Text zu "Bibellehre - Kapitel 13 im Evangelium des Markus"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 13 vom Evangelium des Markus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
Dieses Kapitel ist eines von denen, wo sich bemüht wurde, die Worte zu berichten, die Jesus während seiner Endzeitrede am Ölberg gesagt hat. Bei Matthäus gibt es einen solchen Versuch in Kapitel 24 und bei Lukas ist es Kapitel 21. Wenn wir aber im aktuellen Kapitel von Markus die Verse 1 und 2 lesen, erblicken wir Folgendes:
Und als er aus dem Tempel ging, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Meister, sieh nur! Was für Steine! Und was für Gebäude sind das!
Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du diese großen Gebäude? Es wird kein einziger Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird!
Dieser Moment muss mit Sicherheit erschreckend für die Jünger gewesen sein. Sie selber bestaunen gerade das Aussehen des Tempels von Jerusalem, weil der König Herodes den Tempel hatte ausbauen lassen und dieser nun optisch echt was hermachte, und plötzlich kündigt Jesus ihnen an, dass hier kein Stein auf dem anderen bleibt. Sie hätten vermutlich eher erwartet, dass Jesus zustimmt, wenn es darum geht, wie prächtig der Tempel ausgebaut wurde, aber dann sagte er stattdessen die Zerstörung voraus. Jedenfalls ging Jesus wieder zum Ölberg mit allen Leuten, die ihm nachfolgten, und wir lesen in den Versen 3 und 4:
Und als er am Ölberg saß, dem Tempel gegenüber, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas für sich allein:
Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann dies alles vollendet werden soll?
Es bewegte die Apostel offensichtlich sehr in ihren Herzen, besonders die vier genannten Männer, was es mit dieser Vorhersage der Tempelzerstörung auf sich hat. Es klingt allerdings bei der sehr ausführlichen Antwort von Jesus teilweise so, als würde er sogar über die Zeit der Tempelzerstörung hinaus einiges prophezeien. Das Erste, was er als Antwort auf die Frage gibt, steht in Vers 5 und 6:
Jesus aber antwortete ihnen und begann zu reden: Habt Acht, dass euch niemand verführt!
Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es!, und werden viele verführen.
Die allergrößte Gefahr, vor der man sich in Acht nehmen muss, ist demzufolge die Verführung. Vor sowas warnt Jesus zuerst! Und das Schockierende ist ja, dass Jesus uns hier ganz nüchtern ankündigt, dass unter seinem Name Leute kommen werden, die Verführer sind. Das sind demnach keine Leute aus fremdartigen Religionen, sondern das werden Menschen sein, die Jesus als Sohn Gottes und als den gesalbten Retter bekennen, und die vielleicht sogar schon ihr eigenes Leben an Jesus gaben, und trotzdem werden sie viele Menschen verführen. Das ist absolut entsetzlich, weil man sich da sofort fragt: Ja wenn sogar derartige Leute Verführer sein werden, wem kann man dann überhaupt noch vertrauen?
Und diese Frage wird im aktuellen Kapitel nichtmal von Jesus beantwortet. Er lässt uns lediglich mit der großen Warnung zurück, dass unter seinem Name Verführer auftreten werden. Das ist ein ziemlich bedrückendes Elend. Ich selbst kann dazu nur sagen, dass ihr bei niemandem so gut aufgehoben seid wie bei Jesus persönlich. Tut keine Sünden, damit kein Lügengeist euch betört, um euch fehlzuleiten, und achtet ansonsten auf das Wirken des Heiligen Geistes, denn diesen darf Jesus als Diener benutzen, um uns die Richtung zu geben, in die alles bei uns verlaufen soll. Wenn Jesus persönlich euch alles eröffnet und ihr ihm anhängt, dann seid ihr maximal sicher. Wenn ihr aber irgendeinem Pastor oder einem wohlbekannten Prediger nachlauft, dann habt ihr keine Garantie, dass der wirklich nur Jesus dient. Erfahrungsgemäß ist da, wo die Anzahl der Besucher groß ist, auch die Verführung besonders groß. Denn wer die Wahrheit redet, der macht sich auf Dauer keine Freunde. Und wenn doch, dann nur wenige. Aber die Leute, die immer nur alles als superfröhlich darstellen und so reden, wie es den Leuten an den Ohren schmeichelt, die können natürlich auch riesige Hallen mit Besuchern füllen. Es ist aber allgemein auch jeder Mensch zu bemitleiden, der von Veranstaltung zu Veranstaltung rennt und dabei irgendwie versucht, mühsam sowas wie Glaube aufzubauen. Ihr braucht wirklich nur Jesus in eurem Leben, und die Ehrfurcht vor seinem Gott und Vater. Der Rest ist Bonus. Ihr solltet euren Glaube nicht von tollen Veranstaltungen abhängig machen. Das ist nämlich so, wie wenn ein Kranker an einem Beatmungsgerät angeschlossen ist und künstlich am Leben erhalten wird. Früher oder später kommt ja doch das monotone Piepen, weil das Leben restlos entschwunden ist. Und aus genau diesem Grund wird hier auf diesem Kanal so oft über die persönliche Nachfolge Jesu geredet, die euch rettet. Damit ihr nicht mehr Veranstaltungen oder tolle Gruppierungen nötig habt, sondern mit Jesus zusammen geht und euch auf ihn persönlich stützt. Denn Gott hat uns diesen König eingesetzt, damit wir das Volk dieses Königs sind und diesem König nahestehen und seinen Gott verehren.
Lasst uns aber mal schauen, welche Warnung Jesus als nächstes äußerte! In Vers 7 lesen wir:
Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgeschrei hören werdet, so erschreckt nicht; denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.
Durch diese Worte macht Jesus praktisch darauf aufmerksam, dass es auch vor der letzten Zeit schon viel Krieg und Kriegsgeschrei geben wird. Und das hat sich erfüllt, denn es haben seit seiner Himmelfahrt unzählige Kriege stattgefunden, die entweder von völlig Ungläubigen oder von sprichwörtlichen Wölfen im Schafspelz angeführt wurden. In Vers 8 heißt es weiter:
Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es wird hier und dort Erdbeben geben, und Hungersnöte und Unruhen werden geschehen. Das sind die Anfänge der Wehen.
Dieser Vers klingt sehr stark danach, dass all dies, was in diesem Vers genannt wird, gleichzeitig passieren muss auf der Welt, und sobald dieser Zustand herrscht, sollen wir das als den Anfang der Wehen betrachten, also gewissermaßen als den Beginn der absoluten Endzeit, wo dann alle Dinge sich rasch erfüllen, die prophezeit wurden, weil es keine ernstzunehmenden Pausen mehr gibt. Denn bei den Wehen einer schwangeren Frau werden ja die Schmerzen mit jedem Mal heftiger und die Pausen dazwischen immer unbedeutender. So muss man sich das auch vorstellen in den allerletzten Tagen. Es wird nur schlimmer und immer schlimmer werden und es wird in dieser Zeit jede Hoffnung auf Besserung nur eine selbstgebaute Illusion sein. Und trotzdem müssen die Menschen da durch, die dann noch am Leben sind.
Allerdings hat Jesus laut Markus als nächstes etwas gesagt, was sich weitesgehend schon erfüllte in den Jahrzehnten nach der Himmelfahrt, als reichlich Jünger in die ganze Welt hinauszogen, um überall das Evangelium zu verkündigen in Wort und Kraft. Wir lesen in den Versen 9 bis 13:
Ihr aber, habt Acht auf euch selbst! Denn sie werden euch den Gerichten und den Synagogen ausliefern; ihr werdet geschlagen werden, und man wird euch vor Fürsten und Könige stellen um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis.
Und allen Heidenvölkern muss zuvor das Evangelium verkündigt werden.
Wenn sie euch aber wegführen und ausliefern werden, so sorgt nicht im Voraus, was ihr reden sollt, und überlegt es nicht vorher, sondern was euch zu jener Stunde gegeben wird, das redet! Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Heilige Geist.
Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode ausliefern und der Vater das Kind, und Kinder werden sich gegen die Eltern erheben und werden sie töten helfen;
und ihr werdet von allen gehasst sein um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
Bei diesen Versen kommt die Vermutung auf, dass sie mit einer schon zurückliegenden Epoche zu tun haben, weil hier gesagt wird, dass die Jünger in Synagogen gegeißelt werden und vor Fürsten und Könige kommen um des Namens Jesus willen, also wahrscheinlich deshalb, weil in Erfahrung gebracht werden muss von der Regierung, was das für eine seltsame neue Lehre ist, die da überall breitgetragen wird. Jedoch muss man bei Vers 12 und 13 dann doch wieder eingestehen, dass es wohl derart heftig noch nie war. Von allen, also wirklich von allen Menschen, sind die Nachfolger Jesu bisher noch nicht gehasst worden. Das klingt dann doch wieder wie etwas, was uns noch bevorsteht. Aber wenn man davon ausgehen würde, dass uns alles gerade Gelesene noch bevorsteht, dann hätte das ja zu bedeuten, dass wir in die Synagogen hineingehen müssten, um dort das Evangelium zu erklären, auch mit Beweisen aus dem Alten Testament, dass Jesus der Messias ist, wobei wir dann deswegen körperliche Züchtigung zu erwarten hätten in einigen Fällen. Entweder das, oder Markus hat hier irgendwas durcheinandergehauen mit den Äußerungen von Jesus.
Jedenfalls steht geschrieben in den Versen 14 bis 18:
Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, da stehen seht, wo er nicht soll (wer es liest, der achte darauf!), dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist;
wer aber auf dem Dach ist, der steige nicht hinab ins Haus und gehe auch nicht hinein, um etwas aus seinem Haus zu holen;
und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um sein Gewand zu holen.
Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!
Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschieht.
Diese Verse beschreiben wohlgemerkt Tage, an welchen der sogenannte Gräuel der Verwüstung aufgestellt wurde, welcher schonmal im Buch des Propheten Daniel in Kapitel 9 und 12 erwähnt wurde. Was genau es damit auf sich hat, ist aber leider nicht definiert. Sobald aber dieses Ding steht, wie auch immer es aussehen mag, muss man aus den Städten fliehen, sollte man da gerade im Land Judäa wohnen. Man kann sich scheinbar glücklich schätzen, wenn man in diesen Tagen nicht in diesem Land ist. Und der Grund, warum man beim Anblick vom Gräuel der Verwüstung sofort fliehen muss, ist, dass dann die große Drangsal losbricht, denn wir lesen in den Versen 19 und 20:
Denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie es keine gegeben hat von Anfang der Schöpfung, die Gott erschuf, bis jetzt, und wie es auch keine mehr geben wird.
Und wenn der HERR die Tage nicht verkürzt hätte, so würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er erwählt hat, hat er die Tage verkürzt.
Es ist mit Sicherheit mindestens irritierend, wie hier gesagt wird, dass kein Mensch am Leben bleiben würde in der großen Drangsal, wenn nicht Gott selbst entschieden hätte, dass die Dauer verkürzt werden soll. Was um alles in der Welt soll es sein, was in diesen Tagen passiert? Man findet leider keine klaren Indizien darüber, aber man erkennt schonmal deutlich, dass es eine Zeit ist, zu welcher man nicht in den Städten sein will.
Und gerade wenn die Tage außergewöhnlich hart sind, fragen sich natürlich die Menschen umso stärker, ob jetzt endlich Jesus wiederkommt. Daher gibt es im Zusammenhang mit dieser Hoffnung eine Warnung, denn Jesus sagte laut den Versen 21 bis 23:
Und wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: Siehe, dort!, so glaubt es nicht.
Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Ihr aber, habt Acht! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.
Ausgerechnet in der Drangsal werden sich, wenn man diese Worte darauf bezieht, mehrere Leute als Erlöser aufspielen und sogar Wunderzeichen tun und sich selbst auf eine Stufe mit Jesus stellen, indem sie sich selber für den Messias halten. Auf sowas dürfen wir offensichtlich niemals hereinfallen. Es hat aber auch bis heute schon einige falsche Christusse gegeben, also vereinzelt den einen oder anderen Mann, der meint und ausruft, die Wiedergeburt von Jesus Christus zu sein, oder selbst der erwartete Messias zu sein, als wäre Jesus es nicht gewesen. In gewisser Weise hat sich daher das gerade Gelesene schon erfüllt, aber es scheint noch besonders verrückt zu werden in der Drangsal.
Woran man aber die echte Wiederkunft erkennen kann, hat Jesus auch gesagt, und laut Markus sprach er darüber folgendes gemäß den Versen 24 bis 27:
Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben,
und die Sterne des Himmels werden herabfallen und die Kräfte im Himmel erschüttert werden.
Und dann wird man den Sohn des Menschen in den Wolken kommen sehen mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwählten sammeln von den vier Windrichtungen, vom äußersten Ende der Erde bis zum äußersten Ende des Himmels.
Die Kräfte des Himmels werden so sehr erschüttert, das die Sterne vom Himmel herabfallen. Das wird bestimmt ein unvergleichlicher Anblick sein. Wenn man aber von Jesus gesagt bekommt, dass an diesem Tag die Sonne verfinstert ist, und auch der Mond nicht scheint, und die Sterne nicht mehr am Himmel sind, dann müssen wir fest davon ausgehen, dass an diesem Tag eine unglaublich dichte Finsternis herrschen wird. Dann aber wird die Herrlichkeit bestimmt alles erleuchten, in welcher Jesus wiederkommt. Und Jesus wird seine Engel aussenden. Er kommt also mit Engeln wieder, nicht mit Menschen, denn die Menschen, sofern sie auserwählt sind, werden geholt. Da ist es ganz egal, wo auf der Erde sie sich gerade befinden. Wenn Jesus weiß, dass sie auserwählt wurden, so werden seine Engel sie holen. Wenn aber irgendein großes Ereignis passieren würde, bei denen diese Details nicht erfüllt sind, so wäre es gewiss nicht die echte Wiederkunft, sondern eher eine sehr raffinierte Täuschung.
Als nächstes betrachten wir die Verse 28 bis 31. Dort steht:
Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
So auch ihr, wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist.
Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Zunächst wurde wohl gesagt, wenn wir alles sehen, was Jesus beschrieben hat, dass dann die Wiederkunft nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, gleichwie man am Zustand eines Feigenbaumes abschätzen kann, wie lange es noch dauert bis zum nächsten Sommer. Und dann betont Jesus, dass sowohl das Geschlecht der Juden als auch die Worte, die er redete, unmöglich aus der Welt verschwinden können, solange noch nicht alles geschehen ist, was er hier ankündigte.
Die restlichen Verse rufen zur Wachsamkeit auf, damit man nicht über die Wiederkunft des Messias erschrecken muss, aber auch nicht allzu wehleidig wird vom Warten. In Vers 32 steht:
Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.
Diese Verkündigung muss man sich unbedingt merken. Der Tag der Wiederkunft ist unbekannt. Jesus weiß es nicht. Die Engel wissen es auch nicht. Das ist ein Fakt. Wenn irgendein scheinbar gläubiger Christ etwas Anderes behauptet aufgrund von Träumen oder Impulsen oder Geistbotschaften, so ist diese Person gewiss verführt und von einem bösen Geist betört, den sie als angenehm empfindet. Nur allein der Vater von Jesus Christus kennt den Tag der Wiederkunft. Nur Gott selbst, sonst niemand. Jesus weiß es nicht. Er muss darauf warten, dass Gott den Befehl gibt. Und wenn Gott befiehlt, dass Jesus losziehen soll, dann wird Jesus sofort unterwegs sein, vorher aber geht es nicht, da Jesus niemals Gott ungehorsam sein würde, um einfach auf eigene Faust zurückzukehren.
In Vers 33 bis 37 steht:
Habt Acht, wacht und betet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
Es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab und jedem sein Werk, und dem Türhüter befahl, dass er wachen solle.
So wacht nun! Denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen;
damit er nicht, wenn er unversehens kommt, euch schlafend findet.
Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wacht!
Die Umschreibung von Vers 35 hat etwas für sich. Wenn man davon ausgeht, dass hier eine Zeitepoche beschrieben wird, die in bestimmte Abschnitte geteilt ist, zum Beispiel in Jahrhunderte, dann könnte es sein, dass entweder die Wiederkunft schon sehr nah ist oder doch sehr fern ist, also wenn, je weiter die Nacht voran geschritten ist, hier eine desto größere Wartezeit symbolisiert wird, während man die Gesamtlänge im Vorfeld ja gar nicht weiß. Ansonsten soll man wachsam sein und beten, und das Beten wird wohl darin bestehen, dass man wünscht, bewahrt zu werden bis zu Jesu Wiederkunft, und Vergebung zu haben für die eigenen Sünden.
Nachdem wir nun all dies begutachtet haben, ist das Ende des Kapitels erreicht. Was lernen wir daraus, und was können wir uns besonders für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?
Besonders genial formuliert ist in diesem Kapitel wirklich die Offenbarung, dass außer Gott höchstpersönlich niemand das Datum der Wiederkunft kennt und auch nicht kennen kann. Jesus weiß es nicht, die Engel wissen es nicht, es gibt auch keinerlei Geister von irgendwelcher Art, die dazu im Stande wären, es richtig vorherzusagen. Nur der Vater weiß es, und wenn er es nichtmal an Jesus offenbarte, warum sollte er es dann irgendeinem der Menschen von dieser Welt sagen? Wir sind nicht besser als Jesus! Wir wissen nicht, wann Jesus kommt, und dabei bleibt’s. Wir können nur eins wissen: Wenn er kommt, dann sollten wir in einem Zustand sein, in welchem wir auserwählt werden, dass die Engel uns mitnehmen. Denn die Engel werden keine besudelten Kinder einsammeln. Das ist hoffentlich verständlich. Ansonsten lernen wir insgesamt aus der Endzeitrede in diesem Kapitel, wie auch in jedem anderen Kapitel mit derartigem Inhalt, dass es noch richtig übel werden wird auf der Erde. Das böse Treiben unter der Sonne hatte schon viele Höhepunkte, aber noch nicht den größten. Daher sollten wir einerseits umso dankbarer gegenüber Gott sein, dem Heiligen Isra-els, wenn wir Frieden haben. Wir sollten aber auch unsere Herzen festigen, damit wir mit Besonnenheit jeder schweren Zeit entgegentreten können und nicht Jesus aus den Augen verlieren, sondern unabhängig von allem, was unsere Augen sehen werden, im Herzen nur seine Nähe erstreben. Für schwere Zeiten ist man eigentlich nur gewappnet, wenn man eingesteht, dass es ab einem unbekannten Punkt sehr schwierig werden wird, und wenn man den Mut haben will, trotzdem in der Nachfolge weiter zu gehen, selbst wenn man gewiss kleinere Schäden erleiden wird auf dem Weg.
Und nun ist auch dieses Video bei seinem Ende angelangt.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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