Text zu "Bibellehre - Kapitel 5 bis 7 im Evangelium des Matthäus"
Link zum Video: https://youtu.be/LL-YDnn7i88
Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
In diesem Video lesen wir uns die Kapitel 5 bis 7 aus dem Evangelium des Matthäus durch. Darin findet man die Bergpredigt, die Jesus verkündigte und die wir uns vor Augen halten, allerdings ohne sonderlich viele Kommentare darüber zu hören. Dieses Video dient nur dazu, die Worte besonders auf sich wirken zu lassen. Wer aber eine genaue Auslegung all der Worte aus der Bergpredigt hören will, der sollte sich die Serie mit den zehn wichtigsten Videos des Kanals anschauen, weil dort bereits die Bergpredigt zum Thema gemacht und ausführlich behandelt wurde. Diesmal geht es wie gesagt nur ums einfache Lesen, um die Äußerungen von Jesus in das eigene Herz fallen zu lassen.
Wir werden uns nun die Verse dieser Kapitel anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
Wir werden merken, dass Jesus zuerst mal die Eigenschaften aufzählt, die den Mensch glückselig machen. Das sind sozusagen die Zielwerte, die man haben soll, was den eigenen Charakter betrifft. Es steht geschrieben in Kapitel 5, Vers 1 bis 12:
Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm.
Und er tat seinen Mund auf zu einer Rede, lehrte sie und sprach:
Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden!
Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben!
Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!
Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!
Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!
Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen!
Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen!
Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.
Dies sind nun also die Eigenschaften, die besonders zählen. Es steckt auch ein gewisser Trost in diesen Versen, weil man daran erkennt, dass vor Gott vieles von dem nicht umsonst ist, was sich in dieser Welt oftmals als Hindernis für das Vorankommen in der sozialen Hierarchie herausstellt.
Als nächstes versucht Jesus, seinen Jüngern begreiflich zu machen, was für eine Wirkung sie haben sollen als Menschen, die die Wahrheit vertreten. Wir lesen in den Versen 13 bis 16:
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind.
So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Zwar werden die Menschen nicht wirklich Gott preisen, wenn wir für sie wie ein Licht sind, da sie ja viel eher auf den Mensch achten als auf den Gott, dem er dient, aber diese Verse geben uns trotzdem ein Fundament dafür, worum es uns gehen soll. Wir sind das Salz, das die Worte der Wahrheit verbreitet in einer würzigen Weise, und wir strahlen wie helles Licht, weil es bei uns all das Gute geben soll, was die Weltmenschen nicht haben. Also solche Eigenschaften wie Geduld und Friedfertigkeit, Erbarmen und Gerechtigkeitssinn.
Weiterhin ist es so, dass Jesus beginnt, über das Gesetz Gottes zu sprechen. Folgendes lesen wir in den Versen 17 bis 20:
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.
Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!
An diesen Versen erkennt man deutlich, dass gemäß der Lehre von Jesus das Gesetz niemals an Geltung verlieren wird, so lange es diese Welt gibt.
Als nächstes fängt Jesus an, die Größe und Fülle des Gebotes näher zu definieren, dass man nicht töten darf, und darauf aufmerksam zu machen, wie bedeutsam Versöhnlichkeit vor dem Angesicht Gottes ist. Das klingt fast wie eine neue Lehre, da es in den Schriften des Alten Testaments nur geringfügig zum Ausdruck kommt. Jesus sagt folgendes laut den Versen 21 bis 26:
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.
Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!
Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter ausliefert und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und du ins Gefängnis geworfen wirst.
Wahrlich, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Groschen bezahlt hast!
Wie man erkennt, wird ein Mensch sogar schon durch böse Worte, die er redet, vor Gott zum Mörder, und durch das Töten in Gedanken wahrscheinlich auch. Auch bei dem Gebot, nicht ehebrechen zu dürfen, macht Jesus darauf aufmerksam,dass dies bereits in Gedanken vermieden werden muss, denn es steht geschrieben in den Versen 27 bis 32:
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen!«
Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
Es ist auch gesagt: »Wer sich von seiner Frau scheidet, der gebe ihr einen Scheidebrief«.
Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
Offensichtlich zählt für Gott jeder als Ehebrecher, der sich in Gedanken vorstellt, mit einer fremden Person Ehebruch zu begehen, und jeder, der sich scheiden lässt, außer wegen Unzucht. Daran sieht man, was für eine bedeutsame Angelegenheit eine geschlossene Ehe ist vor dem Angesicht Gottes. Es handelt sich dabei gewiss um keine Kleinigkeit.
Eine andere Belehrung von Jesus besteht darin, dass man nicht falsch schwören und immer zu den Worten stehen soll, die man redet, und dass man sich niemals darum bemühen soll, Vergeltung zu üben für erlittenen Schaden. Diesbezüglich sagte er laut den Versen 33 bis 42:
Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht falsch schwören; du sollst aber dem Herrn deine Schwüre halten«.
Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron,
noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.
Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen.
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Auge um Auge und Zahn um Zahn!«
Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar;
und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Hemd nehmen will, dem lass auch den Mantel;
und wenn dich jemand nötigt, eine Meile weit zu gehen, so geh mit ihm zwei.
Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will!
Jesus stellt es hier als eine Sinnlosigkeit dar, wenn man darauf bestehen würde, einem anderen Mensch einen Schaden zufügen zu lassen, und er hat laut Vers 42 auch deutlich zum bereitwilligen Geben von Almosen aufgerufen, sobald wir gebeten werden.
Ein anderer, sogar ziemlich fundamentaler Punkt aus seiner Belehrung ist die Nächstenliebe, die sich auch über unsere persönlichen Feinde erstrecken soll. Darüber liest man in den Versen 43 bis 48:
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.
Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso?
Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!
Im Suchen des Wohlergehens der Menschen soll man vollkommen sein, gleichwie Gott darin vollkommen ist. Denn auch wenn Gott in der Position ist, gerechte Urteile sprechen zu müssen über vorgetragene Klagen, so ist doch allezeit in seinem Herz die Absicht, dem Mensch trotzdem noch möglichst viel Heil zu gönnen. Das Problem ist nur, dass die Menschen sich durch ihr böses Treiben ständig das Heil kaputtmachen, welches Gott ihnen eigentlich geben würde, wäre ihr Handeln und ihr Denken nicht so verkorkst, wie sie es immer wieder von sich offenbaren.
Das waren die Worte aus Kapitel 5. In Kapitel 6 predigt Jesus dann besonders stark gegen Heuchelei und gegen die nutzlose Liebe zu dieser dem Verderben unterliegenden Welt. Vor heuchlerischem Almosengeben warnt Jesus in den Versen 1 bis 4 durch folgende Worte:
Habt Acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.
Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,
damit dein Almosen im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir öffentlich vergelten.
Es bleibt zu hoffen, dass jeder Mensch diese Ermahnung beherzigt, also dass Almosengeben kein Mittel sein darf, um einen guten Ruf bei den Menschen zu erlangen, sofern man ein Kind Gottes sein will. Auch für das Gebet gibt es deutliche Ermahnungen, die Menschen lieber ignorieren als sie ernstzunehmen. Aber die Ignoranz der Masse war kein Grund für Jesus, diese Worte zu unterschlagen, sondern er sagte Folgendes laut den Versen 5 bis 13:
Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.
Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen.
Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.
Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.
Gib uns heute unser tägliches Brot.
Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.
Ich gebe lieber keinen Kommentar dazu ab, bei wie vielen Menschen unserer Tage wohl das Gebetsleben ganz genau so aussehen mag, wie Jesus es gemäß diesen Versen beschrieben hat. Besonders wichtig ist aber seine darauf folgende Erklärung bezüglich des hohen Gewichts, das Vergebung hat. Ohne Vergebung geht gar nichts. Deswegen sagte Jesus laut den Versen 14 und 15:
Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.
Diese Worte sollten lieber nicht unbekümmert an den Zuhörern und Zuhörerinnen vorbeiziehen. Gott vergibt uns nicht, wenn wir uns weigern, anderen zu vergeben. Wenn aber Gott uns nicht vergibt, dann bleibt die Schuld auf uns, die uns des ewigen Leidens würdig macht. Hoffentlich hat das soweit jeder begriffen, der Jesus nachfolgt!
Auch beim Fasten neigen einige Leute zum Heucheln, darum sprach Jesus laut den Versen 16 bis 18:
Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.
Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht,
damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.
Traditionell ist Fasten beinahe immer mit Trauern in Verbindung gewesen. Wenn man wegen etwas trauerte, hat man sich Asche über den Kopf gestreut, sich in Sacktuch gekleidet und nichts mehr gegessen. Manchmal tat man dies aber auch als ein Zeichen der Selbstdemütigung und Gottesfurcht, und immer dann, wenn einer Asche auf dem Haupt hatte, wussten die Leute: Dieser Mensch fastet gerade!
Jesus sagt aber, man soll fasten, ohne dass andere es einem sofort ansehen, damit man von Menschen keine Bewunderung bekommt.
Ab Vers 19 geht es damit los, dass Jesus eindringlich warnt vor den Dingen, die in dieser Welt etwas Tolles sind, denn man darf mit dem Herzen nicht daran hängen und nicht nach ihnen streben. In den Versen 19 bis 24 liest man:
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen.
Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen!
Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.
Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!
Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!
Diese wichtigen Prinzipien vom Reich der Himmel sollte der Mensch auf jeden Fall verinnerlichen. Und im letzten Absatz vom sechsten Kapitel steht noch eine Rede, die uns aufzeigen soll, wie sinnlos es ist, sich um die Versorgung in der jetzigen Weltzeit Sorgen zu machen. Jesus sagte laut den Versen 25 bis 34:
Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?
Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht;
ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden?
Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!
Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.
Rein theoretisch gibt es keine Zeit, wo man wirklich sicher ist vor Hunger oder Blöße, gleichzeitig aber wäre es von Gott theoretisch nicht zu erwarten, dass er seine eigenen Kinder versauern lässt. Daher hat es überhaupt keinen Nutzen, wenn man sich von den Sorgen dieses Lebens in Beschlag nehmen lässt.
Kapitel 6 ist nun beendet und in Kapitel 7 beginnt Jesus damit, eindringlich davor zu warnen, sich als Richter aufzuspielen, und er tadelt die unter Menschen unfassbar weit verbreitete Doppelmoral. Es steht geschrieben in den Versen 1 bis 6:
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.
Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?
Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! und siehe, der Balken ist in deinem Auge?
Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!
Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese sie nicht mit ihren Füßen zertreten und jene sich nicht umwenden und euch zerreißen.
Mit diesen Worten haben die Menschen seit jeher massive Probleme, wenn es darum geht, sie zu berücksichtigen bei ihrem eigenen Verhalten. Und doch ist man gut damit beraten, das zu beherzigen. Noch eine Ermutigung zum Beten spricht Jesus aber in den darauf folgenden Versen, denn wir lesen in Vers 7 bis 11:
Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!
Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.
Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt,
und, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt?
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!
Hier verkündigt Jesus, wenn man Gott um etwas Gutes bittet, dass dann auch wirklich etwas Gutes kommt und nichts Böses. Wenn hier aber von bitten und suchen und anklopfen gesprochen wird, dann ist das ein überzeugtes Handeln ohne Zweifel. Denn es würde ja keinen Sinn machen, von Gott zu erwarten, dass er etwas gar nicht tun kann, und ihn trotzdem darum zu bitten.
Einen Ausspruch über das Prinzip, auf dem bereits Gottes Gesetz basiert, liest man in Vers 12, wo es heißt:
Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.
Letztlich lautet die Botschaft immer wieder, dass es bei jedem Mensch einen Zeitpunkt geben wird, an dem sein Tun ihm von Gott auf seinen eigenen Kopf vergolten wird, und darüber sollte man sich günstigstenfalls von Anfang an im Klaren sein.
In den restlichen Versen versucht Jesus ganz besonders, vor Gefahren zu warnen. Wie enorm groß und real die Gefahr des Verlorengehens ist, bringt er nirgends so deutlich zum Ausdruck wie in den Versen 13 und 14. Dort lesen wir:
Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen.
Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.
Hoffentlich dämmert bei denen, die Jesus ernst nehmen und an Gott glauben, allezeit die Aussage in den Gedanken, dass es wenige sind, die den Weg zum Leben finden. Denn dadurch weiß man automatisch: Wo große Menschenmengen sind, gibt es das Leben nicht.
Als nächstes warnt Jesus vor falschen Propheten. Niemand soll sich einbilden, dass einer ein Mann Gottes ist, nur weil etwas Übernatürliches in dessen Nähe passiert. Sämtliche Okkultisten dieser Erde, die Geheimwissen aus den Zeiten vor der Sintflut angehäuft haben, können heftige übernatürliche Dinge bewirken. Das Auftreten von Wunderzeichen rechtfertigt einen Mensch nicht, auch dann nicht, wenn der Name Jesus ausgerufen wird. Folgendes sagt Jesus diesbezüglich in den Versen 15 bis 23:
Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?
So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte.
Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen.
Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!
Jesus wird alle Gesetzlosen von sich weisen. Hoffentlich begreifen das noch genug Menschen, was das zu bedeuten hat. In den letzten Versen des Kapitels können wir feststellen, dass Jesus durch ein Gleichnis betonen will, wie das Hören seiner Worte völlig nutzlos ist, so lange man beim Hören fertig ist, aber das Anwenden der Worte vergisst oder verweigert. Es steht geschrieben in den Versen 24 bis 29:
Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.
Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.
Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute.
Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.
Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre,
denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.
Bemerkenswert ist hier auch, dass die Volksmenge erstaunt war von der ganzen Art und Weise, wie Jesus diese Worte vortrug. Man schien aus seiner Stimme herauszuhören, dass da diese Gewissheit ist, wahrhaftige Worte zu reden, die direkt von Gott stammen und nicht aus Lehrbüchern oder verdrehten Predigten trügerischer Gemeindeleiter. Es ist aber leider davon auszugehen, dass dieses Erstaunen trotzdem nicht zum Gehorsam führte, sondern dass es nur ein dahinschwindender Augenblick war. Wie immer.
Da wir nun aber das Ende von Kapitel 7 erreicht haben, sind wir mit allem durch, was wir uns im Rahmen dieses Videos vorgenommen hatten.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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