Text zu "Bibellehre - Kapitel 24 im Evangelium des Matthäus"
Link zum Video: https://youtu.be/mjXGbjIp2XA
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 24 vom Evangelium des Matthäus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
Manche wissen vielleicht schon längst, dass man in diesem Kapitel die Endzeitrede von Jesus findet, so wie Matthäus sie berichtet. Auch Markus und Lukas haben sich bemüht, die Endzeitrede von Jesus ordentlich aufzuschreiben. Bei Markus findet man sie in Kapitel 13 und bei Lukas in Kapitel 21. Wir fangen jetzt aber an, die ersten drei Verse des aktuell behandelten Kapitels zu lesen. Es steht geschrieben in den Versen 1 bis 3:
Und Jesus trat hinaus und ging vom Tempel hinweg. Und seine Jünger kamen herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen.
Jesus aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird!
Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?
Offensichtlich wird es also auf die Art berichtet, dass Jesus die Zerstörung des Tempels vorhersagte, welche dann auch rund 40 Jahre später wirklich passierte, und die Jünger wollen wissen, wann dies geschieht und fragen bei der Gelegenheit auch gleich nach dem Tag seiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit.
Jesus antwortete darauf sehr ausführlich und wir lesen als nächstes die Verse 4 bis 5:
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Acht, dass euch niemand verführt!
Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.
Diese Warnung ist schockierend. Denn zum Ausdruck gebracht wird hier, dass es Verführer geben wird, die unter dem Namen Jesus Christus auftreten. Diese Leute werden sagen: „Ich diene Jesus Christus!“, und sie werden sich klar dazu bekennen, dass Jesus der verheißene Erlöser ist, und obwohl sie dies bekennen, werden sie trotzdem Menschen verführen. Das ist sehr schrecklich, da es den allermeisten Menschen sehr schwer fallen wird, diese Leute zu durchschauen. Denn viele denken ja, sobald einer Jesus als Herr bekennt, dass dieser dann unbedingt glaubwürdig sein müsste, und dass jeder, der Jesus Christus rufen kann, kein Verführer sein könnte. Jesus sagt aber selbst etwas ganz Anderes. Das müssen wir leider als Warnung anerkennen und daher begreifen, dass es sehr wahrscheinlich ist, auf Verführer zu stoßen bei unserem Leben in dieser Welt, wenn wir uns für Jesus interessieren. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob jeder von diesen Menschen, die falsch unter dem Name Jesus Christus auftreten, überhaupt begreifen, dass sie Verführer sind, oder ob die das vielleicht gar nicht merken. Denn es gibt Menschen, die billige Gnade lehren oder die Dreieinigkeit vertreten oder das Gesetz für aufgelöst erklären und dabei aus tiefstem Herzen überzeugt sind, sie würden der Wahrheit dienen. Das ist unfassbar, was für ein übles Chaos hier auf der Erde herrscht.
Lasst uns mal lieber den nächsten Ausspruch von Jesus lesen! Es steht geschrieben in Vers 6:
Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt Acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende.
Hier ist der wichtige Hinweis von Jesus, dass es garantiert Kriege und Kriegsgerüchte geben wird, und dass dies noch lange nicht das Ende ist. Das muss man genau so anerkennen. Man kann nicht sagen, nur weil man einen Krieg sieht oder ein Kriegsgerücht hört, dass jetzt Jesus vor der Tür steht. Dadurch würde man den Ausspruch von Jesus ignorieren, den wir gerade vor uns haben. Jesus hat deutlich gesagt, dass Kriege und Kriegsgerüchte nicht das Ende der Weltzeit markieren. Und wenn wir in der Menschheitsgeschichte zurückblicken, dann finden wir ja auch ständig und jederzeit irgendwelche Kriege. Das ist bis zum heutigen Tag so und hört auch nicht auf. Irgendwo auf der Welt wird ständig Krieg geführt. Mal relativ nahe bei uns, mal relativ weit weg von uns, aber Weltfrieden in dem Sinne gibt es nicht und gab es noch nie.
Weiterhin lesen wir in den Versen 7 und 8:
Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen.
Dies alles ist der Anfang der Wehen.
Hier sehen wir, dass sogar ein Weltkrieg, also wo alle Völker sich gegeneinander erheben, im Zusammenspiel mit Hungersnöten, Erdbeben und Seuchen, gerade mal den Anfang der Wehen markiert. Das bedeutet, dass man dann zu umso größerer Tapferkeit gerufen ist, wenn man das alles gleichzeitig sieht, weil dies den Anfang der letzten Zeit einläutet, aber längst nicht die Vollendung der letzten Tage. Und eine Sache, die vor der Wiederkunft von dem echten Jesus Christus in den letzten Tagen auch noch geschehen wird und sehr erschütternd ist, lesen wir in den Versen 9 bis 13:
Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen.
Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen.
Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.
Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.
Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
Es klingt hier nicht nur so, dass eine immer größere Anzahl an falschen Propheten auftreten wird, je näher das Ende kommt, sondern dass wir da wirklich einen heftigen sozialen Verfall sehen werden und grausame Gewaltszenen, die wir uns sonst niemals hätten ausmalen können. Jesus sagt hier aber zu seinen eigenen Jüngern, die ihm gerade zuhören, dass sie ausharren müssen bis an das Ende. Das ist bemerkenswert. Er hat mit keinem Wort verlauten lassen, dass sie unbesorgt sein können, weil sie sowieso vorher in Sicherheit gebracht werden, sondern er fordert sie zu standhaften Ausharren auf, und zwar im Zusammenhang mit der größten Drangsal der Schöpfungsgeschichte.
Ein anderes wichtiges Detail steht noch in Vers 14, wo es heißt:
Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.
Genau das gleiche Evangelium, das der Messias verkündigte und welches in diesen Tagen ja nur in Jerusalem und in Galiläa breitgetragen worden war, muss zuerst allen Heidenvölkern verkündigt worden sein, bevor wirklich das Ende kommen kann. Das ist es, was dieser Vers deutlich macht. Und diese Verkündigung geschieht zum Zeugnis. Man soll es also lediglich den Menschen deutlich sagen, aber man soll niemanden zum Glauben zwingen und sich offensichtlich auch gar nicht darum kümmern, ob eine große oder kleine Anzahl gläubig wird, weil diese ganze Verkündigung einfach nur zum Zeugnis geschieht. Alle Menschen müssen es gehört haben. Das ist genug.
In den Versen 15 bis 22 wird davon geredet, dass wohl besonders im Land Juda während der großen Drangsal der Zustand enorm heftig sein wird und man dann gezwungen ist, als Jesus-Nachfolger in die Berge zu fliehen. Folgendes lesen wir:
Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!),
dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist;
wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen,
und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen.
Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!
Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht.
Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.
Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.
Man kann die Kapitel 9 und 12 im Buch des Propheten Daniel erforschen, wenn man die Stellen über diesen sogenannten Gräuel der Verwüstung finden will, aber darauf verzichte ich in diesem Video. Vielleicht wird es sich ja auch bei dem sogenannten Gräuel der Verwüstung gleichzeitig um das Bild des Tieres handeln, das angebetet werden muss von denen, die das Malzeichen empfangen haben, wie es in Kapitel 13 der Offenbarung beschrieben wird. Aber es handelt sich bei dieser Aussage nur um eine Spekulation meinerseits und sie ist es nun auch nicht wert, in diesem Video vertieft zu werden. Es ist auf jeden Fall bei dem gerade gelesenen Text bemerkenswert, wie spontan die Flucht sein muss, die in jenen Tagen nötig sein wird. Man soll gar nicht erst zurück zu seinem Haus rennen, um noch schnell Kleidung oder irgendwelche nützlichen Geräte zu holen, bevor die Flucht losgeht, sondern sobald der Gräuel der Verwüstung steht, muss man einfach nur noch weglaufen, so schnell man kann. Danach klingt dieser Text. Und wenn die Tage der Drangsal nicht verkürzt werden würden, so würde überhaupt kein lebendiges Wesen aus Fleisch und Blut am Leben bleiben. Ich weiß nicht genau, was das bedeutet, aber es klingt stark danach, dass es eine extrem große Anzahl Tote geben wird in diesen Tagen.
Nun kommt aber noch eine andere bedeutsame Warnung, die man unbedingt im Gedächtnis behalten muss und bei der man auch merkt, dass sie sich teilweise schon erfüllt hat. In den Versen 23 bis 25 lesen wir:
Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht!
Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.
Diese Warnung ist so erschreckend, dass man kaum noch weiß, was man dazu sagen soll. Aber berücksichtigen muss man es als echter Jesus-Nachfolger bzw. echte Jesus-Nachfolgerin auf jeden Fall. Jesus warnt davor, dass vereinzelt Menschen auftreten werden, die sich selber für Jesus halten oder die sagen, nicht Jesus wäre der Messias, sondern sie selber sind der Messias, und es wird Menschen geben, die große Zeichen und Wunder tun und doch falsche Propheten sind. Das ist wirklich übel, was da auf die Menschheit zukommt und teils schon auf uns zugekommen ist. Und es ermahnt uns auch deutlich dazu, dass wir niemals die Wahrhaftigkeit eines auftretenden Verkündigers danach bewerten dürfen, ob Wunder in seiner Nähe geschehen. Das ist kein sicheres Merkmal! Auch bei einigen falschen Propheten passieren Zeichen und Wunder! Außerdem kann jeder in Geheimlehren kundige Okkultist ebenfalls übernatürliche Dinge tun. Das ist überhaupt kein Beweis dafür, ein Diener Gottes zu sein.
Und wir wissen außerdem durch diese Verse mit Sicherheit, dass wir niemals irgendeinem Mensch glauben dürfen, der sich selber als Messias bzw. als neuer Christus sieht, oder der meint, eine Reinkarnation von Jesus zu sein oder irgendwas Vergleichbares. Durch die gerade gelesenen Worte haben wir die Garantie, dass es sich dabei wirklich um verführte Spinner handelt und dass wir vor sowas gewarnt werden.
Und wie es uns als Warnung vorgelegt wird, dass wir keine falschen Christusse ernstnehmen dürfen, so wird es uns ebenfalls ans Herz gelegt, dass wir nicht an eine falsche Wiederkunft glauben dürfen, zum Beispiel eine, wo gesagt wird, dass Jesus bereits zurückkehrte und dass er in einem Palast verborgen lebt und dort auf die Leute wartet. Diesbezüglich lesen wir in den Versen 26 bis 28:
Wenn sie nun zu euch sagen werden: »Siehe, er ist in der Wüste!«, so geht nicht hinaus; »Siehe, er ist in den Kammern!«, so glaubt es nicht!
Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.
Denn wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.
Hier sehen wir deutlich, dass die Wiederkunft von einem Augenblick auf den anderen passiert. Ganz plötzlich. Sie wird garantiert nicht so ablaufen, dass Jesus irgendwohin auf Erden gehen würde, um dort zu warten, bis Leute zu ihm kommen. Und wenn man die Behauptung hört, dass Jesus irgendwo warten würde, so ist das eine nichtige Spinnerei, ein völlig haltloses Gerücht, das gemäß der Belehrung von Jesus gar nicht wahr sein kann. Und nur leichtfertige Menschen, die den echten Jesus Christus nicht ernstnehmen, würden dann zu solch einem Ort reisen und ihn dort suchen. Und selbst wenn sie in besonders großen Gruppen dorthin reisen würden, so wäre doch all ihr Bemühen völlig vergeblich, da sie auf abscheuliche Lügen hereinfallen und die Worte von Jesus gekonnt ignorieren. Darum sagte Jesus: Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier. Geier sind unreine und verhasste Vögel. Und Menschen, die ungefähr mit diesen Augen angeschaut werden von Gott, wie man in dieser Welt auf Geier schaut, die erkennt man daran, dass sie jede noch so haltlose Behauptung glauben werden und sich auf alles stürzen, was unrein und geistlos ist, und je unsinniger es ist, desto bereitwilliger nehmen sie es ernst, aber die Wahrheit gefällt ihnen überhaupt nicht. Deswegen laufen solche Leute auch sofort los, wenn man ihnen einredet, Jesus wartet in der Wüste oder in irgendeiner Kammer.
Jesus beschrieb aber auch das Aussehen der echten Wiederkunft. Laut Matthäus sagte Jesus darüber folgendes in den Versen 29 bis 31:
Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden.
Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.
Hier haben wir nun also ein paar Anhaltspunkte, um die echte Wiederkunft unseres Erlösers zu erkennen. Es wird nach der Drangsal sein. Es wird große Finsternis herrschen an dem Tag. Es werden sich alle Menschen an die Brust schlagen, und Jesus wird mit großer Kraft und Herrlichkeit kommen. Jesus wird auf den Wolken sein. Jesus wird mit starkem Posaunenschall Engel aussenden. Das alles muss erfüllt sein. Und wenn auch nur eines davon fehlt, dann muss man davon ausgehen, dass es nicht die echte Wiederkunft ist, sondern vielleicht vielmehr eine betrügerische Filmtechnologie wie unter einem großen Freiluftkino.
In den Versen 32 und 33 erhalten wir durch ein winziges Gleichnis eine Ermahnung zu Wachsamkeit, denn wir lesen dort:
Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist.
Bei einem Feigenbaum ist es so, dass man auch die Frühfeigen schon essen könnte, obwohl sie erst im Sommer ganz reif sind. Das gilt aber nur, wenn man sie vom Baum pflückt. Würde stattdessen ein starker Wind die Frühfeigen abreißen, so würden sie sehr schnell verderben und wären dann ungenießbar. Wenn aber die Frühfeigen an den Feigenbäumen sind, dann weiß man, dass der Sommer kommt, in dem letztlich die vollen Feigen geerntet werden. Und ähnlich ist es mit der Drangsal. Wenn die Drangsal losgeht, also wie zur Zeit der Frühfeigen, dann weiß man, dass die echte Wiederkunft unseres Herrn Jesus wirklich nicht mehr allzu fern liegt. Die Drangsal besteht aber wirklich darin, dass wir um seines Namens willen gehasst sein werden von allen Menschen. Es wird echt übel. Und der Weg hin zur größten Drangsal aller Zeiten sind laut diesem Kapitel praktisch Tage, in denen gleichzeitig Hungersnöte, Erdbeben und Seuchen auftreten, während sich obendrein ein Volk gegen das andere erhebt, also praktisch während ein Weltkrieg tobt. Dann ist die Drangsal nicht mehr fern, und wenn die Drangsal losgeht, dann ist die Wiederkunft nicht mehr fern.
Die nächsten Worte lesen wir aus Vers 34 und 35. Dort steht:
Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Hier hat man das bis heute erfüllte Versprechen, dass die Worte von Jesus Christus nicht aus der Welt verschwinden können, und dass das Geschlecht, zu welchem er hier gerade redet, nämlich die jüdischen Menschen, auch nicht aussterben. Die Worte von Jesus bleiben offensichtlich länger als Himmel und Erde. Sie sind daher nicht mehr wegzudenken. Und wenn einer sie komplett vernichten wollen würde, so wäre seine Bemühung vergeblich.
In Vers 36 lesen wir eine sehr wichtige Aussage, denn dort sagt Jesus folgendes:
Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater.
Nur der Vater von Jesus kennt den Tag der Wiederkunft schon im Voraus. Das ist ein bedeutsamer Fakt, den man nicht unterschätzen sollte. Darüber hinaus lesen wir ein weiteres besonderes Zitat in Vers 37. Dort heißt es:
Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.
Ob es jetzt ganz genau so sein wird, wie in diesen Tagen, wollen wir mal nicht hoffen, denn in den Tagen Noahs vor der Sintflut haben die Nephilim-Riesen ihr Unwesen getrieben auf Erden. Was ich hingegen durchaus befürchte, ist, dass der moralische Verfall am Tag von Jesu Wiederkunft genau so schlimm sein wird wie in den Tagen von Noah. Damals sagten viele Menschen: „Es gibt keinen Gott!“ Sie hassten jeden gerechten Tadel und jede Verkündigung, die etwas mit Gott zu tun hatte. Und selbst wenn Gott übernatürliche Zeichen am Himmel gab, wo eigentlich jeder selbstständig denkende Mensch von alleine darauf kommen konnte, dass dies nicht von Menschen gemacht wurde, sondern von Gott, so waren die Menschen immernoch derart abgestumpft und halsstarrig, dass sie es nicht als Zeichen Gottes akzeptieren wollten und darauf beharrten, es würde überhaupt keinen Gott geben. Außerdem experimentierten die Menschen in den Tagen vor der Sintflut extrem ausgelassen mit Zaubermitteln und Beschwörungen herum.
Wir werden aber beim Weiterlesen merken, dass es Jesus eigentlich um etwas Anderes geht, und zwar um das völlig unbekümmerte Leben, das die Leute führten, indem sie meinten, es würde sie doch überhaupt kein großes Unheil treffen und alles würde weitergehen wie gewohnt. Daher sagte Jesus laut den Versen 38 und 39:
Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging,
und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.
Die Menschen bemerkten einfach nichts bzw. vielmehr weigerten sie sich, zu sehen, was Gott tut. Sie führten einfach ihren stumpfsinnigen Alltag weiter, als wäre nichts. Und dann kam das Unheil über sie, ganz unvorbereitet. Etwas enorm Ähnliches wird sich abspielen am Tag der Wiederkunft. Da aber alle echten Jesus-Nachfolger und Jesus-Nachfolgerinnen, die bis zu diesem Tag überlebt haben, von den Engeln eingesammelt werden, bevor der ganze Zorn Gottes auf der Erde wirkt, beschreibt Jesus auch, wie dieser Teil der ganzen Aktion ablaufen wird. Wir lesen in den Versen 40 und 41:
Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen.
Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen.
Wie man sieht, werden die Engel alle zum Volk von Jesus Christus wahrhaftig dazugehörigen Menschen plötzlich sammeln. Da kommt kein Engel zu dir auf’s Feld und gibt dir erstmal eine ausführliche Beratung, wie du jetzt mit der Tatsache umgehen könntest, dass dein Erdenleben sofort endet, sondern sozusagen in Windeseile werden aus der Mitte der Menschheit die herausgeholt, die 100 % in Jesus Christus sind. Egal, welche Beschäftigung die in dem Moment gerade haben. Das Volk des Messias wird genommen und der Rest steht dann plötzlich ohne sie in der Gegend.
Weitere bemerkenswerte Worte stehen in Vers 42 und 43, wo wir lesen:
So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt!
Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen.
Hier wird man zuerst zur Wachsamkeit aufgerufen, also dass man in Gedanken wach bleiben soll und nicht vergessen darf, dass Jesus eines Tages wirklich wiederkommt. Wenn hier aber von einem Dieb geredet wird, der in das Haus eines Hausherrn einbricht, so verwundert es die meisten Zuhörer wahrscheinlich, dass diesmal mit dem Hausherrn der Teufel gemeint ist, denn das Haus ist in der Deutung die Erde, und ihm ist die ganze Erde übergeben, weswegen somit auch die Nachfolger Jesu in seiner Welt bzw. sinnbildlich in seinem Haus herumlaufen. Wenn sie aber von dort herausgeholt werden, so soll möglichst wenig erfolgreicher Widerstand von den Streitkräften des Bösen erfolgen. Das ist der Grund, warum der Tag nicht exakt vorher angekündigt wird, weil dann auch der Teufel den Tag nur erraten kann und nicht fähig ist, seine gesamte Kraft auf genau diesen Tag auszurichten. Auch er wird genötigt sein, sich täglich bereitzuhalten, was sich auf Dauer als schwierig erweist, und daher wird es ihm sehr schwer fallen, das Einsammeln der Nachfolger Jesu erfolgreich zu bekämpfen, wenn die Engel, die Jesus unterstellt wurden, ausziehen und mit der Sammlung beginnen. Wenn es nämlich nach dem Teufel ginge, dann würde er die Nachfolger Jesu in der Welt festhalten wollen, damit auch sie von Gottes Zorn getroffen werden und schwer zu leiden haben.
Und somit werden wir nochmal explizit darauf aufmerksam gemacht, dass wir die Stunde nicht im Voraus wissen können, denn Jesus sagt laut Vers 44:
Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.
Sehr bemerkenswert ist hier die Formulierung, dass es zu der Stunde geschieht, wo man es nicht meint. Es wird also eine große Überraschung. Man kann auch durchaus interpretieren, dass diese Stelle gleichzeitig andeutet, wie Jesus ganz gewiss nicht zu einer Stunde kommen würde, wo es absolut passend erscheint, also zum Beispiel an einem jüdischen Festtag oder so, denn dann wäre es ja gar keine Überraschung.
Als nächstes ermahnt Jesus seine Jünger zum treuen Dienen. Es steht geschrieben in den Versen 45 bis 47:
Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?
Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird.
Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
Durch diese Verse wird nicht nur das Tun barmherziger Werke bei jeder aufkommenden Gelegenheit zu unserer Pflicht erklärt, sondern man sieht auch allgemein daran, dass man Aufgaben ausführen soll, sobald Jesus persönlich es einem zugeteilt hat. Und wenn ein Mensch am Tag der Wiederkunft damit beschäftigt ist, entweder in der Mitte der Armen zu sein, auf die er aufmerksam wurde, oder aber sonstige Aufgaben auszuführen, die Jesus ihm zuteilte, dann ist das genau der richtige Zustand. Man muss es also hinbekommen, auf der einen Seite die anvertraute Aufgabe zu erfüllen, sofern man neben dem selbstverständlichen Einhalten der Gebote noch irgendeinen Auftrag bekam, und auf der anderen Seite muss man trotz des Dienens darauf gefasst sein, dass jeder Tag der letzte sein könnte. Man darf aber kein Diener bzw. keine Dienerin sein, der oder die nur deswegen gehorsam ist, weil man davon ausgeht, dass die Wiederkunft extrem nahe ist, obwohl man ganz anders handeln würde, wenn man wüsste, dass es noch viele Jahrzehnte dauert. Jesus warnt davor in den letzten Versen des Kapitels, denn wir lesen in Vers 48 bis 51:
Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen!,
und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken,
so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt,
und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
Wenn also jemand die lange Wartezeit zum Anlass nimmt, um doch wieder abzufallen von der Treue zu Jesus und von der Gottesfurcht und sich auf Kosten anderer Gläubiger oder notleidender Menschen zu bereichern bzw. ein Leben in Ausschweifungen oder in pausenloser Fülle zu führen, dann wird er entzwei gehauen, also zerschlagen, und wird an einen Ort geworfen, wo Heulen und Zähneknirschen geschieht. Dies hat Jesus hier angekündigt, und man darf sich darauf verlassen, dass es wirklich so kommen wird. Außerdem darf man völlig darauf vertrauen, dass es die Wahrheit ist, wenn man hier liest, dass die Heuchler, also die den Glaube Vortäuschenden, ebenfalls alle an dem Ort sein werden, wo Heulen und Zähneknirschen ist. Das ist der Erbteil der Heuchler. Und es bleibt zu hoffen, dass jeder Mensch beim Lesen erfassen kann, welch ein großes Gewicht diese Worte in Vers 51 haben.
Und nun sind wir am Ende des Kapitels angekommen. Was lernen wir nun daraus, und was können wir uns besonders für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?
Ich denke, man entdeckt in diesem Kapitel genug Details, die einen Eindruck davon vermitteln, was es mit der Wiederkunft von Jesus auf sich hat. Dadurch kann man auch alle falschen Propheten und falschen Warner enttarnen, die behaupten, von Gott oder von Jesus oder von Engeln oder vom Heiligen Geist Botschaften zu empfangen über die unmittelbar vor der Tür stehende Wiederkunft Jesu. Denn es sind noch längst nicht alle Details erfüllt, die erfüllt sein müssen. Und so lange dies nicht der Fall ist, sind alle Warner falsche Verkündiger, die sagen, dass Jesus schon morgen wiederkommen könnte oder die irgendein Datum nennen, bis wann er wiedergekommen sein muss. Und wir als Jesus-Nachfolger sollten in unseren Herzen wirklich an dem Punkt ankommen und bleiben, diese Leute nicht mehr ernst zu nehmen. Wir erkennen aber auch durch die Ankündigung der großen Drangsal, dass wir im Herzen für den Zustand bereit sein müssen, zutiefst verachtet zu sein und hemmungslos bedrängt zu werden von allen Menschen, um des Namens Jesus willen, damit wir dann, wenn es real wird, standhaft bleiben können. Genau so sollten wir im Grunde genommen überaus dankbar sein, so lange diese Zeit noch nicht angebrochen ist. Und ganz besonders wichtig ist wie schon erwähnt das Zeugnis am Ende dieses Kapitels, dass alle Heuchler dort sein werden, wo das Heulen und das Zähneknirschen geschieht, also an dem Ort, wo man als Jesus-Nachfolger niemals freiwillig hingehen würde. Diese Gewissheit, dass Heuchelei definitiv ein schlimmes Ende nimmt, muss in unseren Herzen wohnen, damit wir alle Heuchelei völlig aus uns entfernen, falls vorhanden. Kein Mensch dürfte das beiseite schieben!
Und nachdem ich all diese Dinge erwähnt habe, ist über dieses Kapitel genug geredet worden.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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