstatt die Vergangenheit wahrnehmen zu wollen, und andererseits sollte man auch unbedingt daran denken, dass Gottes Gesetz vom Himmel auf jeden Mensch angewendet wird, wobei der allein wahre Gott, der Heilige Israels, alles Böse verabscheut. Das heißt: Gott verabscheut auch die Taten der Bösen, die dir Gewalt angetan haben. Gott ist davon höchst entsetzt und angewidert, was sie getan haben und was du durch sie erlitten hast. Und diese Gewissheit soll in dir heranwachsen und dich stärken. Es war falsch, was mit dir getan wurde. Es war einfach nur schlecht, es war überhaupt nichts Gutes daran. Schämen müssen sich die, die dich misshandelten, du aber musst dich nicht schämen wegen dieser Situation. Du darfst und sollst wissen, dass der echte, ewig existierende Gott ihnen zürnt, und dass ihr Handeln komplett verwerflich war und ist. Es war weder ein Vorbild noch irgendeine Form von Klugheit oder Gerechtigkeit oder sowas, sondern es war eine üble Schande, etwas völlig Abstoßendes. Darum sollst du es von dir abweisen und nicht glauben, es würde zu dir gehören! Denn es ist etwas Böses, was nie hätte passieren dürfen und was in dein Leben in der Nachfolge Jesu gar nicht hineingehört, denn wer Jesus nachfolgt, der verabscheut alles Böse der Wahrheit gemäß. Darauf musst du beharren, dass es nicht mehr zu dir gehören darf und überhaupt keinen Platz in deinem Leben hat, weil es nur falsch war und sonst nichts Anderes.
Es gibt aber auch eine Sache, die Gott sich von dir erhofft, und die besteht darin, dass du das Urteil über deine Schänder an Jesus abgibst, damit Jesus sich überlegen kann, was deswegen zu tun ist, und dass du dem Mensch vergibst, weil du nur noch barmherzig denken willst und dich Bestrafungen nichts mehr angehen.

Wenn aber jemand einen schweren Verlust erlebte, so muss ich darüber Worte sprechen, die am Anfang für viele Zuhörer und Zuhörerinnen herzlos wirken mögen, während sie aber immerhin wahrhaftig sind. Denn wenn es auch noch so sehr wehtut, etwas über alle Maßen Geliebtes verloren zu haben, so kann man nur darunter leiden, wenn man immernoch daran hängt. Man muss aufhören, daran zu hängen, und noch viel mehr muss man darauf konzentriert sein, aufzuhören damit, dass man sich wünscht, es wäre hier in dieser Welt irgendwas unverderblich. Es gibt gewiss Dinge, von denen ein Mensch sich wünschen würde, man hätte sie in diesem Leben ewig, aber man belügt sich selbst, wenn man meint, man dürfte hier wirklich irgendwas ewig behalten. Die Welt ist böse, sie unterliegt tiefster Finsternis. An einem so grausigen Ort wie dieser Welt ist es nur eine Frage der Zeit, bis man das verliert, was man liebt. Es gibt keinen Schutz dagegen, dass hier alles der Sterblichkeit und allgemein der Vergänglichkeit unterworfen ist. Das macht niemanden glücklich, sowas einzugestehen, aber das heftigste Leiden erfahren wohlgemerkt immer die Leute, die sich in schräge Fantasiewelten flüchten, indem sie sich selber einreden, ihnen würde nie irgendwas Schlimmes passieren und sie könnten niemals das verlieren, was sie lieben, aber dann passiert es eben doch. Man darf auch nicht den Fehler machen, sich in das Denken hineinzusteigern, dass man ohne einen bestimmten Mensch in dieser Welt oder ohne einen bestimmten Besitz in dieser Welt gar nicht leben könnte. Das ist Unsinn, und wenn man es dann doch verliert, kann der Verlust den Mensch in ein so tiefes Loch reißen, dass man überhaupt nicht mehr fähig ist, zu leben. Und das ist der einzige Zustand, vor dem man sich hinsichtlich Verlusten schützen kann, wenn man sich im Vorfeld schon darauf gefasst macht, dass hier jederzeit Böses passieren kann und irgendwann auch passieren wird, weil die Welt im Bösen ist. Gott aber sorgt dafür, dass seine Kinder wenigstens die unbedingt nötigen Grundlagen immer bekommen werden. Man kann sich davor schützen, derart heftig in Traurigkeit zu versinken, dass man unfähig wird zu leben, wenn man sich von Anfang an eingesteht, dass man gewiss alles irgendwann verlieren wird, was man hat oder was man in dieser Welt noch bekommt, spätestens am Tag des eigenen Todes, und dass man diese Gewissheit alle Tage erträgt. Nur dadurch bleibt man noch halbwegs locker und Herr der eigenen Sinne, wenn der Verlust wirklich passiert. Man darf sich keine Illusionen bauen, denn man verzweifelt nur umso heftiger, wenn sie dann endgültig zerbrechen. Man muss einsehen, dass es einem in keiner Weise zusteht, eine Sache solange zu besitzen, wie es in den eigenen Augen recht ist, und dass man genau darüber niemals völlige Kontrolle haben kann, ob es so sein wird.

Und es gibt ja nun wirklich keinen besseren Anlass, das Ewige zu suchen, was es nur bei Gott gibt, als das ehrliche Eingeständnis, dass in dieser Welt ständig wieder Dinge verderben oder verschwinden, sowohl bei dir selbst als auch bei anderen. Man muss nicht dasitzen und klagen, weil man niemals irgendetwas finden kann, was bleibt, sondern man kann sich dadurch trösten lassen, dass es wenigstens bei Gott Ewigkeit geben wird. Wenn man nun also etwas Ewiges haben will, dann bleibt einem logischerweise gar nichts Anderes übrig, als Gott lieben zu wollen, damit man seine Ewigkeit erlebt am Ende der Weltzeit. Denn im Gegensatz zu all den leicht verderblichen Dingen und Leuten in dieser Welt, die lange bleiben sollten und dann doch dahinschwinden, ist es bei Gott ein zuverlässiges Versprechen, welches sich erfüllen wird, wenn wir von ihm Ewigkeit versprochen bekommen. Darum ist es wirklich so, wenn man sich Unverderbliches wünscht, dass einem keine andere Wahl bleibt, als sich komplett von dem Treiben der Menschen und den unrealistischen Erwartungen des eigenen Gemüts abzuwenden und sich Gott zuzuwenden. Und die Dinge, die man verloren hat, obwohl man überaus glücklich wäre, wenn man sie jetzt immernoch hätte, die muss man eben leider, auch wenn es höchst bedauerlich ist, als etwas erkennen, was von Anfang an zum Verderben bestimmt war, weil es hier in dieser bösen Welt gewesen ist.

Und wenn ein Mensch sich selbst nicht ertragen kann, weil man Dinge getan hat, die großen Schaden anrichteten und die jene Person nun bereut, wobei sie festgesetzt hat, gar keine Vergebung zu verdienen und es nicht wert zu sein, begnadigt zu werden, so muss man erkennen, dass solch eine Person die ganze Zeit lang hochmütig ist. Denn ein solcher Mensch macht sich selbst zum Richter darüber, ob Vergebung geschehen darf, anstatt es dem Urteilsvermögen und der Autorität des Königs Jesus zu überlassen, gemäß dem Ratschluss Gottes. Und derartiges Verhalten ist in der Nachfolge Jesu eigentlich undenkbar. Die große Lebensaufgabe ist jene, dass man daran etwas ändert. Man kann in der Nachfolge Jesu auf keinen Fall bei Selbstvorwürfen stehenbleiben. Wer sich selbst immer nur Vorwürfe darüber macht, schlecht zu sein und Schlechtes getan zu haben, der bleibt auch schlecht für den Rest seines Lebens, denn das Vorwürfe machen lenkt ihn so sehr ab, dass er für nichts Anderes mehr Kraft aufbringt. Und dabei nützen die Selbstvorwürfe doch in gar keiner Hinsicht irgendwas. Ich erzähle allgemein nichts Neues, wenn ich sage, dass ewiges Leben überhaupt kein Mensch auf Erden verdient. Denn alle sind schlecht. Es ist ja schon eine Art Fortschritt, wenn man selber wenigstens einsieht, dass man schlecht ist bzw. bisher immer schlecht war, denn viele andere schaffen nichtmal das. Aber gerade wegen dieser Einsicht sollte man seinen Blick auf das lenken, was besser ist, und nicht stehen bleiben bei der eigenen Schlechtigkeit, denn das ist sinnlos. Man kann bekanntlich das Vergangene nicht ungeschehen machen. Man kann höchstens zu denen hingehen, die durch einen selbst Schaden erlitten, und ihnen bezeugen, dass es einem Leid tut und man es gern ungeschehen machen würde. Und man kann sie fragen, ob man irgendwas moralisch Akzeptables tun kann, um es wenigstens ein bisschen wiedergutzumachen. Wenn sie aber Nein sagen, dann kann man sie auf keine andere Weise trösten als dadurch, dass man ihnen ihren Freiraum lässt und sich bewusst von ihnen entfernt. Das ist dann genau das, was nötig wird.
Wenn hingegen ein ganz anderer Fall herrschen sollte, nämlich dass ein Mensch sich selber für schlecht hält, weil er von anderen ständig verlästert wurde oder wegen belanglosen Oberflächlichkeiten ausgelacht und beschimpft wurde, zum Beispiel wegen sogenanntem hässlichem Aussehen, und der Mensch es nur deshalb anfing zu glauben, weil er nie im Leben etwas Anderes hörte, so muss dieser Mensch unbedingt die wichtige Kunst erlernen, die Meinung anderer Menschen an sich abprallen zu lassen und sich nicht bewerten zu lassen von Lästermäulern. Und man muss komplett davon Abstand nehmen, zu denken, dass derartige Menschen es wären, die die richtigen Maßstäbe setzen, denen man entsprechen muss. Man braucht auch gar nicht zu versuchen, dafür zu sorgen, dass man künftig bei anderen Menschen derartige Lästerungen schon im Vorfeld vermeidet, indem man sich menschlichen Idealen anpasst. Das wäre eine Plage und ein brüchiges Fundament für das eigene Leben. Es steht nirgendwo geschrieben, dass wir uns von bösen Menschen ein Zeugnis ausstellen lassen sollten. Das wäre völliger Quatsch. Gott soll uns bewerten und sonst keiner.

Das war soweit alles, was ich als Anmerkungen und Hilfestellungen für Menschen zu äußern habe, die mit ihrer Vergangenheit nicht klarkommen, während sie aber daran interessiert sind, Jesus nachzufolgen und Gott lieben zu lernen.

Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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