Text zu "Bibellehre - Kapitel 20 im Evangelium des Matthäus"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 20 vom Evangelium des Matthäus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
In Kapitel 19 endete die Rede von Jesus damit, dass er darauf aufmerksam machte, wie die Ersten die Letzten und die Letzten die Ersten sein werden. Nun lesen wir im aktuellen Kapitel gleich zu Beginn ein Gleichnis von Jesus, welches verdeutlichen soll, was Jesus damit meint. Daher lesen wir folgende Worte in den Versen 1 bis 16:
Denn das Reich der Himmel gleicht einem Hausherrn, der am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen.
Und nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.
Als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt untätig stehen
und sprach zu diesen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben!
Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe.
Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig dastehen und sprach zu ihnen: Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt! Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr empfangen!
Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei den Letzten anfängst, bis zu den Ersten.
Und es kamen die, welche um die elfte Stunde [eingestellt worden waren], und empfingen jeder einen Denar.
Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; da empfingen auch sie jeder einen Denar.
Und als sie ihn empfangen hatten, murrten sie gegen den Hausherrn
und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgemacht, die wir die Last und Hitze des Tages getragen haben!
Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen?
Nimm das Deine und geh hin! Ich will aber diesem Letzten so viel geben wie dir.
Oder habe ich nicht Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Blickst du darum neidisch, weil ich gütig bin?
So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.
Bei diesem Gleichnis liegt der Kern in dem vorletzten Vers, denn dort kommt das Herzstück des Gleichnisses vor, nämlich die Frage: „Blickst du darum neidisch, weil ich gütig bin?“
Denn wir merken ja an dem vorher gelesenen Text, dass es Menschen gab, die bereits am Beginn des Tages angefangen haben, in dem Weinberg zu arbeiten, die haben also die vollen 12 Stunden als Arbeitszeit gehabt, und ebenso hatte der Herr des Weinbergs um die elfte Stunde Leute in den Weinberg geschickt. Diese haben nur eine einzige Stunde gearbeitet und dann war es bereits Abend, aber trotzdem erhalten sie den selben Lohn wie die, die sich den ganzen Tag lang abgemüht haben. Und ich bin mir sicher, dass jeder einzelne Mensch dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen kann, das man bekommt, wenn man sich übelst abgemüht hat und seinen angemessenen Lohn bekommt, aber dann kommt einer, der hat nur wenig geleistet und bekommt die gleiche Menge.
Da würde ein Mensch von Natur aus entweder sagen: „Ich will mehr, als dieser Spätzügler bekommen hat!“,
oder aber, wenn das nicht möglich ist, dann würde der Mensch zu dem Herrn sagen: „Erkenne doch meine große Leistung an, indem du den Menschen kleineren Lohn gibst, die weniger geleistet haben als ich!“
Das ist die weltliche, fleischliche, selbstsüchtige Sichtweise der Dinge. Weil aber Gott gütig ist, ebenso wie Jesus gütig ist, widerstrebt dieses Denken dem Wesen Gottes. Deshalb reagiert der Herr des Weinbergs mit der Frage, ob es ihm jetzt etwa zur Schuld erklärt wird, dass er gütig mit allen umgeht. Ein Mensch, der die Liebe Gottes in sich hat, der würde auf die Menschen nicht mit Neid oder Missgunst schauen, welche nur eine Stunde lang gearbeitet haben und trotzdem den vollen Tageslohn bekommen. Sondern ein Mensch, der die Liebe Gottes in sich hat, würde sich denken: „Zum Glück sind diese Menschen zu uns in den Weinberg gekommen und werden von unserem Herrn bezahlt, der gütig ist. Andernfalls hätten sie bestimmt nicht genug Geld verdient, um sich heute eine ordentliche Mahlzeit leisten zu können, und dann wären sie geplagt von Hunger ins Bett gegangen.“
Weil also durch die Güte des Herrn die Situation der spät dazugekommenen Arbeiter nicht so schlimm wurde, wie sie ohne den Herrn geworden wäre, sollte man sich für diese Menschen freuen, auch wenn man selbst viel mehr Lasten zu tragen hatte als sie. Denn die eigene Versorgung war ja sowieso schon gesichert, aber bei den anderen ist es eher Glück, dass der Herr so viel Güte zeigt.
Nun will ich aber mal mit den Umschreibungen zum Ende kommen und die eigentliche Bedeutung des Gleichnisses auslegen. Der Weinberg steht für das Königreich von Jesus Christus auf Erden. Jesus ist der Verwalter des Weinbergs, und der Hausherr des Weinbergs ist unser Vater im Himmel, Gott der Höchste.
Der Lohn, der für alle gleich sein wird, ist die Mitgliedschaft im Reich Gottes, in welchem nach dem Wille Gottes Jesus bis zum Ende das Sagen hat und wo jeder Einkehrende großzügige Gaben bekommt. Gott will, dass jeder den Segen in seinem Reich voll empfängt, auch die, welche erst spät in ihrem Leben hinzu gekommen sind. Denn die Zeit des Arbeitstages ist sozusagen die Lebenszeit eines Menschen. Die Menschen, die gleich zu Beginn des Arbeitstages gearbeitet haben, die sind in der Deutung Menschen, welche bereits sehr früh in ihrem Leben von Jesus berufen wurden und welche viele Jahre lang für Jesus unterwegs oder sonst in irgendeiner anderen fruchtbaren Weise aktiv waren. Die Menschen aber, die zur elften Stunde eingestellt wurden, das sind solche, die erst sehr spät in ihrem Leben zu Jesus fanden, im erhöhten Erwachsenenalter, und sie hatten dann auch eine Zeit, in der sie für Jesus aktiv waren, bevor sie starben oder bevor die Entrückung passierte, aber diese Zeit war bei weitem nicht so lang wie bei jemandem, der Jesus schon seit seiner Jugend oder noch früher kennt. Und so jemand, der Jesus schon fast sein Leben lang kennt, der könnte im Himmelreich dazu neigen, vor Jesus zu meckern, indem er sagt: „Wie kann es sein, dass diese Leute da, die dich fast ihr ganzes Leben ignorierten, die selben Gaben in üppiger Menge erhalten, wie ich es selbst bekomme?“
Und aus dem Gleichnis erfahren wir die Antwort. Es kann so sein, weil Gott gütig ist und will, dass es jedem in seinem Reich gut gehen wird, auch wenn man erst spät dazu kam. Alle sollen Freude haben im Reich Gottes. Und es wäre nicht okay, sich darüber zu beschweren, denn es ist nicht unsere Angelegenheit, wann genau Gott einen Mensch zu Jesus führen will, ob zeitig oder erst spät. Wenn der Mensch dem Ruf gefolgt und in den sprichwörtlichen Weinberg gegangen ist, sobald er gerufen wurde, dann ist das gut so und er soll auch den vollen Segen bekommen, ohne dass wir murren, wenn wir schon viel länger dabei sind. Es wäre falsch, deswegen an Gott herumzunörgeln, weil er seine Güte nicht von Leistung abhängig macht, sondern einfach davon, ob der Mensch bereitwillig Gottes Wille tat oder nicht, als er dazu aufgefordert war.
Dieses Gedankengut ist sicher schwer anzunehmen. Jedoch muss man auch sagen, selbst wenn ein langer Weg mit Jesus oft schwerer ist als nur ein kurzer, da wir Anfechtungen erdulden und Durststrecken verkraften müssen, so ist der Weg mit Jesus wenigstens kein Weg, auf dem man so verloren umher taumelt, wie wenn man in der Welt wäre, sondern ebenso, wie der Weg mit Jesus teils anspruchsvoll sein kann, so kann und wird er ebenfalls wundervoll sein, und man wird Dinge erleben, die die Menschen für ein Märchen halten werden, welche sich stattdessen die meiste Zeit in der Welt getummelt haben. Eigentlich ist der Weg mit Jesus besser als der Weg in der Welt. Denn Jesus gewährt denen, die ihm ihre Liebe zeigen, auch eine gewisse Obhut, die ein Mensch ohne Jesus nicht finden wird. In der Welt gibt es viele Ungerechtigkeiten, und in der Welt müssen sich viele Menschen abmühen, aber sie bekommen dann trotzdem nur einen sehr bescheidenen Lohn, ohne eine Aussicht auf eine bessere Zukunft. Wer aber in dem sprichwörtlichen Weinberg arbeitet, den Jesus verwaltet, der wird nach dem Mangel auf der Erde das Gegenteil erleben dürfen, nämlich den überschüttenden Reichtum von Gottes Gaben. Und als ein Kind Gottes sollte man es anderen locker gönnen, wenn sie dies ebenfalls erleben, denn egal welchen Eindruck eure Mitmenschen in dieser Welt machen: Ich kann euch versichern, dass so ziemlich jeder Mensch hier auf die eine oder andere Art erheblichen Mangel leidet. Und das wird in dieser gefallenen Welt auch nicht aufhören. Eben deshalb ist es jedem Mensch zu wünschen, dass wenigstens nach dem Ende dieser Welt bzw. nach dem Ende des Lebens auf dieser Welt, etwas Erfreulicheres auf den Mensch wartet.
Schauen wir uns nun mal die nächsten drei Verse an, wo Jesus ein weiteres Mal sein schreckliches Leiden im Vorfeld ankündigt, aber gleichzeitig auch seine Auferstehung aus den Toten vorhersagt! Wir lesen in den Versen 17 bis 19:
Und als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er die zwölf Jünger auf dem Weg beiseite und sprach zu ihnen:
Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen
und werden ihn den Heiden ausliefern, damit diese ihn verspotten und geißeln und kreuzigen; und am dritten Tag wird er auferstehen.
In diesem Fall wird gar nichts darüber berichtet, wie die Jünger reagierten. Allerdings scheinen zwei von den Jüngern diesen Gedanke, dass Jesus bald stirbt, als Anlass zu sehen, dass sie Sonderrechte einfordern. Aber sie trauten sich nicht, selber zu fragen,sondern schickten ihre Mutter vor. Demgemäß liest man in Vers 20 bis 22:
Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten.
Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, dass diese meine beiden Söhne einer zu deiner Rechten, der andere zur Linken sitzen sollen in deinem Reich!
Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet! Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde? Sie sprechen zu ihm: Wir können es!
Es ist wichtig zu wissen, dass Jesus hier auf seine Kreuzigung anspielt, wenn er von dem Kelch spricht, den er trinken muss und von der Taufe, mit welcher er getauft wird. Denn während die Taufe im Wasser zwar nicht wirklich tötet, während sie aber einen neuen Anfang markiert, wie wenn das alte Leben in Wasser begraben wird und der alte sündige Mensch stirbt, so muss Jesus ganz real sterben bei der Kreuzigung. Aber er wird hinaufkommen können, ähnlich wie man ja auch beim Taufen wieder aus dem Wasser gezogen wird. Die beiden Jünger wissen aber nicht, dass Jesus sowas meint, und sagen daher leichtfertig: Wir können es!
Ob die aber wirklich den gleichen Schmerz wie Jesus empfinden und das überhaupt aushalten, da bin ich mir nicht sicher. Rein theoretisch muss man aber schon sagen, dass auch sie eines Tages am Kreuz landen könnten, nur eben nicht als unschuldige Menschen. Jedenfalls sagte Jesus laut Vers 23 etwas zu ihnen, um ihnen den Gedanke auszureden, dass sie eine spezielle Vereinbarung treffen wollen, durch welche sie in seinem Reich Sonderrechte erhalten. Es steht geschrieben:
Und er spricht zu ihnen: Ihr werdet zwar meinen Kelch trinken und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde. Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern es wird denen zuteil, denen es von meinem Vater bereitet ist.
An diesem Vers ist erkennbar, dass Jesus wohl noch gar keine Vollmacht über dieses Detail hatte. Es war ihm in diesen Tagen nicht von Gott geschenkt, entscheiden zu dürfen, wer neben ihm sitzen wird auf seinem Thron, sobald er das tausendjährige Reich hat. Er musste erstmal abwarten, ob Gott das erlaubt, und das hat den positiven Effekt, dass er sich deswegen nun auch nicht mit derartigen Anfragen herumärgern muss wie mit der Bitte von Jakobus und Johannes. Es ist aber verständlicherweise wegen dem Verhalten von Jakobus und Johannes dazu gekommen, dass die anderen zehn Apostel sich zurückgestellt fühlten und sich ärgerten über die fast schon hochmütige Aktion der beiden, und dass sie sich nun in ihren Herzen zu Konkurrenzdenken gereizt fühlten, obwohl Jesus ihnen schon mehrmals erklärt hatte, dass Demut wichtig ist im Reich der Himmel. Demgemäß lesen wir Folgendes in den Versen 24 bis 28:
Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die beiden Brüder.
Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben.
Unter euch aber soll es nicht so sein; sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener,
und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht,
gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Besonders wichtig ist her der Hinweis, dass es die Machthaber der Heidenvölker ja auch so machen, wenn sie über ihr Volk gesetzt sind, dass sie andere kleinmachen und unterdrücken wo sie nur können. Dieses schändliche System soll es in der Mitte der Jünger nicht geben, denn es ist völlig verwerflich. Man soll sich selbst als Diener betrachten in der Mitte der anderen, und nicht als einer, der Sonderrechte bekommt, wenn er eine leitende Position hat. Jesus selbst hat doch ebenfalls nie von irgendwem Unterwerfung verlangt, sondern hat den Leuten gedient und gibt sogar sein Leben als Lösegeld für Menschen, die weniger wert sind als er. Wenn dies das Vorbild des Meisters ist, dann ist man kein echter Jünger, sobald man versucht, Vorteile zu erlangen, die die anderen nicht haben. Und diese Erklärung ist wirklich eine von den ganz wichtigen.
Im letzten Abschnitt des Kapitels finden wir einen etwas seltsamen Bericht. Dort geht es um eine Blindenheilung bei der Stadt Jericho. Seltsam ist daran, dass hier von zwei Männern die Rede ist, während es diesen Bericht bei Markus und Lukas auch gibt, aber da ist immer nur ein einziger Blinder vor Ort, der sich außergewöhnlich benimmt. Denn bei Markus wird in Kapitel 10 etwas Gleichbedeutendes berichtet wie das, was wir gleich lesen, und bei Lukas ist es in Kapitel 18.
Wie es dazu kommen konnte, dass bei Matthäus plötzlich zwei Blinde beschrieben werden, lassen wir nun mal außen vor und lesen uns die Worte trotzdem durch, um das Kapitel abzuschließen. Es steht geschrieben in den Versen 29 bis 34:
Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge nach.
Und siehe, zwei Blinde saßen am Weg. Als sie hörten, dass Jesus vorüberziehe, riefen sie und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns!
Aber das Volk gebot ihnen, sie sollten schweigen. Sie aber riefen nur noch mehr und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns!
Und Jesus stand still, rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?
Sie sagten zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden!
Da erbarmte sich Jesus über sie und rührte ihre Augen an, und sogleich wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.
Diese Situation ist dadurch besonders, dass hier ein enorm großer Eifer beschrieben wird. Andere Menschen hätten möglicherweise aufgegeben, wenn Jesus nicht reagiert, aber diesmal lief man zu Jesus hin mit aller Hoffnung.
Und nun haben wir auch schon das Ende dieses Kapitels erreicht. Was gibt es nun daraus zu lernen, und was können wir uns für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?
Der wichtigste Inhalt ist wohl das Gleichnis von den berufenen Arbeitern im Weinberg, durch welches wir lernen sollen, dass Neid im Reich der Himmel keinen Platz hat und dass man sich freuen soll, wenn auch andere Fülle haben dürfen, selbst wenn sie wenig arbeiteten. Diese Herzenshaltung in sich zu tragen, ist in der echten Nachfolge von Nöten. Wer missgünstig auf andere schauen würde, die auch erlöst werden konnten, der läuft gefahr, Gott zu verärgern. Ansonsten sollten wir uns als Jesus-Nachfolger lieber keine Gedanken darum machen, wer wohl neben Jesus sitzen darf in seinem Reich, denn wenn wir derartige Gedanken voller Hochmut und nutzloser Eitelkeit in unser wuchern lassen, dann zeigen auch wir bald ein so unliebsames Verhalten wie diese beiden und werden nur Streitsucht erregen. Daher kann man umso beruhigter sein, je weniger einen derartige Fragen und Gedanken beschäftigen. Und wir lernen durch diese Sache ein weiteres Mal, dass derjenige unter uns das größte Ansehen bekommen wird, der sich selbst als Diener betrachtet und nicht als Bestimmer. Man versucht als Jesus-Nachfolger, klein zu sein, und das geht sogar soweit, wenn Menschen einem Sonderrechte schenken wollen, dass man diese dann ablehnt und sich trotzdem unter genau die selben Regeln demütigt wie die Geringen.
Das war soweit alles zu diesem Kapitel.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein.
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