Text zu "Bibellehre - Kapitel 3 im Evangelium des Markus"

Link zum Video: https://youtu.be/KkO210ImLt0

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 3 vom Evangelium des Markus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.

Wir werden uns nun die Verse dieser Kapitel anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.

Der erste Bericht, den wir hier vorfinden, hat mit Heilung am Sabbattag zu tun. Die religiösen Leute waren der Ansicht, allen voran die Pharisäer, dass man nicht für die Heilung der Menschen am Sabbat beten darf, weil das als Arbeit zählt und daher todeswürdig sei, und darum soll es überhaupt nicht geschehen. Denn der Sabbattag ist ja der Tag der völligen Ruhe. Aber in Wahrheit ist es so, dass dieser Tag nicht existiert, um die Menschen zum beugsamen Stillsein zu zwingen und sofort an ihnen herumzunörgeln, sobald sie einen Finger rühren, sondern der Sabbattag soll in erster Linie zur Erholung und Erquickung dienen, es soll ein Tag sein, an dem man sich daran erfreut, zu neuen Kräften zu kommen und sich nicht abmühen zu müssen. Und weil Erholung für die Menschen nicht möglich ist, die von ganz besonders heftigen Gebrechen geplagt sind und sie daher am Sabbattag leiden, obwohl es das gerade an diesem Tag nicht geben soll, ist ein schnelles Gebet für Heilung in Einzelfällen, wo jemand wirklich ein sehr schweres Leid trägt, durchaus legitim. Dies versucht Jesus den Menschen beizubringen, stößt dabei aber auf enorm große Widerspenstigkeit. Es steht geschrieben in den Versen 1 und 2:

Und er ging wiederum in die Synagoge. Und es war dort ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand.
Und sie lauerten ihm auf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten. 

Diese Worte an sich sind schonmal sehr bedeutsam. Jesus geht in die Gemeinde, und die religiösen Leiter lauern ihm auf. Sie warten nur darauf, dass er irgendwas tut, was als sündige Tat gebrandmarkt werden kann, damit sie ihn schlechtreden können und gleichzeitig als Helden dastehen. Und da sie ja das Volk fleißig indoktriniert haben, man dürfte niemals am Sabbattag für eine Heilung beten, also muss quasi die Menschen einfach in ihrem Leiden dahinsiechen lassen, um angeblich gottesfürchtig zu sein – deshalb beobachten sie nun Jesus ganz genau. Denn das Volk glaubt ja schon lange ihre herzlose Auslegung, nur Jesus nicht, also hätten sie dann vielleicht das Volk auf ihrer Seite, wenn sie gegen Jesus vorgehen. Sie können es nicht abwarten, Jesus mit scheinbarer Rechtmäßigkeit in Verruf zu bringen. Und wenn er jetzt vor allen Anwesenden am Sabbattag diesen Mann mit der verdorrten Hand heilt, dann ist das ja eine Steilvorlage zur Anklage. 
Weiter lesen wir in den Versen 3 und 4:

Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und tritt in die Mitte! 
Und er spricht zu ihnen: Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen. 

Hier konfrontiert nun also Jesus die religiösen Autoritäten, um zu sehen, ob sie die Wege Gottes kennen. Und man darf auch annehmen, dass er zuvor schonmal gelehrt hatte, wie das Heilen am Sabbattag bei besonders schlimmen Gebrechen gewiss keine Entheiligung ist. Die Schriftgelehrten und Pharisäer schweigen aber. Denn sie wollen ihm auf keinen Fall Recht geben, da sie ihn hassen und ihnen der Wille Gottes sowieso egal ist, also hätten sie nichts davon, was ihnen in den Kram passt, wenn sie mit Ja antworten. Sie wollen aber auch nicht Nein sagen, weil sie sonst möglicherweise Jesus davon abhalten, am Sabbat für Heilung zu beten. Und wenn er dies nicht tut, haben sie keinen Anklagegrund gegen ihn, daher schweigen sie und hoffen, er würde ihnen möglichst bald einen Grund liefern, der zur Anklage führt. Wenn sie echte Männer Gottes wären oder wenigstens aufrichtige Herzen hätten, dann würden sie mit Ja antworten oder einfach Jesus fragen, was er selber dazu meint und warum. Aber um sowas geht es ihnen nicht. Es geht ihnen nur darum, Jesus möglichst bald loszuwerden, weil er anders lehrt als sie und auch ein zu großes Gehör beim Volk findet. In Vers 5 lesen wir dann:

Und indem er sie ringsumher mit Zorn ansah, betrübt wegen der Verstocktheit ihres Herzens, sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wieder gesund wie die andere. 

Jesus hat die religiösen Schlüsselfiguren mit Zorn angeschaut. Das mag bestimmt auch ein besonderer Moment gewesen sein. Jesus wusste ganz genau, wie sie ticken und worauf sie lauern, er hat das genau mitbekommen. Und der Zorn von Jesus beruht darauf, dass eben gerade diese Leute, die die Menschen richtig über Gott belehren sollen, einen tief verwurzelten Hass im Herzen haben gegen Gott und sich immer auf Kosten der Gemeindemitglieder bereichern, denn außer Geldgier und Überheblichkeit kann man in ihren Herzen nicht wirklich irgendwas finden, und sie betrachten alles als Schande, was Gott wirklich gefällt. Das ist sehr abartig, und daher ist der Zorn von Jesus auch völlig nachvollziehbar. Jedenfalls hat nun Jesus den geplagten Mann durch Gebet geheilt, um die Frage dadurch automatisch zu beantworten, ob es erlaubt ist. Denn wir müssen bedenken, dass nicht wirklich Jesus die Kraft zum Heilen hat, sondern es stammt alles aus Gott und passiert auf Gottes Befehl hin. Wenn es also verboten wäre, am Sabbat die schwer Geplagten zu heilen, dann wäre das Heilungsgebet gar nicht erst erhört worden. Und doch wurde die Hand des Mannes gesund!
Da nun also Gott durch das Wunderzeichen an der verdorrten Hand aufgezeigt hat, dass Jesus richtig redet und diese Belehrung Gott wohlgefällt, ist der Beweis erbracht, dass man lieber auf Jesus hören sollte.
Wie die hoch intelligenten, vornehmen und gebildeten Autoritäten aus der herrschenden Religion auf diesen Fakt reagiert haben, dass Jesus dank diesem Zeichen von Gott bestätigt wurde, erfahren wir in Vers 6. Dort steht:

Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten sogleich mit den Herodianern Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten. 

Hier sehen wir nun ihre Reaktion auf Gottes Wirken. Sie wollen Jesus umbringen. Und sie versuchen zu diesem Zweck sogar, die Hilfe der römischen Soldaten vor Ort zu erlangen. Denn es war ja damals das ganze Land von den Römern besetzt, und der römische Kaiser gab den Ton an. Daher brauchten sie die Hilfe der Römer, wenn sie Jesus töten wollten, ohne hinterher Stress zu bekommen, und auch aus dem Grund, dass das Volk natürlich die Gewalt der Römer fürchtete und daher weniger Mut zum Widerstand hatte.
Wie nun Jesus darauf reagierte, dass aktiv ein Mordplan gegen ihn ausgeheckt wurde, steht in den nächsten Versen. Wir lesen in Vers 7 bis 12:

Aber Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück; und eine große Menge aus Galiläa folgte ihm nach, auch aus Judäa 
und von Jerusalem und von Idumäa und von jenseits des Jordan; und die aus der Gegend von Tyrus und Zidon kamen in großen Scharen zu ihm, weil sie gehört hatten, wie viel er tat. 
Und er befahl seinen Jüngern, ihm ein kleines Schiff bereitzuhalten um der Volksmenge willen, damit sie ihn nicht bedrängten. 
Denn er heilte viele, sodass alle, die eine Plage hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn anzurühren. 
Und wenn ihn die unreinen Geister erblickten, fielen sie vor ihm nieder, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! 
Und er gebot ihnen streng, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten.

Jesus zog sich also einfach zurück. Und alle Menschen, die ihm mehr glaubten als den religiösen Tyrannen, die gingen mit. Und wir bekommen hier in diesen Versen einen guten Eindruck davon, aus wie vielen teils fernliegenden Orten die Leute kamen, um Jesus zu sehen und zu hören. Sein Ruf verbreitete sich immer weiter und es geschahen immer mehr Wunder durch seine Gebete. Und die bösen Geister fielen sogar nieder, wenn sie Jesus sahen. Das ist erstaunlich. Wenn man sich das mal bildlich vorstellt, wie das gewesen sein muss, dann weiß man, dass es ein seltener Anblick war. Und die bösen Geister wussten sogar, dass Jesus der verheißene Messias ist, der die Menschheit erlöst, aber Jesus erlaubte ihnen nicht, das lauthals durch die Gegend zu schreien, denn Jesus hielt es für eine gute Idee, wenn man das den Menschen nicht übertrieben auf die Nase bindet, sondern sie es lieber durch eigenes Nachdenken herausfinden, falls sie darüber nachdenken wollen. Es wurde ihnen aber dadurch erschwert, dass es auch immer wieder Menschen gab, die Jesus verlästerten und nie und nimmer anerkannt hätten, dass es sich bei ihm um den von Gott gesandten Retter handelt.

In den nächsten Versen entdecken wir den Versuch von Markus, darüber zu berichten, wie die zwölf Apostel ausgewählt wurden und wie sie hießen. Es steht geschrieben in den Versen 13 bis 19:

Und er stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte; und sie kamen zu ihm. 
Und er bestimmte zwölf, die bei ihm sein sollten und die er aussandte, um zu verkündigen, 
und die Vollmacht haben sollten, die Krankheiten zu heilen und die Dämonen auszutreiben: 
Simon, dem er den Beinamen Petrus gab, 
und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, denen er den Beinamen »Boanerges« gab, das heißt Donnersöhne, 
und Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon den Kananiter, 
und Judas Ischariot, der ihn auch verriet.

Man liest in diesem Teil auch, dass Jesus sie aussandte, aber das ist jetzt im Augenblick noch nicht direkt der Fall, sondern wir lesen in Kapitel 6 etwas davon, wie sich das verhalten hatte. Zunächst waren die Apostel erstmal die ganze Zeit in der Nähe von Jesus und lernten von ihm, während die Volksmengen immer wieder ankamen und von Jesus belehrt wurden und Heilungsgebete bekamen.
In den Versen 20 bis 22 lesen wir dann:

Und sie traten in das Haus, und es kam nochmals eine Volksmenge zusammen, sodass sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten. 
Und als die, welche um ihn waren, es hörten, gingen sie aus, um ihn zu ergreifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen! 
Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul!, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus! 

Hier wird etwas berichtet, was an sich sehr entsetzlich ist. Eine echte Schande. In Vers 21 steht etwas davon, dass die, welche um ihn waren, behaupteten, Jesus sei von Sinnen. Das bedeutet, dass seine eigene Mutter und seine leiblichen Brüder ihn als geisteskrank bezeichnet haben. Aufgrund dessen, dass Jesus Dämonen austrieb, Menschen das Evangelium verkündigte und Krankheiten heilte, wurde er als ein wahnsinniger betrachtet von den Menschen, mit denen er aufgewachsen war. Das ist echt heftig. Und diese Leute, die fleischlich mit ihm verwandt sind, gingen auch noch aus, um ihn zu ergreifen. Sie wollten ihn praktisch mit Gewalt packen und ihn von den Leuten wegholen, damit er nicht mehr zu ihnen sprechen und nicht mehr für sie beten kann. Überlegt euch mal selbst, was für ein schäbiges Verhalten das ist! Sollte die eigene Familie nicht eigentlich wie ein Fels sein, bei dem man Halt findet? Sollten sie nicht eigentlich einander unterstützen? Bei Jesus ist es jedenfalls nicht so, sondern die Familie will ankommen, um ihn als Wahnsinnigen zu verlästern und ihn einzufangen, damit sie ihn mit Gewalt von der Volksmenge entreißen. Und die Schriftgelehrten machten dabei natürlich mit und erzählten überall, dass Jesus von Dämonen besessen ist. Das ist genau das Gleiche, wie wenn heute vor einem Mensch gewarnt wird, der selbstlos Gott dient und Gutes tut, indem man ihn als krank und als geistesgestört und unzurechnungsfähig betitelt, damit alle anfangen, ihn zu verabscheuen. Sowas wurde in diesen Tagen mit Jesus gemacht, dem Retter der Welt, als er das wahre Wort Gottes lehrte und für Menschen betete. Die gesellschaftlich anerkannten Leute und obendrein die eigenen Verwandten rotteten sich gegen Jesus zusammen und erzählten überall, dass Jesus von Sinnen sei. Ist das zu fassen? Diese Situation ist doch die reinste Schande! Könnt ihr euch das vorstellen, wie sich das anfühlen würde, in so einer Lage zu sein, dass man wegen dem Aussprechen der Wahrheit Gottes und wegen echten Wohltaten am Volk dann als kranker Mensch und als Wahnsinniger verlästert wird?

Jedenfalls hat Jesus sich bemüht, auf die Unterstellung vernünftig zu reagieren, dass er von einem Dämon besessen sei und dass er die Macht eines Dämonenfürsten namens Beelzebul benutzen würde, um anderen Dämonen Befehle zu erteilen, denen die niedriger gestellten Dämonen gehorsam sind. In den Versen 23 bis 26 lesen wir:

Da rief er sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? 
Und wenn ein Reich in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Reich nicht bestehen. 
Und wenn ein Haus in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen. 
Und wenn der Satan gegen sich selbst auftritt und entzweit ist, so kann er nicht bestehen, sondern er nimmt ein Ende. 

Besonders in diesen Tagen, als Jesus das sagte, waren diese Worte wahrhaftig. Heutzutage hatte der Satan, der Fürst dieser Welt, ziemlich viel Zeit, um das Wirken des echten heiligen Geistes zu beobachten und eine billige Kopie zu erstellen, aber in diesen Tagen war das Wirken des Heiligen Geistes noch ziemlich neu, besonders in einem solchen Ausmaß, daher konnte es nicht vom Satan sein. Das entscheidenste Argument ist aber wirklich jenes, dass durch diese Dinge, die Jesus bewirkte, das Reich vom Satan geschwächt wurde. Und da macht es keinen Sinn, zu glauben, der Satan selbst würde dahinter stecken, denn das wäre gleichbedeutend damit, dass er sich selber unschädlich macht und völlig planlos sein eigenes Reich zersetzt. Aber die Austreibungen, die Jesus bewirkte, passten dem Satan überhaupt nicht in den Kram.

Weiterhin sagte Jesus folgendes laut Vers 27:

Niemand kann in das Haus des Starken hineingehen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, er bindet zuvor den Starken; dann erst wird er sein Haus berauben. 

Hier macht Jesus darauf aufmerksam, dass er eine Kraft benutzt, die aus einer stärkeren Quelle kommt, als es der Satan von seinem eigenen Reich behaupten kann. Die Kraft, mit der Jesus arbeitet und die von Gott selbst kommt, ist so überwältigend, dass man den Bösen damit einfach binden kann. Dadurch kann man auch das Haus in seinem Besitz, also den Körper eines besessenen Menschen, freiräumen lassen. Denn all der Schaden, der durch das verführerische Wirken der Geister des Bösen bewirkt wurde, kann ja entfernt werden, sodass Befreiung und Heilung geschieht.
Und wenn man sich die Menschen mal anschaute, die befreit wurden, also in was für einem Zustand die danach waren, nämlich gereinigt und geläutert, dann ist doch offensichtlich, dass dies durch eine heilige Kraft geschah. Und deswegen ist es auch eine Lästerung, für die es niemals Vergebung zu erwarten gibt, wenn jemand über einen gereinigten und geläuterten Mensch sagt: „Es ist das Werk des Teufels, was mit diesem Mensch passierte!“
Jesus drückt das folgendermaßen aus in den Versen 28 und 29:

Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; 
wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen. 

Hier ermahnt Jesus die Menschen deutlich, denn es hat grausige Konsequenzen für den Mensch, wenn er die Werke, die Gott selber veranlasste, zu einem Werk des Teufels erklärt. Denn Jesus betete ja immer zu dem allein wahren Gott, und durch genau den Geist, den Jesus bei der Taufe empfangen hatte, geschahen die kraftvollen Wundertaten. Sowas als satanisch zu bezeichnen, ist unverzeihlich. In Vers 30 lesen wir noch:

Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.

Hier sieht man praktisch noch als persönlichen Kommentar von Markus zum Inhalt der Verse 28 und 29, warum Jesus diese Sache mit der Lästerung gegen den Heiligen Geist so schwer gescholten hat. Nämlich weil die Leute sagten, Jesus würde einen satanischen Geist haben, obwohl Jesus durch den Geist aktiv war, den er von Gott höchstpersönlich empfing.

Während aber diese Dinge geschahen, waren mittlerweile auch die Verwandten von Jesus zu dem Ort gekommen, wo Jesus sich gerade aufhielt, um ihren gottlosen Plan in die Tat umzusetzen, dass sie Jesus ergreifen wollen, wie man es in Vers 21 erfuhr. Aber natürlich sagen sie das nicht ganz offen, sondern lassen ihn rufen unter dem Vorwand, sie hätten etwas Wichtiges mit ihm zu besprechen. Wie genau das gelaufen ist, darüber liest man folgendes in den Versen 31 bis 35:

Da kamen seine Brüder und seine Mutter; sie blieben aber draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. 
Und die Volksmenge saß um ihn her. Sie sprachen aber zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder sind draußen und suchen dich! 
Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter oder wer sind meine Brüder? 
Und indem er ringsumher die ansah, die um ihn saßen, sprach er: Siehe da, meine Mutter und meine Brüder! 
Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter.

Wir dürfen davon ausgehen, dass Jesus schon geahnt hat, was für eine böse Absicht seine Familie nach dem Fleisch verfolgte, und deswegen kümmerte sich Jesus gar nicht weiter darum, dass sie nach ihm suchen. Vielmehr betont Jesus, dass er alle Menschen als seine Familie sieht, die den Willen Gottes tun. Das aber, was Maria und die leiblichen Brüder von Jesus tun wollten, das war ganz sicher nicht der Wille Gottes, sondern der Wille des Teufels. Denn je weniger Menschen das Evangelium hören würden, desto geringer ist auch die Anzahl derer, die seinen Fängen entrissen werden. Deshalb musste der Fürst dieser Welt natürlich alle sprichwörtlichen Hebel in Bewegung setzen, um Jesus fernzuhalten von den Menschen, damit sie ihn gar nicht erst hören, und um Jesus obendrein noch dazu zu bewegen, dass er seinen noch bevorstehenden Leidensweg verwirft, indem der Satan ihm dies irgendwie abspenstig macht und ihn schon vorher zum Stillstand bringt. Denn erst in dem Moment, wenn Jesus wirklich gemäß den Schriften den Augenblick erreicht hat, wo er am Kreuz stirbt, ist für den Teufel alles vorbei, denn erst dann ist die Grundlage für die völlige Erlösung aller bußfertigen Menschen gelegt.

Und da wir dies nun begutachtet haben, sind wir mit allen Versen dieses Kapitels soweit durch.
Was lernen wir nun daraus, und welchen Nutzen hat der Inhalt dieses Kapitels für unsere eigene Nachfolge?
Ich befürchte, dass eine der wichtigsten Lehren aus diesem Kapitel in einer Sache liegt, die man sich nur ungern eingesteht. Denn wir sehen hier mehrfach, dass Jesus in übelster Weise bekämpft wurde, als er die Wahrheit sagte, und dies ist für uns zur Ermahnung geschehen, dass uns selbst Ähnliches passieren wird, wenn wir vor allen Feinden der Wahrheit, also vor den weltlich gesonnenen Menschen, für die Wahrheit einstehen. Die schrecklichen Dinge, die Jesus angetan wurden, dass man ihn als krank bezeichnete und ihn wegen einer Heilung am Sabbattag ermorden wollte – das zeigt die Bösartigkeit der Menschen auf, welche sich auch auf die eine oder andere Weise gegen uns offenbaren wird, sofern wir Jesus völlig nachfolgen. Deshalb muss man wirklich die eigene Existenz in dieser Welt geringschätzen und darf überhaupt nichts Gutes mehr von dieser Welt erwarten. Denn jeder Mensch, der hofft, hier eine friedliche Existenz zusammen mit anderen haben zu können, der wird sofort die Nachfolge aufgeben, wenn sich solche Situationen ergeben wie diese, die wir hier in diesem Kapitel nachvollziehen können. Aber wer standhaft bis zum Ende ausharren will in der Wahrheit, so bitter es auch sein mag, der muss sich eingestehen, dass man selbst ähnliche Szenen erleben könnte wie Jesus. Auch einem selbst könnte es passieren, wenn man von himmlischen Dingen redet oder besonders enthaltsam lebt, dass man dann als krank oder dämonisch besessen bezeichnet wird. Auch einem selbst kann es passieren, wenn man sich anders verhält als es die Autoritäten sehen wollen, dass dann Mordpläne gegen einen selbst geschmiedet werden, wahrscheinlich noch unter Einbeziehung der staatlichen Sicherheitskräfte. Aber da muss man sich wirklich überlegen, was die Alternative wäre. Die einzige Alternative zur echten Nachfolge wäre dann die, dass man sich beugt unter solch eine bösartige Rotte und dass man einen eigenen Platz in diesem zutiefst gotteslästerlichen System einnimmt. Ist das wirklich die bessere Variante, als dass man voll und ganz dem nachfolgt, an dem Gott Wohlgefallen hat und der für unsere ewige Errettung Misshandlung und Kreuzigung ertrug? Ich jedenfalls sage, dass Jesus deutlich wertvoller ist als alles, was man hier in dieser Welt je finden kann, und dass man um seinetwillen viel eher all das Böse ertragen sollte, was einem hier in der Welt angetan wird von den Feinden der Wahrheit. Das ist weniger schlimm als sich an all den Gräueln zu beteiligen, die ständig verübt werden unter der Sonne. Und ansonsten lernen wir natürlich für uns selbst, dass es tatsächlich eine Sünde gibt, welche Jesus als unverzeihlich beschreibt, nämlich wenn wir über das offensichtlich vom Heiligen Geist bewirkte Heilen und Freiwerden der Menschen behaupten, es wäre das Tun des Teufels. Man muss darauf achten, was aus den Menschen wird. Wenn man ganz genau hinschaut, dann kann man erkennen, ob Menschen wirklich frei wurden, oder ob sie schlimmer belastet sind als vorher. Und wenn sie schlimmer belastet sind, dann ist es das Wirken von satanischen Geistern und dann darf man das auch so benennen. Wenn aber die Menschen freiwerden von ihren Plagen, so kann es nicht das Wirken des Teufels sein, da der Teufel es hasst, wenn Menschen freiwerden, und weil dadurch geistlich bewertet sein Reich geschwächt wird.

Das soll nun reichen an Worten über dieses Kapitel.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein.

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