Text zu "Bibellehre - Kapitel 3 im Evangelium des Lukas"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 3 vom Evangelium des Lukas gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
Wir befinden uns nun in der Zeit, wo sowohl Jesus als auch Johannes, der Sohn des Zacharias, 30 Jahre alt sind. Es ist also ein ziemlicher Zeitsprung im Vergleich zu den ersten beiden Kapiteln. Denn der selbe Johannes, über dessen Geburt wir in Kapitel 1 einiges in Erfahrung bringen konnten, ist nun ein erwachsener Mann, der in der Wüste lebt und einen von Gott gegebenen Auftrag ausführen muss. Lukas konnte diese Zeit auch historisch ziemlich gut einordnen, in welcher der Dienst von Johannes begann, denn wir lesen folgendes in den Versen 1 bis 6:
Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst von Ituräa und dem Gebiet von Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene,
unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas, da erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste.
Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden,
wie geschrieben steht im Buch der Worte des Propheten Jesaja, der spricht: »Die Stimme eines Rufenden ertönt in der Wüste: Bereitet den Weg des HERRN, macht seine Pfade eben!
Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme soll gerade und die holprigen Wege eben werden;
und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.«
Hier wurden zunächst erstmal die ganzen großen Machthaber aufgezählt, die in diesen Tagen als relevant erschienen, und danach wird gesagt, dass Johannes verkündigte und die Menschen zu einer Taufe bewegen wollte, die zur Vergebung geschieht, allerdings war es dazu unbedingt notwendig, dass sie Buße tun, also dass sie ihre ganze Gesinnung und die Anstrengung ihrer Gedanken ändern, weil sie nicht mehr ihre eigenen Lüste bedienen, sondern den Wille Gottes verstehen und tun wollen, egal ob das einfach oder schwierig werden wird. Außerdem gehört auch dazu, dass sie bekennen, gegen Gott gesündigt zu haben und das sie dies bereuen. Lukas nimmt auch Bezug auf eine Schriftstelle bei dem Prophet Jesaja, weil in dessen Buch in Kapitel 40 einige Worte stehen, die durch das in Erfüllung gingen, was Johannes in der Wüste tat.
Es wird übrigens auch im Evangelium des Matthäus in Kapitel 3 einiges über Johannes den Täufer berichtet. Und dort hat man speziell den Bericht, dass Johannes sehr scharfe Worte zu den Schlüsselfiguren der jüdischen Religion sagte, also zu den Schriftgelehrten und Pharisäern. Hier bei Lukas hingegen wird es so erzählt, dass diese unfassbar scharfe Ermahnung vor dem gesamten Volk geäußert wurde. Deswegen lesen wir in den Versen 7 und 8:
Er sprach nun zu der Volksmenge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen?
So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
In diesen Versen steckt ziemlich viel drin. Johannes bezeichnet die Leute als Schlangenbrut. Das ist ein geistlicher Begriff, der meint, dass sie von Gedanken getrieben werden, die dem Teufel entsprechen. Denn der Teufel ist die uralte Schlange, der hochmütige Sünder von Anfang an. Und Johannes macht ohne Zurückhaltung darauf aufmerksam, dass man unter dem Einfluss von Gedanken, die aus dieser Quelle stammen, unmöglich gerettet werden kann vor Gottes Zorn. Die Menschen sollen Früchte bringen, die der Buße würdig sind. Dies zu begreifen, ist fundamental. Man kann nicht einfach weiterleben wie eine Schlangenbrut, nachdem man getauft wurde und mit den Lippen Buße ausgerufen hat, sondern es muss danach ein Verhalten hervorkommen, welches beweist, dass die Buße ernstgemeint ist. Jemand, der Buße tat und für empfangene Vergebung dankbar ist, der wird sich nach der Taufe ganz anders benehmen als vorher. Denn ein solcher Mensch ist nicht mehr von schändlichen Gedanken gesteuert, sondern handelt anders, selbst wenn ihm irrsinnige Gedanken in den Sinn kommen. Und das ist es, was geschehen muss. Man merkt an den scharfen Worten, dass Johannes sich die größte Mühe gab, den Menschen dies begreiflich zu machen. Die dürfen sich nicht einbilden, sie könnten weitermachen wie bisher. Man muss an ihnen die Früchte der Buße erkennen. Das heißt: Wenn einer es bereut hat, gelogen zu haben, dann erzählt er hinfort keine Lügen mehr. Wenn einer es bereut hat, zu stehlen, dann begeht er hinfort nie wieder Diebstahl. Wenn einer es bereut, gelästert und Menschen verleumdet zu haben, so wird er hinfort keine Menschen mehr verlästern oder verleumden. Wenn jemand es bereut, schonmal heimlich Ehebruch begangen zu haben, dann wird er nach der Buße umso intensiver darauf achten, überhaupt nichts mehr zu tun, was in Richtung Ehebruch geht. Und bei welchem Mensch auch immer diese geistlichen Früchte der Buße fehlen, der wird Gottes Zorn gewiss niemals entkommen, denn Gott macht keine halben Sachen. Daher müssen alle Menschen völlig aufhören mit ihren verkehrten Tätigkeiten und ihren gottlosen Denkweisen. Und sie brauchen nicht zu glauben, wenn sie sich weigern, echte Buße zu tun, dass sie dann trotzdem ein Anrecht auf die Taufe haben, nur weil sie von Abraham abstammen, der ein außergewöhnlich treuer Mann Gottes gewesen ist. Denn ihre fleischliche Abstammung ist längst keine Rechtfertigung für die Taufe. Ebenso dürfen sich die Menschen von Israel niemals einbilden, dass sie doch sowieso gerettet werden vor Gottes Zorn, egal was sie tun, weil Gott Rücksicht auf ihre Abstammung von Abraham nehmen würde und sie deswegen niemals in irgendeiner Weise bestraft. Das wäre absolut lächerlich, sowas zu denken. Mann kan nicht sich selber als unbedingt erlöst betrachten, nur weil jemand anders toll war, denn jeder Mensch wird gerichtet gemäß den eigenen Werken. Und deshalb macht Johannes der Täufer deutlich darauf aufmerksam, wie unbedeutend ihre eigentlich edle Abstammung vor Gott ist, wenn es darum geht, dass sein Zorn entbrennt. Denn der Zorn Gottes entbrennt ja nicht wegen irgendwelchen Blutlinien, sondern wegen den Werken der Menschen, die böse sind. Daher muss man auch auf die eigenen Taten besonders Acht geben und nicht auf den Stammbaum. Wenn Gott es wollen würde, aus ein paar in der Gegend herumliegenden Steinen lebendige Menschen zu machen, die als Söhne Abrahams gelten, dann könnte er dies ohne große Mühe tun. Das wäre für Gott überhaupt kein Problem. Und deswegen brauchen sich die wirklich von Abraham abstammenden Menschen in keiner Weise einbilden, sie wären für Gott unersetzlich oder unantastbar. Da unterschätzen sie unseren allezeit für Gerechtigkeit eifernden Vater im Himmel bei weitem.
Es steht aber auch noch in Vers 9 eine wichtige Warnung von Johannes dem Täufer, denn wir lesen dort:
Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!
Dieser Spruch soll deutlich darauf anspielen, dass Gott keineswegs zögerlich ist, wenn es ums Richten geht. Man muss gute Früchte bringen, damit die Buße erkennbar ist und Gott nicht mehr zürnt. Bei wem das nicht passiert, der wird ins Feuer geworfen. Man kann übrigens auch diesen Ausspruch durchaus so deuten, dass Gott schon ein Gericht über das ganze Land Judäa in Erwägung zog bzw. vorbereitet hat, weil die Stadt Jerusalem von den Römern zerstört wird, und zwar nicht gegen Gottes Wille, sondern Gott zum Wohlgefallen, als Strafe für die darin stets verübte Gottlosigkeit unter falscher Frömmigkeit. Denn ungefähr vierzig Jahre später würde es passieren, dass die Römer tatsächlich das Land der Juden verwüsten. Wenn man diesen Ausspruch aber geistlich deutet und auf das eigene Ende bezieht, so kann man daraus die deutliche Ermahnung erkennen, dass man gute Früchte bringen soll, solange überhaupt noch Zeit dafür da ist. Denn es gibt im Normalfall keinen Mensch, der im Vorfeld weiß, wann er stirbt. Wer kann dir zuverlässig garantieren, dass nicht auch du wie ein Baum bist, bei welchem von Gott schon die Axt an die Wurzeln gelegt ist und der sehr bald abgehauen wird? In dieser Sache ist definitiv Vorsicht besser als Nachsicht.
Es ist aber auch sehr wichtig zu bemerken, dass das Gesetz Gottes, welches Moses überlieferte, durch bestimmte Inhalte zur Barmherzigkeit aufruft. Somit ist also ganz Israel zu Barmherzigkeit aufgerufen. Aber genau das ist es, was am stärksten vernachlässigt wurde, und zwar nicht nur von den heuchlerischen und übelst verbitterten Autoritäten der Religion, sondern auch von vielen Leuten aus dem einfachen Volk. Und die Belehrung, die Johannes vortrug, hat viel damit zu tun, denn wir lesen folgendes in den Versen 10 bis 14:
Da fragte ihn die Menge und sprach: Was sollen wir denn tun?
Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, der mache es ebenso!
Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir tun?
Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch vorgeschrieben ist!
Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Misshandelt niemand, erhebt keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold!
Hier sehen wir nun allerlei Anweisungen, die den Leuten dabei helfen, zu begreifen, wie sie gute Früchte bringen. Johannes nennt ihnen besonders Dinge, die für den Anfang wichtig sind, und egal, welche Art Menschen ihn fragte: Jede Antwort hat damit zu tun, dass sie sich barmherziger verhalten sollen als bisher.
Als aber Johannes derartig redete, während ja niemand eine Ahnung davon hatte, wer der Messias ist, meinten jetzt die Leute, Johannes müsste der Messias sein. Gemäß der griechischen Wurzel wird aber der Messias als Christus bezeichnet. Daher lesen wir in den Versen 15 bis 17:
Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er vielleicht der Christus sei,
antwortete Johannes allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.
Er hat die Worfschaufel in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen!
An diesen Versen sehen wir, dass Johannes bei der Vermutung, er sei der Christus bzw. der Messias, sofort mit seinen Worten dagegen steuerte, indem er darauf aufmerksam machte, dass einer kommt, der stärker ist als er. Und damit ist der Messias gemeint. Johannes machte darauf aufmerksam, dass er nicht würdig ist, dem die Schuhriemen zu lösen, der kommen wird. Und dabei ist das doch nur eine ganz niedere Arbeit!
Johannes sagt auch, dass der Messias die Menschen mit heiligem Geist und Feuer tauft. Ganz wichtig zu beachten ist, dass dies komplett geistlich geschieht. Man braucht nicht zu glauben, dass Jesus das zerstörerische Feuer von unserer Welt benutzen würde, um uns hineinzutauchen. Das wäre Irrsinn, es ist das Feuer des Heiligen Geistes gemeint, welches ein Mensch mit bloßem Auge überhaupt nicht wahrnehmen kann und vor welchem die Dämonen größere Angst haben müssen als ein Menschenkind, denn dieses Feuer wirkt reinigend. Man kann als Mensch dieses Feuer auch nicht nach eigenem Belieben entfachen, sondern die Kontrolle darüber liegt momentan bei Jesus selbst, dem Ratschluss Gottes gemäß. In diesem Moment aber, als Johannes es ankündigte, war dieses heilige Feuer noch gar nicht in der Form vorhanden auf der Erde, wie es nach der Himmelfahrt kam. Und Johannes hat auch angekündigt, dass der Messias mit einer Worfschaufel die Spreu vom Weizen trennen wird. Das könnte man sich bei Interesse mal anschauen, wie sowas in der Praxis abläuft. Es ist ein ganz einfacher Handgriff, um den wirklich tauglichen Weizen zu trennen von winzigen, an sich nutzlosen Körnchen, die sozusagen als Abfall bei der Ernte entstanden sind. In einer sehr ähnlichen Weise wird Jesus dafür sorgen, dass er aus allen Menschen diejenigen herausfindet, die für das Reich der Himmel tauglich sind, weil sie das tun wollen, was seinem Gott und Vater gefällt und alles ablehnen, was für Gott ein Ärgernis wäre.
Weiterhin steht über Johannes den Täufer folgendes in den Versen 18 bis 20:
Auch mit vielen anderen Ermahnungen verkündigte er dem Volk die frohe Botschaft.
Der Vierfürst Herodes aber, da er von ihm getadelt wurde wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, und wegen all des Bösen, was Herodes tat,
fügte zu allem noch das hinzu, dass er den Johannes ins Gefängnis warf.
Man erkennt daran, dass der Dienst von Johannes dem Täufer bald ein Ende hatte, weil einige Bedienstete des Königs ihn gefangen nahmen. Und der Grund, warum der König dies befahl, lag dabei, dass der König von Johannes getadelt wurde und dies nicht auf sich sitzen lassen wollte. Sein Stolz motivierte ihn schnell dazu, Johannes dafür zu bestrafen, dass er so mit dem König geredet hatte, wie es dem König nicht gefällt. Der König hatte nämlich seinem eigenen Bruder die Ehefrau gestohlen und sie selbst geheiratet, und Johannes hatte dies getadelt, da es gegen Gottes Gesetz verstößt, aber offensichtlich scherte sich der König einen Dreck um Gottes Gesetz. Man muss aber auch sagen, dass diese Verse den aktuellen Tagen ein wenig vorgegriffen sind. Denn ab Vers 21 wird eine Sache berichtet, die passierte, als Johannes noch frei war. Wir lesen in den nächsten beiden Versen folgendes:
Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, da tat sich der Himmel auf,
und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!
Dieses Ereignis ist an sich sehr besonders. Die Verkündigung von Johannes dem Täufer blieb nicht ohne Wirkung, sondern es gab sehr viele Menschen, die auf seine Worte hörten und sich taufen lassen wollten. Und mitten unter den unzähligen Männern und Frauen, die sich von Johannes taufen ließen, war eines Tages auch mal Jesus, der ebenfalls getauft werden wollte. Und als Jesus die Taufe hinter sich hatte und aus dem Wasser gestiegen war und betete, da passierte etwas Übernatürliches. Wenn aber Lukas hier sagt, dass der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf Jesus kam, dann meint er damit die Sichtweise im Natürlichen, wie es für das ganze umstehende Volk ausgesehen hatte. Jesus selber und auch Johannes der Täufer konnten wahrnehmen, was in diesem Moment wirklich passierte, aber für die ganze umstehende Volksmenge sah es ganz unspektakulär aus, als Jesus den Heiligen Geist empfing. Denn das Volk sah lediglich eine ganz normale Taube, die sich auf Jesus setzte. Mehr nicht. Und das wird die Leute wohl nun auch nicht sonderlich vom Hocker gehauen haben. Aber Jesus und Johannes hörten die Stimme Gottes vom Himmel, und Gott bezeichnete Jesus als seinen geliebten Sohn. Für Johannes war dies der Beweis, dass Jesus der Messias sein muss, denn Gott hatte ihm dies angekündigt, dass der, welcher stärker ist als Johannes, eben daran von Johannes erkannt wird, dass dieser den Heiligen Geist empfangen wird.
Weiterhin lesen wir in Vers 23:
Und Jesus war ungefähr 30 Jahre alt, als er begann; er war, wie man meinte, ein Sohn Josephs.
Durch diesen Vers erfahren wir das Alter von Jesus an dem Tag, als er getauft wurde. Und dieser Vers ist auch der Anfang von einem Geschlechtsregister, so wie Lukas es aufgeschrieben hat. Wir verzichten jetzt aber darauf, uns selbst damit zu plagen, dass wir dieses Geschlechtsregister durchlesen würden. Dieser Verzicht passiert einerseits deswegen, weil es bei Matthäus in Kapitel 1 ebenfalls einen Stammbaum gibt, der die Blutlinie von Jesus zeigen soll, aber da stehen andere Namen drin als hier, und außerdem hat sowieso der Prophet Jesaja durch eine Weissagung angedeutet, dass es unmöglich ist, das richtige Geschlechtsregister des Messias zu bestimmen. Daher müssen wir davon ausgehen, dass beide Register auf Irrtümern beruhen, sowohl das von Lukas als auch das von Matthäus. Und wenn wir dies berücksichtigen, dann wäre das Durchlesen reinste Verschwendung.
Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir alles Wichtige aus diesem Kapitel durchgearbeitet haben.
Was lernen wir nun daraus, und was können wir uns daraus für unsere eigene Nachfolge mitnehmen?
Auch wenn Johannes nicht der Messias ist, können wir uns hier definitiv die deutlichen Ermahnungen mitnehmen, die er geäußert hat. Sobald wir Buße getan haben und getauft wurden, müssen wir Früchte bringen, die der Buße würdig sind. Das gilt für alle. Es durften damals nicht die Israeliten glauben, sie hätten dank Abraham eine ganz besonders tolle Identität und wären jetzt sowieso gerettet, und genauso darf kein Jesus-Nachfolger und keine Jesus-Nachfolgerin heutzutage glauben, aufgrund von irgendeiner interpretierten hoheitlichen Identität sowieso schon gerettet zu sein, so als müsste keinerlei Buße an uns erkennbar werden. Buße ist wertlos in dem Moment, wo man die Sünde doch wieder tut, von der man sich eigentlich abgekehrt hatte. Und der Messias wird die Spreu vom Weizen trennen. Das hat schon Johannes der Täufer angekündigt und das wird auch ganz genau so passieren. Deshalb sollte uns dieses Kapitel dazu dienen, mehr Ernsthaftigkeit in der Nachfolge zu gewinnen und uns von keinen Schwätzern verführen zu lassen, schon gar nicht von den in Lügengeistern sprechenden Individuen vom berüchtigten Leib Christi, die billige Gnade propagieren oder an drei Götter glauben. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Immer. Viele Menschen tun Sünde und wollen es anders nennen, um ein ruhiges Gewissen zu haben, aber Gott wird in vollkommener Gerechtigkeit handeln und nimmt auf das Wunschdenken der Leute keine Rücksicht. Wenn jemand eine Sünde tut, zieht er sich in diesem Augenblick ein Todesurteil zu. Das Gilt für Getaufte wie für nicht Getaufte, für Menschen mit Übergabegebet und für Menschen ohne Übergabegebet. Für Leute mit Dienst wie für Leute ohne Dienst, für Juden wie für Heiden, egal wie oft man den Name Jesus ruft. Johannes der Täufer hatte diese bedeutsamen Fakten schon dargestellt in den Tagen, als der Dienst von Jesus noch nichtmal richtig angefangen hatte.
Und das soll nun reichen an Worten für dieses Video.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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