Text zu "Wichtige Hinweise aus Apostelbriefen"
Link zum Video: https://youtu.be/oOlob1bslIA
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Nachdem wir uns sehr viele wichtige Belehrungen von Jesus angeschaut und auch mal einen Blick auf die Thora geworfen haben, beschäftigen wir uns in diesem Video mit besonders nützlichen Zitaten aus den Apostelbriefen, die dem Erkennen des richtigen Weges dienlich sind. Man sollte die Apostelbriefe alle mit genau der Geisteshaltung lesen, die in einem der Briefe selbst steht. Denn im ersten Brief an die Thessalonicher liest man in Kapitel 5, Vers 21 und 22:
Prüft alles, das Gute behaltet!
Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!
Genau dieses Motto muss man im echten Leben haben bei allem, was einen die Menschen antragen. Aber nicht nur dort, sondern auch bei den Inhalten der Apostelbriefe ist es nötig. Denn es gibt in diesen Briefen Aussagen, die stimmen mit Gottes Heiligkeit und Jesu Belehrungen überein, es gibt aber auch Stellen, die zur Sünde motivieren oder dazu, lauwarm zu denken. Deswegen braucht man als echter Jesus-Nachfolger immer dieses Motto: Prüfe alles, behalte nur das Gute! Und das Gute ist alles, was mit Gottes Geboten übereinstimmt. Wenn wir aber merken, dass irgendwas uns dazu bringen soll, seine Gebote auf die leichte Schulter zu nehmen, so entfernen wir uns davon, auch dann, wenn es in wunderschöner oder überaus professioneller Gestalt verkleidet wurde.
Ich habe aber für das heutige Video ausschließlich Stellen rausgesucht, die uns das Leben in Gott wohlgefälliger Gerechtigkeit noch besser aufschlüsseln, damit wir richtig angeleitet sind auf unserem Weg mit Jesus, um mit ihm zu Gott gehen zu können auf dem schmalen Pfad.
Zuerst befassen wir uns mit Worten, die schon im ersten Kapitel vom Brief an die Römer stehen. In den Versen 18 bis 20 liest man:
Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten,
weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat;
denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben.
Wichtig ist, dass hier an dieser Stelle, wie auch an anderen Stellen in den Briefen und allgemein in allen Büchern der Bibel, bezeugt wird, dass Gott zornig werden kann und dass sein Zorn eines Tages kommt über alle Ungerechtigkeit. Wer das Gegenteil behauptet und an einen Gott glaubt, der keine Strafen austeilt und immer nur kuscheln will, der hat von der Wahrheit keine Ahnung. Besonders bedeutsam ist aber die Erwähnung in Vers 20, dass sozusagen die Größe Gottes durch Nachdenken wahrgenommen wird. Das heißt: Man ist dazu gerufen, nachzudenken über alles. Und wer das Nachdenken verweigert, der wird die Wahrheit nicht verstehen können. Nachdenken ist in der echten Nachfolge unerlässlich, um alles zu prüfen und Gottes Handeln überhaupt nachvollziehen zu können, soweit möglich.
Wir müssen auch die danach folgenden Verse noch lesen, um weitere einschlägig wichtige Warnungen zu entdecken. Es steht geschrieben in den Versen 21 bis 23:
Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.
Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden
und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht.
Hier ist die Rede von Leuten, die in einen Wahn verfallen sind und deren Herz verfinstert wurde. Und wie konnte es dazu kommen? Offensichtlich dadurch, dass sie sich selbst wegen etwas für weise gehalten haben, was mit der Weisheit Gottes nichts zu tun hat. Da sollten wir lieber aufmerksam sein, wenn sowas erwähnt wird, damit uns selbst Derartiges erspart bleibt. Und in Vers 23 erkennt man schließlich, wie es zu diesem Wahnzustand kommen konnte. Die besagten Menschen haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild des Vergänglichen. Sie haben Menschen zu Gott erklärt, obwohl doch der Mensch vergänglich ist. Oder sie haben Tiere bzw. Mischwesen der Tiere als Götter dargestellt. Dadurch wurden ihre Herzen verfinstert und sie sind in nichtigen Wahn verfallen. Für uns selbst ist das eine deutliche Warnung, dass wir sowas niemals tun dürfen, denn sonst würde uns ebenfalls ein Wahnzustand drohen. Wir dürfen niemals irgendwas zu Gott erklären, was in dieser Welt sichtbar ist, denn der echte Gott ist und war schon immer unsichtbar. Wir dürfen keine Menschen zu Göttern oder Halbgöttern erklären, wir dürfen keine Tiergötter erfinden, und wir dürfen niemals irgendein Geschöpf anbeten, sondern nur den ewigen, unsichtbaren Schöpfer. Egal, ob es sich nun um irgendein Objekt aus Holz oder Metall handelt, seien es Figuren oder Bilder, oder um Lichter am Himmel oder um Engel oder um Menschen, in deren Nähe großartige Dinge passiert sind: Nichts davon ist Gott. Das muss man unbedingt begreifen, denn sonst verfällt man auch selbst einem Wahn. Deswegen würde sogar vor einem Holzkreuz ein echter Jesus-Nachfolger niemals anbetend niederfallen, denn Holz ist ein Material von der Erde, und für den echten lebendigen Gott würde es dann so aussehen, als würde man das ursprünglich von ihm erschaffene Holz anbeten.
Auch in Vers 26 und 27 kommen wichtige Warnungen zum Ausdruck. Dort lesen wir:
Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen;
gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.
Durch diesen Text wird angemerkt, dass der gleichgeschlechtliche Kontakt die Menschen krank macht, die Derartiges verüben. Denn es heißt ja: Sie empfangen den Lohn ihrer Verirrung an sich selbst. Und es ist ganz wichtig zu bemerken, wie ab Vers 26 betont wird, dass Gott sie absichtlich dahin gegeben hat in ihre Schande. Er hat aufgehört, sie zu ziehen. Er hat aufgehört, sie retten zu wollen, weil sie sich andauernd einen Dreck für seine Gebote interessieren. Obwohl Gott die größte Freude im Herzen hätte, wenn alle Menschen gerettet werden könnten, so ist es dennoch in der Realität möglich, dass er Menschen komplett verwirft, sodass, nachdem ihnen die Wahrheit vor Augen gehalten wurde und sie konsequent widerspenstig dagegen gewesen sind, sie nicht mehr gerettet werden können und einfach ihrem abartigen Treiben überlassen werden, um durch ihr böses Herz und die daraus kommenden Verhaltensweisen völlig zugrunde zu gehen. Sowas kommt wirklich vor, auch wenn es sehr bitter anmutet. Darum sage ich jedem Mensch in besorgter Ernsthaftigkeit: Lasse dich von Gott ziehen, in ein Leben nach seinen Regeln, damit du lebst! Wenn du auf Dauer gar so sehr widerspenstig bist, dann kommt der Punkt, an dem es für dich kein Zurück mehr gibt und du garantiert des Todes sein wirst, und zwar für die Ewigkeit. Gott ist so geduldig, dass er mehr Langmut erweist als jeder Mensch auf Erden es an seiner Stelle jemals tun würde. Aber auch bei unserem Vater im Himmel gibt es eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf, weil er dich ansonsten in dein selbst erwähltes Verderben dahingeben wird. Und dann ist es unwiderruflich zu spät.
Um aber zum richtigen Verhalten in der Nachfolge ermutigt zu werden, zeige ich nun mal ein paar gehaltvolle Verse aus Kapitel 12 vom Brief an die Römer. Es steht geschrieben in Vers 9:
Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasst das Böse, haltet fest am Guten!
Diese Worte sind wichtig. Unsere Liebe muss ungeheuchelt sein, denn man kann jemandem nicht begegnen, als würde man liebevoll mit ihm umgehen wollen und ihn wertschätzen, obwohl man ihm in Wahrheit am liebsten einen heftigen Schlag ins Gesicht verpassen würde. Da sollte man lieber ehrlich reden über die eigenen Gefühle, aber ganz sicher nicht Liebe vortäuschen oder sie aus Zwang ausüben. Außerdem soll man alles Böse immer wieder entschieden ablehnen, damit man niemals selber Böses tut und auch nicht die Augen davor verschließt, wenn andere es tun, so als wäre das alles gar nicht erst bedenklich. Wenn Böses passiert, so bringt man als Jesus-Nachfolger die eigene Abneigung dem gegenüber um Gottes willen zum Ausdruck, selbst wenn man als Reaktion von den Menschen Beschimpfung erlebt. Denn ihre Beschimpfung zählt nicht. Die Bösen werden sich wegen tadelnden Äußerungen nicht ändern, aber es ist wichtig, für Gott einzustehen durch die eigenen Worte, damit man im Sichtbaren wie im Unsichtbaren als Gottes Kind erkennbar ist. Und man selber soll sich nie davon abbringen lassen, das in Gottes Augen Gute weiterzumachen, egal wie verdorben auch das eigene Umfeld sein mag. Deshalb heißt es in Vers 21:
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!
Man selber bleibt immer gut, auch wenn es sich nicht lohnt in dieser Welt. Man hält fest, weil man weiß, dass es sich vor Gottes Angesicht immer lohnt. Man kann nicht einfach böse handeln, nur weil die anderen einen dazu reizen oder weil die meisten Leute daran Spaß haben oder was auch immer. Ein echter Jesus-Nachfolger beteiligt sich nie am Bösen. Die Grundhaltung unseres Herzens sollte immer Friedfertigkeit sein, also die Ablehnung von Gewalttätigkeit zur Durchsetzung eigener Interessen, deshalb steht ja auch in Vers 18, dass man wenn möglich mit allen Menschen Frieden halten soll. Besonders erwähnenswert sind aber noch die Verse 14 bis 16, denn wir lesen dort:
Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht!
Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!
Seid gleich gesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug!
Es ist schade, dass Paulus seine eigene Anweisung nicht eingehalten hat, auf das Fluchen zu verzichten, wie wir später noch merken werden, aber dennoch sollten wir für unseren eigenen Wandel diese Worte anerkennen. Zum Segnen sollen wir jederzeit bereit sein, wenn einer bittet oder wenn wir es im Geist als Anweisung spüren, aber Worte des Fluches sprechen wir niemals aus. Wir nehmen auch möglichst Rücksicht auf den aktuellen Gefühlszustand des Menschen, mit welchem wir Kontakt haben, indem wir mit den Fröhlichen fröhlich sind und mit den Trauernden trauern. Außerdem wollen wir nichts Großes sein und uns nicht um Dinge kümmern, die in dieser Welt etwas Hohes sind, sondern wir halten uns niedrig und behaupten niemals, wir hätten aus uns selbst heraus irgendwelche Klugheit. Denn wer meint, Klugheit zu haben, obwohl er mit Gottes Wegen nicht vertraut ist und auch nur an sich selber denkt, aber nicht fremde Reaktionen einberechnen kann, der erweist sich umso mehr als Narr.
Wenn man den gesamten unteren Teil von Kapitel 12 liest, dann merkt man übrigens auch, wie Paulus sogar sagte, wir sollen auf das bedacht sein, was gut ist in den Augen aller Menschen, aber damit liegt er falsch. Denn wir steuern immer mehr auf die Situation zu, dass Gottlosigkeit gut in den Augen aller Menschen ist. Und es wird in dieser Welt zunehmend Gutes zu Bösem erklärt und Böses zu Gutem, wie es der Prophet Jesaja durch einen Weheruf schon längst getadelt hat, denn sowas ist eine Schande. Und deshalb sollen wir ganz sicher nicht auf das bedacht sein, was gut ist in den Augen aller Menschen, sondern allein auf das, was gut ist in Gottes Augen, egal wie sehr die Menschen auch darüber lästern.
Im ersten Brief von Paulus an die Korinther steht die nächste Stelle, die wir uns im heutigen Video anschauen. Dort steht in Kapitel 5 in den Versen 9 bis 11:
Ich habe euch in dem Brief geschrieben, dass ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt;
und zwar nicht mit den Unzüchtigen dieser Welt überhaupt, oder den Habsüchtigen oder Räubern oder Götzendienern; sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen.
Jetzt aber habe ich euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemand, der sich Bruder nennen lässt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen.
So ist das. Es ist nicht gut, wenn wir mit Menschen Umgang haben, die sich gläubig an Jesus nennen und trotzdem ein Leben in Sünde führen. Wer zu Jesus gehört, der soll sich so ähnlich wie Jesus verhalten. Wer aber Dinge tut, von denen Jesus sagte, dass wir sie nicht tun dürfen, der ist schlecht für uns. Wir sollen uns vom Bösen fernhalten. Im Grunde genommen ist ein angeblich Gläubiger voller Sünde noch schlimmer als ein sündiger Mensch, der Jesus ablehnt. Denn die jenigen, die sündigen und Jesus ablehnen, kommen nicht in engen Kontakt mit aufrichtigen Nachfolgern und solchen, die es werden wollen. Zumindest nicht im Rahmen einer Belehrung oder als Vorbild. Daher können sie auch bei weitem nicht so viel Schaden anrichten, wie es ein Sünder kann, der sich selbst fälschlicherweise als Jesus-Nachfolger betitelt. Jeder Mensch, der neben uns lebt, wird einen Einfluss auf unseren Gefühlszustand und auf unsere Gedankenwelt haben. Anders geht es gar nicht, und eben deshalb sollten wir höchst vorsichtig sein, mit wem wir freiwillig Zeit verbringen.
Was wir uns nun anschauen, steht nur ein Kapitel weiter, nämlich in Kapitel 6, Vers 9 und 10. Es steht geschrieben:
Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder,
weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.
Hier hat Paulus etwas sehr gut auf den Punkt gebracht, denn die beschriebenen Eigenschaften sorgen wirklich dafür, dass man vor Gott nicht bestehen kann. Deshalb sollte man sich diese Aufzählung lieber merken. Das Wort „Weichlinge“ beschreibt übrigens Männer, die sich wie Frauen verhalten.
Darüber hinaus gibt es im Brief an die Galater in Kapitel 5 noch eine zweite Aufzählung von Paulus in den Versen 19 bis 21, und dabei geht es um Tätigkeiten, die unter Garantie dazu führen, dass der, welcher sie verübt, das Reich Gottes nicht erben wird, also dass er gar nicht erst hineinkommt. Und diese Tätigkeiten werden als die Werke des Fleisches bezeichnet. Wenn man sich aber den Vers 22 anschaut, findet man dort einige Eigenschaften, die von Paulus als Früchte des Geistes aufgeführt sind. Unter Anderem diese Eigenschaften sollten mehr und mehr hervorkommen an denen, die im Glaube Wachstum verzeichnen und vom echten Heiligen Geist geleitet sind. Ich will übrigens im jetzigen Video nur wenig über den Heiligen Geist sagen, weil es bereits ein ganzes Video zu diesem Thema hier auf dem Kanal gibt. Der Link dazu ist in der Textbox unten. Wer sich aber vom echten Heiligen Geist leiten lässt, um im Geist zu leben, dem wird alles zum Ärgernis, was dem Fleisch schmeichelt. Darum heißt es auch in den Versen 24 bis 26:
Die aber Christus angehören, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.
Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden!
All diese Worte sollten in unseren Herzen wohnen, wenn wir Jesus in Wahrheit nachfolgen. Kreuzigung ist eine schmerzvolle Todesart, und genau diese schmerzvolle Todesart verdienen in unseren Gedanken all die Lüste, die dem Fleisch entsprechen, also die Leidenschaften, zu denen wir uns körperlich hingerissen fühlen könnten, und die Begierden nach Befleckungen mit sündhaftem Genuss, die uns vor Gott des Todes würdig machen. Sowas ist für uns verabscheuungswürdig und gehört ans Kreuz. Und jeder, der Jesus wirklich nachfolgt, der schaut nur darauf, die eigenen lästigen Leidenschaften und Lüste zu kreuzigen. Er schaut nicht darauf, was die anderen tun, um Konkurrenzkämpfe zu starten oder neidisch zu sein, er schaut auch nicht auf Ruhm, denn auch dies alles sind Leidenschaften, die gekreuzigt gehören in Gedanken. Wer das aber nicht in Gedanken tun will und sich stattdessen in verkehrten Verhaltensweisen wohlfühlt, der hat Jesus nicht und ist geistlich bewertet ein Kind des Todes, unabhängig vom eigenen Lippenbekenntnis.
Zur Bestätigung des Gebotes, dass wir mit Sündern nichts zu schaffen haben sollen, so lange sie ihre eigene Sünde genießen, lesen wir nun eine weitere wichtige Stelle. Diese finden wir im zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther, Kapitel 6. Vers 14 sagt:
Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
Die Antwort auf die Fragen ist eindeutig: Gar nichts haben beide mit einander zu schaffen. Wenn du einem Ungerechten von Jesus erzählst, ist das okay, aber bitte beteilige dich niemals an den sündigen Tätigkeiten, die er, oder sie, mit Freude tut.
Die nächste Stelle betont, dass wir uns nicht auf seltsame neue Lehren einlassen dürfen, die gegen das reine Evangelium sprechen. Diesbezüglich schreibt Paulus in dem Brief an die Galater, Kapitel 1, Vers 8:
Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!
Paulus heuchelte zwar, wenn er sagte, man soll nicht fluchen und es nun selber tut, aber ein fremdes Evangelium zu glauben wäre dennoch eine wahrhaftig schlechte Entscheidung, mit der wir unsere eigene Rettung zunichte machen würden. Darum ist diese Stelle durchaus bemerkenswert.
Lasst uns nun mal eine denkwürdige Ermahnung von Paulus durchlesen, die wir im Brief an die Epheser finden! In Kapitel 4 steht in den Versen 17 bis 19 Folgendes:
Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes,
deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens;
die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier.
Der erste Teil des Zitates könnte auch eine Anspielung darauf sein, dass man selbst in Versuchung gerät, wenn man wem anders aus dessen Sünde heraushelfen will, wobei ich aber betonen muss, dass eine derartige Warnung besonders deutlich in Kapitel 6 des Briefes an die Galater steht, gleich im ersten Vers. Wenn man nun von sich selbst weiß, dass man der Versuchung nicht widerstehen kann, sich an Sünde zu beteiligen, sobald man einmal persönlichen Kontakt mit der Sache hat, dann sollte man allgemein auf Abstand bleiben.
Jedenfalls wird in dem gerade gelesenen Text eine Wahrheit beschrieben, gegen die sich viele Menschen aufgrund ihres falschen Stolzes mit aller Kraft wehren, und die sie um nichts auf der Welt eingestehen wollen. Es ist genau so, wie es in Vers 19 gesagt wird! Je mehr man zügellos lebt, desto gefühlloser und betäubter wird man. Die Menschen tun die Sünde, weil sie sich lebendig fühlen wollen. Aber die fühlen sich hinterher nicht lebendig, sondern wenn überhaupt, dann fühlen sie sich ein kleines bisschen unerfüllter als vorher. Und je häufiger sie die Sünde tun, und je heftiger das ist, was sie machen, desto mehr verlieren sie genau das, was sie die ganze Zeit suchen: Nämlich das Gefühl, zu leben und einen Wert in diesem Leben zu haben. Aufgrund ihrer Unwissenheit lassen sie sich vom Schwachsinn dieser Welt dazu verleiten, das zu tun, wodurch ihnen Leben versprochen wird, aber sie stumpfen dadurch nur immer mehr ab, bis sie auch das letzte bisschen Empfinden verloren haben.
Es ist ein unweigerliches Problem mit der Gier, dass man sie nie sättigen kann. Je mehr du Gier sättigen willst, desto stärker wird sie. Der einzige Weg, die Gier zu besiegen, besteht darin, dass man sie aushungern lässt, bis sie ihre Kraft verliert.
Ziemlich passend dazu gibt es auch ein zutreffendes Zitat aus dem Brief an die Römer in Kapitel 8, Vers 6 bis 8, wo es heißt:
Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden,
weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht;
und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen.
Hier haben wir zwei Details vor Augen, die tief in unsere Herzen fallen müssen, wenn wir wirklich Jesus nachfolgen. Erstens: Das Trachten des Fleisches ist Tod. Das ist immer so. Darum lässt man sich nicht von irgendwelcher Fleischeslust beflügeln, egal ob angenehm oder unangenehm, wenn man entscheiden muss, was man tut. Zweitens: Wer im Fleisch ist, also wer sich den Lüsten seines Fleisches hingibt und somit gesetzlos lebt, kann Gott nicht gefallen. Das ist die Realität. Und deswegen verabscheut man als Jesus-Nachfolger sämtliche Lüste, die dem Fleisch schmeicheln. Denn als Jesus-Nachfolger bzw. Jesus-Nachfolgerin legt man durchaus Wert darauf, dem allein wahren Gott, dem Gott Abrahams Isaaks und Jakobs, dem Vater von Jesus Christus, gut zu gefallen, damit er einem umso größere Gnade erweist. Denn genau das wird er tun mit denen, die darauf bedacht sind, ihm zu gefallen gemäß seinen Maßstäben. Der Heilige Israels liebt alle mit unaussprechlicher Liebe, die festhalten an seiner Vorstellung von Gerechtigkeit.
Es gibt übrigens auch in Kapitel 6 vom Brief an die Galater eine Stelle, die mit einer eindeutigen Ermahnung davor warnt, den Lüsten des Fleisches gemäß zu leben, denn man liest in den Versen 7 und 8:
Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.
Diese Worte beschreiben die Realität. Wer die Werke des Fleisches tut, der braucht kein ewiges Leben zu erhoffen, denn durch sein Treiben verdirbt er sich und verspottet Gott. Aber Gott ist heilig. Er wird sich von niemandem verspotten lassen.
Eine deutliche Belehrung darin, wie wir die Nachfolge, die unsere Seelen rettet, in unserer restlichen Erdenzeit richtig vollziehen können, finden wir in einem Text vom Brief an die Kolosser. Es steht geschrieben in Kapitel 3 ab Vers 1:
Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist;
denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.
Besonders Vers 3 ist wichtiger, als man es vermuten würde. Wir sollen uns so betrachten, als wären wir schon lange tot. Nämlich seit dem Tag unserer Taufe. Wer gestorben ist, kann sich keine großartige Existenz aufbauen in dieser Welt. Er kann sich auch nicht kümmern um seinen Ruf oder sein Vermögen, er kann keine Streitereien mehr führen und auch keine unreinen Lüste ausleben. Unser Leben auf dieser Welt ist in Gedanken schon vorbei, wenn wir hier in dieser Welt uns selbst als gestorben betrachten sollen. So sagt es ja der Vers. Was aus uns in der Zukunft wird, ist dadurch belanglos. Wir kümmern uns nur noch um die Werte, die im Himmel Geltung haben, die aber in dieser Welt verlacht sind. Wir bringen unsere Zeit so zu, wie es im Himmel immer sein wird. Das ist die echte Nachfolge Jesu.
Weiterhin steht in Vers 4:
Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
Hier sieht man, woran man denken soll. Man soll nicht daran denken, was man Tolles in der Welt haben könnte. Man soll nicht für sich selbst kämpfen oder großem Nervenkitzel hinterherjagen. Das ist alles Unsinn! Unser Leben in dieser Welt ist verborgen mit Jesus, und wenn Jesus in Herrlichkeit wiederkommt, dann geht unser Leben überhaupt erst los. Jetzt aber haben wir theoretisch kein Leben. Jetzt geht es nur darum, frei von Sünde zu sein, sonst verpassen wir das, was offenbar werden kann, wenn Jesus wiederkommt.
Ab Vers 5 wird genauer beschrieben, was wir alles nicht mehr haben dürfen. Wir lesen Folgendes:
Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist;
um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams;
unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.
Jetzt aber legt auch ihr das alles ab – Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund.
Wie man sieht, gehören all diese Dinge zu einem alten Leben, das nun vorbei ist, wenn wir wirklich Jesus angehören. Wer Jesus ernsthaft nachfolgt, für den gibt es keine hässlichen Redensarten mehr in seinem Mund, keine Unzucht, keine böse Lust irgendeiner Art, keine Lästerungen und keine Wut. Das ist alles furchtbar und soll niemals von uns kommen. Das Leben, in dem sowas vorkam, soll als beendet gelten. Wer aber immernoch sowas tut, der ist gar nicht neu geboren, er ist immernoch der alte schändliche Mensch, der unter dem Urteil steht, in die Hölle zu müssen.
Ab Vers 9 geht es weiter mit der richtigen Anleitung, denn es steht geschrieben:
Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen
und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat;
wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, noch Barbar, Skythe, Knecht, Freier — sondern alles und in allen Christus.
So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut.
Wir werden eindeutig dazu aufgerufen, einander nicht anzulügen. Dabei ist es auch völlig egal, zu welchem Zweck oder in welcher Lage dies geschehen würde, auch wenn man meint, man hätte sogenannte unschuldige Absichten verfolgt, so darf und will man es als echter Jesus-Nachfolger niemals wieder tun. Wer aber wirklich Jesus nachfolgt, bei dem ist es egal, aus welchem Volk er stammt, denn seit dem Ereignis aus der Apostelgeschichte in Kapitel 10 ist von Gottes Seite her der Beweis erbracht, dass nicht mehr nur Israel allein durch Jesus gerettet wird, sondern alle Völker auf der ganzen Erde, wenn sie bereit sind, in rettendem Glaube zu leben. Und die Dinge, die uns nun auszeichnen sollen, sind gute Früchte des Geistes, von welchen Paulus auch einige in Vers 12 aufzählt. Gerade solche Dinge wie Demut, Langmut und ein Erbarmen, welches wirklich die Überzeugung des eigenen Herzens widerspiegelt, sind notwendig, ja geradezu unerlässlich. Auf so eine Art sollten wir möglichst mit anderen Menschen umgehen.
Außerdem steht in Vers 13:
Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr.
Das ist sozusagen die praktizierbare Nächstenliebe. Wir können nicht ständig jedem mit einem Lächeln begegnen und die Anwesenheit aller Menschen feiern. Das wäre eine menschenunwürdige Forderung und eine üble Last, da manche Menschen sich ja wirklich auf eine Art benehmen, die einfach nur belastend für uns ist, teils sogar regelrecht unausstehlich. Aber das Maß, das an Nächstenliebe ausgelebt werden soll und kann, wird hier sehr schön in Worte gefasst, indem gesagt wird: Ertragt einander und vergebt einander! So ist es für Menschen machbar und so ist es in Ordnung, auch wenn sie ungern zusammen sind, aber doch situationsbedingt zusammen sein müssen.
Auch die Worte in Vers 14 lesen wir noch mit, denn dort heißt es:
Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.
Hier wird darauf angespielt, dass wir allezeit Gott bitten sollten, uns mit möglichst viel Liebe zu füllen, die aus seinem Geist ist, und dass wir mit dem Herzenswunsch auf andere Menschen zugehen sollen, sie liebevoll zu behandeln, auch wenn es nicht immer gelingen kann, besonders nicht, wenn sie sich daneben benehmen. Diese Herzenshaltung, dass ein liebevoller Wandel den größten Wert hat und das man mit der Liebe gemäß Gottes Natur ausgefüllt sein möchte, ist überaus wichtig. Deswegen steht auch Folgendes im ersten Brief an die Korinther in Kapitel 13, Vers 2 und 3:
Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!
Man kann noch so großartige Werke tun, aber wenn man nicht in der Liebe wandelt, die Gott gefällt, wo er und seine Gerechtigkeit an erster Stelle stehen und an zweiter Stelle das Wohlergehen der Menschheit im Kontext seiner Gebote, dann sind absolut alle Werke, die man tut, ohne Wert. Es ist wichtig, sich nach der wahren Liebe mehr auszustrecken als nach irgendwas Anderem. Auch im ersten Brief des Johannes heißt es diesbezüglich in Kapitel 4, Vers 12:
Niemand hat Gott jemals gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden.
In diesem Vers kommt nicht nur zum Ausdruck, dass niemand jemals Gott gesehen hat, und diese Worte wurden ungefähr 60 Jahre nach der Auferstehung von Jesus Christus geschrieben, sondern wir erkennen hier auch, wie wichtig die Liebe ist, die wir untereinander haben sollen. Johannes legt in seinem ersten Brief besonders viel Wert auf die Bruderliebe und redet ständig wieder davon. Er sagt auch in dem selben Kapitel an zwei Stellen, dass Gott selbst Liebe ist. Allerdings ist Gott natürlich in gleichem Maß gerecht. Das darf man nicht vergessen.
Über das richtige Verhalten als Jesus-Nachfolger liest man außerdem folgende Worte von Paulus in Kapitel 5 vom Brief an die Epheser in den Versen 3 und 4:
Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt;
auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung.
Darüber kann man sich auch mal Gedanken machen. Von Geschwätz wird niemand erbaut, und von blöden niveaulosen Witzen schon gar nicht.
Und noch eine andere wichtige Aussage zum Erkennen des richtigen Verhaltens als Jesus-Nachfolger steht im Brief an die Römer im ersten Vers von Kapitel 15:
Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen der Schwachen zu tragen und nicht Gefallen an uns selbst zu haben.
Das ist auch ziemlich wichtig. Sollten wir zu den Starken gehören, ist es unsere Gewissenspflicht, diejenigen aus Gottes Volk bei dem Nötigsten zu unterstützen, die wirklich zu schwach sind, um es eigenständig hinzukriegen.
Ebenso liest man eine wertvolle Ermahnung in Kapitel 4 des Briefes an die Epheser in den Versen 30 und 31. Dort steht:
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!
Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit.
Man muss es vermeiden, den Heiligen Geist zu betrüben. Dies würde beispielsweise durch die Verhaltensweisen passieren, die in Vers 31 aufgezählt sind, daher muss man dies an sich selbst verweigern.
Und nachdem wir nun vieles durchgelesen haben, was das richtige Verhalten im sozialen Bereich beschrieben hat, lege ich den Fokus als nächstes ganz besonders auf den bedeutsamen Fakt, dass wir die Liebe zu den Dingen der jetzigen Weltzeit komplett ablegen sollen. Zur Einstimmung in diese wichtige Belehrung, die eigentlich auch schon Jesus selbst verkündigte, zeige ich zuerst ein Zitat aus dem Brief an die Römer in Kapitel 12. Es steht geschrieben in Vers 2:
Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Wie man sieht, werden wir hier dazu aufgerufen, uns keineswegs dem Weltlauf anzupassen. Sich den unbedeutenden Tätigkeiten hinzugeben und nach Lust und Laune zu handeln ist etwas, was in der Welt normal ist, uns aber als Abscheu gelten soll. Denn unser ganzes Denken muss neu werden, sodass wir liebhaben, was Gott liebt, und verabscheuen, was Gott verabscheut. Wer das nicht will, der kann die Nachfolge Jesu komplett vergessen. All die Dinge, die in dem jetzigen Weltlauf Gewohnheit sind, haben vor Gott keine Geltung und retten nicht unsere Seele, darum sind sie nichtig.
Ein weiteres Zitat zu diesem Thema steht im Brief des Paulus an Titus in Kapitel 2, Vers 11 und 12, wo man die folgenden Worte liest:
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen;
sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit.
Der Inhalt dieser Verse ist ziemlich aufschlüsselnd, wenn jemand die Wahrheit begreifen will. Die Gnade Gottes ist erschienen, um mit uns etwas zu tun. Paulus sagt, sie bringt uns dazu, dass wir zwei schlechte Dinge verwerfen. Einmal die Gottlosigkeit, und dann noch die weltlichen Begierden. Ist das nicht interessant?
Lauwarme Christen sagen, Gnade würde bedeuten, dass wir doch sowieso gerettet seien und unsere sündigen Taten egal sind. Paulus hingegen lehrt, die Gnade Gottes bedeutet, dass wir zu guten Dingen geleitet werden sollen, zu denen wir uns ohne Gott nicht motiviert fühlen. Denn die Gnade besteht darin, dass wir in Zucht genommen werden, sodass wir Gottlosigkeit verwerfen, und weil wir in gleicher Weise die weltlichen Begierden an uns verwerfen sollen, damit wir stattdessen besonnen sind, und gerecht und gottesfürchtig. Darin besteht die Gnade Gottes, dass er uns helfen will, in einen solchen Zustand zu kommen und das Schlechte abzulegen, anstatt uns so bleiben zu lassen wie wir sind, weil ja unser Leben zum Tod verurteilt ist, so lange wir gottlos und nach weltlicher Begierde leben.
Der Inhalt dieser Verse widerlegt die satanische Lehre, Paulus hätte sagen wollen, dass wir sowieso aus Liebe und Gnade bereits völlig gerettet seien. Denn derartiges wird ja von lauwarmen Christen gelehrt, es ist aber nicht die Wahrheit, sondern nur eine Abkürzung auf dem Weg in den ewigen Feuer- und Schwefelsee. Und nicht nur beim Brief an Titus lesen wir, dass es eine gute Idee ist, die weltlichen Begierden abzulehnen. Jakobus hat in seinem Brief in Kapitel 4 Folgendes in Vers 4 geschrieben:
Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes!
Wie man hier erkennt, macht man sich sogar unabsichtlich zum Feind Gottes, wenn man verrückt genug ist, eine Welt wie die unsere zu lieben, welche vom Bösen beherrscht ist und wo Tag für Tag unzählige Dinge passieren, die Gott verabscheut. Gott ist zwar der, der die Welt anfangs erschaffen hat, aber er ist nicht derjenige, den die Menschen lieben, ansonsten würde es auf unserer Welt anders aussehen. Die Menschen lieben die Sünde. Und wenn wir diese Welt lieben, in der die Sünde zu Hause ist, dann ist es hoffentlich verständlich, warum Gott selbst uns dann nicht mit sonderlich viel Liebe ansehen kann.
Ich baue übrigens bewusst in das heutige Video nur eine einzige Stelle vom Brief des Jakobus ein, obwohl es dort eine Vielzahl guter Zitate gäbe, denn es existiert auf diesem Kanal ein fast einstündiges Video, wo der Brief des Jakobus Vers für Vers durchgegangen wird. Wen es interessiert, der wird das Video finden. Um aber noch deutlicher zu lehren, wie wenig uns unser Leben in dieser Welt gelten soll, zeige ich nun vom ersten Brief des Johannes ein starkes Zitat auf. Wir lesen in Kapitel 2 in den Versen 15 bis 17 diese Worte:
Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.
Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.
Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.
Genau so sieht es aus. Alles auf der Welt vergeht. Es gibt hier keine Ewigkeit. Und es gibt hier auch kein Heil, sondern alles geht auf seine eigene Weise mit der Zeit kaputt auf dieser Welt. Eben deshalb, und weil Gott sich Tag für Tag über diese Welt ärgert, verdient diese Welt es nicht, dass wie sie lieben. Und auch alles, was sich in dieser Welt befindet, ist Bestandteil einer gefallenen Schöpfung. Es verdient nie und nimmer die gleiche Liebe, die Gott verdient und die sein Sohn verdient. Und noch irrsinniger wäre es, irgendwen oder irgendwas in dieser Welt mehr zu lieben als Jesus oder als Gott.
Allerdings sollte wegen diesen Tatsachen nun niemand auf den Gedanke kommen, dass er sein Leben vorzeitig beenden will. Man sollte die Sache genau so betrachten, wie auch Paulus es an einer Stelle erwähnte. Er schrieb nämlich Folgendes im Brief an die Philipper in Kapitel 1, Vers 21 bis 24:
Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.
Wenn aber das Leben im Fleisch mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll.
Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;
aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.
Wie man an diesen Worten sieht, hat Paulus zwar seine Zeit in dieser Welt tapfer ertragen und versucht, möglichst gut zu wandeln, aber in seinem Herzen sehnte er sich eigentlich nur noch danach, endlich bei Jesus zu sein und ewig in Gottes Liebe zu wohnen. Diese Hoffnung brennt in gleicher Weise auch im Herzen von jedem echten Jesus-Nachfolger und jeder echten Jesus-Nachfolgerin. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Liebe Gottes, die alles übertrifft, bekommt man dadurch, dass man in dieser Welt in selbstloser Liebe wandelt, aber das Wahre kommt erst, wenn alle Zeiten und Zeitpunkte erfüllt sind. Die Hoffnung in der Nachfolge besteht nur darin, dass eine Zeit kommen wird, in der man die Nähe Gottes 24 Stunden am Tag haben darf, ohne Unterbrechung. Eine Zeit, in der man direkt bei ihm wohnt und ihn sehen kann, wie er ist. Und all die Dinge, die hier in dieser Welt sind, versperren streng genommen nur den Weg. Darum hoffen Jesus-Nachfolger ganz sicher nicht, dass man hier in dieser Welt möglichst viele schöne Dinge erleben darf oder möglichst großen Wohlstand und Fitness haben wird, sondern man achtet es alles als Bedeutungslosigkeit, weil man sich nur noch wünscht, eines Tages das Ewige zu erhalten, und in der Nähe des Ewigen und seines Sohnes zu sein. Wer aber nicht auf die Ewigkeit alle Hoffnung setzt, sondern auf ein langes und ausgefülltes Leben in dieser Welt, der hat das Evangelium von Jesus Christus gar nicht verstanden. Sogar Paulus ist dazu in der Lage gewesen, etwas sehr Weises zu sagen, denn von ihm gibt es folgende zutreffende Äußerung im ersten Brief an die Korinther in Kapitel 15, Vers 19:
Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen!
Genau diese Weisheit muss normalerweise bei jedem Jesus-Nachfolger und jeder Jesus-Nachfolgerin schon beim bloßen Hören tief ins eigene Herz fallen. Nur hier in dieser Welt Hoffnung auf Jesus Christus zu setzen, wäre an sich eine Sinnlosigkeit, und wir wären dadurch sehr elendig. Wer Jesus nachfolgt, dem ist kein Wohlstand und keine überströmende Lebensfreude versprochen, es sei denn, man interpretiert manche Schriftstellen eigenwillig und ignoriert bewusst das Gesamtbild. Um der echten Nachfolge willen schränkt man sich selbst absichtlich ein – hinsichtlich den Genüssen des jetzigen Lebens, so wie Jesus es lehrte. Würde dies aber geschehen, ohne dass es sich in der Ewigkeit auszahlt, wodurch man sozusagen für nichts und wieder nichts in Verzicht gelebt hätte, dann wären wir wahrhaftig elendig.
Nach all diesen schwer zu ertragenden, und doch fundamental wichtigen Verkündigungen will ich nun noch einiges aus den Briefen aufzeigen, wodurch wir vor verführerischen Menschen gewarnt werden sollen.
Zuerst mache ich darauf aufmerksam, dass im Grunde das ganze Kapitel 2 vom zweiten Brief des Petrus eine sehr ausgiebige Warnung vor Verführern beinhaltet, und ihr könnt euch dieses Kapitel gerne mal selbst in Ruhe durchlesen, denn es würde den Rahmen des heutigen Videos sprengen, alle Verse zu behandeln. Als sehr herausstechend für den Selbstschutz empfinde ich aber die Verse 18 und 19, wo Petrus zum Ausdruck bringt, dass man Verführer an ganz bestimmten Eigenschaften schon eindeutig identifizieren kann. Nämlich daran, dass sie hochfahrende und leere Reden schwingen, und auch daran, dass sie die Behauptung umhertragen, der Mensch würde frei werden durch das Sündigen. Durch solch eine verführerische Behauptung wird die Wahrheit komplett auf den Kopf gestellt, denn der Satan darf nur Sünder mit finsteren Belastungen plagen. Er hat es nötig, sie zur Sünde zu treiben, bevor er ihnen ihre innere Leichtigkeit und ihre gefühlte Freiheit zunichte machen kann.
Ein anderer Text zur Warnung steht im Brief an die Römer in Kapitel 16 und wir lesen ihn uns nun mal durch. Paulus schreibt in den Versen 17 bis 19:
Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt Acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie!
Denn solche dienen nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch wohlklingende Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen.
Denn euer Gehorsam ist überall bekannt geworden. Darum freue ich mich euretwegen, möchte aber, dass ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem Bösen.
Besonders wichtig ist der Aufruf für uns, dass wir unvermischt bleiben sollen mit dem Bösen. Das sollte man keineswegs missachten, denn es ist Gott wohlgefällig. Wir erhalten hier aber auch weitere Erkennungszeichen von Verführern. Sie verursachen Trennungen, und sie versuchen, mit schönen und wohlklingenden Worten alle Leute einzuwickeln, die überhaupt nichts Böses erwarten, und die Verführer dienen ihrem eigenen Bauch. Sie machen ihre ganzen Worte und Beurteilungen vom Bauchgefühl abhängig. Und sie wollen mit dem, was sie tun, eigentlich nur genug Geld verdienen und ihren Lebensunterhalt bestreiten. Sie gehen wie Verkündiger in Gemeinden hinein, weil sie dort speisen können und beschenkt werden, denn darauf kommt es ihnen an.
Eine weitere wichtige Warnung steht im Brief an die Kolosser, Kapitel 2, Vers 8. Dort liest man:
Habt Acht, dass euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß.
Hier werden wir eindeutig vor allen Arten Philosophie gewarnt. Wir dürfen also niemals dadurch zu Fall kommen, dass das reine Evangelium mit irgendwelcher Philosophie angefochten oder durcheinandergebracht wird, so als wäre die Philosophie relevant für Gottes Wort. Wir sollten allgemein nie auf Menschenworte hören, auf keine Belehrung, die das Leben in der jetzigen Welt im Fokus hat.
Eine andere Warnung lesen wir in Vers 16 vom Brief des Judas. Es steht geschrieben:
Das sind Unzufriedene, die mit ihrem Geschick hadern und dabei nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet übertriebene Worte, wenn sie aus Eigennutz ins Angesicht schmeicheln.
Hier haben wir weitere wichtige Kennzeichen. Verführer leben lustgesteuert. Und Verführer schmeicheln mit übertriebenen Worten. Das ist ein sehr wichtiges Detail. Wenn dir einer schmeichelt, dann kannst du sicher sein, dass er nichts im Schilde führt, was Gott wohlgefällt, sondern etwas Verkehrtes. Und genauso machen das die Vertreter von Religionen und Sekten, wenn sie neue Opfer für ihre eigenen Reihen suchen. Sie schmeicheln demjenigen ein bisschen, den sie fangen wollen, und danach, wenn die Person Mitglied wurde, gibt es dann für den Bekehrer eine Belohnung von der Gemeindeleitung.
Übrigens wurde dieser Brief nicht von dem Verräter Judas geschrieben, sondern von einem anderen Judas. Im Evangelium des Lukas stehen die richtigen Apostelnamen, und dort sieht man, dass es zwei Apostel mit dem Name Judas gab. Daher könnte es der andere Judas sein. Jesus hatte aber auch mehrere leibliche Brüder in der eigenen Familie, und von denen hieß auch einer Judas. Also war es vielleicht dieser, oder eventuell auch ein ganz anderer, denn sowohl der Name Judas als auch der Name Jakobus waren zur damaligen Zeit enorm beliebt und es gab viele Eltern, die ihre Söhne so nannten.
Ein Hinweis der besonderen Art, der uns vor Verführern schützen soll, steht im zweiten Brief des Johannes in Vers 7. Dort lesen wir:
Denn viele Verführer sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist – das ist der Verführer und der Antichrist.
Wir erkennen durch diese Worte, dass jeder, der unfähig ist, das besagte Bekenntnis auszusprechen, ein Verführer ist. Und es ist von entscheidender Wichtigkeit, dass es exakt diese Worte sind. Jesus Christus ist im Fleisch gekommen. Amen. Das ist das richtige Bekenntnis. Aber nicht: „Gott wurde Mensch.“ Das wäre eine billige Täuschung, wenn jemand behauptet, dadurch das richtige Bekenntnis gemäß dem Johannesbrief abzulegen. Entweder jemand spricht das richtige Bekenntnis, so ist er kein Verführer, oder jemand spricht ein abweichend klingendes Bekenntnis – dann ist er ein Verführer.
Und um die Warnungen vor Verführern abzuschließen, lese ich jetzt noch die Worte aus dem Brief an die Epheser in Kapitel 5 Vers 6:
Lasst euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.
Diese Warnung rundet diese ganze Sache wunderbar ab. Und man sollte es lieber ernstnehmen, wenn man in der echten Nachfolge leben will. Falls sich aber jemand fragt, wie man sich das Auftreten von Aposteln mit aufrichtiger Absicht vorzustellen hat, so helfen dabei bestimmte Worte vom ersten Brief an die Thessalonicher. Es steht geschrieben in Kapitel 2, Vers 5 bis 7:
Denn wir sind nie mit Schmeichelworten gekommen, wie ihr wisst, noch mit verblümter Habsucht, Gott ist Zeuge!
Wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, weder von euch noch von anderen, obgleich wir als Apostel des Christus würdevoll hätten auftreten können,
sondern wir waren liebevoll in eurer Mitte, wie eine stillende Mutter ihre Kinder pflegt.
Durch diesen Text bekommt man einen Eindruck davon, wie Menschen mit aufrichtiger Absicht sich dauerhaft benehmen. Und nun zeige ich noch ein paar allgemeine Zitate aus Apostelbriefen, die wichtig sind.
Im Brief an die Epheser in Kapitel 5 heißt es in den Versen 10 bis 12:
Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist,
und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf;
denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich auch nur zu sagen.
Demnach sollen wir also aufklären darüber, was im Finsteren passiert, sofern wir davon etwas merken, und dies sollte allein zur Warnung geschehen, aber es sollte nicht zur Belustigung oder zum geselligen Geplauder dienen!
Schauen wir uns jetzt mal einen Text aus dem ersten Brief des Petrus an, welcher niemandem Freude bereitet, aber der Text ist wichtig und wahr. Wir lesen in Kapitel 2 in Vers 20 bis 23 folgendes:
Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr geduldig Schläge ertragt, weil ihr gesündigt habt? Wenn ihr aber für Gutestun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott.
Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.
»Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«;
als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.
An diesem Text erkennt man, dass auch eine gewisse Leidensbereitschaft mit der echten Nachfolge Jesu einhergeht, wie Jesus ein Vorbild gegeben hat. Auch im Brief an die Römer in Kapitel 8 liest man in Vers 17 die Erklärung, dass wir mit ihm leiden sollen, damit wir am Ende auch mit ihm verherrlicht werden können. In dem gerade gelesenen Text vom ersten Brief des Petrus kommt es aber besonders deutlich zum Ausdruck. Petrus hat Recht damit, dass es für Gott nichts Besonderes ist, wenn wir eine Strafe für unser Fehlverhalten zulassen. Das ist zwar gerecht, aber es ist so, wie es theoretisch normal sein sollte. Wenn aber jemand schlecht behandelt wird, obwohl er Gutes tut, dann ist das auf positive Weise unnormal und Gott wird es anerkennen. Denn Jesus selbst musste ja auch haufenweise unverdiente Schläge einstecken, als er gegeißelt und schließlich gekreuzigt wurde.
Im Bezug darauf schreibt Petrus auch unter Anderem in Kapitel 4, Vers 12 und 13:
Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges;
sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt.
Wenn man also merkt, dass man immer mehr negative Verhaltensweisen bei seinen Mitmenschen erlebt, die gegen einen selbst gerichtet sind, dann ist das gar nichts Besonderes. Denn wer zu Jesus gehört, der ist in gewisser Weise nicht von dieser Welt, und die Welt hasst alles, was nicht von ihr selbst ist, denn der Fürst dieser Welt will nicht, dass wir gerettet werden vor dem, was am Ende der Weltzeit mit allen passiert, die sich verführen ließen oder die wegen Angst vor Bedrängung wieder zurück in die Welt geflüchtet sind. Wir müssen die negativen Zeiten aushalten und dürfen sie uns nicht zu sehr zu Herzen nehmen.
Jedenfalls versucht Paulus im Römerbrief in Kapitel 11 zu verdeutlichen, dass Israel zeitweise verworfen ist, zumindest ein gewisser Teil von ihnen, aber dass man sich niemals über Israel überheben sollte. Demgemäß lesen wir mal die Verse 25 bis 27. Es steht geschrieben:
Denn ich will nicht, meine Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt bleibt, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Israel ist zum Teil Verstockung widerfahren, bis die Vollzahl der Heiden eingegangen ist;
und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden,
und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde«.
Paulus redet also davon, dass eine Vollzahl der Heiden ins Reich Gottes eingehen soll, und dann wird Israel gerettet. Ob das zu hundert Prozent richtig ist und wie das abläuft, bleibt abzuwarten. Aber auch Jesus hat gesagt, dass das Heil aus den Juden kommt, daher sollten unsere Herzen für die einfachen Menschen aus dem jüdischen Volk und das restliche Israel stets offen sein. Also nicht für ihre gesellschaftlich anerkannten Lehren, denn auch diese wurden verdreht, und auch nicht für korrupte Autoritätspersonen, aber stattdessen durchaus für das Wohlergehen der Unbescholtenen.
Als nächstes zeige ich noch ein Zitat aus dem ersten Brief des Johannes, welches von extremster Wichtigkeit ist, um die Wahrheit zu verstehen. Wir lesen in Kapitel 2, Vers 4 bis 6:
Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;
wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.
Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.
Das ist die Wahrheit. Ich brauche dazu eigentlich gar nichts weiter zu sagen, oder? Es steht unmissverständlich da uns jeder kann es allezeit lesen. Wer Jesus in Wahrheit nachfolgt, lässt diese Worte tief in das eigene Herz fallen. Und zwar genau so, wie sie zu lesen sind.
Um das Video nicht übertrieben in die Länge zu ziehen, nenne ich jetzt im Schnelldurchlauf noch ein paar bedeutsame Stellen, und dann kommen wir mit diesem Video zu einem Ende!
Im Brief an die Hebräer steht in Kapitel 9 in Vers 27, dass jeder Mensch nur einmal sterben wird und danach auf das Gericht wartet. Dadurch wird jede Reinkarnationslehre als Lüge enttarnt. In Kapitel 13 des selben Briefes in Vers 5 wird man deutlich aufgefordert, keine Geldliebe zu haben. Und im ersten Brief an Timotheus ist in Kapitel 6 in den Versen 9 und 10 sogar deutlich die Rede davon, dass die Geldgier eine Wurzel alles Bösen ist. Im Brief an die Römer in Kapitel 8 in Vers 28 und 29 stehen zwei wertvolle Aussagen. Einmal die, dass alles, was Gott im Leben seiner Kinder passieren lässt, im Endeffekt zu ihrem Besten dient, und dann noch die Aussage, dass Jesus viele Brüder bekommen soll. Deswegen sollen wir ihm gleichgestaltet werden in unserem ganzen Wesen, denn das ist der einzige Grund, warum wir überhaupt zu Jesus gezogen werden. Im Brief an die Philipper in Kapitel 4, Vers 11 bis 13 sagt Paulus, dass er gelernt hat, sich zufriedenzugeben mit dem, was er hat, und diese Denkweise ist an sich wertvoll. Im selben Brief in Kapitel 3 steht in Vers 20 die Bemerkung, dass wir als Jesus-Nachfolger ein Bürgerrecht im Himmel haben, daher sollten wir diese Welt hier auch nicht länger als unsere Heimat betrachten. Im Brief an die Hebräer steht in Kapitel 4 in Vers 12, dass Gottes Wort wirkt wie ein zweischneidiges Schwert, das durch Mark und Bein geht. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn Menschen großen Anstoß an uns nehmen, sobald wir sie mit dem Wort Gottes tadeln, oder wenn sie davon betrübt werden. Wenn sie aber betrübt sind, so geht aus dem zweiten Brief an die Korinther in Kapitel 7 aus Vers 10 hervor, dass dies gut ist, denn es ist eine gottgewollte Betrübnis, die zur Buße leiten kann. Die einzige Betrübnis, die man bereuen muss, ist eine Betrübnis gegen Gottes Wille, also wenn man Menschen nach belanglosen weltlichen Idealen abgeurteilt hat. Im Brief an die Kolosser in Kapitel 3 wird in den Versen 18 bis 21 stark dazu aufgerufen, dass gläubige Familienmitglieder darauf achten sollen, sich nicht unnötig gegenseitig auf die Nerven zu gehen. Diese Worte aus den Versen haben durchaus etwas für sich. Im ersten Brief des Petrus in Kapitel 3 in den Versen 3 und 4 werden Frauen beraten, wie sie sich am besten verhalten sollen. Sie sollen nicht Schmuck anlegen, um toll auszusehen, sondern einen sanftmütigen Geist haben, denn das ist der wirklich wertvolle Schmuck. Außerdem ist generell ein stiller Geist vor Gott sehr kostbar, auch wenn er unter den Menschen oft verachtet ist. Im ersten Brief an die Korinther in Kapitel 14 wird in Vers 32 betont, dass ein Mensch, der den echten Heiligen Geist hat, niemals unkontrolliertes Verhalten um des Geistes willen zeigt, und in Vers 33 steht die Erwähnung, dass unser Gott nicht ein Gott der Unordnung ist, sondern ein Gott des Friedens. Im selben Brief in Kapitel 10 wird in Vers 13 gesagt, dass Gott uns niemals über unser Vermögen hinaus in Versuchung geraten lässt. Er wird nur das über uns genehmigen, was wir fähig sind zu ertragen. Im ersten Brief an die Thessalonicher in Kapitel 4 wird in den Versen 10 bis 12 gesagt, dass wir darauf achten sollen, möglichst keine Menschen nötig zu haben, und deshalb sollen wir alles mit eigenen Händen erledigen, was wir selbst hinbekommen, anstatt es von anderen erledigen zu lassen.
Darüber hinaus findet man zahlreiche Stellen in den Apostelbriefen über Jesu Wiederkunft, aber dazu gibt es ein extra Video auf diesem Kanal, weswegen jetzt nichts weiter dazu gesagt werden muss.
Außerdem gibt es im zweiten Brief an Timotheus in Kapitel 3 ab Vers 1 eine wichtige Liste mit Eigenschaften, welche die Menschen in der letzten Zeit haben werden. Und wenn man diese Eigenschaften alle an den Menschen sieht, dann weiß man praktisch, welche Stunde geschlagen hat. Ebenso gibt es in dem selben Brief in Kapitel 4 die Anmerkung, dass es in späten Tagen viele Leute geben wird, die sich Lehrer nach eigener Lust beschaffen, weil sie die Wahrheit nicht ertragen wollen. Und im Brief an die Kolosser in Kapitel 3 liest man in Vers 25 die Zusicherung, dass jeder, der Unrecht tut, auch Unrecht empfängt, weil es vor Gott kein Ansehen der Person gibt. Diesen Fakt findet man mehrmals in der Bibel, also dass Gott auf einen guten Name einer Person keinerlei Rücksicht nimmt, und jeder Mensch ist gut damit beraten, daran zu denken im Blick auf die eigene Lebensweise.
Nun lese ich zum Abschluss noch die Worte aus dem Brief an die Philipper in Kapitel 2 aus Vers 14 und 15, und dann endet das Video. Es steht geschrieben:
Tut alles ohne Murren und Bedenken,
damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt!
Danke für's Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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