Text zu "Bibellehre - Kapitel 27 im Evangelium des Matthäus"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 27 vom Evangelium des Matthäus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
In diesem Kapitel herrscht die Lage, dass Jesus mitten in der Nacht gefangen und zum Tode verurteilt wurde. Da es nun aber Morgen wurde, geht das Elend in die nächste Phase. Wir lesen in den Versen 1 und 2:
Als es aber Morgen geworden war, hielten alle obersten Priester und die Ältesten des Volkes einen Rat gegen Jesus, um ihn zu töten.
Und sie banden ihn, führten ihn ab und lieferten ihn dem Statthalter Pontius Pilatus aus.
Nachdem es also eine Ratssitzung darüber gab, wie die obersten Priester und die Ältesten am schnellsten und effektivsten Jesus töten können, ohne als Verbrecher zu gelten, einigten sie sich darauf, dass sie zum Statthalter Pontius Pilatus gehen und was sie zu ihm sagen werden, damit ihr Plan gelingt.
Bei Judas Ischariot aber, welcher Jesus verraten und seine Gefangenschaft ermöglicht hatte, regte sich bereits am nächsten Tag Reue im Inneren, denn wir lesen folgenden Bericht in den Versen 3 bis 10:
Als nun Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er verurteilt war, reute es ihn; und er brachte die 30 Silberlinge den obersten Priestern und den Ältesten zurück
und sprach: Ich habe gesündigt, dass ich unschuldiges Blut verraten habe! Sie aber sprachen: Was geht das uns an? Da sieh du zu!
Da warf er die Silberlinge im Tempel hin und machte sich davon, ging hin und erhängte sich.
Die obersten Priester aber nahmen die Silberlinge und sprachen: Wir dürfen sie nicht in den Opferkasten legen, weil es Blutgeld ist!
Nachdem sie aber Rat gehalten hatten, kauften sie dafür den Acker des Töpfers als Begräbnisstätte für die Fremdlinge.
Daher wird jener Acker »Blutacker« genannt bis zum heutigen Tag.
Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, der spricht: »Und sie nahmen die 30 Silberlinge, den Wert dessen, der geschätzt wurde, den die Kinder Israels geschätzt hatten,
und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie der HERR mir befohlen hatte.«
Hier hat Matthäus aus Versehen den falschen Name genannt, denn das besagte Zitat steht nicht im Buch von Jeremia, sondern im Buch des Propheten Sacharja in Kapitel 11 wird dieses prophetische Bild dargestellt. Es ist an diesem Bericht fast schon erbärmlich, zu bemerkten,wie groß die Geldgier der obersten Priester ist. Silberlinge werden auf den Boden geworfen, weil sie Blutgeld sind, und die heben trotzdem alles auf.
Sie lieferten aber auch Jesus an Pilatus aus und daher lesen wir Folgendes in den Versen 11 bis 14:
Jesus aber stand vor dem Statthalter; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus sprach zu ihm: Du sagst es!
Und als er von den obersten Priestern und den Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts.
Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie alles gegen dich aussagen?
Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, sodass der Statthalter sich sehr verwunderte.
Hier ist auch wieder nur eine kurze Anmerkung über die anklagenden Reden der Autoritäten, während Jesus schweigt. Nun erfahren wir noch von einer kleinen Tradition, die der Statthalter Pilatus eingeführt hatte. Es steht geschrieben in den Versen 15 bis 18:
Aber anlässlich des Festes pflegte der Statthalter der Volksmenge einen Gefangenen freizugeben, welchen sie wollten.
Sie hatten aber damals einen berüchtigten Gefangenen namens Barabbas.
Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dass ich euch freilasse, Barabbas oder Jesus, den man Christus nennt?
Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten.
An sich ist es schon bemerkenswert, was für ein gutes Gespür Pilatus hatte. Er wusste, dass die religiösen Autoritäten neidisch auf Jesus waren. Darum war er auch zurückhaltend damit, Jesus zu verurteilen. Und weil er die Tradition hatte, am Passahfest einen Gefangenen freizugeben, den das Volk sich wünschte, schlug er Jesus vor, obwohl es vorher zu Sprache gekommen war, dass sie lieber einen Mörder haben wollen, nämlich Barabbas. Pilatus erhielt aber sogar von Gott auf einem Umweg die Bestätigung, dass Jesus zu Unrecht angeklagt ist, denn wir lesen folgendes in Vers 19:
Als er aber auf dem Richterstuhl saß, sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute im Traum seinetwegen viel gelitten!
Das ist schon bemerkenswert, dass seine Frau ausgerechnet in der vorhergehenden Nacht einen erschütternden Traum hatte wegen dem, was die Menschen mit Jesus tun. Das war sozusagen die übernatürliche Bestätigung für Pilatus, mit dem Gefühl richtig zu liegen, dass hier etwas gewaltig schief läuft bei dieser Anklage.
Weiterhin lesen wir in den Versen 20 und 21:
Aber die obersten Priester und die Ältesten überredeten die Volksmenge, den Barabbas zu erbitten, Jesus aber umbringen zu lassen.
Der Statthalter aber antwortete und sprach zu ihnen: Welchen von diesen beiden wollt ihr, dass ich euch freilasse? Sie sprachen: Den Barabbas!
Die Anführer des Volkes schafften es offensichtlich, die Volksmenge zu überreden, dass man lieber den Mörder freimacht als den Gerechten. Pilatus aber, weil er begriffen hatte, dass mit Jesus gerade ein Unrecht geschieht, sprach für Jesus, denn wir lesen in den Versen 22 und 23:
Pilatus spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, den man Christus nennt? Sie sprachen alle zu ihm: Kreuzige ihn!
Da sagte der Statthalter: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien noch viel mehr und sprachen: Kreuzige ihn!
Je mehr also Pilatus den Sinn ihrer Forderung hinterfragte, desto lauter wurde ihr Geschrei. Ich befürchte, dieses Phänomen wird heutzutage immernoch genau so zu beobachten sein wie damals, denn die Menschheit hat sich nicht geändert. Nicht im Herzen.
In den Versen 24 bis 26 lesen wir weiter:
Als nun Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern dass vielmehr ein Aufruhr entstand, nahm er Wasser und wusch sich vor der Volksmenge die Hände und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; seht ihr zu!
Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!
Da gab er ihnen den Barabbas frei; Jesus aber ließ er geißeln und übergab ihn zur Kreuzigung.
Das Schockierende ist hier, wen sie sagen, sein Blut komme über uns, dass sie damit nicht meinen, sie wollen durch sein Blut gereinigt werden, sondern sie sagen damit aus, dass die Blutschuld für den Tod des Messias ihnen und ihren Kindern angerechnet werden soll. Sie ruinierten sich selber und ihre Kinder. Das war ihr Wille, sie haben danach geschrien. Und es ist leider nicht möglich, dass ein Kind von Geburt an abgesondert bewertet wird, wenn es verblödete Eltern hat, denn die ganze Schöpfung funktioniert so, dass die Schuld für besonders schwere Sünde der Eltern auch den Nachwuchs belasten wird.
Jedenfalls hat Pilatus Jesus zur Kreuzigung übergeben, weil es ja deutlich zu erkennen war, dass es die Volksmenge verlangt und dass sie völlig durchdreht, wenn ihr Wille in dieser Sache nicht erfüllt wird. Eigentlich drehte sie ja allgemein schon völlig durch mit ihrem abartigen Verhalten in dieser Lage, aber sie hatte zumindest noch keinen Aufruhr gestartet. Als aber Pilatus sich die Hände wusch, um seine Unschuld am Tod dieses Mannes zu symbolisieren, da hätten eigentlich mehrere Menschen nach vorne kommen müssen, um das Gleiche zu tun, sofern auch ihnen das ganze Theater missfiel. Aber lesen wir etwas davon? Nein! Kein einziger kam nach vorne, sondern alle fühlten sich wohl in dem Gruppenzwang, der das Leiden Jesu zur Folge hatte. Zuerst wurde Jesus ausgepeitscht, und in den Versen 27 bis 31 lesen wir dann folgendes:
Da nahmen die Kriegsknechte des Statthalters Jesus in das Prätorium und versammelten die ganze Schar um ihn.
Und sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel um
und flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie auf sein Haupt, gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand und beugten vor ihm die Knie, verspotteten ihn und sprachen: Sei gegrüßt, König der Juden!
Dann spuckten sie ihn an und nahmen das Rohr und schlugen ihn auf das Haupt.
Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine Kleider an. Und sie führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
Die Soldaten wollten Jesus verspotten, um sich selbst zu belustigen, und richteten ihn noch übler zu als er durch die Geißelung schon zerschlagen war. Könnt ihr euch in Gedanken ausmalen, wie Jesus sich bei all dem gefühlt haben muss? Wie ihm zumute war, als die ganze Volksmenge schrie, er solle gekreuzigt werden, und wie ihm zumute war, als er von römischen Soldaten umzingelt war, die ihn voll Hohn und Gelächter schlugen und anspuckten und verspotteten? Ich glaube, viele begreifen gar nicht, wie das gewesen sein muss.
Und das Elend war noch lange nicht vorbei, denn wir lesen in den Versen 32 bis 36:
Als sie aber hinauszogen, fanden sie einen Mann von Kyrene namens Simon; den zwangen sie, ihm das Kreuz zu tragen.
Und als sie an den Platz kamen, den man Golgatha nennt, das heißt »Schädelstätte«,
gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken; und als er es gekostet hatte, wollte er nicht trinken.
Nachdem sie ihn nun gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider unter sich und warfen das Los, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, und das Los über mein Gewand geworfen«.
Und sie saßen dort und bewachten ihn.
Jesus konnte ein Kreuz kaum noch selber tragen wegen all seiner heftigen Verletzungen und wegen der Hitze, die an dem Tag herrschte, als er sein Kreuz tragen sollte. Und weil er kaum vorwärts kam, wurde ein anderer gezwungen, ihm das Kreuz hinterher zu tragen. Es ist auch eine üble Herzlosigkeit, ihm in seinem Durst Essig zu geben, der mit Galle vermischt ist, aber auch dazu waren sich die Menschen nicht zu schade. Und die Schriftstelle, die Matthäus hier erwähnt, wo über das Gewand eines Mannes das Los geworfen wird, ist aus Psalm 22. In Psalm 22 wird das Leiden eines Mannes geschildert, und wenn man sich den Psalm durchliest, dann merkt man, dass dort von Jesus geredet wird. Und diese Worte wurden ungefähr 1000 Jahre vor der Geburt von Jesus niedergeschrieben, durch die Hand des Königs David.
Weitere Details über das Leiden Jesu stehen in den Versen 37 bis 44. Dort lesen wir:
Und sie befestigten über seinem Haupt die Inschrift seiner Schuld: »Dies ist Jesus, der König der Juden«.
Dann wurden mit ihm zwei Räuber gekreuzigt, einer zur Rechten, der andere zur Linken.
Aber die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf
und sprachen: Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab!
Gleicherweise spotteten aber auch die obersten Priester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:
Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten! Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, und wir wollen ihm glauben!
Er hat auf Gott vertraut; der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn!
Ebenso schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
Dieses Verhalten der Menschen ist derart schäbig, dass es eigentlich gar nicht mehr schlimmer geht. Sie sehen, wie Jesus leidet in übelster Weise und tun nichts Anderes, als ihn dabei auch noch zu verspotten und ihm unverschämte Zurufe entgegenzubringen. Das ist ihre Reaktion auf alles, was mit Jesus passierte. Und sie machen sich allen Ernstes darüber lustig, dass Jesus Menschen geheilt hat. Ist das zu fassen? Es ist nicht mit Worten auszudrücken, was für eine hochgradig widerliche Bösartigkeit in den Herzen der Menschen wohnt, die sich derartig benehmen. Aber von solchen hat s am Tag der Kreuzigung gewimmelt. Weiterhin lesen wir in Vers 45 bis 50:
Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«
Etliche der Anwesenden sprachen, als sie es hörten: Der ruft den Elia!
Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.
Die Übrigen aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten!
Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf.
Manche Menschen lassen sich dazu verführen, weil hier steht, dass Jesus den Geist aufgab, zu glauben, Jesus wäre nie gestorben. Aber das ist ein Irrglaube. Wenn Jesus nicht gestorben wäre, wären auch die Prophezeiungen gemäß Jesaja 53 nicht komplett in Erfüllung gegangen. Dann wäre Jesus gar nicht der Messias gewesen. Aber wichtig zu wissen ist, dass eine plötzlich auftretende Finsternis wie in diesem Bericht immer ein Ausdruck von feststehendem Gericht ist, welches Gott in absehbarer Zeit über die Erde bringen wird. Die Finsternis symbolisiert sozusagen Gottes unvermeidbaren Zorn. Jesus aber fühlte sich in seiner letzten Stunde vor dem Tod sogar von Gott verlassen. Normalerweise spürte er immer nur, dass Gott mit ihm war, auf allen seinen Wegen, nun aber spürte er nichts mehr dergleichen. Ich mag mich da gar nicht hineinversetzen, wie sich das angefühlt haben muss, bei all dem Spott und Hass der Menschen dann nicht mal mehr die Aufmerksamkeit Gottes zu haben, sondern obendrein auch noch zu spüren, dass Gott den Rücken gekehrt hat, was ja schlimmer ist als alles menschliche Verhalten zu ertragen. Da bleibt einem endgültig überhaupt nichts mehr übrig, was einen tröstet.
Jedenfalls ist der originale Ausspruch falsch aufgeschrieben, als Jesus nach Gott rief. Denn Jesus hat es auf Hebräisch gerufen, aber der hebräische Ausruf klingt in der hinteren Hälfte anders als das, was in Vers 46 steht. Ich befürchte allerdings, dass hier nicht Matthäus einen Fehler machte, sondern dass die Schreiber unfähig waren, es richtig abzuschreiben.
Als nun aber Jesus am Kreuz gestorben war, ereignete sich etwas Unfassbares. Wir lesen in Vers 51:
Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich.
Diese Worte sind die Realität. Es gab ein Erdbeben, als Jesus gestorben war, und der Vorhang des Tempels riss entzwei. Hierbei gilt es zu beachten, dass der Vorhang aus einem extrem robusten Material hergestellt war. Es war fast unmöglich, ihn zu zerreißen. Man hätte die Kraft von mehreren starken Ochsen gebraucht, um ihn wenigstens von unten nach oben zu zerreißen. Würde man es aber von oben nach unten versuchen, so würde es eine noch größere Kraftanstrengung brauchen. Und doch ist ohne Zutun von Menschenhand der Vorhang zerrissen worden. Dies hat Gott getan. Er hat damit den Tempel entweiht, sodass der Tempel keine anerkannte Stätte mehr ist, wo er seinen Name wohnen lässt. Und weil dies der einzige Ort auf Erden war, wo Gott wohnen wollte, aber dieser Ort nun von Gott selbst geschändet wurde, bleibt kein einziger Ort mehr auf Erden übrig, wo der allein wahre Gott sich suchen lässt oder wo man ein Tieropfer darbringen könnte, das Gott wohlgefällt. Denn im Gesetz steht, dass man nur dort opfern darf, wo Gott es erlaubt hat, aber niemals an selber ausgesuchten Orten. Seit diesem Tag ist also das Darbringen eines Gott wohlgefälligen Opfers völlig unmöglich und alle Opfergaben an irgendeinem Altar seit diesem Tag zählen automatisch als ein Opfer für Dämonen.
Bei den nächsten beiden Versen empfinde ich ständig im Geist, dass sie eine Fälschung sind. Die Verse wurden von korrupten Kirchenleitern in die Bibel hineingeschmiert, aber sie sind gar nicht von Matthäus. Es steht geschrieben in den Versen 52 und 53:
Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt
und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
Diese Verse haben Menschen hinzugedichtet, um den Götzendienst zu rechtfertigen, der in der katholischen Kirche durchgeführt wird. In den echten Worten Gottes gibt es nirgendwo eine Stelle, die es rechtfertigen würde, den heiligen Menschen aus früheren Zeiten irgendwelche Gebete anzutragen oder Statuen von ihnen zu küssen oder sonstwas. Aber die Kirche wollte einen solchen Götzendienst einführen, bei dem die heilig gesprochenen Menschen aus zurückliegenden Jahren verehrt werden, als könnten sie im Himmel etwas bewegen und vom Himmel Segen austeilen. Deshalb haben die Menschen die Verse 52 und 53 in ihre Bibeln hineingeschmiert, damit sie auf diese Verse verweisen können, wenn jemand ankommt und den Götzendienst in Frage stellt, den sie betreiben. Denn sobald es in ihrer Bibel auffindbar ist, handelt es sich bei ihnen ja um etwas, woran nicht gezweifelt werden darf, selbst wenn es gotteslästerlich ist.
Die darauf folgenden Worte sind aber echt, und es heißt in Vers 54:
Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!
Wenigstens diese römischen Männer waren fähig, es einzugestehen, dass Jesus wirklich der Messias und Gottes Sohn ist, als sie die Zeichen erlebten, die beim Sterben des Messias geschahen.
Es gab aber auch Frauen, die Jesus treu sein wollten und dem bösen Treiben der Menschen schweigend zugeschaut hatten bzw. wahrscheinlich darüber weinten, denn wir lesen in den Versen 55 und 56:
Es waren aber dort viele Frauen, die von ferne zusahen, welche Jesus von Galiläa her gefolgt waren und ihm gedient hatten;
unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.
Diese Frauen waren wenigstens noch in der Nähe. Es gab aber auch einen reichen Mann, der sich um das Begräbnis kümmern wollte, denn in den Versen 57 bis 61 steht:
Als es nun Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathia namens Joseph, der auch ein Jünger Jesu geworden war.
Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, dass ihm der Leib gegeben werde.
Und Joseph nahm den Leib, wickelte ihn in reine Leinwand
und legte ihn in sein neues Grab, das er im Felsen hatte aushauen lassen; und er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging davon.
Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria, die saßen dem Grab gegenüber.
Ich nehme an, man kann es schon als Wohltat bezeichnen, dass der Leib von Jesus wenigstens ein ordentliches Begräbnis bekam, wobei das nun auch nichts mehr nützte.
Allerdings wird noch etwas berichtet, was man nicht übersehen darf, denn wir lesen in den Versen 62 bis 66:
Am anderen Tag nun, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die obersten Priester und die Pharisäer bei Pilatus
und sprachen: Herr, wir erinnern uns, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen.
So befiehl nun, dass das Grab sicher bewacht wird bis zum dritten Tag, damit nicht etwa seine Jünger in der Nacht kommen, ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist aus den Toten auferstanden!, und der letzte Betrug schlimmer wird als der erste.
Pilatus aber sprach zu ihnen: Ihr sollt eine Wache haben! Geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt!
Da gingen sie hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache.
Matthäus hat geschrieben, sie taten dies an dem Tag, der auf den Rüsttag folgt. Damit ist der Sabbattag gemeint, an dem man nicht arbeiten darf, sondern völlig ruhen soll. Wir wissen durch frühere Kapitel, besonders durch Kapitel 12, dass diese Leute Jesus töten wollten, weil er am Sabbat einen Mensch geheilt hatte und ihm das als Arbeit und somit als Entheiligung des Sabbattages ausgelegt wurde. Aber wenn sie selber am Sabbat eine Audienz beim römischen Statthalter erbitten und dann fordern, es soll eine römische Wache vor das Grab gestellt werden, und dann hingehen und sich dort ein Zelt in der Nähe des Grabes aufbauen, was ganz eindeutig Arbeit ist und daher den Tag entheiligt, dann sehen sie dabei natürlich kein Problem, sondern das ist dann in ihren Augen schon in Ordnung. Die Autoritäten sind schon immer erbärmliche Heuchler gewesen, und diese Situation ist mal wieder ein Musterbeispiel. Eines von vielen. Aber Fakt ist, dass nun das Grab Jesu von römischen Soldaten bewacht wurde, damit kein Unbefugter dem Grab zu nahe kommt und der Leib von Jesus nicht einfach gestohlen werden kann.
Damit endet der Inhalt dieses Kapitels. Was lernen wir nun daraus, und was können wir uns für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?
Man lernt eigentlich nichts Anderes aus diesem Kapitel als dass die Bösartigkeit der Menschen am Tag der Kreuzigung besonders heftig war, und dass Jesus wirklich von de Welt gehasst war. All seine guten Werke, die er um Gottes willen getan hatte, waren nichts mehr wert. Er wurde verabscheut und war Dreck in den Augen der Menschen von dieser Welt. Verspottet haben sie ihn in all seinem Schmerz, und Mitleid hatte so gut wie keiner. Und wenn ihm das passiert ist, weil er Gott diente und sich niemals darum kümmerte, die verkehrten Lüste der Menschen zu befriedigen, dann ist es durchaus denkbar, dass wir als in Wahrheit wandelnde Jesus-Nachfolger einen ähnlichen Ausgang erleben werden und dass wir definitiv kein Mitleid von den Menschen dieser Welt zu erhoffen brauchen. Wir brauchen uns auch nicht einzubilden, wir könnten die Meinung der Menschen mit guten Werken beeinflussen oder auf die Vernunft der Leute vertrauen. Denn sobald die Menschen einmal in die entsprechende Lästerlaune gebracht wurden, was sehr leicht ist, dann werden sie sich enorm hasserfüllt benehmen, ohne Grenzen, auch wenn es dafür keinen wahrhaftigen Grund gibt. Und die Menschen der heutigen Zeit, wenn Jesus nochmal ein Menschenleben auf der Erde führen würde, würden sich definitiv genau so benehmen wie die Menschen damals. Jesus würde erneut misshandelt und getötet werden, und es gäbe reichlich Leute, die das lustig fänden. Da braucht man sich selbst nichts vorzumachen, so als sei die Menschheit heute gutartig oder vernünftig. Manch einer erhofft sich vielleicht, hier ein gutes Leben in sozialer Anerkennung zu finden und erwarten zu dürfen, dass die Menschheit sich zum Besseren entwickelt, aber in Wahrheit ist die breite Masse immernoch genau so drauf wie damals. Und Jesus wurde eben deshalb trotz all seiner guten Werke verabscheut und misshandelt, weil er vom Himmel war und nicht von dieser bösen Welt. Wenn also wir selber gehasst werden, ohne irgendwas Böses zu tun, dann bestätigt es uns, auch vom Himmel anerkannt zu sein. Im Grunde genommen müssten wir uns regelrecht verwundern, wenn wir Akzeptanz finden inmitten einer großen Menschengruppe, obwohl wir die Nachfolge Jesu angetreten haben. Denn die Menschheit hat ihre hässliche Fratze an diesem Tag gezeigt, als Jesus misshandelt und gekreuzigt wurde. Genau das, was da über die Volksmenge berichtet wird, ist das, was tief in ihren bösen Herzen wohnt und was jederzeit hervorkommen kann, wenn die Umstände passen. Deswegen müssen wir als Jesus-Nachfolger aufpassen, dass wir nicht etwa unser Vertrauen auf Menschen setzen, wir müssen aber auch unser eigenes Herz reinigen von allem Bösen und standhaft ausharren in den Geboten Gottes, die alle gegen das Böse im Mensch gerichtet sind. Denn die Gebote Gottes richten sich gegen Hochmut, gegen Selbstsucht, gegen Habsucht, gegen Gewalttätigkeit, und auch gegen alles andere Böse, was im Menschen wohnt. Ein Mensch kann die Gebote eigentlich nur halten, wenn er all das Böse ins sich ablehnt. Wenn er aber mit dem Bösen in sich selbst liebäugelt, schafft er es auch nicht, die Gebote Gottes einzuhalten, sondern kann es maximal vortäuschen und vergeblich davon reden. Menschen, die Glaube oder Gutmütigkeit nach außen hin schauspielern und doch in ihrem Inneren am Bösen hängen, erkennt man immer daran, dass sie widerspenstig gegen die von Gott kommenden Gebote sind und lieber etwas Anderes einhalten, oder gar nichts halten wollen. Ob jemand wirklich aus Gott ist, erkennt man nur daran, dass die Gebote richtig angewendet werden ohne Unterlass, und nicht so wie die Pharisäer und alle anderen religiösen Menschen es tun, die irgendwelche selbst ausgedachten Worte ernstnehmen und sich deshalb fromm aufspielen, wenn sie ihre eigenen Lehren befolgen und dabei dann auch noch hin und wieder Kompromisse machen. Wie sieht es bei uns im Herzen aus, die wir Jesus nachfolgen? Lassen auch wir uns lieber von dem Bösen leiten, das im Herzen des Menschen wohnt, oder haben wir es wirklich schon verstoßen und schicken es kontinuierlich fort? Das muss jeder an sich selbst prüfen und darin wachsen. Denn andernfalls wären auch wir selber welche von denen, die im entscheidenden Augenblick in der Menge stehen und in aller Selbstgerechtigkeit rufen: „Kreuzige ihn!“
Und nachdem nun dies alles vorgetragen wurde, ist das heutige Video bei seinem Ende angelangt.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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