Text zu "Bibellehre - Kapitel 13 im Evangelium des Lukas"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 13 vom Evangelium des Lukas gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
Der erste Bericht, den wir in diesem Kapitel vorfinden, hat in erster Linie damit zu tun, dass Jesus uns davon abhalten will, zu glauben, es würden immer nur die sterben, deren Sünde besonders groß ist, aber wenn wir nur ein wenig sündigen, dann wären wir ja doch irgendwo gut, und bräuchten uns nun nicht allzu viele Gewissensbisse bereiten. Es kamen nämlich Menschen zu Jesus, denen er sehr schnell anmerkte, dass auch sie selber ein solches Denken im Herzen haben. Wir lesen in den Versen 1 bis 3:
Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte.
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben?
Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen!
Bei diesen Versen wird man wohl besonders beim ersten Mal lesen mit einem ziemlich großen Fragezeichen über dem Kopf zurückbleiben. Es geht hier darum, dass es in Jerusalem einen Statthalter gab, der sehr brutale Urteile verhängte gegen Verbrecher. Und das war Pilatus. Und wegen den heftigen Urteilssprüchen, die dann auch so vollzogen wurden, redeten die Menschen viel über Pilatus und fürchteten sich vor ihm. Und sie erschraken auch über jedes Urteil, das besonders grausam anmutete, wenn wieder Verbrecher bestraft wurden. Pilatus war auch der, der sehr oft Menschen kreuzigte, und dabei ist Kreuzigung ja eine sehr schmerzhafte, grausige Todesart. Und in den gerade gelesenen Versen kommen nun praktisch ein paar Leute angelaufen zu Jesus, um ihm zu erzählen, was Pilatus jetzt schonwieder für schlimme Sachen gemacht hat. Pilatus sollte nämlich ein Urteil über die Bestrafung von überführten Mördern sprechen, und er verhängte das Urteil, dass man das Blut dieser Mörder mit dem Blut ihrer Opfer, also mit dem Blut der Menschen, die von ihnen getötet worden waren, vermischen soll. Auch zur damaligen Zeit wussten die Menschen bereits, dass das ein ganz abartiges Ende nimmt, wenn Blut von zwei Menschen miteinander vermischt wird, sofern die unterschiedliche Blutgruppen haben. Das würde zu einem schweren Leiden führen, und zu einem qualvollen Tod, wenn man es ausgiebig tut.
Nun sind die Männer in erster Linie entsetzt von so viel Grausamkeit, die Pilatus da erneut an den Tag gelegt hatte, aber Jesus scheint ihnen anzumerken, dass sie gleichzeitig aussagen wollten: „Also diese Mörder müssen ja völlig von Gott verlassen gewesen sein. Die waren bestimmt noch viel schlimmer als wir!“
Und nun wollte Jesus ihnen diesen Gedanke austreiben, indem er sie deutlich darauf aufmerksam machte, dass hier in dieser bösen Welt auch ihnen selber jederzeit ein so grausames Ende begegnen kann, sofern sie schonmal irgendeine laut Gottes Gesetz todeswürdige Sünde begangen haben. Das muss auch gar nicht durch die Hand von Pilatus passieren, sondern das könnte auch geschehen durch wilde Tiere oder Raubüberfälle, wenn sie auf einer Reise sind, oder durch verräterische Familienmitglieder, die sich gegen sie erheben, oder durch sonstwas Anderes. Auch sie selber könnten jederzeit auf eine grausame Art sterben, da auch sie schonmal gesündigt haben, denn sie brauchen sich nicht einzubilden, dass sie noch am Leben sind, weil ihre eigenen Sünden nicht zählen oder weil sie aus verkehrter Liebe heraus von Gott ignoriert werden.
Und in diesen Tagen hatte es ganz offensichtlich auch eine Katastrophe gegeben, wo ein Turm einstürzte und dabei Menschen völlig unvermittelt ums Leben gekommen waren, denn wir lesen in den Versen 4 und 5:
Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, dass diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnen?
Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen!
Hier könnte jetzt ein Mensch von dieser Welt auch wieder sagen: „Warum sind denn ausgerechnet die achtzehn erschlagen worden und die anderen Anwesenden nicht? Das muss doch so sein, dass diese Leute die schlimmsten Sünder waren und die anderen Gott gefallen!“
Oder andere könnten sagen: „Ha! Das ist vielleicht denen passiert, aber wenn ich selber in diesem Moment neben dem Turm gestanden hätte, dann hätte ich das ganz sicher überlebt, denn ich bin ja nicht so schlimm wie die anderen.“
Und weil Menschen auf solche Gedanken kommen, will auch hier Jesus wieder alle ermahnen, dass ihre Sünden jederzeit zu ihrem Tod führen können, und dass sie sich überhaupt keine eingebildete Unschuld anpreisen dürfen, nur weil sie in gefährlichen Situationen nicht ums Leben kamen bisher. Denn es kann über einen Sünder jederzeit ein schnelles Verderben kommen, völlig unerwartet.
Der wahre Grund, warum Menschen in Situationen verschont bzw. bewahrt werden, wo andere gestorben wären, ist nämlich keineswegs der, dass diese Menschen zu gut waren, um zu sterben, sondern er besteht einzig und allein darin, dass Gott sich überzeugen ließ, diese Menschen jetzt noch nicht aus dem Leben zu reißen, auch wenn sie es verdient haben, sondern ihnen noch ein wenig Aufschub zu gewähren, um zu sehen, ob sie vielleicht doch noch Buße tun. Dies erklärt Jesus anhand eines Gleichnisses und wir lesen darüber folgendes in den Versen 6 bis 9:
Und er sagte dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine.
Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab! Warum macht er das Land unnütz?
Er aber antwortet und spricht zu ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe,
ob er vielleicht doch noch Frucht bringt — wenn nicht, so haue ihn danach ab!
In diesem Gleichnis steht der Hausherr für Gott, und der Weingärtner steht in diesem Gleichnis für Jesus, und der Feigenbaum steht für einen Mensch, der zum Reich der Himmel hinzugerufen wurde, obwohl er dort ursprünglich nicht hineingehörte. Denn nur wenige kommen auf die Idee, inmitten eines Weinberges einen Feigenbaum zu pflanzen. Der Dünger, der gelegt wird, ist die Belehrung von Jesus. Jesus sagt den Menschen ganz genau, worauf es ankommt, und eine solche Bemühung hatte es vorher in dieser Form nicht gegeben. Denn gleichwie in der Erzählung in den ersten drei Jahren, als der Baum ohne Frucht blieb, kein Dünger ausgelegt war, so haben auch die Menschen von Israel, denen Gott nahe sein wollte und die trotzdem nichts von Gott wussten und auch keine Buße tun wollten, noch nie zu vor eine so gute und hilfreiche Belehrung gehört wie die, die Jesus vortrug. Deswegen ist die Lehre von Jesus der Dünger, aber das feste Fundament, also quasi der Nährboden für alle Menschen von Israel ist schon immer die Thora gewesen. Gott war entsetzt davon, dass den Menschen seines auserwählten Volkes schon seit unfassbar langer Zeit das Gesetz zur Verfügung steht, sie es aber nie richtig befolgen wollen und nie ihr Denken darauf ausrichten. Dadurch waren sie wie Bäume, die gar keine Früchte bringen. Das sind sie leider auch heute noch, aber im berüchtigten Leib Christi sieht es ja ebenfalls nicht besser aus.
Und während Gott den Feigenbaum im Gleichnis am liebsten sofort verderben wollte, nachdem er so lange vergeblich auf die guten Früchte gewartet hatte, überredete Jesus ihn dazu, noch ein bisschen zu warten und sich besser um alles zu kümmern, damit man sieht, ob dann endlich die gewünschten Früchte wachsen. Dieses Prinzip greift nicht nur beim Volk Israel, sondern im Grunde im Leben jedes einzelnen Menschen, der von Gott gesichtet wird. Irgendwann kommt Jesus zu dem Sünder und legt den Dünger aus, aber wenn das immernoch nicht reicht, um das Heranwachsen guter Früchte zu bewirken, dann ist auch wirklich Schluss! Und eigentlich hätte sogar schon früher Schluss sein müssen. Es geht die ganze Zeit nur darum, dass gute Früchte gebracht werden sollen. Das ist der Grund, warum Gott den Tod der Menschen hinauszögert, die schon todeswürdig gesündigt haben und genau so entfernt werden müssten, wie man einen Feigenbaum abhaut. Und das müssen alle Menschen begreifen, dass sie nicht in unheilvollen Situationen bewahrt werden, weil sie ganz toll sind und besser als die anderen, die ja alle ganz schlimm sind, sondern dass es ein Zeichen der großen Geduld Gottes ist, weil sie endlich anfangen sollen, ihren Lebenswandel auf Gott auszurichten, damit überhaupt ihr Leben gerechtfertigt werden kann. Und diese Realität ist bis heute gültig. Jesus wäscht die alte Schuld von uns ab, damit wir ausgefüllt werden können mit allem, was vom Himmel ist. Aber wenn wir dann keine guten Früchte bringen, dann werden wir ebenfalls abgehauen, selbst wenn wir Jesus als Herr bekennen. Darum ist es für Jesus-Nachfolger und Jesus-Nachfolgerinnen ganz besonders wichtig, sich stets daran zu erinnern, wie unter Anderem durch dieses Gleichnis den Menschen deutlich vor Augen geführt werden soll, dass man nicht einfach unwiderruflich als gerecht gilt, sobald man ein einziges Mal um Vergebung bat, sondern dass man zu jemandem werden soll, an dem all das gefunden wird, was Gott schon immer von den Menschen wünschte. Die sprichwörtlichen süßen Feigen sozusagen, indem man seine Gebote befolgt und sich von niemandem davon abhalten lässt. Wenn wir uns aber genau wie die lauwarmen Christen hinstellen würden und sagen würden: „Ich muss gar nichts an mir ändern, weil mir nämlich die Gerechtigkeit von Jesus angerechnet wird!“, dann würde bei uns das Gleichnis so enden, dass um den Feigenbaum Dünger gelegt wurde, aber er blieb immernoch ohne Frucht, und deswegen wurde er auf Befehl des Hausherrn abgehauen. Sowas wird die lauwarmen Christen ereilen und auch alle Gottlosen, und es wäre auch unser Ende, wenn wir Gottes Gebote verdrängen.
Als nächstes werden wir von einer Situation lesen, wo Jesus mal wieder Ärger mit den religiösen Leuten bekam, weil er am Sabbat für die Heilung einer schwer geplagten Person betete. Denn dies wird als Arbeit gewertet und daher als große Sünde eingeordnet von den menschlichen Autoritäten, weil es nach ihrer Ansicht den Sabbattag entheiligt, aber Gott selbst ist in dieser Hinsicht gar nicht so streng. Es steht geschrieben in den Versen 10 bis 17:
Er lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat.
Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten.
Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit!
Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott.
Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an diesen kommt und lasst euch heilen, und nicht am Sabbattag!
Der Herr nun antwortete ihm und sprach: Du Heuchler, löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke?
Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag?
Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt; und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.
Jesus weiß nicht nur, dass einzelne Heilungen an denjenigen Menschen, die wegen ihrem grausigen Zustand die Sabbatruhe gar nicht genießen können, für Gott in Ordnung sind, sondern er zeigt hier den Menschen, die sich über ihn beschweren, auch deutlich ihre Heuchelei auf. Denn sie alle binden am Sabbat ihre Tiere los, um sie zur Tränke zu führen. Und das dürfen sie auch, denn wenn man sowas tut, ist es keine Entheiligung des Tages, weil es auch den Tieren gut gehen soll an Gottes heiligem Ruhetag, damit sie sich erholen können. Aber wenn das bei den Tieren erlaubt ist, warum soll es dann Sünde sein, eine leidende Frau von ihrer Bindung zu lösen? In den Augen der Leute ist es das eine Mal gut, das andere Mal plötzlich böse, obwohl es sich doch immer um das selbe Prinzip handelt! Darin besteht die Heuchelei der Menschen.
Und wenn wir davon lesen, dass die Menge sich freut über all die herrlichen Taten, die durch Jesus geschahen, dann soll das nicht ausdrücken, dass Jesus hier den ganzen Sabbattag nur mit Heilungen beschäftigt war, denn das wäre wirklich zu weit gegangen, sondern es sind damit all die großartigen Wunderzeichen gemeint, die insgesamt geschehen waren in all den Monaten, die Jesus schon unterwegs war, um zu verkündigen und für Leute zu beten. Denn Jesus betete ja nicht nur am Sabbattag, sondern es kamen täglich Leute zu ihm, die sich von ihm Gutes erhofften.
Als nächstes lesen wir eine kleine Gleichnisrede. In den Versen 18 und 19 steht geschrieben:
Da sprach er: Wem ist das Reich Gottes gleich, und womit soll ich es vergleichen?
Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf. Und es wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.
Durch dieses Gleichnis soll Jesus erkennbar machen, was für eine überaus positive Wirkung es für eine Ortschaft hat, wenn man dort einfach die Verkündigung des Evangeliums ungehindert zulässt, damit es alle annehmen können, die wollen. Es wird ein so großer Segen daraus entstehen, dass der ganze Ort davon gesegnet ist und sogar die Menschen Hilfe finden, die sich Jesus noch gar nicht angeschlossen haben, denn wir sollen als Jesus-Nachfolger ja genau so barmherzig sein, wie unser Vater im Himmel barmherzig ist. Das wichtigste Kriterium für uns ist nicht, ob jemand gläubig ist, sondern ob er in Not steckt. Und wenn ja, dann teilen wir Almosen aus, und dies wird natürlich den Menschen einer Ortschaft, sofern sie arm dran sind, ein echter Segen sein, auch wenn sie nicht wirklich zu dem Baum gehören, sondern lediglich wie die flüchtigen Vögel sind, die dort nur mal eine Zeit lang ein Nest bauen. Wenn ein Mensch einen Garten hat und einen einzigen Senfbaum darin wachsen lässt, dann wird tatsächlich der ganze Garten dadurch begünstigt, weil ein Garten ja meistens nicht allzu groß ist, aber bei den Senfbäumen gibt es mindestens eine Art, die enorm groß wird, obwohl das Saatkorn anfangs nur winzig war.
Ein weiteres kurzes Gleichnis finden wir in den Versen 20 und 21. Dort steht:
Und wiederum sprach er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen?
Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.
Hier wird nun plötzlich das Reich der Himmel mit einem Sauerteig gleichgesetzt, obwohl ja in Kapitel 12 die Heuchelei der religiösen Autoritäten als Sauerteig bezeichnet wurde. Da muss man aufpassen, dass man nicht durcheinander kommt, denn sonst würde ein geistig minderbemittelter Mensch vielleicht noch meinen, dass das Reich der Himmel in Heuchelei bestehen muss. Das ist aber ganz sicher nicht das, was hier von Jesus zum Ausdruck gebracht werden soll. Nur die Schlangenbrut würde sowas glauben. Denn wenn Jesus hier das Reich der Himmel als Sauerteig bezeichnet, dann sagt er das deshalb, weil Sauerteig sich im Mehl unaufhaltsam ausbreitet. Und wenn man an einen Ort kommt, wo mehrere Menschen mit offenen Herzen wohnen, die nie das Evangelium hörten, dann wird sich dort das Reich der Himmel mit allen dazugehörigen Belehrungen ebenfalls unaufhaltsam ausbreiten. Einer fängt an, es zu erzählen, und vier glauben es vielleicht, und diese vier sind so begeistert, dass sie es ebenfalls weitererzählen vor weiteren zehn, und dann sind die zehn auch begeistert und erzählen es noch vierzig anderen, und so geht das immer weiter. Besonders, wenn es dort viele Leute gibt, die nicht von falschen Dogmen verseucht sind, gleichwie auch Mehl nicht verseucht sein darf, bevor man den Sauerteig reintut, sofern man ein gesundes und schmackhaftes Brot backen will. Wenn die Menschen erstmal erkannt haben, dass die Weisheit vom Himmel viel schöner und faszinierender ist als das nichtige Geschwätz von dieser Welt, dann werden sie nicht mehr davon abzuhalten sein, es untereinander zu verbreiten, gleichwie ja auch der Sauerteig nicht davon abzuhalten ist, dass er das ganze Mehl durchsäuert. Allerdings fällt hier auch sehr auf, dass es ausgerechnet eine Frau ist, die diesen Sauerteig verbreitet. Diese Beschreibung hat damit zu tun, dass die Ehe, die zwischen Mann und Frau geschlossen wurde, damals ja eine deutlich andere Gemeinschaft war als heutzutage. Damals war es überhaupt nicht gerne gesehen, wenn Frauen verkündigen, und zuallererst würde wohl der eigene Ehemann damit ein Problem haben, besonders wenn er ungläubig ist. Jesus bringt aber durch dieses Gleichnis zum Ausdruck, dass die Frauen trotzdem berufen sind, das Evangelium weiterzugeben und die Belehrungen, die vom Himmel sind, weiterzuerzählen, aber sie müssen es so heimlich machen, dass der Ehemann es nicht mitkriegt und sich dann auch nicht darüber aufregt, sofern er es der Frau schonmal verboten hat.
Schauen wir uns nun mal Vers 22 an! Wir lesen dort:
Und er zog durch Städte und Dörfer und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort.
Dieser Vers hat etwas Besonderes an sich. Jesus war demgemäß die ganze Zeit unterwegs, und sein eigentliches Ziel war es, in Jerusalem anzukommen, aber er besuchte noch viele andere Orte. Die Ankunft in Jerusalem würde sein letzter Besuch sein, der mit seiner Kreuzigung endet. Und manch ein Mensch wäre da so bedrückt in Gedanken und so unruhig im Herzen, dass er sich gar nicht mehr auf das Lehren konzentrieren könnte. Jesus aber ist auch in diesen Tagen mit der Gewissheit seiner naheliegenden Misshandlung und Ermordung, die man ihm antun wird, trotzdem weiter in alle Städte und Dörfer gegangen und hat dort unbeirrt das Evangelium verkündigt. Das konnte Jesus wirklich nur dadurch tun, dass er allezeit himmlisch dachte und auf die Ewigkeit konzentriert war. Hätte er sich hingegen damit abgelenkt, was hier in dieser Welt aus ihm werden soll, dann wäre er definitiv kein effizienter Arbeiter für das Reich der Himmel gewesen. Und während all den Verkündigungen hatte einer von den Zuhörern wohl erkannt, dass die Dinge, die Jesus verkündigt und erklärt, sehr ungewohnt sind und dass es gar nicht so einfach ist, das alles im Herzen festzuhalten, was aber auch bedeutet, dass dann ja nur wenige Menschen vor der Hölle gerettet werden können. Daher lesen wir folgendes in den Versen 23 und 24:
Es sprach aber einer zu ihm: Herr, sind es wenige, die errettet werden? Er aber sprach zu ihnen:
Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen! Denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können.
Als erste Reaktion auf die Frage, ob nur wenige gerettet werden, sagt Jesus sofort, dass man danach ringen soll. Also laut Jesus ist es das Dämlichste, was man überhaupt entscheiden kann, dass man einfach aufhört, dem Reich der Himmel genügen zu wollen, weil man meint, man schafft es sowieso nicht. So soll man nicht denken! Denn hoffnungslos ist es erst dann, wenn der Hausherr die Tür verschlossen hat. Vorher ist es hoffnungsvoll. Die aber, welche nie wirklich versucht haben, durch die enge Pforte zu gehen und dann im letzten Moment, wo schon Unheil losgebrochen ist, noch Einlass finden wollen, bei denen ist dann tatsächlich jede Bemühung vergebens. Und das hochgradig Bemerkenswerte ist, dass man nicht als Ungläubiger, sondern als Gläubiger dazu berufen ist, um Einlass zu ringen. Denn wenn wir weiterlesen, dann merken wir, dass es Gläubige Menschen sind, denen der Einlass verwehrt wurde, weil ihr Glaube lauwarm gewesen ist. Es steht geschrieben in Vers 25 und 26:
Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Türe verschlossen hat, dann werdet ihr anfangen, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, Herr, tue uns auf! Dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich weiß nicht, woher ihr seid!
Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unseren Gassen hast du gelehrt!
Hier sehen wir, dass die Menschen, die vor verschlossener Türe stehen, Jesus zweimal als Herr bezeichnen. Wer tut das denn? Bezeichnet etwa irgendein ungläubiger Mensch Jesus als Herr? Wohl kaum.
Und wir merken hier, dass der Herr überaus abgeneigt ist gegenüber den anklopfenden Menschen. Und diese Leute bemühen sich jetzt darum, sich selber als Gläubige zu identifizieren, die doch auch in das Reich hineingehören. Aber wie tun sie das? Sie finden kein anderes Argument als nur, dass sie gegessen und getrunken haben. Das ist ihr Argument, welches den Hausherr überzeugen soll. Ist das nicht erbärmlich?
Wenn man das so liest, dann muss man überlegen, ob man derartige Menschen in der heutigen Gesellschaft findet. Wer ist es denn, der sich ständig in Gruppen versammelt, um schön ein bisschen zusammen Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen und sich völlig verkorkste Botschaften über sogenannte Liebe und über persönliche Identität anzuhören?
Es sind doch genau diese Verhaltensweisen, die man ständig bei den lauwarmen Christen vorfindet! Die lauwarmen Christen benehmen sich ganz genau so wie diese Leute hier aus der Erzählung. Sie bilden sich auf Nichtigkeit etwas ein.
Ich betone hier, dass es an sich keine schlechte Sache ist, wenn man bei einer Versammlung Speise und Getränk austeilt. Aber diese Leute sind ja nur allein deswegen überhaupt zur Versammlung gekommen, und darin besteht das Elend. Sie wollten essen und trinken. Das war’s. Denn es ging ihnen nicht darum, Buße zu tun, Weisheit zu erlangen, Gottes Wege zu begreifen und einander in der Heiligung zu stärken. Die wollten nichts hören von Gottes Gerechtigkeit und Gottes Gericht. Alles, was die wollten, war gutes Getränk und gute Speise und irgendwelches leeres Gefasel darüber, wie geliebt sie doch sind. Die bilden sich ein, das sowas das wahre christliche Leben sein würde. Und durch solches Verhalten, welches man heutzutage in Massen findet, wird das Wort „christlich“ schon fast zu einem Schimpfwort. Und dann erwarten diese Leute auch noch, dass sie in die ewige Herrlichkeit aufgenommen werden, wenn die Welt ihr Ende erreicht. Das kann doch unmöglich deren Ernst sein! Aber wenn man sie reden hört, dann macht es schon den Eindruck, dass die sowas ernsthaft glauben, also dass sie denken: „Ja, der christliche Glaube heißt, immer zu allen lieb und nett zu sein und zusammen etwas zu essen und den Prediger irgendwas reden zu lassen, was mit Liebe zu tun hat. Und dieser Jesus, von dem die manchmal reden, das war bestimmt ein guter Mann. Das passt schon alles!“
Jesus macht hier eindeutig darauf aufmerksam, dass derartige Menschen ein erschreckendes Ende erleben werden. Die Leute, die gar nichts vorzuweisen haben außer diesen bedeutungslosen Fakt, dass sie sich zum Essen und zum Trinken versammelt haben, die werden keinen Einlass finden. Und genau das hatten sie auch nie begehrt. Die wollten ja gar nicht erst das Reich kennenlernen, sonst hätten sie sich bemüht, durch die enge Pforte zu gehen. Und was ist das noch dazu für ein beknacktes Argument, das zuletzt dargestellt wird, also dass auf ihren Gassen Jesus mal gelehrt hatte? Man kann doch nicht glauben, dass es etwas gilt, wenn jemand zu Hause in seinem Wohnraum sitzt und mal kurz aus dem Fenster schaut und da jemanden sieht, der draußen in der Ferne eine öffentliche Predigt hält, und er hört von innen mal fünf Minuten zu und wendet sich dann wieder ab, um sich um den eigenen Kram zu kümmern. Hat dieses Verhalten auch nur im Entferntesten etwas mit Glaube zu tun? Das hat es ganz sicher nicht. Und deswegen hat das auch überhaupt nichts zu bedeuten, wenn man ein Argument sucht, warum man Einlass verdient. Denn Jesus geht nicht in Städte um der Städte willen, und ein Mensch ist nicht wertvoller oder wertloser, nur weil er in einer bestimmten Stadt gewohnt hat, denn Jesus prüft bei den Menschen, ob sie im Inneren einen reifenden Glaube haben. Einen Glaube, der aus Lernbereitschaft, ehrlichem Interesse und aus damit einhergehender Buße besteht, und nicht aus Essen, Trinken und Ansehen der Person.
Und da nun die anklopfenden Menschen absolut gar nichts vorzuweisen haben, außer dem Blödsinn, den sie gerade an den Haaren herbeiziehen, als ob er etwas gelten würde, lesen wir auch eine entsprechend harte Reaktion in den Versen 27 bis 30. Es steht geschrieben:
Und er wird antworten: Ich sage euch: Ich weiß nicht, woher ihr seid; weicht alle von mir, ihr Übeltäter!
Da wird das Heulen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht, euch selbst aber hinausgestoßen!
Und sie werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, und zu Tisch sitzen im Reich Gottes.
Und siehe, es sind Letzte, die werden Erste sein; und es sind Erste, die werden Letzte sein.
An Vers 27 sieht man, dass sich an der ablehnenden Haltung des Hausherrn überhaupt nichts änderte. Die lauwarmen Heuchler müssen alle draußen sein. Und allgemein soll der Teil mit den Menschen aus allen vier Himmelsrichtungen darauf anspielen, dass von überall her Menschen kommen werden, bei denen man vielleicht als lauwarmer Christ nicht gedacht hätte, dass diese zu den Erlösten gehören würden, und diese gehen ins Reich Gottes ein. Gleichzeitig kann diese Rede natürlich auch durchaus als eine Ankündigung verstanden werden, dass Jesus nicht nur in Israel Menschen sammelt, sondern auch in den Heidenvölkern Menschen ausfindig machen wird, die sich bereitwillig zeigen, durch die enge Pforte hineinzugehen. Und den Spruch, dass die letzten die ersten sein werden, kann man so verstehen, dass alle Menschen, die im Erdenleben nichts besonderes waren und vielleicht sogar von anderen verachtet und gehänselt wurden, weil sie nichts Großes sind, im Reich der Himmel zu den Ersten gehören werden, aber die, welche in der Welt viel galten beim gesellschaftlichen Leben, die werden im Himmel die geringsten sein. Aber die Hauptbotschaft dieses Spruchs ist gemäß dem Gleichnis, welches Jesus laut dem Evangelium des Matthäus in Kapitel 20 erzählte, dass ein Mensch nicht danach bewertet wird, ob er viel oder wenig Arbeit in das Reich der Himmel investierte, sondern allein danach, ob er überhaupt begann, treu zu handeln, als er gerufen wurde. Und zwar ganz unabhängig davon, ob der Ruf zeitig oder spät erging. Hauptsache, es wurde angemessen reagiert.
Als nächstes betrachten wir die Verse 31 bis 33. Dort steht:
An demselben Tag traten etliche Pharisäer hinzu und sagten zu ihm: Gehe fort und reise ab von hier; denn Herodes will dich töten!
Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag bin ich am Ziel.
Doch muss ich heute und morgen und übermorgen reisen; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt.
Bei diesem Bericht werde ich den Eindruck nicht los, dass der Satan seine Finger im Spiel hatte. Denn für den Satan wäre erst dann unwiderruflich alles vorbei, wenn Jesus zur vorgesehenen Zeit in Jerusalem den Kreuzestod erleidet, wie es prophezeit ist. Erst wenn alle Prophezeiungen erfüllt sind und Jesus das einzige mögliche Sühneopfer in makellosem Zustand geleistet hätte, wäre der Fall des Teufels gewiss und sein ewiges Gerichtsurteil unausweichlich. Der Satan hatte also kein größeres Interesse als dieses, Jesus davon abzubringen, dass er bis zum letzten Augenblick durchhält. Am besten sollte Jesus gar nicht erst hingehen. Und nun kommen hier die Pharisäer, von denen wir ja wissen, dass sie Jesus überhaupt nicht mochten, und ausgerechnet diese sorgen sich jetzt plötzlich um seine Sicherheit? Das ist eigenartig. Sie wollen ihm vermutlich Angst einjagen, damit er seine Reise nach Jerusalem abbricht. Glaubt ihr, die sind von alleine auf diese Idee gekommen? Ich weiß nicht so recht!
Auf jeden Fall sehen wir an der Reaktion von Jesus, dass es für ihn überhaupt nicht in Frage kam, aufzugeben, selbst wenn eine Bedrohung aufkommt. Denn Jesus wusste, dass Gott ihn sowieso beschützen wird, selbst dann, wenn der König ihn verfolgt. Aber eigentlich hatte der König Herodes auch gar keinen Hass in dem Sinne gegen Jesus. Es ist gut möglich, dass die Pharisäer hier lediglich ein Gerücht streuten, um Jesus zu verängstigen. Und das hat offensichtlich nicht geklappt. Obendrein bezeichnet Jesus sich selber hier als Prophet, was auch auf ihn zutrifft, denn ein Prophet ist ein Mensch, der Ermahnungen vor den Menschen ausrufen muss, die Gott gesprochen hat. Und das ist ein wichtiger Teil des Dienstes, den Jesus tat, aber Jesus ist nicht nur allein Prophet, sondern er ist auch der Messias und somit der von Gott gegebene Retter der Welt.
Und nun lesen wir auch noch die restlichen Worte des Kapitels. Es steht geschrieben in den Versen 34 und 35:
Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!
Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden! Und wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: »Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des HERRN!«
Hier beklagt nun Jesus die schlimmen Dinge, die schon in Jerusalem geschehen sind und auch weiterhin geschehen werden. Echte Propheten des Gottes Israels wurden dorthin gesandt und dann nach einiger Zeit ermordet. Es scheint ein Ort zu sein, an dem Unbelehrbarkeit die einzige zuverlässige Regel ist. Denn man kann im Evangelium des Johannes nachvollziehen, dass Jesus mehrmals in Jerusalem unterwegs war, mindestens an jüdischen Festtagen, aber egal, was auch immer er zu den dortigen Menschen redete, um sich ihnen als Messias zu erkennen zu geben: Es endete nicht mit Freude vonseiten der Menschen, sondern mit dem Versuch, ihn zu Tode zu steinigen.
Wir sind nun am Ende des Kapitels angekommen. Was können wir daraus lernen, und was bringt es uns besonders für unsere eigene Nachfolge?
Der Inhalt des Kapitels ist schon relativ vielseitig. Wir lernen hier, dass Jesus sich wirklich sehr intensiv bemühte, den Leuten die Wichtigkeit und Dringlichkeit von Buße begreiflich zu machen, dass er immer wieder in Streit verwickelt wurde wegen einzelnen Heilungen am Sabbattag, dass er über das Reich der Himmel gerne in Gleichnissen redete, dass er lauwarme Gläubige am Ende vor verschlossener Türe zurücklässt und dass er sich von niemandem hat einschüchtern lassen, denn er wollte seinen von Gott geplanten Lebensweg unbedingt bis zum Ende durchziehen, und er erwartete auch überhaupt nicht, dass irgendwer dies aufhalten könnte, da ja bekanntlich Gottes Gedanken höher sind als Gedanken der Menschen. Wenn Gott etwas fest geplant hat, kann der Mensch es nicht verhindern.
Was wir uns für unsere eigene Nachfolge unbedingt aus diesem Kapitel mitnehmen sollten, ist, dass wir niemals von uns selber glauben dürfen, wir wären so gut, dass wir in keinem Unglück sterben könnten, in dem andere umkommen, weil die anderen schlechter wären als wir. Wir müssen unbedingt daran denken, dass das Verüben einer todeswürdigen Sünde rechtmäßig den Tod als Konsequenz hat und es in Gottes Ermessen liegt, wann uns dieser ereilt. Darum müssen wir unbedingt frei sein von Sünde. Wenn nämlich jemand schonmal den Sabbat gemäß Gottes Gesetz durch Arbeit entheiligte, dann müsste er per Gesetz zu Tode gesteinigt werden. Und auch wenn Jesus gesagt hat, dass wir Menschen nicht als Richter auftreten sollen untereinander, so ist doch die Todesschuld noch vorhanden. Oder wenn einer mit Zauberei in Berührung kam und dies auf die leichte Schulter nimmt, so ist auch auf diesem Mensch eine Todesschuld per Gesetz. Wenn man nicht Buße tut bei all den Dingen, die im Leben nie getan werden dürfen, dann kann man theoretisch jederzeit genau so hinweggerafft werden, wie es einzelnen anderen Personen passiert. Man darf niemals so naiv sein, dass man beim Thema Tod denkt: „Das passiert immer nur den anderen, aber doch nicht mir!“
Und ansonsten sollten wir uns besonders aus diesem Kapitel mitnehmen, dass wir als echte Jesus-Nachfolger auf keinen Fall so wandeln sollen wie die Leute, die unter dem Name Jesus zusammen sitzen, um zu essen und zu trinken um der Speise willen und weil sie eine nette Zeit haben wollen, aber die so gut wie gar nichts vom Reich der Himmel wissen und das auch nicht erstreben. Wenn wir bei solchen Leuten regelmäßig sitzen und mitmachen, dann sieht es so aus, als wären wir ihnen gleich. Wer aber durch die enge Pforte eingehen will, der sondert sich ab, nachdem er dort Zeugnis gab. Ein Leben in Gerechtigkeit nach Gottes Maßstäben, wie Jesus es uns gezeigt hat, ist das Durchschreiten der engen Pforte. Es gibt viele Pforten, die breiter sind, aber nicht ins ewige Leben führen. Zum Beispiel gibt es eine Pforte, die heißt: „Du musst nur ein Übergabegebet machen, dann bist du sofort gerettet!“ Und eine andere Pforte heißt: „Das Gesetz Gottes ist Dreck. Sei einfach lieb und nett zu den Leuten! Denn Paulus hat gesagt: Man fällt aus der Gnade, wenn man das Gesetz Gottes einhält.“ Und eine andere Pforte heißt: „Unterwerfe dich dem dreieinigen Gott und lasse dich taufen auf Vater Sohn und Geist!“ Aber keine von diesen Pforten führt ins ewige Leben. Die Pforte ins ewige Leben hat über sich als Titel: „Jesus Christus, der von Gott gesandte Erlöser, zählt in allen Belangen der Existenz!“
Und dies können wir auch als Maßstab benutzen, damit wir erkennen, ob wir in der Nachfolge auf dem richtigen Weg sind. Wenn wir uns aber selbst wieder erkennen in dem Schema, immer schön zum Essen und zum Trinken versammelt gewesen zu sein und von Ferne mitzukriegen, dass da einer irgendwas Ungreifbares predigt, dann ist das alarmierend und muss uns dazu bewegen, viel intensiver nach Gott und nach Jesus zu suchen.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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