Text zu "Bibellehre - Kapitel 5 im Evangelium des Markus"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 5 vom Evangelium des Markus gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
Jesus hatte eine stürmische Reise über den See mit seinen Jüngern überstanden, wie wir es im letzten Abschnitt von Kapitel 4 gelesen haben, und nun entdeckt man folgendes in den Versen 1 bis 5:
Und sie kamen ans andere Ufer des Sees in das Gebiet der Gadarener.
Und als er aus dem Schiff gestiegen war, lief ihm sogleich aus den Gräbern ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen,
der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und selbst mit Ketten konnte niemand ihn binden,
denn schon oft war er mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fußfesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen.
Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich selbst mit Steinen.
Dieser Bericht hat es in sich! Man muss sich das wirklich mal in Ruhe vor Augen halten, was da los gewesen ist. Es gab einen Mann, der in Gräbern lebte und dämonisch besessen war. Dieser Mann hatte außergewöhnliche körperliche Kraft. Man hatte ihn mehrmals fesseln wollen, aber er konnte die Ketten zerreißen. Und er war sehr gefährlich. Er schlug wahrscheinlich nicht nur sich selber mit Steinen in seinem Wahn, sondern hätte auch keineswegs davor zurückgeschreckt, dies anderen Menschen anzutun. Er war, wie man es heute wohl ausdrücken würde, ein gemeingefährlicher Irrer, der in eine Psychiatrie gehört. Aber seine Kraft war so groß, dass es eine lebensgefährliche Unternehmung für die dort wohnenden Menschen war, ihn überwältigen zu wollen. Und genau dieser gefährliche Typ kommt jetzt auf Jesus zugerannt. Ich glaube, da würde jeder normale Mensch sofort in Panik geraten, wenn ein schreiender und völlig verwahrloster Mann, der unberechenbares und durchaus gewalttätiges Verhalten zeigt, auf einen zu kommt.
Nun wollen wir uns aber mal anschauen, was dieser Wahnsinnige tat, als er bei Jesus war! Es steht geschrieben in den Versen 6 bis 8:
Als er aber Jesus von ferne sah, lief er und warf sich vor ihm nieder,
schrie mit lauter Stimme und sprach: Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten, was habe ich mit dir zu tun? Ich beschwöre dich bei Gott, dass du mich nicht quälst!
Denn Er sprach zu ihm: Fahre aus dem Menschen aus, du unreiner Geist!
Jesus sagte also zu dem wahnsinnigen Mann: „Fahre aus dem Menschen aus, du unreiner Geist!“ Das ist nun nicht unbedingt die erste Idee, die einem in den Sinn kommt, wenn man spontan überlegt, wie man in solch einer Situation reagieren sollte. Der böse Geist aber schrie, und er warf sich nieder, weil ihm klar gewesen ist, dass es sich bei Jesus wirklich um Gottes Sohn handelt.
Nun ist es ja an sich schonmal eine Erleichterung, dass der Dämon sich demütigt, weil er sich darüber bewusst ist, aus welch einer Herrlichkeit Jesus kommt und was für eine Vollmacht ihm übergeben ist, aber solange der Dämon samt seinem ganzen Anhang in dem Mensch bleibt, ist das nicht genug. Jesus hatte ja die Aufgabe, Menschen zu befreien, also musste der Dämon raus. Und obwohl Jesus es schon befohlen hatte, machte es ganz den Anschein, als würde der böse Geist widerspenstig sein. In Vers 9 lesen wir dann:
Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er antwortete und sprach: Legion ist mein Name; denn wir sind viele!
Die Tatsache, dass der böse Geist sich selber als Legion bezeichnet, ist ein sehr starker Hinweis darauf, dass noch viele andere Geister sich mit ihm zusammen in dem Körper des Mannes befinden. Es sind wahrscheinlich mehrere tausend böse Geister. Und der böse Geist, der alle anführte und gerade redete, versuchte noch irgendeine Alternative zu finden, sodass er und seine Gefolgschaft nun nicht gezwungen sind, ziellos durch die Gegend zu schwirren in völligem Unbehagen. Daher lesen wir in den Versen 10 bis 13:
Und er bat ihn sehr, sie nicht aus dem Land zu verweisen.
Es war aber dort an den Bergen eine große Herde Schweine zur Weide.
Und die Dämonen baten ihn alle und sprachen: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie fahren!
Und sogleich erlaubte es ihnen Jesus. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See. Es waren aber etwa 2.000, und sie ertranken im See.
Man sieht hier, dass ein einziger Mann vor Gott mehr wert ist als zweitausend Schweine. Ich schätze sogar, dass dieser Mann aus den Heidenvölkern kam, aber das soll jetzt nicht das Thema sein. Es war ja zu erwarten, dass es kein gutes Ende nimmt, wenn die Dämonen einfach in die unreinen Tiere einfahren, und doch erlaubte Jesus dies. Und sobald die zweitausend Schweine besessen waren, wurden sie alle zum Selbstmord getrieben. Das ist sehr erschreckend, wenn man sich überlegt, dass genau die selben Dämonen, die dies bewirkten, vorher in dem Mann gewesen waren, der in den Gräbern wohnte.
Wir werden aber merken, dass die in der Nähe arbeitenden Schweinehirten dieses Ereignis in keiner Weise erfreulich fanden, sondern eher angsteinflößend, denn es steht geschrieben in Vers 14:
Die Schweinehirten aber flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land. Und sie gingen hinaus, um zu sehen, was da geschehen war.
Nachdem also diese Hirten erlebt hatten, wie die Dämonen auf Jesus reagierten und wie ihre ganzen Schweine Selbstmord begangen hatten, brachte es sie weit über die Grenze ihres Fassungsvermögens hinaus und sie liefen davon. Und natürlich erzählten sie in der nächstgelegenen Stadt sofort alles den dortigen Leuten, was sie gesehen hatten. Und dies wird wohl die Stadtbewohner gleichzeitig erschrocken wie auch neugierig gemacht haben. Wenn ein paar Hirten in die Stadt kommen und erzählen, dass ihre ganze Herde von Dämonen erfasst wurde und sich den Abhang hinab in den See stürzte und ertrank, nachdem ein jüdischer Mann namens Jesus für den allseits bekannten Besessenen gebetet hatte, der in den Gräbern wohnt, dann hat das gewiss die Menschen nicht kalt gelassen. Und was will man als durchschnittlicher Mensch in so einer Lage am liebsten tun? Man will es mit eigenen Augen sehen. Daher lesen wir in den Versen 15 bis 17:
Und sie kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, dasitzen, bekleidet und vernünftig; und sie fürchteten sich.
Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie es mit dem Besessenen zugegangen war, und von den Schweinen.
Da begannen sie ihn zu bitten, er möge aus ihrem Gebiet weggehen.
Wenn die Menschen es von dem einst Besessenen gewohnt waren, dass er sich auf die Leute stürzt, sobald er sie sieht, und er die ganze Zeit nur am Schreien war, dann hat es sie verständlicherweise sehr befremdet, wenn sie diesen Mann nun ruhig vor Jesus sitzen sehen. Sie hatten noch nichtmal die Austreibung miterlebt, aber ihnen reichten schon die Erzählungen darüber, und letztlich wollten sie, dass Jesus verschwindet. Das ist schon ein wenig bedauerlich. Natürlich kann man es verstehen, wenn sich etwas so Heftiges ereignet hat, dass man sich dann erschüttert fühlt und ein gewisses Unbehagen nicht vermeidbar ist. Aber wäre es nicht besser gewesen, erstmal zu fragen, was es mit Jesus auf sich hat? Warum ausgerechnet auf ihn der Besessene anders reagiert hatte als auf den Rest der Welt? Und wie Jesus es schaffen konnte, diesen Mann freiwerden zu lassen? Es ist wirklich schade, dass die Menschen ein so großes Wunder an einem Mann sahen, bei dem man vermutlich schon längst die Hoffnung aufgegeben hatte, dass dem geholfen werden kann, und dann trotzdem nichts Näheres in Erfahrung bringen wollten. Die Angst vor dem Unbekannten war zu groß. Und vielleicht ist diese Angst vor dem Unbekannten manchmal auch ein hilfreicher Schutzmechanismus, aber in diesem Fall haben sie dadurch die Gelegenheit verpasst, persönlich mit dem Messias zu sprechen.
In den Versen 18 bis 20 steht noch folgendes:
Und als er in das Schiff trat, bat ihn der besessen Gewesene, dass er bei ihm bleiben dürfe.
Aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh in dein Haus, zu den Deinen, und verkündige ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich über dich erbarmt hat!
Und er ging hin und fing an, im Gebiet der Zehn Städte zu verkündigen, welch große Dinge Jesus an ihm getan hatte; und jedermann verwunderte sich.
Es ist sehr stark davon auszugehen, dass der befreite Mann ein gebürtiger Heide war und es daher noch nicht die richtige Zeit für ihn war, die Nachfolge im eigentlichen Sinne anzutreten. Allerdings hatte Jesus eine wichtige Aufgabe für ihn. Der Mann sollte ein Zeugnis sein. Jesus gab ihm sozusagen einen eigenständigen Verkündigungsdienst für die Umgebung, in der er beheimatet war. Und wir haben gelesen, dass der Befreite auch eifrig bemüht war, diesen Befehl auszuführen. Obwohl er also sehr übel geplagt gewesen war und daher vermutlich viele böse Dinge getan hatte, die all den Dämonen Anrechte gaben, ist dieser nun gehorsam und wird nicht vergessen, was Jesus für ihn getan hat und was bei Gottes Gnade möglich ist. Dadurch ist der Mann deutlich besser als lauwarme Christen.
Es ist aber auch sehr ermahnend, wie der Mann sich verhielt unter der Leitung der Dämonen und wovon er befreit wurde. Als er von Dämonen geplagt war, hat er sehr häufig geschrien, und er zeigte selbstzerstörerisches Verhalten, als sei es sein Weg, lebendig zu sein. Außerdem war er sehr gewalttätig, ohne es erklären zu können. All diese Belastungen waren an ihm erkennbar, und nichts davon war übrig geblieben, nachdem Jesus die Dämonen ausgetrieben hatte.
An sich war dieses Ereignis echt heftig für alle Augenzeugen, aber es wird in diesem Kapitel auch noch eine andere heftige Sache berichtet, nämlich eine Totenauferweckung. Zunächst lesen wir aber davon, dass Jesus zurücksegelte und sich eine Volksmenge zu ihm sammelte. Es steht geschrieben in den Versen 21 bis 24:
Und als Jesus im Schiff wieder ans jenseitige Ufer hinübergefahren war, versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm; und er war am See.
Und siehe, da kam einer der Obersten der Synagoge, namens Jairus; und als er ihn erblickte, warf er sich ihm zu Füßen,
und er bat ihn sehr und sprach: Mein Töchterlein liegt in den letzten Zügen; komme doch und lege ihr die Hände auf, damit sie gesund wird und am Leben bleibt!
Und er ging mit ihm; und es folgte ihm eine große Menge nach, und sie bedrängten ihn.
Bemerkenswert ist hier, dass es ein Oberster der Synagoge war, der sich zu Jesu Füßen niederwarf. Normalerweise sind derartige Personen immer sehr unverschämt gegenüber Jesus gewesen. Aber dieser Oberste konnte es eingestehen, dass es nichts Gewöhnliches ist, was hier gerade durch Jesus passiert. Und er setzte sogar auf Jesus große Hoffnung. Und wie wir sehen, ging Jesus tatsächlich mit ihm, um seine im Sterben liegende Tochter zu retten durch Gebet und Handauflegung. Dabei wurde Jesus auf die Art von der Volksmenge bedrängt, dass alle vom mitlaufenden Volk ihn anrühren wollten und sich deshalb an ihn heran drängelten. Das muss ein ziemlich eigenartiger Anblick gewesen sein, wenn man sich das mal bildlich vorstellt. Und inmitten dieser Volksmenge war auch eine Frau, die von einer schlimmen Unreinheit geplagt war. Folgendes lesen wir darüber in den Versen 25 und 26:
Und da war eine gewisse Frau, die hatte seit zwölf Jahren den Blutfluss,
und sie hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut aufgewendet, ohne dass es ihr geholfen hätte – es war vielmehr noch schlimmer mit ihr geworden.
Ich mag kaum darüber nachdenken, wie viele andere Menschen es in unserer heutigen Zeit gibt, die genau die gleiche Geschichte erzählen könnten. Menschen, die von einem Arzt zum anderen gegangen sind, und nie wurde es besser, sie haben lediglich Geld verloren, und letztlich hat sich der Zustand sogar verschlechtert. Sind das viele, oder sind das wenig, die das auch erlebten? Ich traue mir gar keine Prognose zu. Hier in diesem Bericht gab es aber ganz offensichtlich eine Frau, die eine solche Leidensgeschichte durchlaufen hatte. Anstatt ihr zu helfen, haben die Ärzte ihren Zustand verschlimmert. Das ist echt übel. Und ich weiß nicht, ob die Frau mittlerweile nicht mehr zu Ärzten ging, weil das Geld fehlte, oder doch weil sie die hilfreiche Erkenntnis gewonnen hatte, dass Ärzte die falsche Adresse sind für ihr Problem, aber eines werden wir merken, wenn wir weiterlesen, nämlich: Die Frau hatte von Jesus gehört und hoffte nun auf ihn. Und das war hoffentlich nicht nur aus dem Grund so, dass Jesus keinerlei Geld verlangte, sondern weil sie den Weg zu Gott finden wollte. In den Versen 27 bis 29 steht:
Als sie nun von Jesus hörte, kam sie unter dem Volk von hinten heran und rührte sein Gewand an.
Denn sie sagte sich: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, so werde ich geheilt!
Und sogleich vertrocknete der Quell ihres Blutes, und sie merkte es am Leib, dass sie von der Plage geheilt war.
Da haben wir nun ein weiteres großes und für die Frau auch sehr erfreuliches Wunder. Sie selber ging stark davon aus, dass sie geheilt sein würde, sobald sie allein das Gewand von Jesus anrührt. Und dann wurde ihr tatsächlich Heilung geschenkt, wenn auch nicht von Jesus, sondern von Gott. Jesus selbst spürte einfach nur, dass eine Kraft von ihm ausging, ohne dass er dafür gebetet hätte, denn wir lesen in den Versen 30 bis 32:
Jesus aber, der in sich selbst erkannt hatte, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich sogleich inmitten der Menge um und sprach: Wer hat mein Gewand angerührt?
Da sprachen seine Jünger zu ihm: Du siehst, wie das Volk dich drängt, und sprichst: Wer hat mich angerührt?
Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.
Jesus war merklich verunsichert davon, dass völlig unvermittelt eine Kraft von ihm ausging und wollte die Person finden, die dies verursacht hatte. Und die Frau ging davon aus, dass sie nicht unentdeckt bleiben kann, daher gab sie sich zu erkennen. Besonders wichtig ist dabei, in welchem Zustand sie sich zu erkennen gab. Wir lesen in Vers 33:
Aber die Frau kam mit Furcht und Zittern, weil sie wusste, was an ihr geschehen war, und warf sich vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
Die Frau hatte ein Wunder erfahren, ohne dass sie Jesus extra vorher bat. Sie hatte von ihm gar keine Erlaubnis, ihn anrühren zu dürfen, und das bewegte ihr Herz. Andere Menschen würden das als belanglos betrachten und einfach zugreifen, sie selbst aber machte sich deswegen Gedanken. Außerdem war sie durch ihren Blutfluss gemäß Gottes Gesetz ja auch unrein und hätte ihn gar nicht anrühren dürfen, weil dadurch Jesus nun auch als unrein gilt. Bedeutsam ist hier, dass der Frau dies alles nicht egal ist, auch wenn sie ihn doch heimlich anrührte, und sie demütigte sich sehr und zitterte sogar. Und diese große Demut, die sie zeigt, dass sie sich niederwirft und ihm die ganze Wahrheit sagt und mit keinem einzigen Ton behauptet, sie hätte genommen was ihr zusteht oder sonst irgendwas in diese Richtung, sondern dass diese Frau mit Furcht zu Jesus kam – das bezeugte von ihr, welch großen Glaube sie hat. Und deswegen sagte auch Jesus folgendes zu ihr laut Vers 34:
Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich gerettet! Geh hin im Frieden und sei von deiner Plage gesund!
Jesus hatte also völlige Gnade mit dieser Tochter Abrahams. Sie hatte ihre Heilung schon empfangen und bekam nun die Erlaubnis, in Frieden nach Hause zu gehen, ohne irgendwelche Konsequenzen, obwohl sie ihn gar nicht gefragt hatte, ob sie ihn überhaupt anrühren darf. Denn in ihrem Herz wohnte eine große Portion Demut, und darauf hatte Jesus sich konzentriert. Außerdem wird es natürlich auch allgemein gut angekommen sein, dass sie ganz aufrichtig ihre Geschichte erzählte und wie sie erst jetzt durch Jesus echte Heilung erfahren hatte. Das ist ein Grund zum Staunen, aber es ist auch lehrreich.
Leider wird dieser besondere Augenblick der Barmherzigkeit aber kaputtgemacht durch eine sehr traurige Botschaft, denn wir lesen in Vers 35:
Während er noch redete, kamen etliche von den Leuten des Obersten der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du den Meister noch?
Nun war der Synagogenvorsteher in einer echt miesen Lage. Er hatte Jesus schon um Hilfe gebeten, aber es sah ganz so aus, als käme die Hilfe zu spät. So als hätte er sich gar nicht erst auf den Weg machen brauchen. Aber Jesus ist nur deshalb mit ihm gegangen, weil er im Gebet von seinem Vater die Zusage bekommen hatte, dass diese Tochter leben wird. Und daran hielt Jesus fest, weil Gott höchstpersönlich es ihm gesagt hatte. Deswegen lesen wir auf die traurige Botschaft, dass die Tochter verstorben ist, folgende Reaktion von ihm:
Sobald aber Jesus das Wort hörte, das sie redeten, sprach er zum Obersten der Synagoge: Fürchte dich nicht, glaube nur!
Das ist es, was Jesus zu Jairus gesagt hatte, und so gingen sie alle zusammen zu dessen Haus, auch wenn bekannt war, dass die Tochter schon tot ist. Wie nun diese Sache ausging, erfahren wir in den restlichen Versen des Kapitels. Es steht geschrieben in den Versen 37 bis 43:
Und er ließ niemand mitgehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
Und er kommt in das Haus des Obersten der Synagoge und sieht das Getümmel, wie sehr sie weinten und heulten.
Und er geht hinein und spricht zu ihnen: Was lärmt ihr so und weint? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft!
Und sie lachten ihn aus. Nachdem er aber alle hinausgetrieben hatte, nahm er den Vater und die Mutter des Kindes mit sich und die, welche bei ihm waren, und ging hinein, wo das Kind lag.
Und er ergriff die Hand des Kindes und sprach zu ihm: Talita kumi!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!
Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war nämlich zwölf Jahre alt. Und sie gerieten außer sich vor Staunen.
Und er gebot ihnen ernstlich, dass es niemand erfahren dürfe, und befahl, man solle ihr zu essen geben.
Jesus wurde also erstmal von den trauernden Leuten ausgelacht. Letztlich wurden sie aber hinausgetrieben und Jesus betete für die Auferweckung des Mädchens. Und nach dem Gebet musste er nur ihre Hand ergreifen und etwas sagen. Das reichte schon, sodass ihr Geist zurückkehrte. Und selbstverständlich kamen ihre Eltern gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Aber Jesus wollte, dass die Kunde von dieser Totenauferweckung möglichst nicht weitererzählt wird. Denn es hatten sowieso schon genug Leute von den Wundern gehört, die durch Jesu Gebete geschahen, und wenn jetzt bekannt wird, dass sogar eine Tote auferweckt wurde, dann würde es womöglich dazu führen, dass absolut alle Menschen zu ihm angelaufen kommen, die einen Toten zu beklagen haben, und jeder von denen würde eine Auferweckung fordern. Das wäre nicht gerade zielführend und auch extrem stressig, daher hoffte Jesus, dass diese Kunde sich nicht allzu sehr verbreitet. Viel wichtiger ist aber, wenn sie sich doch verbreitet, dass dann die Leute vernünftig bleiben und nun nicht beginnen, deswegen endlos viele selbstsüchtige Forderungen an ihn zu stellen.
Und nun haben wir das Ende dieses Kapitels erreicht. Was gibt es dadurch zu lernen, und was können wir uns für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?
Aufgrund der Tatsache, dass es hier mächtige Heilungsgeschichten zu lesen gibt, ist dieses Kapitel wohl besonders wertvoll für diejenigen Menschen, die einen übernatürlichen Dienst von Jesus bekommen haben, aber desto weniger nützlich für den Rest. Was man aus diesem Kapitel aber ziemlich gut erkennt, ist, dass Jesus nie sein Vertrauen auf Ärzte setzte und dass das Vertrauen auf Ärzte auch durchaus ein schlimmes Ende nehmen kann, weswegen wir als Jesus-Nachfolger nun auch möglichst wenig mit Ärzten zu schaffen haben sollten, besonders dann, wenn sie mit ihren Arzneimitteln ankommen. Außerdem hat man durch dieses Kapitel den erschreckenden Beweis, dass ein Mensch nicht nur von einem einzelnen Dämon besessen sein kann, sondern sogar von einer ganzen Legion, also einer riesigen Gruppe. Und wir sehen an diesem Kapitel, dass Dämonen auch ohne Schwierigkeiten in Tiere einfahren. Deswegen ist es ganz besonders wichtig für uns selbst, wenn wir dies erkennen, dass wir uns gegen Dämonen wappnen, indem wir wirklich in völliger Hingabe Jesus nachfolgen, im Wasser auf seinen Name getauft sind und Gottes Gebote gewissenhaft einhalten, damit die Dämonen keine Anrechte an uns haben und daher bei dem Versuch scheitern werden, in uns oder in die uns völlig untergeordneten Lebewesen einzufahren. Selbst wenn Menschen uns wegen dem Leben in der Nachfolge schmähen sollten, egal ob Ungläubige oder falsche Geschwister, so ist diese Schmach von Menschen ein geringeres Übel, als sich mit Dämonen herumzuärgern im eigenen Leben. Dämonen dürfen ihre bösen Einflüsse nur in denen hervorbringen, die in die Sünde gefallen sind, aber ohne ein Anrecht sind Dämonen unfähig, sich in einen Mensch einzuschleichen. Und ganz besonders wichtig ist es, dass sowohl der besessene Mann als auch die blutflüssige Frau nach der Befreiung ausführlich Zeugnis ablegten über das große Wunder. Genau das Gleiche sollte auch jeder von uns tun, der oder die solch eine Barmherzigkeit erlebte. An wem auch immer ein großes Wunder Gottes geschah, der möge sich nicht scheuen, davon Zeugnis zu geben, außer wenn Jesus persönlich gesagt hat, man soll es niemandem erzählen.
Das war soweit alles für dieses Video.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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