Text zu "Bibellehre - Kapitel 16 im Evangelium des Lukas"

Link zum Video: https://youtu.be/ZkxWxR5SubU

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 16 vom Evangelium des Lukas gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten, denn der Inhalt soll in diesem Video dargelegt werden.

Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.

Wir lesen in diesem Kapitel als Erstes etwas von einem schwierigen Gleichnis, welches Jesus seinen Jüngern vortrug, um ihnen Genügsamkeit, Güte und ein gemäß dem Reich der Himmel verantwortungsbewusstes Handeln beizubringen. In Vers 1 steht geschrieben:

Er sagte aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; und dieser wurde bei ihm verklagt, dass er seine Güter verschleudere. 

Bereits bei diesem Vers ist schon eine ausführliche Erklärung nötig, damit man begreift, was hier ausgesagt werden soll. Es gab laut diesem Gleichnis einen reichen Mann. Und dieser Reichtum des Mannes ist extrem, er ist unfassbar gigantisch. Und übrigens steht dieser reiche Mann in der Deutung für unseren Vater im Himmel. Ganz wichtig zu beachten ist aber die Anklage, dass ein eingesetzter Haushalter, der den ganzen Reichtum ordentlich verwalten sollte, alles verschleudert. Denn diese Verschleuderung bedeutet, dass dieser Haushalter sich ständig nur die nobelsten Gegenstände kaufte und das Geld bei allen Anschaffungen förmlich zum Fenster rauswarf, weil er sich dachte: „Mein Herr hat ja mehr als genug Geld, da kann ich mir nun mal richtig was gönnen bei der Arbeit.“
Ich erzähle euch mal ein Beispiel, um das alles ein bisschen greifbarer zu machen. Stellt euch vor, ein Mensch bekommt in einem Haus einen großen Raum, den er sich als Arbeitsplatz einrichten soll, wo organisatorische Tätigkeiten geschehen, und ihm wird gesagt, er soll festlegen, was in diesen Raum alles reingestellt wird. Da würde sich ein genügsamer Mensch zufrieden geben mit einem Tisch, einem gemütlichen Stuhl, einem Computer für den organisatorischen Kram, und ein paar einfachen Schränken, um Sachen darin zu lagern. Aber ein Mensch, der einfach Firmengelder verschleudert in völliger Selbstsucht und Skrupellosigkeit, der würde nicht nur einen einfachen Tisch kaufen, sondern einen Tisch aus kostbarem Marmor und den teuersten Stuhl, den er im Handel findet, mit Massagefunktion und Heizkissen, und Schränke aus wertvollstem Holz und den teuersten Computer, den man im Handel findet, und dann vielleicht auch noch eine Einbauküche und ein schönes Sofa und eine Heimkinoanlage, falls das alles in den Raum passt, und dann noch einen Springbrunnen und ein paar kostbare Gemälde an der Wand, und das alles mit der Ausrede, dass er sich doch wohlfühlen muss bei der Arbeit und ein angenehmes Arbeitsumfeld benötigt. Ein solcher Prasser wäre vergleichbar mit dem Haushalter aus dem Gleichnis. Denn genau so hat sich der Haushalter benommen. Alles das, was er im Rahmen der Verwaltungsarbeit irgendwie als Betriebsmittel darstellen kann, selbst wenn es eigentlich nur seine Lust stillen soll, das hat er gekauft, und je kostspieliger es war, desto lieber kaufte er es. Nun hatte aber laut dem gerade gelesenen Vers offensichtlich der Hausherr von diesem widerlichen Verhalten erfahren. Daher lesen wir folgendes in Vers 2:

Und er rief ihn zu sich und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Lege Rechenschaft ab von deiner Verwaltung; denn du kannst künftig nicht mehr Haushalter sein! 

Hier wird nun also der Haushalter verbannt. Er darf nicht länger diese verantwortungsvolle Tätigkeit ausführen, sondern muss es ablegen. Weiterhin steht in den Versen 3 und 4:

Da sprach der Haushalter bei sich selbst: Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung nimmt? Graben kann ich nicht; zu betteln schäme ich mich. 
Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich, wenn ich von der Verwaltung entfernt bin, in ihre Häuser aufnehmen! 

Der Haushalter in seiner Eigensinnigkeit überlegt nun also, womit er künftig seinen Lebensunterhalt sichern soll. Und irgendwie passt ihm gar nichts in den Kram von allem, was andere Menschen so zu tun pflegen, wenn sie schnelles Geld brauchen. Aber wir merken an Vers 4, dass er schon eine Idee hatte, was er jetzt tun will, um Gunst zu erwerben bei den Leuten, und dann vielleicht von ihnen Hilfe zu bekommen nach der Entlassung. Wie genau sein Plan aussah, lesen wir in den Versen 5 bis 7. Dort steht:

Und er rief jeden von den Schuldnern seines Herrn zu sich und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 
Der aber sprach: 100 Bat Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setze dich und schreibe schnell 50!
Danach sprach er zu einem anderen: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der aber sagte: 100 Kor Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreibe 80! 

Hier ist die Formulierung leider unzureichend. Nicht die Menschen selber durften ihre Schuldscheine umschreiben, sondern der Hauhshalter hat, bevor sein Amt endete, noch schnell die Größe der Schulden anderer Leute verringert, indem er es anders aufschrieb. Denn er war dazu bevollmächtigt, Schulden der Menschen zu verändern oder ganz zu erlassen. Und dadurch, dass er dies nun für die Gläubiger seines Herrn tat, würde er natürlich in ihrer Gunst steigen und sie würden sich später an diese Wohltat erinnern und sich über ihn erbarmen, wenn er nicht mehr arbeitet. Das war sein Plan. Und sein Herr wurde darauf aufmerksam, dass der Haushalter solche Dinge tut. Wir lesen darüber folgendes in Vers 8:

Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, dass er klug gehandelt habe. Denn die Kinder dieser Weltzeit sind ihrem Geschlecht gegenüber klüger als die Kinder des Lichts. 

Bei diesem Vers liegt auch wieder eine mangelhafte Übersetzung vor. Denn dieses Licht, von dem hier geredet wird, das ist das Schimmern einer lodernden Feuerflamme. Das kann man anhand des griechischen Urtextes vom Neuen Testament nachvollziehen, denn die original Texte des Neuen Testaments wurden auf Griechisch geschrieben, aber die Texte vom Alten Testament sind im original fast vollständig auf Hebräisch aufgeschrieben worden. Und die Kinder, die Jesus meint, wenn hier unzureichend von Kindern des Lichts geredet wird, sind eigentlich vielmehr die Kinder des lodernden Feuers, also die Menschen, die in der Hölle landen werden. Und mit „dieser Weltzeit“ meint Jesus Menschen, die in jener Weltzeit leben werden, in der absolut jeder gütig handelt, also die kommende Weltzeit, wo er sein eigenes Königreich auf der Erde haben wird. Dort dürfen nur diejenigen rein, die alles zweckmäßig behandeln und Gottes Gebote halten. Wenn einer schon so handelt, wie man in der künftigen Weltzeit selbstverständlich handeln wird, obwohl er jetzt immernoch in der bösen Weltzeit lebt, so ist er eigentlich ein Kind dieser kommenden Weltzeit, die uns noch bevorsteht, denn seine Taten beweisen, wer er ist. Wer zu der Weltzeit gehört, in welcher gütig ausgeteilt wird, der teilt auch heute schon gütig aus und wird überall dort Schulden erlassen, wo er es sich leisten kann. Und der Herr in den Gleichnis hat den Haushalter deswegen gelobt, weil der Haushalter, so seltsam es auch klingen mag, neuerdings die Mittel des Herrn auf eine sinnvolle Weise verschleudert hat. Denn auch das Erlassen von Schulden kann man als Verschleudern der Mittel betrachten. Aber es ist eine Art von Verschleudern, welches andere Menschen beeindruckt und ihre Herzen berührt. Ihnen wurde dadurch Erleichterung verschafft, dass sie jetzt weniger Schulden hatten, und darum würde nicht nur der Haushalter in ihrer Gunst steigen, sondern auch der Herr des Hauses, also der reiche Mann. Die Auswirkung davon, Schulden zu erlassen, ist besser als die Auswirkung davon, Gelder zu verschleudern für luxuriöse Ausstattung im eigenen Arbeitsalltag, mit der man sich persönlich wohlfühlt. Es scheint allgemein so zu sein, dass dieser Herr, der da ganz viel Reichtum hat, ein gütiges Herz hat und Freude empfindet, wenn den Menschen Vorteile entstehen, die in Schulden versunken sind. Im Gegensatz zu anderen reichen Menschen ist der Herr aus dem Gleichnis einer, der niemals vergessen will, dass Geben seliger ist als Nehmen, und durch das Handeln seines Haushalters wird er daran neu erinnert. Und weil die Auswirkung des Schuldenerlasses an sich positiv ist, deswegen lobte der Herr den Haushalter, obwohl ja eigentlich der Haushalter immernoch im Interesse seines eigenen zukünftigen Wohlergehens gehandelt hatte. Auch wir selber, wenn wir Almosen austeilen, können nicht leugnen, dass wir damit nicht nur in Barmherzigkeit handeln, sondern gleichzeitig auch im Interesse unseres künftigen Wohlergehens, weil uns ja im Himmel alles vergolten wird, was Menschen uns nicht vergelten konnten. Das Gleiche trifft auch zu, wenn wir jemandem etwas ausgeliehen haben und es ihm dann ganz überlassen oder nur einen geringen Teil zurückfordern, oder wenn wir geistliche Schulden erlassen, indem wir den Menschen die Sünden vergeben, die sie gegen uns persönlich getan haben. Das ist allgemein unsere unausweichliche Pflicht, weil wir Gottes Vergebung brauchen, dass wir dann auch nicht verstockt sein dürfen, wenn wir selbst den Menschen das vergeben sollen, was sie zu unserem Schaden getan haben in ihrem armseligen Umhergetriebensein.
In Vers 9 lesen wir:

Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn ihr Mangel habt, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten!

Hier muss nun erstmal erklärt werden, was mit ungerechtem Mammon gemeint ist. Der Mammon ist ein Götze des Überflusses und des Reichtums. Und hierbei steht jetzt jeder Mensch vor der Wahl, ob er versuchen will, diesem Götze gerecht zu werden. Wenn du dem Mammon gerecht sein willst, dann häufst du möglichst viel Besitz an und forderst ständig die komplette Tilgung aller Schulden ein, am besten mit Zinsen. Wer dem Mammon gerecht wird, der ist habgierig und geizig. Wenn aber jemand ungerecht gegenüber dem Mammon sein will, dann tut er genau das Gegenteil von dem, was dem Mammon entspricht. Wer in ungerechtem Mammon handelt, der erlässt Schulden und verschenkt Dinge, er führt ein genügsames Leben und kümmert sich überhaupt nicht um den weltlichen Wert seines Besitzes. Das sind Leute, die sogar ihr letztes Hemd hergeben würden, wenn sie merken, dass ein anderer friert. Solche handeln im ungerechten Mammon. Und das ist es, was vom Reich der Himmel erhofft wird. Jesus sagt, dass wir genau dies tun sollen, damit wir aufgenommen werden in ewige Hütten, also in unsere Wohnstätten, die im Himmel für uns vorbereitet sind. Denn zu wissen, dass Wohnstätten im Himmel für uns vorbereitet werden, ist schön und gut, aber wenn wir diese gar nicht erben, weil wir immer nur knausrig gewesen sind mit unserem Besitz auf Erden, dann nützt und das Wissen an sich überhaupt nichts. Sowohl Gott als auch alle heiligen Engel werden uns respektieren, wenn wir Menschen sind, die stets weniger nehmen, als sie austeilen, und die Schulden erlassen in jeder Hinsicht. Dann werden wir unseren Wohnort bekommen, aber nicht, wenn wir versucht haben, dem Mammon gerecht zu werden. Denn man sollte lieber versuchen, die Heerscharen des Himmels als Freunde zu bekommen um der Barmherzigkeit willen, als dass man die Menschen dieser Welt zu Freunden hat, die selber auch nur auf Profit aus sind. Wenn wir Mangel ertragen, und es wird uns im Himmel bezeugt, dass wir absichtlich Mangel durchlitten haben, nur damit es anderen, die auch nur wenig haben, keine größeren Probleme bereitet, dann wird dieses Zeugnis, sobald man es im Himmel hört, uns zur Ehre werden. Denn ein Leben im Mangel macht uns auf Erden zu verachteten Menschen, im Himmel aber macht es uns glückselig.

Und ganz wichtig ist bei dem Gleichnis natürlich der Aspekt, dass, auch wenn die Erde dem Teufel übergeben wurde, doch alle Objekte und alle Materialien, die wir auf Erden vorfinden, im Ursprung Gottes Erzeugnis sind und deswegen auch Gott seine Schöpfung uns überlässt, wenn wir Besitz bekommen, ohne uns darum bemüht zu haben. Aber wie handeln wir damit? Handeln wir damit verschwenderisch? Oder veranwortungsbewusst? 
Wir lesen noch eine weitere wichtige Aussage von Jesus in Vers 10. Dort steht:

Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. 

Dies ist der Maßstab vom Himmel, der auch unter den Menschen Sinn macht. Wenn ein Mensch nichtmal kleine Aufgaben ordentlich erledigt, dann kann man ihm auch bei größeren Aufgaben nicht über den Weg trauen. Und deshalb bekommt er gar nichts Großes, solange er sich nicht im Kleinen als tauglich erweist. Manche Menschen fühlen sich vielleicht unterfordert oder nicht wertgeschätzt, weil man ihr Potenzial nicht erkennt, wenn sie nur eine kleine Aufgabe bekommen, aber solches Gedankengut basiert nur auf Stolz und ist daher töricht. So richtig gut werden kann man wirklich nur, wenn man kleine Aufgaben ernstnimmt und wenn man auch fähig ist, das eigene Geltungsbedürfnis zurückzuschrauben. Weiterhin sagt Jesus in Vers 11:

Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart, wer wird euch das Wahre anvertrauen? 

Hier betont Jesus nochmal, wie unser Tun darin bestehen soll, dass wir gegenüber dem Mammon ungerecht handeln, also dass wir genau so mit allem Besitz umgehen, wie es der Mammon – die vergöttlichte Habsucht und Genusssucht – niemals befürworten würde. Deswegen sollen wir möglichst oft Schulden erlassen und Geschenke an Bedürftige austeilen. Das ist ein Teil der echten Nachfolge Jesu. Und auch hier gilt wieder: Wer eine Gelegenheit bekommt, um ein großes Vermögen, das ihm anvertraut ist, für Luxus zu verschleudern, der muss der Versuchung widerstehen. Denn wer überlassenes Gut in einem noch vergleichsweise geringen Rahmen verschleudert, anstatt sich als zuverlässiger Verwalter in Genügsamkeit zu erweisen, dem werden die richtig großen Reichtümer gar nicht erst anvertraut, sodass er auch diese im Sinne des Reiches der Himmel verwalten dürfte. Und in Vers 12 heißt es:

Und wenn ihr mit dem Gut eines anderen nicht treu wart, wer wird euch das Eure geben? 

Hier ist nun nochmal der Fakt untermauert, dass wir alles, was wir haben, nur deshalb haben können, weil es im Ursprung von Gott erschaffen wurde und weil es uns gemäß dem Ratschluss Gottes zugeteilt wurde. Wenn wir im Himmel sind, denn werden wir voraussichtlich einen Lohn bekommen, der uns nicht zur Verwaltung gegeben wird, sondern zur Freude. Das ist dann unseres. Aber hier auf der Erde ist absolut alles, was wir empfangen, eigentlich nur dazu gut, es für Gott zu verwalten und es gar nicht erst als unser Eigentum anzuschauen. Wer das auf so eine Art abhandeln kann, von Herzen, der ist in der Nachfolge schon sehr gereift. Als abschließende Erklärung sagte Jesus noch folgendes laut Vers 13:

Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon! 

Hier sehen wir, wie ernst die Sache ist. Wenn jemand verschwenderisch handelt oder immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, dann hat er dabei zwar körperlich keinen Götze vor Augen, aber trotzdem zählt bereit dieses Verhalten so, als wäre man ein Götzendiener, weil man ja genau die Werke tut, die der Mammon, eine falsche Gottheit, verlangt von den Menschen. Sobald man das tut, was eine ausgedachte Gottheit verlangt, was aber der Gott Israels nicht verlangt, ist es Götzendienst. Deswegen ist auch jeder Mensch ein Götzendiener, der Yoga praktiziert, weil man nämlich beim Yoga genau die gleichen Posen einnimmt, welche die Heidenvölker immer zum Anbeten der Sonne ausüben. Und daher betet man die Sonne an, wenn man Yoga macht, ohne es zu ahnen. Aber ein Mensch kann nicht zwei Herren dienen. Man kann nicht die Sonne anbeten und gleichzeitig den echten Gott anbeten, welcher niemals Yoga befahl, und man kann auch nicht den Mammon anbeten durch Hoffnung auf Reichtum und gleichzeitig den echten Gott anbeten. Und immer dann, wenn man irgendwas Anderes als den Vater von Jesus Christus wie Gott behandelt, ist man automatisch aus der Gnade unseres Vaters gefallen, denn der allein wahre Gott duldet keine Anbetung gegenüber irgendwem anders. Auch Jesus dürfen wir niemals anbeten, indem wir uns vor ihm anbetend niederwerfen in tiefster Erniedrigung, sondern wir beugen vor ihm die Knie, weil er König ist, und wir reden mit ihm so, wie man mit einem König redet, aber wir nennen ihn nicht Gott, sonst sind wir Götzendiener.

Jedenfalls ergab sich eine teils interessante, gleichzeitig aber auch sehr ekelerregende Situation, während Jesus sich darum bemühte, seine Jünger über alles aufzuklären, was wir in den bisherigen Versen entdeckt haben, denn die hoch respektierten Autoritäten aus der Religion waren auch vor Ort und hörten die Worte von Jesus an. Wie diese darauf reagierten, steht in Vers 14. Dort lesen wir:

Das alles hörten aber auch die Pharisäer, die geldgierig waren, und sie verspotteten ihn. 

Ist das nicht absolut entsetzlich, was hier passiert? Jesus vermittelt das Wertdenken des Himmels und wird dafür ausgelacht. Die Leute, die sich immer als die Verständigen aufspielen, halten es für absolut lächerlich, weniger Geld oder Güter zurückzuverlangen, als man ausgeteilt hat, und nun verspotten sie Jesus, weil er zu sowas rät. Merken diese Typen gar nicht, dass eigentlich sie selber die Idioten sind?
Vor Gott gilt Barmherzigkeit sehr viel, Jesus aber muss sich verspotten lassen, wenn er erklärt, wie groß genau das barmherzige Handeln sein soll. Das ist übel. Und dabei sind die geldgierigen Pharisäer nun definitiv nicht die bessere Art Menschen, nur weil sie es geschafft haben, Reichtum anzuhäufen. Aber wie viele Menschen gibt es auch jetzt in unserer heutigen Zeit, die sich für die Besten halten, weil sie reich sind, und die über jeden spotten, der ihnen zum Erlassen von Schulden geraten hat?
Die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen. Und wenn schon die religiösen Menschen darin verfangen sind, die durch die blödsinnigen Belehrungen aus ihren Lehrbüchern sowieso in der Finsternis umhertappen, dann sollten doch wenigstens wir als Jesus-Nachfolger restlos alle Geldgier aus uns entfernen, sofern welche vorhanden ist.
Und jeder Mensch muss ich mal selbst fragen: „Hätte ich auch einen Zimmermann ausgelacht, der mir sagt, dass ich klug handle, wenn ich anderen ihre Schulden erlasse und Luxus verwerfe?“

Auf jeden Fall äußert Jesus noch eine wichtige Bemerkung in Vers 15. Es steht geschrieben:

Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen; denn was bei den Menschen hoch angesehen ist, das ist ein Gräuel vor Gott.

Diese Worte sind für uns als Jesus-Nachfolger ein riesiger Schatz, da sie unser Urteilsvermögen enorm stärken. Die Leute von dieser Welt feiern alles, was Ansehen bekommen hat, teils außerhalb von Gemeinden, teils innerhalb von Gemeinden. Denn sie denken: „Wenn es groß wurde, muss es gut sein!“ Und die Leute von dieser Welt lassen sich leicht von geschickter Schauspielerei täuschen. Wir aber als Jesus-Nachfolger lesen hier den Tadel, dass die religiösen Schlüsselfiguren andere Menschen überzeugen, gerecht zu sein. Das heißt: Die religiösen Leute, in diesem Fall besonders die Pharisäer, sind überhaupt nicht gerecht. Die tun bloß so. Und diesen Fakt müssen wir auf das echte Leben anwenden, auch wenn es unangenehme Konfrontationen bewirkt. Jesus ist hier selber ja auch gerade in einer unangenehmen Konfrontation, will aber keineswegs davor weglaufen. Jesus sagt ihnen offen ins Gesicht, dass er ihre Schauspielerei durchschaut. Sie überzeugen durch ihr nobles Getue die Menschen, sie wären toll, aber Gott kennt ihre Herzen. Und in ihren Herzen sieht es komplett anders aus. Die Pharisäer, aber auch andere religiöse Personen aller Art, geben sich nach außen ganz gottesfürchtig und scheinbar demütig, aber in ihrem Inneren brodelt es nur so vor Hass gegen Gott und vor Niedertracht gegenüber den Leuten. Das ist die Realität, und daran müssen wir denken, wenn wir mit religiösen Menschen in Streitgespräche kommen, damit wir nicht etwa selbst der Heuchelei verfallen, indem wir zu bösen Menschen sagen: „Ich will euch überhaupt nichts Böses unterstellen, ihr scheint mir sehr gottesfürchtig zu sein.“
Manch einer neigt dazu, so zu reden, nur damit scheinbarer Frieden bewahrt wird. Aber das wäre eigentlich nur beschämend! Denn Jesus hatte auf solchen Scheinfrieden keinen Wert gelegt und nie geheuchelt, um die Leute zu besänftigen, die sich selbst falsch darstellten. Also warum sollten wir es tun? Wenn wir sowas tun, sind wir keine echten Jesus-Nachfolger.
Und wenn wir so bescheuert wären, jeden Mensch aus irgendeiner Gemeinde zu respektieren und für heilig zu halten, nur weil er eine hohe Stellung oder eine große Bekanntheit erlangte, dann sind wir ebenfalls keine echten Jesus-Nachfolger. Denn Jesus selber hat das nie getan. Er sagt auch ganz klar, dass alles eine Abscheulichkeit für Gott ist, was unter den Menschen hohes Ansehen genießt. Wo also einer in einer Menschengruppe hohes Ansehen hat, egal aus welchem Hintergrund er kommt, da müssen bei uns alle Alarmglocken läuten. Denn wir wissen dank der hier lesbaren Belehrung von Jesus: Solche Menschen findet Gott ekelhaft. Alles, was von der Masse der Menschen bewundert oder gefürchtet wird, besonders innerhalb von Glaubensgemeinden, ist für Gott ein Gräuel. Diesen bedeutsamen Fakt muss man in der Nachfolge Jesu verinnerlichen, ob es einem nun gefällt oder nicht. Gottes Wahrheit ist wichtiger als die eigenen Herzenswünsche.

Schauen wir uns nun mal den Vers 16 an! Dort lesen wir:

Das Gesetz und die Propheten weissagen bis auf Johannes; von da an wird das Reich Gottes verkündigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein. 

Diese Äußerung von Jesus hilft dabei, die Weissagungen aus den Prophetenbüchern besser zuzuordnen. Aber das erwähnte Hineindrängen mit Gewalt ins Reich Gottes sollte man nicht positiv deuten, denn es hat überhaupt nichts mit dem zu tun, wonach wir streben sollen. Wir sollen friedfertig sein, um glückselig zu werden. Und es wird im Reich der Himmel gewiss nicht gerne gesehen, wenn Leute drängeln und streiten. Außerdem ist das Reich der Himmel auch kein begrenzter Raum, in den man sich schnell hineinzwängen müsste, bevor der Platz ausgeht. Darum hat Jesus dies in erster Linie als Kritik geäußert, wenn er hier davon redet, dass Menschen sich mit Gewalt in das Reich hineindrängen. Denn so benehmen sich Menschen ja nur, wenn sie stets auf den eigenen Vorteil bedacht sind, und das ist definitiv kein geistlich wertvolles Verhalten.

Im nächsten Vers sagt Jesus noch etwas Wichtiges über Gottes Gesetz. Wir lesen in Vers 17:

Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.

Diese Worte sind deutlich genug, oder? Ich weiß nicht, ob ihr euch in euren Gedanken ein Bild davon machen könnt, wie schwierig es wäre, Himmel und Erde zu vernichten. Aber dieses Vorhaben wäre leichter umzusetzen, als das Gesetz vor Gott ungültig werden zu lassen. Solange es die Erde gibt, ist auch Gottes Gesetz gültig. Und wer das Gegenteil behauptet oder das Gesetz lästert, der handelt gegen Jesus.

Außerdem zeigt Lukas auch noch ein Wichtiges Zitat von Jesus zum Thema Ehebruch auf, denn wir lesen in Vers 18:

Jeder, der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, der bricht die Ehe, und jeder, der eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

Diese Worte kann man genau so annehmen. Bereits das Heiraten einer geschiedenen Frau gehört zu Ehebruch dazu, wie es ja Jesus auch schon in der Bergpredigt sagte.

Im letzten Absatz des Kapitels steht ein außergewöhnliches Gleichnis. Wir lesen folgendes in den Versen 19 bis 21:

Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 
Es war aber ein Armer namens Lazarus, der lag vor dessen Tür voller Geschwüre 
und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre. 

Durch dieses Verhalten wird eine Selbstsucht und Genusssucht der übelsten Sorte beschrieben. Lazarus hat wirklich nur das allerkleinste erhofft, was man erhoffen kann. Ihm wäre es schon genug gewesen, wenn er wenigstens die Krümel essen darf, die dem reichen Mann vom Tisch fallen. Selbst das war dem reichen Mann aber schon zu viel. Was ist das nur für ein abartiger Geiz? Und dabei war Lazarus auch noch in einem grausamen Zustand. Hunde leckten seine Geschwüre! Stellt euch das mal vor! Das ist doch der reinste Horror! Wenn man auch nur einen winzigen Funken Mitgefühl in sich hat, würde man da doch Lazarus nach drinnen holen, damit die Hunde ihn nicht kriegen. Aber der reiche Mann hielt unaufhörlich seine Tür verschlossen. Das ist so schändlich, dass es jeglicher Beschreibung spottet. Wie konnte der reiche Mann das überhaupt aushalten, zu wissen, wie der hungernde und übel geplagte Lazarus draußen ist, und sich trotzdem nur um sich selbst zu kümmern? Das ist ungeheuerlich!
Ich hoffe, ich muss jetzt auch niemanden extra darüber aufklären, dass Gott unbeschreiblich angewidert ist, wenn er einen solchen Zustand sieht. Denn der Gott aller Schöpfung ist barmherzig, daher kann er solche Szenen nicht ertragen. Und er sieht ja absolut alles, was auf der Erde geschieht. Es ist nichts vor Gott verborgen.
Als nächstes lesen wir folgendes in den Versen 22 bis 24:

Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. 
Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. 
Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme! 

Diese Worte sind sehr speziell. Wenn man das alles wörtlich nimmt, dann heißt das, dass es die Möglichkeit gibt, von Engeln abgeholt zu werden, wenn man trotz gerechtem Wandel und geläutertem Herz viel gelitten hat auf der Erde, bis zum Tag des Todes. Auf alle anderen aber wartet das Totenreich. Und es wird hier ernsthaft als ein Ort bezeichnet, in welchem man Pein leidet durch Flammen. Man muss dazu bedenken, dass der Lebenswandel des verstorbenen reichen Mannes ganz besonders böse war wegen seiner Unbarmherzigkeit, die gar nicht noch heftiger hätte sein können. Und da er nun in einer grausigen Lage ist, bittet er um Hilfe, und wäre es auch nur ein ganz winziger Handgriff zur Erleichterung seiner Schmerzen. Aber warum sollte ein solcher Hilfe bekommen im Jenseits? Wir sollen in der jetzigen Welt Erbarmen üben, wo noch Zeit ist, um die Strafe nach dem Tod zu vermeiden, aber wenn letztlich das Leben unter der Sonne beendet ist, gibt es auch kein Erbarmen mehr. Besonders erstaunlich ist hier auch, wie Abraham ins Spiel gebracht wird. Abraham ist nicht Gott, und doch darf Lazarus in dessen Schoß sitzen, und er wird Vater Abraham genannt. Gott hat ja hauptsächlich um Abrahams willen das Volk Israel ausgesondert und gesegnet. Aber wenn hier Abraham von Jesus derartig dargestellt wird, dann zeigt das auch eindrücklich, wie es den bedingungslos treuen Männern Gottes schon immer anders erging nach dem Tod, als den Leuten, die Gott verachten. Am wichtigsten ist hier aber wirklich, dass in diesem Gleichnis die Gerechtigkeit Gottes dargestellt wird. Der reiche Mann hat sich im Leben nie über irgendwen erbarmt, und deshalb wird ihm nun sein Wandel auf seinen eigenen Kopf vergolten, indem auch er keinen Erbarmer findet. Wir lesen gemäß dem Gleichnis folgendes in Vers 25:

Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse; nun wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt. 

Hier wird nun die Ausweglosigkeit offenbar. Der reiche Mann, der sein ganzes Leben lang nur Genuss und Herrlichkeit gesehen hat, sieht jetzt alle Tage Peinigung bis zum abschließenden Gericht, und danach wird er in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, und dort werden die Qualen mindestens genau so schlimm. Lazarus aber wird getröstet wegen all den abscheulichen Leiden, die er im Leben ertragen musste. Auch dieses Detail darf man nicht übersehen. Die Worte Abrahams, die Jesus durch das Gleichnis darstellt, sind aber noch nicht zu Ende, denn wir lesen in Vers 26:

Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, sodass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen. 

Auch dieses Detail über das Jenseits ist bemerkenswert. Niemand kann aus eigener Kraft zwischen Totenreich und Himmelreich wechseln. Das ist völlig undenkbar. Dort, wo man einmal ist, dort wird man auch bleiben. Nun scheint der reiche Mann zum ersten Mal, seit er denken kann, um jemand anderen besorgt zu sein als um sich selbst, aber leider nicht um Notleidende und Verachtete, sondern um seine eigene Familie, denn wir lesen in den Versen 27 bis 29:

Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest – denn ich habe fünf Brüder – dass er sie warnt, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen! 
Abraham spricht zu ihm: Sie haben Moses und die Propheten; auf diese sollen sie hören! 

Diese Aussage ist heftig. Der Gepeinigte will unbedingt, dass seine noch lebenden Brüder gewarnt werden durch ein glaubwürdiges Zeugnis. Und was wird geantwortet? Sie haben Moses und die Propheten.
Erkennt ihr, was für ein harter und gleichzeitig wahrhaftiger Urteilsspruch das ist? Auf der einen Seite erschrickt es einen schon, wenn hier so unbekümmert ausgesagt wird: „Ja, sie hätten halt die Bibel lesen und ernstnehmen sollen!“, aber andererseits steckt da auch Weisheit dahinter. Denn es ist doch wirklich so! Den Leuten steht das Wissen zur Verfügung, was sie tun sollen. Wenn sie das schon gehört haben und es verachten, dann gibt dies Zeugnis über ihr Herz. Dann weiß man, was da los ist, nämlich dass sie absichtlich dem Bösen hinterherjagen und die gute Belehrung hassen, und da gibt’s dann streng genommen auch keine Ausreden mehr, denn sie haben ihre Entscheidung getroffen. Und doch protestiert der Gepeinigte, denn wir lesen in Vers 30:

Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! 

Der Mensch hat also die feste Zuversicht geäußert, dass eine Auferstehung aus den Toten, von einem Mann, der die Peinigung im Totenreich von oben beobachtet hat, ein völlig überzeugendes Ereignis wäre und dass sie davon um ein vielfaches stärker beeindruckt wären als von dem lesbaren Wort Gottes. Aber wie lautet die Reaktion darauf? In Vers 31 lesen wir:

Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Moses und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände!

Hier sehen wir das endgültige Urteil. Und das erstaunlichste an dieser Sache ist wohlgemerkt, dass Jesus selber ebenfalls aus den Toten auferstehen wird, und dass er hier gerade dieses Gleichnis zu den Pharisäern redet, die so ähnlich leben wieder reiche Mann aus dem Gleichnis. Wenn Jesus aus den Toten auferweckt sein wird von Gott und letztlich auferstanden ist, dann werden die geldgierigen Pharisäer das immernoch nicht zum Anlass nehmen, um ihren alten Lebensstil und ihre selbst erfundenen Lehren aufzugeben. Und das Gleichnis endet damit, dass nochmal in aller Deutlichkeit betont wird: Wenn sie Moses und den Propheten nicht glauben, dann nützt auch die Auferstehung aus den Toten nichts, um sie zu überzeugen. 
In dem Gesetz Gottes, das Moses überlieferte, also in der Thora, findet man beim aufmerksamen Lesen sehr deutlich die Moral, dass man Arme unterstützen soll, sobald sie einem auffallen. Das ist kein neues Gebot, welches erst seit Jesu Lebzeiten feststeht, sondern das wurde bereits von Moses geboten. Und doch tun es die Pharisäer nicht, obwohl es in den Büchern geschrieben steht, die sie haben und jederzeit lesen können. Und daher sind sie Menschen ohne Glaube. Sie sind hoffnungslose Fälle. Wir aber, wenn wir Jesus nachfolgen wollen in Wahrheit, wir lesen hier deutlich, dass Menschen ins Totenreich kommen, weil sie den Belehrungen von Moses und den Propheten nicht glauben, und das darf an uns nicht spurlos vorübergehen. Es ist ein deutliches Zeichen für uns, dass wir selber Moses und die Propheten ernstnehmen müssen, um die rettende Wahrheit zu haben und zu leben. Denn wir selber haben doch heute auch alle die Bibel! Und wenn der reiche Mann ins Feuer fiel, weil er die Schriften hatte und doch nichts davon glaubte, dann wird wohl über uns ein Urteil von der gleichen Art ergehen. Es ist immerhin Jesus höchstpersönlich, der dieses Gleichnis erzählt.

Und nun sind wir am Ende dieses Kapitels angekommen. Was lernen wir nun daraus, und was können wir uns besonders für unsere eigene Nachfolge daraus mitnehmen?

Der wichtigste Lerninhalt aus diesem Kapitel ist der, dass Jesus verspottet wurde. In erster Linie von den religiösen Autoritäten, weil Jesus gegen Geldgier redete. Diesen Fakt darf man nicht vergessen, damit man ein Bild davon hat, wie es für Jesus gewesen war, auf der Erde die Wahrheit zu predigen. Das war kein umfassender Kuschelkurs, sondern eine Unternehmung, die viel Spott und Schmach mit sich brachte, hauptsächlich vonseiten der religiösen Leute. Wenn wir Jesus nachfolgen und ihn wirklich als unseren König haben, dann wird uns als seinen Knechten und Mägden das Gleiche passieren. Denn was die Feinde der Wahrheit in ihren unterschiedlichsten Verkleidungen dem Meister antaten, das werden sie auch den Jüngern antun. Darauf müssen wir gefasst sein, und wir dürfen auch keinen Friedensbund mit den hoch angesehenen Leuten begehren. Wenn geschrieben steht, dass alles ein Gräuel für Gott ist, was bei den Menschen hohes Ansehen hat, und wir wollen Gottes Kinder sein, dann darf auch von uns das hohe Ansehen anderer Menschen niemals berücksichtigt werden. Wir müssen die verspottete, oft geleugnete und teils sogar verhasste Wahrheit vor allen Menschen reden, egal ob es nur bedeutungslose Putzfrauen sind, oder weltweit bekannte und gefeierte Evangelisten, die falsch predigen. Alle müssen die Wahrheit hören, und danach können sie spotten so viel sie wollen, was wir dann ertragen müssen. Aber ihr gotteslästerliches Verhalten, selbst wenn es unter dem Name Jesus geschieht, darf uns nicht so sehr erschrecken, dass wir vor ihnen verstummen würden. Genau wie Jesus sollten auch wir trotz aller Verspottung ohne Unterbrechung das aussprechen, was wahr ist, denn man weiß nie, ob es vielleicht ein oder zwei Leute in der zuhörenden Menge gibt, die dadurch lieber die Wahrheit annehmen, als weiter im Irrsinn zu bleiben. Und wenn der ganze Rest der Menge unbedingt zum Teufel gehen will, dann geht er halt zum Teufel, aber wir als Diener des Messias sollen keine Szene verlassen, wo wichtige Themen zur Sprache kamen, ohne darauf wenigstens wahrheitsgemäß reagiert zu haben. Und man merkt an diesem Kapitel, dass es fast vollständig um den hohen Wert von Genügsamkeit und Güte geht. Darum sollten wir diese geistlichen Werte niemals verachten, sondern sie leben. Als Jesus-Nachfolger gewöhnt man es sich an, den Leuten die Schulden zu verringern. Gleichzeitig ist hier einiges Interessantes über das Gesetz Gottes ausgesagt worden, und auch das kann uns eine Ermutigung sein. Denn viele lauwarme Christen glauben nicht an Jesus, sondern an Paulus, und lästern das Gesetz, wie er das Gesetz gelästert hat. Aber wenn wir Jesus persönlich nachfolgen und ihm ähnlich werden wollen, dann schaffen wir das unter Anderem auch dadurch, dass wir uns zu der Unvergänglichkeit von Gottes Gesetz bekennen.
Und bevor das Video nun endet, mache ich euch noch spezifisch darauf aufmerksam, dass hier auf diesem Kanal schon im Rahmen einer zwanzigteiligen Serie erklärt wurde, wie man heutzutage unter der Herrschaft von Jesus Christus das Gesetz Gottes, welches Moses überlieferte, richtig einhalten kann. Außerdem gibt es auch etliche Videos auf diesem Kanal, die die Ermahnungen der Propheten zum Thema machen. Besonders die durch Salomo aufgeschriebenen Weisheiten sollte man nicht ignorieren. Wenn euch das interessiert, werdet ihr bestimmt fündig. Es ist auf diesem Kanal alles gelehrt worden, was ein Mensch wissen sollte, damit er nicht von bekloppten Dogmen irregeführt ist, sondern das reine Wort Gottes hört und dann auch dementsprechend handeln kann im eigenen Leben. Dadurch wird das Angesicht des allein wahren Gottes über ihm zu strahlen beginnen. Denn Gott hat noch nie darauf geachtet und wird auch niemals darauf achten, wie gut ihr euch an das geistlose Geschwätz klammert, das trügerische Leiter aus den religiösen Gemeinden euch auftischen, sondern er schätzt euch danach ein, wie gut ihr die Worte anwendet, die er selber gesagt hat und die seine echten Propheten für ihn verkündigten. Das ist die Gewissheit, die in der Nachfolge Jesu Stärke verleiht, damit man nicht von Schwätzern in falsche Richtungen gedrängt werden kann. Wer Gerechtigkeit übt nach Gottes Belehrung, der wird ein ähnliches Ende erleben wie der arme Lazarus, der nach seinem Tod getröstet wurde wegen allem, was er in dieser bösen Welt erlitten hatte.

Das war soweit alles für dieses Video.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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