Text zu "Bibellehre - Kapitel 25 im Evangelium des Matthäus"

Link zum Video: https://youtu.be/UU9AhKfmdjA

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 25 vom Evangelium des Matthäus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.

Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.

Anknüpfend an die Endzeitrede, die in Kapitel 24 berichtet wurde, finden wir im ersten Abschnitt dieses Kapitels ein Gleichnis, in welchem Jesus die Menschen dazu ermahnen will, sich rechtzeitig vorzubereiten, damit in dem Moment, wo Vorbereitung gar nicht mehr möglich ist, dann schon alles wichtige gesammelt wurde. Um dies zu verdeutlichen, erzählt Jesus das Gleichnis von den zehn Jungfrauen. Folgendes lesen wir darüber in den Versen 1 und 2:

Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 
Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. 

Hier haben wir erstmal nur die Eröffnung, also dass zehn Jungfrauen eine Lampe nehmen und dem Bräutigam entgegen gehen. Bei den Hochzeiten in diesen Tagen war es immer Tradition, dass eine Jungfrau vom Bräutigam geholt wird, aber den Tag nicht genau kennt, daher musste sie sich stets bereithalten. Und wenn er ankommt, hat sie in diesem Augenblick keine Zeit mehr, um noch großartig Sachen zu packen oder wichtige Utensilien zu besorgen oder sonstiges. Genau das gleiche gilt auch für den Tag der Wiederkunft für alle Jesus-Nachfolger und Jesus-Nachfolgerinnen. 
In den Versen 3 und 4 erfährt man, wodurch sich die Törichten von den Klugen unterscheiden. Dort lesen wir:

Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. 
Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. 

Die lauwarmen Christen wollen immer unbedingt davon ausgehen, dass mit dem Öl der Heilige Geist gemeint sei. Das hilft ihnen dabei, lauwarm zu bleiben und gar nicht erst die echte Nachfolge anzutreten, weil sie nämlich daran glauben, ein Mensch hätte sowieso den Heiligen Geist, sobald er sich zu Jesus bekennt, und somit ist durch ihre Deutung der Eindruck herrschend, dass sie schon lange völlig vorbereitet sind und nichts an sich verändern müssen. Denn sie ruhen sich gerne auf dem Gedanke aus, von ganz alleine schon völlig vorbereitet zu sein und keinen Finger rühren zu müssen, weil das Öl von selber in ihnen ist. Das ist der Grund, warum sie darauf bestehen, es müsse sich bei dem Öl in der Auslegung des Gleichnisses um den Heiligen Geist handeln. Andernfalls müssten sie ja eingestehen, dass ihnen etwas fehlt, aber das ist undenkbar. Wir als Jesus-Nachfolger müssen jedoch beachten, dass der Heilige Geist in Gleichnissen immer als Salbung bezeichnet wird, und nicht als Leuchtmittel. Hier in dem Gleichnis geht es aber darum, leuchten zu können, damit man in der Finsternis besser sieht, welche Schritte man zu setzen hat, und das muss vorbereitet sein. Deswegen steht in diesem Gleichnis das Öl für korrekte Kenntnis des Wortes Gottes. Nur dadurch weiß man, wie man seine Schritte setzen muss, wenn’s drauf ankommt. Die törichten Jungfrauen glauben daran, dass Jesus uns rettet, erforschen aber die Schriften nicht. Deswegen haben sie nur die Lampe, aber kein Leuchtmittel für die Lampe. Die klugen Jungfrauen aber haben nicht nur den Gedanke angenommen, dass Jesus uns rettet, sondern haben eben deswegen auch genau nachgeforscht, was Jesus alles verkündigte, und nun haben sie verständiges Wissen über seine Äußerungen, der Wahrheit gemäß. Das ist ihr Öl, welches sie zur Vorbereitung gesammelt hatten und welches ihre Lampe zum Leuchten bringen kann.
Weiterhin lesen wir in Vers 5:

Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 

Wie man sieht, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Alle zehn Jungfrauen. Und sie werden deswegen auch gar nicht getadelt, denn es ist ganz normal und unvermeidbar, dass die Menschen in dieser Welt altersschwach werden und schließlich entschlafen. Niemand ist ewig auf der Erde, und die Erde selbst ist auch nicht ewig, denn die jetzige Erde wird für’s Feuer aufgespart. Wichtig ist bei den Jungfrau, dass die fünf klugen vor dem Einschlafen alles erledigt hatten, was zur Vorbereitung diente für den Moment, wo sie wieder aufwachen und die Hochzeit stattfindet. Darauf kommt es in dem Gleichnis an. Und in den Versen 6 und 7 lesen wir:

Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen!
Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit. 

Diese Verse deuten die erste Auferstehung an, die bei der Wiederkunft von Jesus Christus geschehen wird. Das ist der Augenblick, an dem dann nicht Anderes mehr zählt, als mit dem Bräutigam zusammen bei der Hochzeit zu sein, und zwar schnellstmöglich. Wichtig ist bei diesen Versen noch, dass der Bräutigam zu einer enorm ungewöhnlichen Stunde kommt, zu der es keiner erwarten würde, denn es ist nicht normal, um Mitternacht mit einer Hochzeitsfeier zu beginnen. Vielmehr ist das genau der Zeitpunkt, an dem es jeder verweigern würde. Jedenfalls gab es gemäß dem Gleichnis ein Problem, denn wir lesen in den Versen 8 bis 10:

Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen!
Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst! 
Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen. 

Die törichten Jungfrauen stellen also ausgerechnet im ungünstigsten Moment fest, dass sie gar nicht alles haben, was sie brauchen, um zum Bräutigam hineinzugehen. Sie finden gar nicht erst den Weg, weil es gerade sehr dunkel ist. Und in Eile bemühen sie sich jetzt, wo es schon viel zu spät ist, erst noch darum, das notwendige Öl zu beschaffen, damit auch ihre Lampen zu leuchten beginnen. Sie beschaffen sich bei den Händlern das, was sie brauchen, aber das kostet nunmal leider Zeit und Anstrengung. Und welches Ergebnis bringt das in dieser Lage hervor? Sie stehen letztlich vor verschlossener Tür!
Es ist natürlich nur allzu menschlich, dass die törichten Jungfrauen nun an die Tür klopfen und flehentlich darum bitten, trotzdem hinein gelassen zu werden, auch wenn sie zum entscheidenden Zeitpunkt noch nicht so vorbereitet waren, wie es sich gehört. Aber was antwortet man ihnen? Sagt man zu ihnen, dass es schon okay ist und sie einfach noch schnell reinkommen sollen? Oder weigerte man sich etwa, die Hochzeit zu beginnen, weil noch die törichten Jungfrauen fehlten?
Wir werden genau erfahren, was passierte, wenn wir Vers 11 und 12 lesen. Dort steht:

Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! 
Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht! 

Diese Reaktion ist hart, aber auch gerecht. Es muss dabei für die törichten Jungfrauen ziemlich erschreckend sein, zu hören, dass der Herr sagt: „Ich kenne euch nicht!“ Das ist dadurch erschütternd, dass es sich hier um Jungfrauen handelt, die zur Hochzeit gerufen waren. Sie waren deutlich dafür vorgesehen, bei der Hochzeit mit dabei zu sein, man hatte sie praktisch anfangs mit eingeplant. Aber dann haben sie sich durch ihr törichtes Verhalten alles selbst ruiniert, weil sie nicht tun wollten, was nötig war, und der Herr sagt von innen: Er kennt sie gar nicht. Obwohl sie schonmal auf der Gästeliste standen. Das ist schon heftig, wenn wir hier sehen, dass sie ihn zweimal Herr nennen und dann doch solch eine Reaktion ernten, weil sie zu faul und zu eigensinnig waren, um sich vor dem Einschlafen das Öl zu besorgen, das ihre Lampen zum Leuchten bringt. Genau so entsetzlich wird die Hoffnung auf ewige Errettung für alle Menschen enden, die am Tag der Wiederkunft von Jesus Christus nicht leuchten können, weil sie sich geweigert haben, seine Belehrungen, die auch in den Schriften zu finden sind, allezeit mit sich zu tragen, und zwar im Herzen. Denn die Menschen müssen wissen worauf es Jesus ankommt, und das auch beherzigen. Und zwar vor seiner Wiederkunft, nicht erst nach der Auferstehung, und auch nicht ganz kurz vor dem Einschlafen. Entweder, man hat das Öl schon lange im Moment des Einschlafens, oder man schläft ohne Öl ein und bekommt dann gesagt, dass der Herr einen gar nicht kennt. Ich hoffe sehr, dass dies jedem Mensch, der die Nachfolge Jesu antritt, eine deutliche Ermahnung ist und dass diese Sache nicht auf die leichte Schulter genommen wird, und dass auch niemand anfängt, das Gleichnis einfach anders auszulegen, um sich wohlzufühlen in seinem eigenen Wandel.
In Vers 13 lesen wir noch diese Worte:

Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.

Hier werden wir nochmal deutlich dazu ermahnt, ein stetiges Bewusstsein dafür zu haben, dass wir unmöglich wissen könne, an welchem Tag oder zu welcher Stunde Jesus wiederkommt. Im Zusammenhang mit dem Gleichnis soll die Ermahnung von Vers 13 auch ausdrücken, dass wir lieber nicht erwarten sollen, die Wiederkunft noch während unserer Lebzeit zu sehen und gar nicht erst sterben zu müssen. Denn dafür gibt es keine Gewissheit. Es ist gut möglich, da wir nicht wissen, wann Jesus wiederkommt, dass wir selber vorher einschlafen. Und es wäre töricht, diese Möglichkeit pauschal zu verdrängen. Darum muss man alles vorbereitet haben, bevor man einschläft.
Und während es für alle Menschen wichtig ist, das sinnbildliche Leuchtmittel für ihre Lampe zu haben, wird es auch passieren, dass Jesus sich ein paar Leute aussondert aus seinem Volk, welchem er Aufgaben überträgt. Und sobald dies passiert ist, muss diese Aufgabe auch gewissenhaft erledigt werden. Deswegen hat Jesus das Gleichnis mit den anvertrauten Talenten erzählt, und wie lesen darüber folgendes in den Versen 14 und 15:

Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab. 
Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft, und er reiste sogleich ab. 

Wie man sieht, hat der Mensch, der außer Landes reiste, womit Jesus gemeint ist, ein paar seiner Knechte hergenommen und ihnen Talente übergeben, jedem nach seiner Kraft. Das heißt: Wenn er für einen Knecht eine Aufgabe vorgesehen hat, die zu tun ist, aber er weiß von diesem Knecht, dass er nur wenig Kraft hat, dann gibt Jesus ihm eine leichte Aufgabe, bzw. nur eine einzige Aufgabe. Wenn Jesus aber von einem Knecht weiß, dass dieser sehr viel Kraft hat und sich idealerweise auch in seinem Herzen danach sehnt, aktiv zu sein und treu zu handeln für das Königreich von Jesus Christus, dann wird Jesus entscheiden, dass diesem eine besonders große, vielleicht sogar schwere Aufgabe gegeben wird, bzw. mehrere Aufgaben, also möglicherweise fünf Aufgaben gleichzeitig. Das macht er aber wirklich nur, wenn er weiß, dass der Knecht das schaffen kann. Und der Knecht muss dann auch treu handeln. Nun lesen wir hinsichtlich dem Handeln der beauftragten Knechte in dem Gleichnis folgenden Verlauf in den Versen 16 bis 18:

Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente. 
Und ebenso der, welcher die zwei Talente empfangen hatte, auch er gewann zwei weitere. 
Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn. 

An diesen Versen erkennt man, dass zwei Knechte treu gehandelt haben und sogar Gewinn erzielen konnten. Aber einer war faul und tat so, als wäre sein Talent gar nicht da. Er vergrub es sinnlos in der Erde. Und es gilt zu beachten, dass jeder von diesen Knechten nur allein zu dem Zweck Talente anvertraut bekam, um zu erreichen, dass etwas Größeres daraus werden soll, zum Nutzen des Königreichs. Ansonsten wären ihnen die Talente gar nicht erst übergeben worden. Und als nächstes wird vom Tag der Abrechnung erzählt. Darüber lesen wir in den Versen 19 bis 25:

Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. 
Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen. 
Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! 
Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen. 
Sein Herr sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! 
Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; 
und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine! 

Kurzgefasst sieht man also, dass bei der Rückkehr des Herrn alles offenbar wurde. Jeder musste Rechenschaft darüber ablegen, was er aus dem ihm Anvertrauten gemacht hatte, und die beiden die treu gehandelt hatten, konnten mit Freude über das Ergebnis ihrer Bemühung berichten und wurden für ihre Treue belohnt dadurch, dass die den großartigen Lohn empfangen, der ihnen zugesagt war. Sie durften eingehen in das Reich, in dem alles wunderbar sein würde. Der Dritte aber hat nicht nur faul gelebt, obwohl ihm ein Talent gegeben war, sondern erdreistet sich jetzt auch noch, zu behaupten, er habe aus Angst nicht mit dem Talent gehandelt, weil er davon ausging, das Ergebnis seiner Anstrengung könnte seinem Herrn zu wenig sein und deshalb würde dann sein Herr zürnen. Das ist aber nur ein falscher Vorwand, denn der Knecht hatte schlicht und ergreifend keine Lust. Und nun,am Tag der Abrechnung, verlästert er auch noch seinen Herrn durch die Worte, die er spricht. Die Reaktion darauf steht in den restlichen Versen des Gleichnisses. In Vers 26 und 27 lesen wir:

Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? 
Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten. 

Der Herr nimmt also die Verlästerung zum Anlass, um den Knecht hart zu richten. In Vers 27 steht auch etwas davon, dass er das Talent eben hätte abgeben sollen, damit er es mit Zinsen zurückbekommt. Um dies zu verstehen, muss man wissen, dass ein Talent eigentlich ein Goldbarren oder ein Silberbarren von einer bestimmten Größe war zur damaligen Zeit,und dass es als Zahlungsmittel gilt, ähnlich wie Geld. Und man konnte Talente auch zur Bank bringen und dafür Geld ausgezahlt bekommen, und je länger es schon auf der Bank war, desto größer wäre der Geldbetrag, weil Zinsen angerechnet werden. Und die Zinsen entstehen dadurch, dass die Bank das Geld einsetzt, um Gewinn damit zu erwirtschaften, und dann gibt sie einen kleinen Teil des Gewinns ab an den, der zuerst das Talent angebracht hatte. So ist es auch mit einer Aufgabe, die Jesus uns gibt, wenn wir absolut keine Motivation haben, die Aufgabe auszuführen. Wir sollen dann die Aufgabe an jemanden weitergeben, der sie gerne erledigen will, und müssen dem dann auch alles übertragen, was zur korrekten Ausführung der Aufgabe benötigt wird. Das ist möglich, aber wir dürfen auf gar keinen Fall unsere Aufgaben verstecken und so tun, als hätte Jesus uns nie irgendwas gegeben. Weil aber der Knecht eben genau das tat, da er ein anvertrautes Talent versteckte, ergeht ein sehr hartes Urteil über ihn. Es steht geschrieben in den Versen 28 bis 30:

Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! 
Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. 
Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

Wie man sieht, hat letztlich Jesus selber einem anderen die Aufgabe übertragen, und zwar einem, der schon unter Beweis stellte, dass man sich auf ihn verlassen kann. Der faule Knecht aber, auf den Jesus sich eigentlich verlassen hatte, wird in die äußerste Finsternis geworfen. Er gehört nicht mehr zum Königreich von Jesus Christus. Es klingt sogar sehr stark danach, dass er seine ewige Errettung einbüßte, weil er zwar von Jesus etwas bekommen, aber es nicht eingesetzt hatte.

Bei diesem ermahnenden Gleichnis mit den Knechten, die übertragene Aufgaben zu erledigen hatten, bleiben aber vielleicht alle Menschen mit einer Verunsicherung zurück, die gar kein Talent erhalten haben. Man muss aber nicht befürchten, dass man deswegen verloren geht, weil man kein Talent hatte, sondern es ergeht eine andere Art von Gericht über die, die zwar ihre Lampe leuchten lassen, aber denen kein Talent übertragen wurde. Solche sind in der Pflicht, Werke der Barmherzigkeit zu üben an  arbeitenden Knechten des Königreichs. Also ihnen Speise und Getränk geben, wenn sie hungern oder dürsten, oder sie beherbergen, wenn sie keinen Ort haben, wo sie die Nacht zubringen können, und lauter solche Sachen. Jesus beschreibt in den Folgeversen dieses Gericht, das als Grundlage das gütige Handeln an seinen mit Talenten beladenen Knechten beschreibt. Und darin muss sich dann praktisch jeder Mensch wiederfinden, der die Gebote Gottes hält, aber der selber keinen Dienst hat. Es steht geschrieben in den Versen 31 bis 40:

Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, 
und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, 
und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken. 
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! 
Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; 
ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. 
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben? 
Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet? 
Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen? 
Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan! 

Ich glaube, es ist auch unbedingt zu beachten, dass diese geringsten Brüder nicht nur allein die Knechte sind, welche mit Talenten handeln müssen, sondern dass dazu auch alle Waisenkinder zählen, und alle Witwen, und alle sonstigen Armen, die auf den Name Jesus hoffen. Auch an diesen soll man so handeln wie eben beschrieben, weil es dabei so ist, als würde man dies an Jesus selbst tun. Wie aber Jesus reagiert auf Menschen, die zwar kein Talent empfangen hatten und daher auch keine Strafe für unterlassenen Dienst empfangen werden, die aber das Problem haben, dass sie sich weigerten, Barmherzigkeit zu üben an den Bedürftigen, das steht ausführlich beschrieben in den Versen 41 bis 46. Wir lesen dort:

Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! 
Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; 
ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht! 
Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient? 
Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan! 
Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.

Es ist offensichtlich, dass die Verweigerung von barmherzigen Werken an den Bedürftigen aus dem Königreich von Jesus Christus eine üble Konsequenz mit sich bringt. Es ist auch sehr bemerkenswert, wie durch Vers 41 deutlich zum Ausdruck kommt, dass das ewige Feuer, welches zur Bestrafung dient, eigentlich nur für den Satan und seine Engel bereitet wurde. Das heißt, dass da ursprünglich gar keine Menschenseelen hin sollten. Aber viele Menschen tun freiwillig die Werke des Teufels, also die Sünde, und fallen dadurch leider wegen ihren törichten Entscheidungen unter genau das gleiche Urteil. Und es wird in Vers 46 betont, dass dies eine ewige Strafe ist. Also eine Strafe ohne Ende. Wenn einer leugnet, dass Gott über eine ewige Strafe richtet, so widerspricht er Jesus, denn er hat das laut diesem bricht in aller Deutlichkeit angekündigt. Und weise handelt jeder, der sich diesen Fakt zu Herzen nimmt.

Und nun sind wir auch schon durch mit den ganzen Versen aus diesem Kapitel. Was lernen wir nun daraus, und was können wir uns besonders für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?
Wenn man das Gleichnis von den zehn Jungfrauen richtig versteht, lernt man daraus, wie wichtig es ist, verständig zu sein in der Lehre von Jesus. Das ist es, was unseren Glaube hervorleuchten lässt, und genau dies wird nötig sein, wenn wir am Tag der Wiederkunft in die Nähe von Jesus kommen wollen. Darum sollten wir uns vorbereiten, indem wir solange die Schriften erforschen, bis wir es kapiert haben, worum es Jesus geht und bis wir grob auswendig kennen, was er sagte. Dann ist es auch egal, wie dunkel die Stunde ist, in der Jesus wiederkommt, denn wir werden in der Lage sein, unsere Schritte in der Finsternis richtig zu setzen, wenn unser Glaube voll Verständnis ist, weil wir aus der Schrift gelernt haben, worauf wir achten müssen auf unserem Weg. Wie erkennen daraus also das hohe Gewicht von wahrhaftiger Schriftkenntnis. Ebenso lernen wir durch das Gleichnis der anvertrauten Talente, dass es passieren kann, von Jesus eine Aufgabe zu empfangen. Und in dem Moment, wo das geschehen ist, müssen wir das dann schon erledigen oder notfalls weiterreichen. Es ist sehr wichtig, das Empfangene auch wirklich einzusetzen, damit es dem Reich der Himmel einen Nutzen bringt, und der Nutzen für das Reich der Himmel besteht in der Ausbreitung, also dass durch unser Handeln der Glaube an die Wahrheit an die Menschen weitergetragen oder ihr Glaube gestärkt wird. Das ist der Gewinn, um den es in einem Dienst geht, also wenn man ein Talent anvertraut bekam. Wenn es passieren sollte, dass ein Mensch eines bekommt, darf er keinesfalls einfach faul herum sitzen und das Handeln mit dem Talent verweigern. Und durch das letzte Gleichnis sehen wir den hohen Wert von barmherzigem Handeln, und worin dieses bestehen sollte im Detail. Das muss uns in der Nachfolge ganz tief ins Herz fallen, dass wir sowas aus purer Selbstverständlichkeit zu tun haben, weil wir  zum Königreich von Jesus Christus dazugehören und es in diesem Reich der Standard ist, Notleidende zu versorgen, besonders wenn sie für Jesus unterwegs sind, und die Bedrückten zu trösten, wenn wir können.

Und nachdem ich all dies erklärt habe, ist nun genug über dieses Kapitel gesagt worden.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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