Text zu "Bibellehre - Kapitel 13 im Evangelium des Matthäus"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 13 vom Evangelium des Matthäus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
In den Versen 1 und 2 lesen wir folgende Worte:
An jenem Tag aber ging Jesus aus dem Haus hinaus und setzte sich an den See.
Und es versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm, sodass er in das Schiff stieg und sich setzte; und alles Volk stand am Ufer.
Wenn wir hier lesen, dass Jesus sich zuerst an den See setzte, kann es gut sein, dass dies geschah, weil er mal einen Moment der Ruhe suchte. Aber es dauerte auch an diesem Tag nicht lange, bis sich eine große Volksmenge zu ihm gesammelt hatte, und es ist davon auszugehen, dass viele von denen auch versuchten, Jesus anzufassen, weil sich sich davon Heilung erhofften. Deshalb stieg Jesus in ein kleines Schiff und redete nahe am Ufer zum Volk. Wenn wir nun weiterlesen, werden wir sehen, dass Jesus an diesem Tag in Gleichnissen zu den Menschen redete, und er spricht zuerst ein Gleichnis, bei dem ein Mensch Saatkörner auswirft, die aber nicht immer auf fruchtbarem Boden landen. Folgendes steht geschrieben in den Versen 3 bis 9:
Und er redete zu ihnen vieles in Gleichnissen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen.
Und als er säte, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf.
Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte.
Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.
Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es.
Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreißigfältig.
Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Wir sollten besonders aufmerken durch die Aufforderung aus Vers 9. Wer Ohren hat, der höre! Das sagt Jesus immer dann, wenn er etwas geredet hat, was man sich unbedingt merken muss und was man begreifen soll. Übrigens gibt es auch im Evangelium des Markus in Kapitel 4 den Bericht, dass es einen Tag gegeben hat, an welchem Jesus viele Gleichnisse vortrug. Und das Gleichnis vom Sämann wird auch von Lukas berichtet, wo man es in Kapitel 8 findet. Laut dem gerade gelesenen Text erkennen wir jedenfalls schonmal, dass die Saatkörner durch bestimmte negative Umstände gar nicht erst zu heranwachsenden Pflanzen werden konnten bzw. dass es verhindert wurde, an ihnen reife Früchte hervorkommen zu lassen. Was dieses Gleichnis zu bedeuten hat, wird von Jesus selbst erklärt, darum lesen wir erstmal weiter. In den Versen 10 bis 17 steht:
Da traten die Jünger herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen mit ihnen?
Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben.
Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er hat.
Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen;
und es wird an ihnen die Weissagung des Jesaja erfüllt, welche lautet: »Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen!
Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.«
Aber glückselig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören!
Denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben zu sehen begehrt, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
Wie man sieht, waren die Jünger verunsichert davon, dass Jesus vor dem ganzen Volk in Gleichnissen redet. Und er wurde nach dem Grund dafür gefragt, und die Begründung lautet, dass dadurch die Verstocktheit ihrer Herzen offenbar werden soll. Denn ein Mensch mit offenem und gottesfürchtigem Herz reagiert anders auf Gleichnisse als die Gottlosen. Die Gottlosen werden es entweder völlig verschmähen, oder sie werden alles abnicken und es mit aufgesetzter Freundlichkeit loben, denken aber nicht eine Sekunde darüber nach, was das Gleichnis bedeutet und warum es erzählt wird. Und genau diese Reaktionen gab es bei der Volksmenge oftmals zu beobachten. Wer hingegen ein offenes Herz hat, der macht sich Gedanken um das Gehörte. Jesus sagt aber auch: Wer hat, dem wird gegeben werden, bis er Überfluss hat. In diesem Fall und in dem Zusammenhang, wie das hier berichtet wird, ist es so gemeint, dass die Lernbereitschaft des Menschen belohnt wird, je mehr ein Mensch sich mit dem auseinandersetzt, was er hört. Denn je mehr er es in sich wirken lässt und daraus schlau wird, desto mehr zusätzliches und tiefergehendes Wissen wird ihm auch mit der Zeit von Gott anvertraut. Es lohnt sich also, für die Dinge belehrbar zu sein, die vom Himmel sind. Gleichzeitig sagt Jesus in einem leicht ermahnenden Tonfall, dass es Propheten und Gerechte gab, die sich sehr darüber gefreut hätten, all die Worte zu hören, die Jesus gerade vor den Jüngern spricht, und deshalb sollen die Jünger es umso mehr wertschätzen. Hoffen wir mal, dass sie dies auch taten!
Ab Vers 18 beginnt Jesus schließlich, das Gleichnis vom Sämann für seine Jünger auszulegen. Es steht geschrieben in den Versen 18 bis 23:
So hört nun ihr das Gleichnis vom Sämann:
Sooft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut war.
Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt;
er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch. Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß.
Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.
Auf das gute Erdreich gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört und versteht; der bringt dann auch Frucht, und der eine trägt hundertfältig, ein anderer sechzigfältig, ein dritter dreißigfältig.
An diesen Versen sehen wir also die Bedeutung des Gleichnisses vom Sämann. Bemerkenswert ist, wie schon in Vers 19 erwähnt wird, dass dabei auch der Böse im Spiel ist. Man sollte praktisch einmal die Maßnahmen genauer untersuchen, die beschrieben werden, und dann auch den jeweiligen Boden, auf dem die Saat gelandet war. Denn der Boden steht für den Zustand, in dem sich das Herz des Menschen befindet. Und die Einflüsse aus der Natur sind die Maßnahmen des Teufels gegen uns, um Glaube zu vernichten, bevor er reif wird. Deshalb kann man dieses Gleichnis sehr gut benutzen um zusätzliche Einsicht in die Tricks des Teufels zu gewinnen.
Im Gleichnis ist die Rede von Vögeln, wahrscheinlich von Raben, die ja in der uns bekannten Welt sehr gerne die Saat von den Feldern fressen. Genau so passiert es im Geistlichen, wenn jemand das wahre Wort Gottes hört, dass dann der Teufel sofort unreine Geister zu dem Mensch schickt, um ihm einflüstern zu lassen, es wäre alles falsch und er sollte es auf gar keinen Fall beherzigen. Und wenn der Mensch in seinem Herzen sowieso überhaupt keine Freude daran hätte, zu Gott zu finden, dann ist sein Herz vergleichbar mit Asphalt. Wenn man da Saatkörner drauf streut, dann kannt dort gar nichts wachsen. Die Vögel werden kommen und alle Körner auffressen. Also die unreinen Geister werden den Mensch mit Erfolg dahin bringen, dass er kein Wort aus der Verkündigung ernstnimmt und es bald wieder vergessen hat. Wenn aber das nicht möglich ist, weil der Mensch ein Herz hat, das eher mit einem felsigen Ackerboden vergleichbar ist, dann muss der Teufel natürlich etwas Anderes versuchen. Er wird weltlich gesonnene Menschen innerhalb oder außerhalb von Gemeinden dazu benutzen, den gläubig werdenden Mensch zu bedrängen und zu verfolgen. Hierbei gilt es zu beachten, dass im Gleichnis Jesus von der Sonne redet, die mit ihrer Hitze auf die heranwachsende Pflanze kam. Das ist deswegen wichtig, weil Sonnenschein etwas ganz Natürliches ist, was nicht wegzudenken ist aus dem Leben. Genau so wird es leider auch sein, wenn jemand die echte Nachfolge antritt,weil der Mensch die Wahrheit glaubt. Es ist dann ganz natürlich und nicht wegzudenken, dass ungläubige Menschen dich deswegen bedrängen. Das wird kommen, und das muss man aushalten. Aber dafür braucht man ein gefestigtes Herz, und man muss sich verwurzeln in dem wahren Wort Gottes, indem man sagt: „Die Belehrung von Jesus ist so wichtig, dass ich sie unbedingt festhalten muss, egal wie viel Drangsal deswegen stattfindet, denn die Worte sind mir wichtiger als mein persönlicher Komfort!“
So wäre es richtig. Wenn aber die Menschen ein Herz haben, wo viel zu viele Felsen sind, also Ängste, die das Herz prägen, dann wird mit dem durch Drangsal geprüften Mensch genau das passieren, was Jesus in der Deutung sagt: Dieser Mensch ist nur wetterwendisch, also er mag eine Sache nur so lange, wie sie schön ist. Er freut sich, wenn schönes Wetter ist, aber wenn das Wetter unangenehm wird, läuft er davon. Solche Menschen bleiben nie fest entschlossen bei einer Sache, sondern sie lassen sich von ihrer Launenhaftigkeit umhertreiben und treffen alle Entscheidungen immer nur basierend darauf, welche Laune sie jetzt gerade haben. Und wenn sie überhaupt bei sowas wie Glaube bleiben können, dann nur unter der Bedingung, dass ihnen schöne Worte gegeben werden, aber bloß nichts, was davon abweicht! Allerdings ist die Laune der Menschen von Natur aus genau so unbeständig wie das Wetter und sollte niemals der Nährboden sein. Denn solche können wegen ihrer schlechten Eigenschaft keinen echten Glaube in sich heranwachsen haben. Sie haben vielleicht am Anfang erstmal sehr große Begeisterung, weil es ja einige sehr faszinierende Dinge gibt, die Gott uns verheißen hat, aber sobald es in eine Prüfung geht, sind sie weg vom Glaube, weil ihr Herz vergleichbar ist mit felsigem Boden. All diese Menschen wird der Teufel zurückholen, sollten sie gläubig geworden und dadurch von ihm abgewichen sein, indem er Drangsal in ihrem Leben verursacht und sie somit zu Fall bringt. Man muss also damit rechnen, dass dies passiert, und sollte sich im Herzen schon darauf gefasst machen, damit man den Glaube nicht verliert, wenn die Drangsal im privaten Leben aufkommt.
Als nächstes werden Saatkörner beschrieben, die mitten unter die Dornbüsche gefallen sind, und die Dornen wachsen auf, um die heranwachsende Pflanze zu ersticken, die aus dem Saatkorn entsteht, bevor sie reife Früchte hervorbringt. Daran erkennen wir, was der Teufel ausprobieren wird, wenn er nicht dazu fähig war, das Wort Gottes rechtzeitig wieder wegzuholen von dem Mensch, und wenn er ebenfalls unfähig war, den Mensch durch bedrängende Situationen dazu zu bewegen, den entstandenen Glaube doch wieder aufzugeben. Der Teufel wird versuchen, die Menschen in den Zustand zu locken, dass der Glaube an die Wahrheit neben den unbedeutenden Dingen der jetzigen Weltzeit existiert und dabei einfach eingeht, weil die daneben stehenden Dinge größer sind. Der Teufel wird den Menschen einreden lassen, dass Reichtum erstrebenswert und bedeutsam sei, obwohl Jesus ihn in Vers 22 ganz offenkundig als Betrug bezeichnet. Es ist gewiss, dass Jesus diese Äußerung nicht umsonst machte, sondern dass wirklich etwas dahinter steckt, wenn Reichtum im jetzigen Leben von ihm ein Betrug genannt wird. Und der Böse wird die gläubig gewordenen Menschen nicht nur in die Richtung drängen, sinnloserweise Reichtum und alle dadurch möglich werdenden Vergnügungen zu begehren, sondern ebenfalls dazu, in Sorgen zu versinken, nämlich Sorge darum, wie ihre Zukunft sein wird, und er wird dadurch die Menschen massiv ablenken wollen. Die Ablenkung soll so intensiv sein, dass der Mensch den Kopf gar nicht mehr frei hat, um aufnahmefähig das Wort Gottes zu vertiefen und alles herauszufinden, was Gott will, damit der Mensch sich heiligt und das Richtige tut und dadurch dann mit einer Pflanze vergleichbar sein wird, die reife Früchte trägt. Der Mensch soll von der Heiligung abgehalten werden, auch wenn er schon beim Glauben ist. Denn so lange zwar eine Pflanze da ist, aber es befinden sich keine reifen Früchte daran, ist es für Gott nicht gut genug. Und das weiß der Teufel. Darum ist seine größte Hoffnung, da er den Mensch verderben will, dass er bei der heranwachsenden Pflanze wenigstens noch das Hervorkommen von reifen Früchten verhindert. Deswegen will er die Menschen dann mit aller Kraft dazu bewegen, immer nur auf die Sorgen und Nöte des weltlichen Lebens zu schauen, und auch nach möglichst viel Besitz zu streben, den es zu erarbeiten gilt, und in dieser Welt möglichst wohlhabend zu sein, so als wäre Derartiges viel wichtiger als die Heiligung. Wenn der Teufel dies mit einem Mensch tut, dessen Herz vergleichbar ist mit einem Ackerboden, auf dem Dornbüsche vorhanden sind, dann wird er mit dieser Strategie erfolgreich sein. Denn jeder Mensch, der denkt, dass es ein Bestandteil des Glaubenslebens wäre, von Gott Reichtum geschenkt zu bekommen, wird dadurch nicht auf die wahre Botschaft des Evangeliums achten, und jeder Mensch, der den Glaube nur zur Bewältigung von schwierigen Zeiten voller Sorge als ein Werkzeug des Trostes benutzen will, aber ansonsten nicht wirklich an dem Interesse zeigt, was Gott gebietet, der kann keinen Glaube in sich heranwachsen haben, der reife Früchte hervorbringt. Der Glaube solcher Menschen wird immer nur eine Pflanze sein, die zwar dasteht und nett aussieht, aber von der sich nie irgendwelche reifen Früchte abernten lassen. Die Früchte bleiben entweder unreif oder kommen gar nicht erst an der Pflanze hervor. Wer hingegen die echte Nachfolge Jesu angetreten hat, der kümmert sich nur noch um den Wille Gottes, wie Jesus es lehrte, und achtet überhaupt nicht mehr auf Besitz in der Welt oder auf irgendwelche Sorgen. Sowas ist dem Mensch in der Nachfolge völlig egal, er verschwendet keine Gedanken daran. Wer es aber doch tut, bei dem wurde unter die Dornen gesät. Man liest in dem Gleichnis aber auch davon, dass Saatkörner auf das sogenannte gute Erdreich gefallen sind. Dort wachsen Pflanzen heran, die dann auch reife Früchte tragen werden, jede nach ihrer Kraft. Die reifen Früchte sind die Situationen, in denen der Mensch gerecht gehandelt hat gemäß dem Wort Gottes und sich nicht in Sünden locken ließ. Es wird Menschen geben, bei denen das halbwegs funktioniert. Der Wille und die Überzeugung sind bei ihnen allezeit vorhanden, nur bei der praktischen Umsetzung mangelt es noch an der einen oder anderen Stelle an Erfolgen. Das sind die, welche dreißigfältig Frucht bringen. Dann gibt es Menschen, die sehr oft in Situationen standhaft bleiben gegen Versuchungen und denen es nur noch relativ selten passiert, dass sie sich mal gegen Gott verfehlen. Diese bringen sechszigfältig Frucht. Und einige sehr seltene Menschen schaffen es sogar, nicht nur den überzeugten Willen zur Einhaltung aller Worte Gottes zu bewahren, sondern es auch dauerhaft in die Tat umsetzen zu können, denn diese halten jederzeit alles genau so, wie Gott es will, sodass der Teufel überhaupt keinen Anklagepunkt mehr an ihnen findet, wenn ihr Wachstum abgeschlossen ist, und bei denen das Wachstum meist auch sehr schnell verlief, weil die Bereitwilligkeit von Anfang an sehr groß war. Das sind die, die hundertfältig Frucht bringen. Allerdings muss man betonen, dass Jesus alle drei Arten in einem einzigen Atemzug erwähnt, ohne weitere Kommentare. Er tadelt nicht etwa die, die dreißigfältig Frucht bringen, sondern es werden alle Pflanzen auf die gleiche Stufe gestellt. Man findet an ihnen reife Früchte, also übersetzt findet man bei ihrem Glauben auch damit einhergehende Situationen, in denen sie dem Glaube treu blieben und bleiben werden, und das ist gut so. Sie sind alle gut genug, denn zu genau diesem Zweck wurden ja die Saatkörner ausgestreut. All diese Pflanzen stehen für einen Glaube, der die Seele rettet, sowohl bei jenen Leuten, denen überhaupt keine Fehltritte mehr passieren, als auch bei denen, die sich hin und wieder noch aus Unachtsamkeit verfehlen, aber in Buße leben und die Ernsthaftigkeit der Dinge, die Gott will, niemals aus den Augen verlieren. Und diese Leute hatten gutes Erdreich, weil es all das bei ihnen nicht gibt, was die anderen Orte vom Hervorbringen der reifen Früchte abhielt. Bei dem guten Erdreich gibt es keine Felsen, und sie sind auch nicht so unfruchtbar wie der Wegesrand, und dort wachsen auch keine Dornen, besonders keine, die größer sind als die Pflanze, die aus dem Saatkorn wachsen konnte. Solche sind es, deren ewige Errettung der Teufel dann auch nicht mehr verhindern kann, ganz egal was in dieser Welt noch mit ihnen passiert.
Nach all diesen ausführlichen Erklärungen über das Gleichnis vom Sämann wenden wir uns mal den nächsten Versen zu, in denen ein anderes Gleichnis steht. Wir lesen in den Versen 24 bis 30:
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon.
Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut.
Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?
Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen?
Er aber sprach: Nein!, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt.
Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!
Bei diesem Gleichnis bestreut also einer sein Ackerfeld mit guter Saat, und dann, wenn alle schlafen, kommt der Feind daher und streut in seiner Unverschämtheit einfach eine schädliche Saat auf den selben Acker, damit Unkraut daraus hervorkommt. Das ist wirklich ein sehr ärgerlicher Verlauf, aber der Besitzer des Ackers wollte ganz offensichtlich erst warten, bis alles ganz reif ist, bevor er Maßnahmen ergreift. Aufgrund der Tatsache, dass auch dieses Gleichnis später von Jesus erklärt wird, nehmen wir diesen Inhalt jetzt erstmal nüchtern zur Kenntnis und ich sage später noch etwas dazu.
Wenn wir in dem Kapitel weiterlesen, finden wir gleich das nächste Gleichnis, aber es ist diesmal nur kurz. In den Versen 31 und 32 steht geschrieben:
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte.
Dieses ist zwar von allen Samenkörnern das kleinste; wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Bei diesem Gleichnis soll zum Ausdruck kommen, wie segensreich es für alle ist, wenn das Reich der Himmel sich geistlich ausbreitet und immer größer wird, weil die Verkündigung der Wahrheit zugelassen und von manchen Menschen auch angenommen wird. Sogar die Unbeteiligten, die so flatterhaft sind wie die Vögel und selber zum Reich nicht dazu gehören, werden durch die Anwesenheit des Reiches Versorgung und Sicherheit erfahren. Und das Reich der Himmel ist überall dort, wo echte Jesus-Nachfolger in Frieden leben dürfen. In jedem Land, wo man das Königreich von Jesus Christus wachsen lässt durch die Verbreitung der gesunden Lehre und sich keine Mühe gibt, das Wachstum aufzuhalten, entsteht etwas Großes, was das ganze Land segnet, wie wenn ein großer Senfbaum einen ganzen Garten positiv beeinflusst. Ähnlich ist es übrigens auch, wenn man die vor Ort lebenden jüdischen Mitbürger von Drangsalierung verschont und sie menschenwürdig behandelt. Auch dies motiviert Gott dazu, die ganze Gegend zu segnen, aber es geht ja bei dem gerade behandelten Gleichnis um das Reich der Himmel. Es ist bemerkenswert, dass dieser Segen aus etwas heranwächst, was zunächst nur eine Kleinigkeit war, so wie das Korn, aus dem ein riesiger Senfbaum wächst, obwohl es am Anfang winzig gewesen ist. Jede Ausbreitung des echten Evangeliums, welches die Menschen hören und glauben sollen, begann erstmal nur ganz klein, nämlich mit einer einzigen Person, die sich traut, das echte Evangelium anderen zu erklären, sobald sie selbst es verstanden hat. Aber es werden immer mehr Menschen daran Interesse bekunden und es werden immer mehr Dienste entstehen, und zusammengefasst werden sie vergleichbar sein mit einem riesigen Senfbaum, der aus einem winzig kleinen Korn entstanden ist.
Das nächste Gleichnis trägt Jesus in Vers 33 vor. Dort steht:
Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.
Dieses kurze Gleichnis würde man als einfacher Mensch spontan so auslegen, dass das Evangelium verdorben wird, wenn Frauen daran mitarbeiten, weil der Sauerteig in Gleichnissen traditionell für Heuchelei steht und die Frauen oft auf eine derart emotionale, unlogische Weise reden, dass Heuchelei viel intensiver entsteht, als wenn ein vernünftiger Mann reden würde, und das würde sich dann auf eine ganze Gemeinde übertragen. Allerdings habe ich hierbei ständig wieder den Impuls im Geist, dass man das traditionelle Denken ablegen muss und ganz genau darauf schauen soll, was hier wortwörtlich geschrieben steht. Hier steht geschrieben: „Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig.“ Und das Reich der Himmel ist nichts Schlechtes, sondern es ist sozusagen die geistliche Gegenwart der himmlischen Herrlichkeit. Diese wird im Rahmen dieses Gleichnisses als ein Sauerteig bezeichnet, der heimlich ins Mehl gemischt wird. Das macht enorm stark den Anschein, als würde hier erklärt werden, dass auch die Frauen dazu berufen sind, im Rahmen ihrer zur Verfügung stehenden Möglichkeiten das Reich der Himmel zu verbreiten. Denn sie können theoretisch ihren Ehemännern, denen sie als Unterstützung zur Seite stehen sollen, auch das Evangelium von Jesus Christus bezeugen und es in dem Moment, wo ihre Männer es verbieten wollen, trotzdem heimlich anderen Menschen davon erzählen, nur eben so, dass ihre ungläubigen Ehemänner es nicht merken und nicht wütend werden deshalb. Auch diese Deutung ist naheliegend, und so wie ich es verstehe, ist das die korrekte Deutung, also dass die Frauen, die in einer ungläubigen Ehe leben und doch selber Jesus angehören, auch selbst Wege finden sollen, wie sie das Reich der Himmel vergrößern, indem sie die Wahrheit verbreiten, sobald sie selber es begriffen haben. Das ist die wichtigste Bedingung, dass sie selber die Wahrheit wirklich verstehen, die aus Gott ist, und danach sollen sie es soweit möglich auch verbreiten, selbst wenn sie das teils heimlich tun müssen, weil die Männer aus ihrem Bekanntenkreis zwar von ihrem Glaube wissen, aber nicht wollen, dass die Frau davon redet. Denn wenn die Frauen dann trotzdem Wege finden, den Glaube an Jesus wahrheitsgemäß in ihrem ungläubigen Umfeld weiterzugeben, so wird es sich ausbreiten wie ein Sauerteig im Mehl. Und jeder, der damit Erfahrung hat, der weiß eines ganz sicher: Die Ausbreitung, sobald sie einmal angefangen hat, ist danach nicht mehr aufzuhalten.
Einen kurzen Kommentar von Matthäus zu dem ganzen Geschehen, als Jesus vor dem Volk Gleichnisse redete, lesen wir in den Versen 34 und 35, denn dort steht folgendes:
Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen,
damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: »Ich will meinen Mund zu Gleichnisreden öffnen; ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war«.
Hier spielt Matthäus wohl auf eine Stelle in Psalm 78 an und vermutet, dass diese Schriftstelle ebenfalls eine messianische Weissagung sein muss, die durch das in Erfüllung ging, was Jesus an diesem Tag tat. Ob das aber stimmt oder nicht, darüber könnte man durchaus diskutieren, allerdings wäre eine solche Diskussion im Endeffekt nur reinste Zeitverschwendung.
In den nächsten Versen beginnt Jesus schließlich, das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen auszulegen, also wo einer einen Acker hatte und gute Saat ausstreute, aber dann kam der Feind und verteilte Unkraut, und der Herr des Ackers wollte es wachsen lassen bis zur Ernte. Es steht geschrieben in den Versen 36 bis 43:
Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!
Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen.
Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen.
Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel.
Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit.
Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln
und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein.
Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Hier haben wir nun die Erklärung, was all die Inhalte des Gleichnisses bedeuten und worauf es anspielt. Das Gleichnis beschreibt das, was am Ende der Weltzeit passiert, wenn Jesus wiederkommt und seine Engel aussendet, damit sie ernten, wie es auch in seiner Endzeitrede angekündigt wird. Jesus sendet am Ende also nicht Menschen aus, sondern Engel. Denn es wird ja gesagt: Die Schnitter sind die Engel. Wir Menschen aber sind die Ernte, die von den Engeln gesammelt wird. Dabei merkt man, dass die Ernte am Ende der Weltzeit anders abläuft als eine herkömmliche Ernte, die man als Landwirt kennt, Denn die Engel ernten zuerst das Unkraut, und danach dann die guten Früchte für die Scheune. In der jetzigen Weltzeit in der Landwirtschaft macht man es genau andersrum, nämlich dass man zuerst die Früchte aberntet und sich danach überlegt, was man wegen dem Unkraut unternehmen soll, das schonwieder gewachsen ist. Ich finde es aber auch hochgradig bemerkenswert und wichtig zu verstehen, dass hier nicht nur offenbart wird, was am Ende der Weltzeit passiert, sondern auch der Weg dorthin wird angedeutet, und daraus kann man sich besonders viel mitnehmen. Wenn wir den jetzt gerade vor uns lesbaren Text betrachten, dann sticht eigentlich nur das Detail heraus, was genau mit Unkraut eigentlich gemeint ist. Denn die Engel, die ausgesandt werden zum Ernten, die sammeln Ärgernisse, und sie sammeln die, welche Gesetzlosigkeit verüben, um sie in den Feuerofen zu werfen. Daher steht das Unkraut für alle Menschen, die vor dem Angesicht Gottes gesetzlos leben, also die sich einen Dreck für Gottes Gesetz interessieren und sich alles einfach selber zurechtlegen wie es ihnen passt. Man handelt klug, wenn man dieses Detail in Erinnerung behält und versucht, seine Ernsthaftigkeit zu ergründen. Ansonsten bringt uns aber das Betrachten des Gleichnisses mehr als das Betrachten der Deutung.
Wenn wir das Gleichnis nochmal anschauen und davon lesen, dass jemand gute Saat auf seinen Acker streute, während ja der Sämann Jesus ist und die gute Saat für Menschen steht, die das Richtige tun wollen und sich Jesus anschließen in aufrichtiger Absicht und lebendiger Nachfolge, dann lässt sich Derartiges besonders auf Gemeinden beziehen, die in dieser Welt entstehen. Also Jesus sammelt die guten Leute, die für das Reich der Himmel tauglich sind, und diese finden sich anfangs als Gemeinden in dieser Welt zusammen, unter seiner Herrschaft. Danach lesen wir aber im Gleichnis, dass die Leute schlafen. Und dann kommt der Feind und streut Unkraut aus. Das ist äußerst bedeutsam und lehrreich, aber auch erschreckend. Der Feind kann einfach so ankommen und Unkraut verteilen. Nichts hält ihn davon ab. Wir lesen leider gar nichts davon, dass der Besitzer des Ackers den Feind kommen sieht, weil er den Acker bewacht, um ihn in die Flucht zu schlagen. Stattdessen hat er diese Aufgabe wohl den Arbeitern überlassen, aber die schliefen ein, und schon kam der Feind und trieb sein Unwesen. Dabei ist es natürlich sehr nützlich, zu wissen, was mit einschlafen gemeint ist. Man muss sich dieses Einschlafen in der Praxis so vorstellen, dass die Menschen aufhören, wachsam zu sein und darauf zu achten, dass wirklich genau die Dinge eingehalten werden, die Gott gefallen. Vielleicht läuft das in der ersten Phase noch ziemlich gut mit dem Festhalten an der reinen Wahrheit, aber dann wird es den Menschen vielleicht langweilig und sie fangen an, ihre Standfestigkeit zu verlieren und erlauben sich selbst hier und da mal einige Sachen, die sie eigentlich nicht tun dürfen. Dadurch ist ihre Gesinnung, die Sünde zu vermeiden, eingeschlafen, und es werden sich immer mehr Sünder in diese Gemeinde gezogen fühlen. Ähnliches passiert, wenn sie viele schräge Diskussionen führen müssen mit Leuten, die lauwarme Lehren antragen wollen, und sie werden mit der Zeit so müde davon, ständig wieder von der Wahrheit reden zu müssen, die nicht angenommen werden will, dass sie anfangen, Kompromisse zu machen und sich ein Stück weit auf die lauwarmen Auslegungen einzulassen und sich nicht mehr mit aller Kraft um das Festhalten an der unverfälschten Wahrheit zu bemühen. Auch das kann mit einschlafen gemeint sein. Und was passiert dann, wenn sie eingeschlafen sind? Das Unkraut wird kommen. Also übersetzt heißt das: Es werden neue Menschen in die Gemeinde kommen, die von Anfang an keine aufrichtigen Absichten haben, sondern die nur deswegen in die Gemeinde wollen, weil sie vorhaben, fröhliche Gemeinschaft zu pflegen und den Glaube lediglich vorzutäuschen, aber nichts so wirklich ernstzunehmen von alldem, was aus Gott ist. Hierbei ist es so, wenn man die Wurzel des Gleichnisses beleuchtet, dass dann auffällt, wie erschreckend präzise und überaus aussagekräftig die Wortwahl ist. Denn dieses Unkraut, das der Feind heimlich ausstreut, das ist in der ursprünglichen griechischen Bedeutung eine Pflanze, die fast genau so aussieht wie echter Weizen. Aber es ist sozusagen ein giftiger Doppelgänger. Da wäre man sehr töricht als Besitzer des Ackers, wenn man diesen giftigen Doppelgänger in die Scheune sammeln würde, denn man könnte daraus nur schädliche Speise gewinnen. Und genau so, wie man den echten Weizen, den man haben will, in den ersten Wachstumsphasen überhaupt nicht von seinem giftigen Doppelgänger unterscheiden kann, so ist es leider auch mit den Menschen, die in eine Gemeinde kommen. Da gibt es einige, die sind wie echter Weizen, und es gibt andere, die sind wie giftiges Unkraut, das nur ein Aussehen wie Weizen hat. So richtig von einander unterscheiden kann man die beiden Parteien aber zunächst noch nicht. Denn am Anfang begreifen ja erstmal alle, dass es wichtig ist, in der Liebe zu wachsen. Am Anfang begreifen erstmal alle, dass Gott gerne gelobt wird. Am Anfang begreifen erstmal alle, dass Jesus wegen unseren Sünden starb und nicht weil es verdient war. Und am Anfang machen erstmal alle den Anschein, diese Dinge festhalten zu wollen im Herzen. Dadurch kann man die, welche wirklich aufrichtige Absichten haben, nicht unterscheiden von denen, die abfallen werden und gar nicht vorhaben, standhaft zu sein. Erst dann, wenn einige Zeit vergangen ist und auch noch genauere Belehrungen hinzugekommen sind, die mehr Reife bewirken sollen, dann reagieren die Menschen unterschiedlich. Manche sind immernoch mit völliger Überzeugung dabei, andere hingegen verdrängen immer häufiger die Dinge, die sie hören, und würden am liebsten ganz davon ablassen, sich weiter in alles hineinzuvertiefen. Und andere haben die ganze Zeit nur vorgetäuscht, wissensdurstig und heranwachsend in der Liebe zu sein, aber ihr Schauspiel macht ihnen auf Dauer keinen Spaß, und deswegen versuchen sie es mittlerweile gar nicht mehr, Gutes vorzutäuschen, und schließlich zeigen sie einfach ihren wahren Charakter. Das ist dann genau der Zustand, der im Gleichnis dadurch beschrieben wird, dass alle Pflanzen langsam Frucht ansetzten und man daher das Unkraut als solches erkennen konnte. Nun gibt es aber dabei die sehr ernüchternde Entscheidung von Jesus, dass er zu seinen Engeln sagt: Die giftigen Doppelgänger sollen weiter da bleiben und mit dem echten Weizen nebeneinander wachsen, bis der Tag der Ernte kommt. Das bedeutet: Wenn Menschen mit verkehrter Absicht in der Gemeinde sind, dann wird Jesus sie drin lassen. Er wird nicht dafür Sorge tragen, dass das sprichwörtliche Unkraut entfernt wird. Daraus ergibt sich für einen selbst, wenn man das Treiben der giftigen Doppelgänger nicht mehr ertragen will, dass man dann selber gehen muss. Man braucht nicht ins Gebet zu gehen und den Vater zu bitten, er möge befehlen, dass alle Heuchler und verkappten Übeltäter aus der Gemeinde entfernt werden sollen. Ein derartiges Gebet würde unerfüllt bleiben, weil Jesus durch das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen bereits offenbarte, dass er selber die schlechten Menschen in der Gemeinde drin lässt bis an das Ende der Weltzeit. Daher ist es auch vergeblich, für die eigene Gemeinde zu beten, dass sie geläutert werden soll. Diese Forderung ist sinnlos. Wie sollte man denn Unkraut läutern? Ein schlechter Baum wird niemals gute Früchte hervorbringen und es wäre töricht, dies zu hoffen. Denn es wird auch kein giftiges Unkraut plötzlich anfangen, zu gutem Weizen zu werden. Es ist und bleibt Unkraut, und es wurde vom Teufel ausgestreut. Das muss man sich leider eingestehen. Denn das Unkraut ist zwar auf dem richtigen Acker gelandet, also in der Deutung haben zwar die Menschen den richtigen Glaube angenommen und wollen Jesus unterstehen, aber ihr Innerstes ist nicht gereinigt, weil sie überhaupt keine Reinigung wünschen, sie sind wie Unkraut und wollen wie Unkraut bleiben, denn das ist ihr Wunsch. Gott wird sich niemals vergeblich bemühen, Menschen auf dem Weg zur Heiligung zu helfen. Er tut das nur mit denen, die das wirklich wollen. Und wenn man sich diesen Verlauf im Gleichnis mal genauer anschaut, also dass der Feind sofort kommt, wenn die Leute schlafen, dann erkennt man daraus, dass es unvermeidlich ist, Unkraut in der eigenen Nähe vorzufinden, wenn man sich auf irgendeinem Feld vom Acker des Menschensohnes lagert. Also man wird niemals eine Gemeinde finden, die unverderblich ist. Denn jede entstehende Gemeinde wird irgendwann müde, sodass der Feind erfolgreich Unkraut hinein bringt. Daher sucht man nach Gemeinden erfolglos, welche frei von Menschen sind, die nur den Glaube heucheln oder sogar ganz aktiv alles verderben durch Streitereien und schräge Diskussionen oder durch Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Wort Gottes und mangelnde Buße oder durch Freundschaft mit der Welt und frevelhafte Profitgier, die fälschlich als Gottesdienst dargestellt wird, oder was auch immer es sonst noch geben mag. Als echter Jesus-Nachfolger bzw. echte Jesus-Nachfolgerin muss man sich selbst die Frage stellen, ob man sich das antun will und ob man das überhaupt verkraftet, auf solch einem Ackerfeld zu sein, wo Unkraut wuchert. Wird man es aushalten, regelmäßig sündige Menschen neben sich zu erleben, die nur vortäuschen, Jesus ernstzunehmen? Wenn man das aushält, ohne selber schwach zu werden auf dem eigenen Weg, also in der echten Nachfolge, dann kann man einer Gemeinde angehören. Wenn man es aber nicht aushalten kann, ohne selbst der Heuchelei zu verfallen mit der Zeit, dann hält man sich lieber von den Orten fern, wo das Unkraut gestreut wird, und achtet einzig und allein darauf, welche Früchte an einem selbst wachsen vor Gott. Und wenn dann ganz am Ende die Engel alles Böse entfernt haben, dann wird man zu leuchten beginnen, wie Jesus es bei der Auslegung gesagt hat und wie es übrigens auch in Kapitel zwölf vom Buch des Propheten Daniel prophezeit wird.
Wichtig ist aber auch das Detail, dass Jesus praktisch noch mehr Zeit vergehen lassen wollte, bevor die Ernte stattfindet, weil beide Arten der Pflanzen noch nicht den Zustand der völligen Reife hatten. Auch der gute Weizen hatte noch nicht die gewünschte Reife erreicht, und wenn Jesus seine Erntearbeiter zu zeitig losschickt, dann erntet er ja unreife Früchte. Das würde aber niemals einer tun, der noch bei klarem Verstand ist, dass er einfach unreife Früchte sammelt. Und daraus lernen wir definitiv auch etwas für uns selbst, sofern wir Grund zu der Annahme haben, guter Weizen zu sein, indem wir Gottes Gesetz wertschätzen und uns heiligen wollen, damit wir Jesus immer ähnlicher werden.
Die Zeit, die uns gegeben ist, dient dazu, dass wir reif werden. Wir dürfen also nicht immer nur anderen sagen, was sie tun müssen, sondern wir müssen darüber nachdenken, wo wir selbst gerade stehen. Ob wir selbst schon reif genug sind. Je besser ein Mensch die Belehrung von Jesus verinnerlicht hat und sie auch anwendet, desto reifer ist er. Besonders wenn er versteht, warum es so das Beste ist, und wenn er es nicht aus harter, herzloser Disziplin heraus tut, und nicht wegen einem erdrückenden Pflichtgefühl, sondern freiwillig aus Liebe, weil es ihn freut, wenn er im Leben durch seine treuen Reaktionen, und durch seine guten Werke Gott eine Freude machen kann.
Denn egal, was uns begegnet: Wir sollten in Liebe reagieren, und wenn wir deswegen geschmäht werden auf irgendeine Art, so müssen wir es standhaft ertragen und trotzdem weiter darauf vertrauen, dass der Weg sich auszahlen wird, den wir mit Jesus gehen, selbst wenn andere es für lächerlich halten, weil sie in dem nichtigen Wertdenken der Welt festhängen.
Wir lernen aus diesem Gleichnis wie auch aus anderen Stellen in der Bibel, dass diese Welt einen Endpunkt erreichen wird. Und dann wird über jeden eine Entscheidung getroffen. Diejenigen aber, die immer ihren eigenen Vorteil suchen und zügellos ihren Lüsten nacheifern, die werden kein gutes Urteil empfangen. Was auf solche Menschen wartet, wird in keiner Weise ein Genuss sein.
Nachdem ich nun aber diese vielen Details über das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen beschrieben habe, wollen wir entdecken, was Jesus laut den nächsten Versen gesagt hat. Denn dort stehen kleine Gleichnisse, die uns vor Augen führen sollen, als was für ein kostbarer Schatz uns das wahre Evangelium gelten soll in unseren Herzen. Wir lesen in den Versen 44 bis 46:
Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.
Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
Es geht hier merklich um etwas außergewöhnlich Wertvolles, über das man sich so sehr freut, dass man alles andere hergibt, nur um es zu besitzen. Zuerst gab es eine Suche nach dem, was wirklich wertvoll ist. Und als es dann gefunden wurde, gab es große Freude.
Das wertvolle Objekt steht für den festen Glaube an Jesus. Die Suche bedeutet, dass ein Mensch zuerst mit allen nur denkbaren Lehren und Ideen Kontakt hatte, aber nichts davon war ihm wertvoll genug, bis der Mensch dann auf Jesus und das Evangelium aufmerksam wurde, und weil der Mensch bemerkt, dass es sich bei dem Evangelium um eine wahrhaftige und weitesgehend frohe Botschaft handelt, hat er den großen Wert dahinter erkannt und war bereit, alle anderen Glaubensmodelle und auch den selbstsüchtigen weltlichen Reichtum loszulassen. Hauptsache, er kann zu Jesus gehören.
Jede Perle steht für eine Belehrung, aber die kostbarste Perle von allen ist das reine Evangelium, wo nur das Wort Gottes Geltung hat und wo keine von Menschen ersonnenen Verfälschungen beigemischt wurden und auch keine Erfindungen von Götzendienern verherrlicht werden. Der Acker aber, in welchem ein Mensch einen Schatz ausgräbt, ist vergleichbar damit, dass jemand in eine christliche Gemeinde hineingeht, nicht weil er Menschen gefällig sein will, sondern weil er die dort vorhandenen Bibeltexte lesen will, um durch die geschriebenen Worte das echte Evangelium herauszufinden, welches in der Gemeinde selbst vielleicht gar nicht verkündigt wird, trotz der Tatsache, dass die dazu notwendigen Schriften in ausreichender Form vorhanden sind. Das war in früheren Zeiten anders als heute, wo die Bibel auch außerhalb von Gotteshäusern leicht auffindbar ist, weil es damals nämlich viel zu teuer gewesen wäre, eine Kopie der heiligen Schriften für den eigenen Haushalt zu bekommen, und deshalb musste man in alten Zeiten zwangsläufig in die Gotteshäuser reingehen, um überhaupt Bibelworte finden zu können.
Die letzten beiden Gleichnisse dieses Kapitels finden wir in den Versen 47 bis 52. Jesus erklärt dadurch zuerst noch etwas über die Wirkungsweise des Reiches der Himmel und beschreibt danach die Position dessen, der mit wahrhaftiger Schriftkenntnis vertraut ist. Es steht geschrieben:
Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten von Fischen zusammenbrachte.
Als es voll war, zogen sie es ans Ufer, setzten sich und sammelten die guten in Gefäße, die faulen aber warfen sie weg.
So wird es am Ende der Weltzeit sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern
und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr!
Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Reich der Himmel unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.
In den ersten drei Versen wird also das Reich der Himmel und dessen Wirken mit einem Fischnetz verglichen, das man ins Meer wirft. Das Fischnetz ist wahrscheinlich das Evangelium, das Meer steht in diesem Gleichnis für die gesamte Erde, die Fische stehen für Menschen, die das Evangelium gehört und geglaubt haben. An dem Tag, an dem das Ende der Weltzeit passiert, werden alle Menschen geprüft, die der Meinung sind, gerettet zu sein. Die faulen Fische werden weggeworfen. Das bedeutet also: Die Menschen, die ihr Herz nicht gereinigt haben, als ihnen durch die Lehre von Jesus klarwurde, dass sie doch keine so tollen Menschen sind wie sie vorher immer dachten, die werden gar nicht erst in das Reich Gottes gelassen, obwohl sie den Name Jesus und den Inhalt seiner Lehre ungefähr kannten.
Die guten Fische sind aber Menschen, die das getan haben, wovon Jesus gesagt hat, dass man darauf achten soll. Diese werden alle ihren Platz im Reich Gottes bekommen.
Wir erkennen an diesem Gleichnis, dass jeder einzelne Mensch eine Chance auf das Reich Gottes bekommen darf. Denn das Netz wurde nicht ausgeworfen, um eine spezielle Art von Fischen zu sammeln, sondern es wurden alle Arten von Fischen zusammengebracht. Aber wenn jeder Mensch eine Chance erhält, dann muss jeder einzelne Mensch diese Chance wahrnehmen. Ein Lippenbekenntnis reicht nicht aus. Man darf nicht faul und unrein bleiben, wenn man versteht, dass man von jemandem gerettet wird, der selbst heilig wandelt und der gemäß dem Gleichnis nur die guten Fische in seine Gefäße tut.
Es ist aber auch angenehm zu lesen, was Jesus zum Abschluss gesagt hat: Jeder Mensch, der für das Reich der Himmel unterrichtet ist und die Bedeutung der Schriften kennt, gleicht einem Schatzmeister, der Neues und Altes aus seiner Schatzkiste hervor holt.
Die Dinge, die wir gelernt haben, die empfinden wir zwar als alt, aber wir sollten sie immer mal wieder hervorholen. Wir dürfen sie nicht vergessen. Nichts wäre schlimmer, als all das Erstaunliche zu vergessen, was wir bereits mit Jesus erlebt oder von ihm gelernt haben. Es soll uns gut in Erinnerung bleiben, daher können wir es jederzeit hervorholen. Und wenn du einem neuen Mensch von etwas erzählst, was für dich alt ist, dann ist es für ihn trotzdem neu. Daher bereicherst du das Leben dieses Menschen, auch wenn du etwas Altes erzählst. Aber gleichzeitig gibt es immer wieder neue Aspekte zu entdecken, die man zuerst nicht wahrgenommen hat, oder auch ganze Geschichten, die einem zuerst nicht aufgefallen waren.
In der Bibel gibt es zwar so einige Textpassagen, die enorm unangenehm zu lesen sind, aber gleichzeitig sind darin auch echte geistige Schätze versteckt.
Und der jenige, der uns diese Schätze zukommen ließ, an dem selbst ist nichts Schlimmes und nichts Böses, daher sollten wir bemüht sein, seine Güte aus seinem Wort zu erkennen. Denn Jesus hat gesagt: Niemand ist gut als nur Gott allein.
Und Jesus muss es ja wohl wissen, denn er hat persönlich bei Gott gestanden, er kennt Gott besser als sonst irgendwer anders. Darum müssen wir zwar die negativen Texte aus der Bibel zur Kenntnis nehmen und dürfen sie nicht leugnen, aber wir müssen auch immer den Nutzen einschätzen. Denn schlimme Texte nützen fast gar nichts, aber kluge Texte nützen viel, und man kann sie jederzeit hervorholen.
An dieser Stelle haben wir die ganzen Gleichnisse erfolgreich hinter uns gebracht, die Jesus über das Wirken des Reiches der Himmel laut diesem Kapitel erzählte, und es ist hoffentlich auch einiges in eurer Erinnerung hängen geblieben. Da wir aber das gesamte Kapitel behandeln wollen, müssen wir uns vor dem Ende des Videos noch kurz eine Erzählung anschauen, die über ein Ereignis in Nazareth geschrieben steht. Jesus war lange nicht mehr dort gewesen, weil die Menschen dort ihn nicht ernstnahmen, denn sie kannten ihn seit seiner Kindheit und meinten daher, er könne kein von Gott berufener Mensch sein. Jesus wollte ihnen aber noch eine letzte Chance geben und besuchte die Stadt daher nochmal. Diesbezüglich lesen wir in den Versen 53 bis 58:
Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er von dort weg.
Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer Synagoge, sodass sie staunten und sprachen: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Wunderkräfte?
Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und seine Brüder heißen Jakobus und Joses und Simon und Judas?
Und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher hat dieser denn das alles?
Und sie nahmen Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet außer in seinem Vaterland und in seinem Haus!
Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.
Durch Vers 55 erfahren wir ganz nebenbei, wie die Namen der leiblichen Brüder von Jesus lauteten und dass Jesus als Sohn des Zimmermannes bekannt war in seiner ehemaligen Heimatstadt, denn das war das Handwerk, das er von Josef gelernt hatte, bevor seine Verkündigungsreisen losgingen. Allerdings werden diese Fakten erneut zum Anlass genommen, um über Jesus die Nase zu rümpfen und ihn nicht für voll zu nehmen, obwohl schon ein paar wenige Wundertaten passierten und er Worte der Weisheit redete vor ihren Ohren. Die Menschen waren so hochmütig in ihrem Herzen, dass sie es Jesus nicht zugestehen konnten, eine derart große Weisheit bekommen zu haben, die er ihnen nun zur Belehrung verkündigt, und sie zeigten sich schonwieder enorm widerspenstig. Dies führt auch dazu, dass nur ganz wenige Wunder passieren konnten an diesem Ort. Denn wer die Weisheit nicht an sich ranlässt, der muss auch keine Wunder sehen. Und der Vater erlaubt auch gar keine Wunder, besonders nicht in großer Zahl, sobald er sieht, dass die Menschen die Verkündigung der Wahrheit ablehnen.
Und nun haben wir alle Verse des Kapitels bewältigt. Was lernen wir nun daraus, und was können wir uns für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?
Aufgrund der Tatsache, dass Jesus hier viele Gleichnisse redete, sollten wir in unseren Herzen erkennen, dass es zu Jesus dazugehört und Teil seines Wesens ist, Dinge sinnbildlich darzustellen. Als Jesus-Nachfolger sind wir zwar nicht verpflichtet, deshalb nun selber ebenfalls möglichst viele Gleichnisse zu erfinden, aber was wir hingegen durchaus hinbekommen sollten, ist, dass wir einen grundlegenden Respekt dafür übrig haben, wenn jemand ordentliche Gleichnisse vortragen kann und dass es gut ist, wenn man die Bereitschaft hat, sich in sowas hineinzuvertiefen. Denn eben das ist ja der Grund, warum die Gleichnisse vorgetragen werden. Es geschieht, um Leute zum Nachdenken zu bringen. Es ist wie ein Training für unser Denken. Und als Jesus-Nachfolger schreckt man vor derartigem Training nicht zurück. Ganz besonders durch die Gleichnisse des aktuellen Kapitels lernen wir ja Dinge, die im übernatürlichen passieren, und das ist sehr nützlich, um für diese Dinge ein höheres Bewusstsein zu entwickeln, weil wir das alles normalerweise nicht sehen können. Und wenn wir nicht fähig sind, es zu sehen, ist es nützlich, es wenigstens durch Gleichnisse beschrieben zu bekommen, also wie der Teufel aktiv handelt und wie Glaube heranwächst und wie alles sonstige Dazugehörige geschieht.
Außerdem lernen wir durch die letzten Verse des Kapitels, dass es auch Gottes Wille sein kann, wenn Wunderzeichen ausbleiben, und zwar hauptsächlich dann, wenn die Menschen sich als widerspenstig gegen die Verkündigung der Wahrheit erweisen. Dieses Wissen ist kostbar, weil wir dadurch von niemandem verführt werden können, wenn einer uns unterstellen will, der Fehler würde bei uns liegen, sofern Wunderzeichen ausbleiben.
Und nach all diesen nützlichen Entdeckungen ist es mit diesem Video genug.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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