Text zu "Bibellehre - Kapitel 11 im Evangelium des Johannes"
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Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!
Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 11 vom Evangelium des Johannes gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten. Denn besonders beim Evangelium des Johannes ist es wirklich kein Wunder, wenn man die Worte liest und dann hinterher nur noch mit viel Verwunderung vor der Bibel sitzt, da es in diesem Schriftstück zahlreiche Verse gibt, in denen geistliche Rede vorkommt und die mit weltlichem Denken unmöglich zu begreifen sind. Ich werde aber mein Bestes tun, um die Worte so zu eröffnen, dass auch jeder Mensch, der mit himmlischem Denken überhaupt nicht vertraut ist, es verstehen kann, wenn er wirklich aufmerksam zuhört.
Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.
In diesem Kapitel befindet sich Jesus in der Situation, am Jordan bleiben zu müssen, weil er in Jerusalem beinahe zu Tode gesteinigt worden wäre, nachdem er zum Ausdruck bringen wollte, dass sein eigener Wille völlig auf Gott ausgerichtet ist und daher deckungsgleich ist mit dem Wille Gottes, denn die jüdischen Autoritäten interpretierten das so, als wolle Jesus sich selber Gott nennen, und wegen diesem Eindruck wurden sie sehr zornig. Und während nun Jesus weiß, dass man ihn in Jerusalem wahrscheinlich sofort zu Tode steinigen wird, wenn man ihn erblickt, passiert am Jordan folgendes gemäß den Versen 1 bis 4:
Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha,
nämlich der Maria, die den Herrn gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren getrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank.
Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank!
Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht wird!
An diesen Versen soll erkennbar werden, dass ein Mensch, der Jesus am Herzen liegt, im Sterben lag, und dieser wohnte samt seinen Schwestern in einem Dorf, das sehr nah bei Jerusalem war und wo auch sehr viele Juden wohnten. Nun würde dies bedeuten, sich nahe zu dem Ort begeben zu müssen, an dem die Leute es theoretisch gar nicht abwarten können, Jesus zu steinigen, weil dort jemand geheilt werden soll. Das birgt schon ein gewisses Risiko.
Wenn jetzt aber jemand diese Worte liest, der die anderen Evangelien nicht kennt, dann wird er wahrscheinlich fragen, was mit Maria und Martha gemeint ist. Und man könnte die entsprechenden Situationen, die vorher schon geschehen waren, nachlesen im Evangelium des Lukas, denn die Sache mit der Salbung steht in Kapitel 7 im letzten Absatz geschrieben, und außerdem erfährt man auch noch etwas in Kapitel 10 im untersten Absatz.
Und was einem bei diesen Worten besonders auffällt, ist wohl in erster Linie der Vers 4, wo Jesus sofort ausruft,dass diese Krankheit nicht zum Tode ist. Man sollte aber unbedingt beachten, dass wie immer Jesus hier nicht den Wunsch seines eigenen Herzens ausruft, sondern den Ratschluss Gottes. Gott will, dass Jesus verherrlicht wird durch das, was mit Lazarus passieren wird, der jetzt gerade im Sterben liegt. Wenn es aber nicht Gottes Plan gewesen wäre, dass Lazarus leben soll, dann hätte man hunderte Male ausrufen können, dass diese Krankheit nicht zum Tode sein soll, und trotzdem wäre alles unwiderruflich zu Ende gegangen mit diesem Mann. Das sollte man unbedingt beachten, damit man nicht so hochmütig im Herzen wird, zu glauben, die eigenen Worte würden die Realität formen, denn bei solch verkorkstem Gedankengut würde es sich um eine satanische Lehre handeln.
Als nächstes lesen wir die Verse 5 und 6. Dort steht:
Jesus aber liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus.
Als er nun hörte, dass jener krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war.
Diese Entscheidung ist auch wieder allein von Gott abhängig gewesen. Jeder Mensch von dieser Welt würde sagen, dass er sich sofort auf den Weg machen und schnellstmöglich zu Lazarus gelangen muss, bevor er stirbt, da sonst alles aussichtslos wäre. Oder er würde befehlen, dass man unverzüglich Lazarus holen muss, um ihn zum Jordan zu tragen, damit für ihn gebetet werden kann. Das wäre das menschliche Denken. Aber Jesus hat im Geist die Anweisung, noch zwei Tage am Jordan zu bleiben und tut das auch. Da gibt es bei Jesus absolut keine Widerspenstigkeit gegen Gottes Anleitung, obwohl es aus weltlicher Sicht echt eigenartig erscheint.
Als aber die zwei Tage vorbei waren, geschah folgendes laut den Versen 7 und 8:
Dann erst sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa ziehen!
Die Jünger antworteten ihm: Rabbi, eben noch wollten dich die Juden steinigen, und du begibst dich wieder dorthin?
Natürlich sind die Jünger merklich verunsichert über diese Entscheidung, denn auch ihnen ist bewusst, dass Jesus theoretisch sofort gesteinigt werden würde, wenn die Juden aus Jerusalem und den umliegenden Dörfern ihn erblicken.
Die Reaktion von Jesus steht in den Versen 9 bis 11. Wir lesen dort:
Jesus erwiderte: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tag wandelt, so stößt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt.
Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.
Dies sprach er, und danach sagte er zu ihnen: Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.
Interessanterweise will Jesus mit der Gleichnisrede in Vers 9 und 10 zum Ausdruck bringen, dass er auf Gottes Befehl hin losgeht und sich deswegen überhaupt keine Sorgen machen muss, auch wenn es gefährlich erscheint, denn Gott schickt ihn nicht los, wenn die Sache schief geht, sondern nur, wenn sozusagen der Sieg schon vorbereitet ist. Jesus will praktisch andeuten, dass bei ihm Tag ist, weil er den Wille Gottes erkennen kann. Wenn jemand bei Nacht wandelt, so ist das einer, der den Wille Gottes nicht erkennt. Er weiß gar nicht, ob Gott einen Mensch geheilt haben will, tut aber trotzdem so, als würde er Wunder bewirken können. Bei solchen passieren meistens keine Wunder, da sie in Eigensinnigkeit gehandelt haben. Jesus aber wandelt bei Tag, weil ihm offenbart wird, was Gott erledigt haben will und was nicht, und deswegen wird die Sache auch mit Gewissheit funktionieren, die passieren soll. Und in Vers 11 kommen wahrscheinlich die meisten Menschen von selbst darauf, dass Jesus hier sagt: Lazarus ist schon tot, aber ich werde für eine Totenauferweckung beten.
Wir werden aber bemerken, dass die Jünger die Gleichnisrede von Jesus nicht verstehen, denn in Vers 12 und 13 steht:
Da sprachen seine Jünger: Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er gesund werden!
Jesus aber hatte von seinem Tod geredet; sie dagegen meinten, er rede vom natürlichen Schlaf.
Man erkennt daran eigentlich nur, dass die Jünger immernoch nicht daran gewöhnt waren, Gleichnisse auch als solche erkennen zu müssen, sondern sie nahmen immernoch Äußerungen von Jesus wörtlich, die theoretisch niemals wörtlich gemeint sein könnten. Die Reaktion von Jesus ist diesmal ziemlich bemerkenswert, denn wir lesen in den Versen 14 und 15:
Daraufhin nun sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben;
und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubt. Doch lasst uns zu ihm gehen!
Hier hat Jesus also betont, was er meint, und er ist froh, weil das, was noch kommen wird, den Glaube der Jünger an Jesus auf ein viel höheres Level heben kann. Theoretisch zumindest. Denn bei dem, was Jesus tun wird, weil Gott es befohlen hat, werden die Jünger und alle umstehenden Menschen noch enorm ins Staunen versetzt.
Wenn er nun aber sagt, dass er mit den Jüngern zu Lazarus gehen will, dann ist das eine brenzlige Angelegenheit. Die Jünger rechnen damit, dass Jesus nun zu seiner eigenen Hinrichtung gehen würde. Und sie würden dann hilflos daneben stehen und mitansehen müssen, wie ihr Meister zu Tode gesteinigt wird. Da werden sie bestimmt hin und her überlegt haben, was sie jetzt machen sollen. Ob sie es Jesus ausreden wollen, dorthin zu gehen, oder ihn allein gehen lassen, oder mit ihm zusammen hingehen und das zu erwartende Schauspiel ertragen.
Schließlich lesen wir folgendes in Vers 16:
Da sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Mitjüngern: Lasst uns auch hingehen, damit wir mit ihm sterben!
Dies war eine Äußerung von einem der zwölf Apostel, und auf diese wurde auch gehört, darum machten sich alle Jünger mit Jesus zusammen auf den Weg zu dem Dorf, wo Lazarus gewohnt hatte, der mittlerweile tot war.
Weiterhin lesen wir in Vers 17:
Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier Tage im Grab liegend.
Dieser Vers ist ein bisschen missverständlich formuliert. Jesus hatte noch nicht vor Lazarus gestanden und war noch nicht in Bethanien angekommen, sondern er war immernoch auf dem Weg dorthin und rastete in einem anderen Dorf in der Nähe. Und dort wurde er von jemandem darüber aufgeklärt, dass Lazarus schon vier Tage im Grab liegt. Da würde wohl jeder Mensch von dieser Welt sagen: „Also dann können wir die Sache auch bleiben lassen!“
Aber Jesus ließ sich nicht davon abbringen, weiterzugehen, weil er persönlich die Offenbarung von Gott erhalten hatte, dass Lazarus leben wird. Und es war von Gott befohlen, diese Sache durchzuziehen. Wenn Jesus jetzt zögern würde, weil Lazarus schon so lange tot ist, dann würde Jesus ungehorsam handeln gegenüber Gott.
Während nun aber Jesus an dem Ort rastete und noch nicht in Bethanien war, wurde den beiden Schwestern von Lazarus, die natürlich in tiefste Trauer versunken waren, angekündigt, dass Jesus zu ihnen unterwegs ist. Daher lesen wir in den Versen 18 bis 20:
Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, ungefähr 15 Stadien weit entfernt;
und viele von den Juden waren zu denen um Martha und Maria hinzugekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
Als Martha nun hörte, dass Jesus komme, lief sie ihm entgegen; Maria aber blieb im Haus sitzen.
Die Situation war in gewisser Weise bedrohlich dadurch, dass das Dorf Bethanien nicht nur nahe bei Jerusalem war, denn 15 Stadien ist ein bisschen weniger als 3 Kilometer, sondern auch weil viele Juden bei Maria und Martha waren, um sie zu trösten, wurde alles ein wenig kompliziert. Denn von genau diesen Menschen musste man ja erwarten,dass sie theoretisch Jesus steinigen würden, wenn er vor ihnen steht. Jedenfalls lesen wir hier, dass eine der beiden Schwestern aufstand, um Jesus entgegen zugehen, aber die andere nicht. Vermutlich hatte das mit eben diesem Umstand zu tun, dass man die Leute, die Jesus steinigen wollten, nicht unbedingt zu ihm führen wollte, deswegen ging Martha allein und Maria blieb im Haus.
Was nun Martha zu sagen hatte, als sie bei Jesus ankam, erfahren wir in den Versen 21 und 22. Dort steht:
Da sprach Martha zu Jesus: Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben!
Doch auch jetzt weiß ich: Was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben.
Während nun Martha in Vers 21 ihr Bedauern zum Ausdruck bringt, dass Jesus nicht rechtzeitig vor Ort war, soll ihre Äußerung in Vers 22 andeuten, dass sie trotzdem, auch wenn Lazarus tot ist, überhaupt keinen Zweifel daran hat, dass Jesus ein Mann Gottes ist und Gott seine Gebete erhört.
In den Versen 23 und 24 lesen wir dann:
Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen!
Martha spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.
Hier sehen wir, dass Jesus eine Auferstehung in der aktuellen Weltzeit ankündigt, weil die Lebenszeit von Lazarus verlängert werden soll, bevor er im Tod bleibt. Aber Martha glaubt, Jesus würde die Auferstehung aller Verstorbenen meinen am Tag des großen Gerichts. Da nun aber Jesus für die sofortige Auferweckung von Lazarus beten soll, wie es dem Ratschluss Gottes entspricht, sagt er zu ihr etwas Besonderes. Es steht geschrieben in den Versen 25 und 26:
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt;
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Durch diese Worte wird offenbar, welch eine erstaunliche Wirkung es hat, wenn man völlig an Jesus glaubt. Man darf davon ausgehen, dass der besagte Lazarus einen solchen Glaube hatte. Aber auch wir, wenn wir jemals in Zweifel geraten sollten, ob die Nachfolge der richtige Weg ist, können gerade solche Aussagen von Jesus zur Erinnerung hernehmen. Wer lebt und alles glaubt, was Jesus lehrte, der stirbt nicht in Ewigkeit. Das ist von großer Bedeutung, denn die Ewigkeit hat größeres Gewicht als die 70 oder 80 Jahre, die die Menschen hier allgemein auf der Erde zubringen. Natürlich gibt es auch einige, die älter werden, aber ein Grund zur Freude ist das bei denen meistens nicht, da sich immer mehr die Altersschwäche einstellt. Jesus aber gibt uns in besonderer Weise Leben. Und Martha wird gefragt, ob sie das glaubt. Die Antwort lesen wir in Vers 27, wo es heißt:
Sie spricht zu ihm: Ja, Herr! Ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
Hier bringt Martha ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass Jesus der Messias und Sohn Gottes ist. Das ist ein sehr gutes Fundament. Martha hat einen besseren Glaube als alle, die denken, Jesus wäre Gott, oder Jesus wäre nur ein Philosoph oder ein durchschnittlicher Prophet oder ein spiritueller Meister oder sonstwas. Martha war in der Lage, die Wahrheit zu erkennen, so wie sie ist. Hoffentlich schaffen das noch möglichst viele Menschen in unserer heutigen Zeit!
Als nächstes lesen wir die Verse 28 bis 31. Dort steht:
Und als sie das gesagt hatte, ging sie fort und rief heimlich ihre Schwester Maria und sprach: Der Meister ist da und ruft dich!
Als diese es hörte, stand sie schnell auf und begab sich zu ihm.
Jesus war aber noch nicht in das Dorf gekommen, sondern befand sich an dem Ort, wo Martha ihm begegnet war.
Als nun die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass Maria so schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach und sprachen: Sie geht zum Grab, um dort zu weinen.
Offensichtlich hängen die jüdischen Männer ganz besonders an Maria dran. Als Martha das Haus verließ, ging keiner mit, aber jetzt, wo Martha zurück ist und Maria geht, laufen ihr die jüdischen Männer hinterher. Das ist ja fast schon befremdlich.
Weiterhin steht geschrieben in den Versen 32 bis 34:
Als aber Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie zu seinen Füßen nieder und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben!
Als nun Jesus sah, wie sie weinte, und wie die Juden, die mit ihr gekommen waren, weinten, seufzte er im Geist und wurde bewegt
und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprechen zu ihm: Herr, komm und sieh!
Jesus seufzte bei dieser Sache wahrscheinlich deswegen, weil er ja wusste, dass die Auferweckung von Lazarus direkt bevorsteht, denn Gott will das so. Und trotzdem weinen die Menschen alle, als wäre Lazarus auf ewig verloren und nichts und niemand könnte da helfen.
Der Vers 35 besteht nur aus zwei Worten, denn wir lesen dort:
Jesus weinte.
Hier begann nun auch Jesus zu weinen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass er nicht weinte, weil er um Lazarus trauerte, sondern vielmehr aus dem Grund, dass die Menschen einfach nicht anfangen wollen, an Gott zu glauben. Denn Jesus hatte bereits den von Gott stammenden Ratschluss ausgerufen, dass diese Krankheit nicht zum Tod des Lazarus bestimmt ist, aber es wurde – wie alles andere auch, was Jesus sagt – nicht von den Menschen geglaubt. Man kann sich noch so viel Mühe geben, und trotzdem bleiben sie in ihrem erbärmlichen weltlichen Denkschema und wollen nichts vom Reich der Himmel festhalten, obwohl doch die Dinge, an denen sie klammern, sowieso zu Staub zerfallen und all ihre sogenannten angenehmen Gefühle, die aus der Begierde sind, sie in den Tod leiten. Das ist zum Heulen! Damals wie heute. Daher weinte Jesus höchstwahrscheinlich wegen dem Unglaube und der Unbelehrbarkeit der Menschen, die gerade unzählige Tränen vergießen wegen einem Mann, der gemäß Gottes Plan zum Weiterleben bestimmt ist.
In Vers 36 und 37 steht:
Da sagten die Juden: Seht, wie hatte er ihn so lieb!
Etliche von ihnen aber sprachen: Konnte der, welcher dem Blinden die Augen geöffnet hat, nicht dafür sorgen, dass auch dieser nicht gestorben wäre?
Hier wird nun der Unglaube der Menschen noch deutlicher offenbar. Jesus wird Lazarus auferwecken, aber sie beschweren sich darüber, dass Jesus Lazarus nicht retten konnte. Das ist peinlich.
In den Versen 38 und 39 lesen wir dann:
Jesus nun, indem er wieder bei sich selbst seufzte, kam zum Grab. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag darauf.
Jesus spricht: Hebt den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier!
Diese Situation muss man sich mal in Ruhe in Gedanken vorstellen! Jesus kommt zu den Grab, und der Stein wird weggewälzt, und der Gestank eines seit vier Tagen im Grab liegenden Leichnams kommt allen entgegen. Das muss echt übel gewesen sein! Und es ist auch ein ziemlich heftiges Ereignis, wenn man Mut behalten will. Wenn man für die Auferweckung eines Menschen beten soll, und dann kommt einem der Gestank der völligen Verwesung entgegen, dann ist das ja wirklich so, als würde einem gesagt werden: „Hier ist schon alles zu spät! Der Körper ist total verwest und abscheulich verunstaltet!“
Aber auch dieser abartige Gestank hat Jesus immernoch nicht davon abgehalten, genau das zu tun, was Gott ihm befohlen hatte. Aber Jesus war gewiss der Einzige von allen anwesenden Menschen, der Glaube an Gott hatte.
In den Versen 40 bis 42 steht:
Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
Ich aber weiß, dass du mich allezeit erhörst; doch um der umstehenden Menge willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
Hier sehen wir, dass Jesus zuerst mal betete. Er hat nicht sofort gesagt: Lazarus, ich glaube, dass du auferstehst, und ich empfange glaubend, dass du aus dem Grab hervorgehst!“
Jesus hätte sich nie in den Sinn kommen lassen, solchen Stuss zu reden, sondern er hat zu Gott gebetet. Und Gott erhörte sofort das Gebet, weil es ja sowieso schon von Gott geplant war, dass sowas geschehen muss. Und trotzdem sagt Jesus Danke. Das muss man sich auch mal vor Augen halten. Jesus betete für das, was Gott ihm befahl, und hat trotzdem Danke gesagt. Denn auch wenn es Gott gut gefiel, Lazarus aufzuerwecken, muss man allezeit den Fakt im Hinterkopf behalten, dass Gott zu gar nichts gezwungen ist. Jedes Wunder ist ein großes Zugeständnis, und weil Gott zu nichts verpflichtet ist, sind alle Wunder, die auf seinen Befehl hin passieren, trotzdem ein großes Geschenk.
Nachdem nun also Jesus zu Gott gebetet hatte und im Geist gespürt hatte, dass Gott jetzt aktiv alles in die Wege leitete, und Jesus sich dann dafür bedankte, lesen wir folgendes in Vers 43:
Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
Hier sehen wir nun, dass Jesus den Mensch ansprach, für den gebetet wurde. Das ist eine wichtige Reihenfolge. Zuerst betet man zu dem allein wahren Gott, zu dem Vater von Jesus Christus, und danach, wenn man spürt, dass Gott das Gebet erfüllt, kann man dann zu dem Mensch das Heil sprechen, das Gott über diesen Mensch beschlossen hat, und kann beeindruckt zuschauen, wie es passiert. Das Heil, das über Lazarus beschlossen war, bestand darin, dass er nach viertägigem Tod am Körper wiederhergestellt wird und sein Geist zurückkehrt und er lebendig aus dem Grab hervorkommt. Da dies nun geschehen sollte, hat Jesus Lazarus aus dem Grab gerufen und es passierte daraufhin folgendes laut dem Vers 44:
Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jesus spricht zu ihnen: Bindet ihn los und lasst ihn gehen!
Hier ist also das von Gott geplante Wunder vor den Augen aller Anwesenden passiert. Lazarus kam aus dem Grab heraus, so wie er war. Und man sollte sich da wirklich mal in die Situation hineinvertiefen, also bezogen darauf, was den anwesenden Menschen wohl durch den Kopf gegangen sein muss. Diese ganze Situation ist absolut extrem! Es geht kaum noch heftiger! Lazarus war vier Tage tot. Sein Körper war ein verwesender Leichnam. Und jeder Mensch, der hört, dass ein Mensch verstarb und der aufgefordert wird, für dessen Auferweckung zu beten, der würde wohl ungefähr einen halben Tag nach dem Versterben des Menschen noch Hoffnung haben. Aber doch nicht nach vier Tagen! Seid da mal ganz ehrlich zu euch selbst! Wenn zu euch jemand kommt und sagt: „Du glaubst doch an Jesus! Kannst du für die Auferweckung meines verstorbenen Bruders beten? Er liegt aber schon vier Tage im Grab!“ – Was würdet ihr dann sagen?
Hoffentlich würdet ihr dann nicht behaupten, alle Berichte in der Bibel wären nur Sinnbilder und nichts davon sei wirklich geschehen, denn das wäre enorm beschämend vor dem Angesicht Gottes. Aber das hier beschriebene Wunderzeichen ist wirklich das Herausragendste, und somit wohl auch das Unfassbarste. Was würden gewöhnliche Menschen denken, die von sowas hören? Wenn jemand sagt, dass für einen seit vier Tagen verstorbenen Mensch gebetet werden soll, damit er aufersteht, was gäbe es da von denen zu erwarten, die das hören? Wäre das nicht der absolute Wahnsinn?
Aber Jesus konnte wahrhaftig ein solches Zeichen bewirken durch sein Gebet. Etwas derart Extremes hat noch nie irgendwer vor ihm oder nach ihm getan. Bei keinem Mensch auf Erden hat durch dessen Gebet der allein wahre Gott einen verwesten Leichnam, der vier Tage im Grab liegt, zu einem gesunden und lebendigen Mensch gemacht. Das tat Gott nur bei Jesus. Und wer jetzt, nachdem etwas so Unübertreffliches und unbeschreiblich Spektakuläres passiert ist, immernoch nicht anerkennen will, dass Jesus ein Mann Gottes ist und der Messias sein muss, auf welchen es zu hören gilt, weil Jesus die Wahrheit sagt, bei dem ist echt alles zu spät! Der kann sich von jeder Hoffnung verabschieden, denn solch ein Mann müsste schon jemand sein, der völlig den Verstand verloren hat, um nach einem solchen Wunderzeichen immernoch widerspenstig zu sein und Jesus als Lügner oder gottlosen Verführer zu verlästern. Deswegen ist es auch sehr naheliegend, dass die Juden, die gerade vor Ort waren und das persönlich erlebten, nun alle Zweifel fallen ließen und endgültig anerkannten, dass Jesus der Messias sein muss, er und kein anderer, denn etwas so Heftiges wie die Auferweckung eines seit vier Tagen Verstorbenen ist nun wirklich überzeugend genug. Und viele Beobachter werden bestimmt völlig die Fassung verloren haben in diesem Augenblick, als Lazarus ernsthaft lebendig aus dem Grab kam. Da müssen die Augenzeugen doch völlig außer sich gewesen sein! Für mich zumindest, wenn ich dabei gestanden hätte und sehe, wie ein vier Tage lang im Grab liegender lebendig daraus hervorkommt, würde das vielleicht sogar zu viel sein, ich würde das kaum verarbeiten können, was ich da sehe.
Jedenfalls lesen wir in den Versen 45 und 46:
Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn.
Etliche aber von ihnen gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte.
Wir sehen, dass dieses Ereignis großflächig Glaube bewirkte und auch sofort breitgetragen wurde, besonders zu den Pharisäern. Und diese Leute mussten wohl auch erstmal sprachlos gewesen sein, wenn da einige Männer zu ihnen kommen und ihnen berichten, dass Jesus den seit vier Tagen im Grab liegenden Lazarus auferweckt hat.
Ob nun aber die Pharisäer und alle sonstigen religiösen Autoritäten dieses extreme Zeichen zum Anlass nahmen, zu Jesus hinzugehen, sich von ihm belehren zu lassen und um Vergebung zu bitten für alle Beleidigungen, die sie gegen ihn aussprachen, und für die Steinigungsversuche, das wird an den nächsten Versen erkennbar.
Wir lesen in den Versen 47 bis 50:
Da versammelten die obersten Priester und die Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen!
Wenn wir ihn so fortfahren lassen, werden alle an ihn glauben; und dann kommen die Römer und nehmen uns das Land und das Volk weg!
Einer aber von ihnen, Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr erkennt überhaupt nichts,
und ihr bedenkt nicht, dass es für uns besser ist, dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht!
Hier sehen wir die Bösartigkeit der Autoritäten. Anstatt an Jesus zu glauben, halten sie stattdessen eine Ratssitzung, was sie nun tun können, damit nicht das ganze Volk hingeht und an Jesus glaubt. Das ist ihre einzige Sorge. Sie wollen Macht über das Volk ausüben und sich auf Kosten des Volkes bereichern. Und jetzt kommt dieser blöde Messias daher und nimmt ihnen all ihre Macht weg, weil die Menschen anfangen werden, ihm hinterherzulaufen. Das passt ihnen gar nicht in den Kram, egal wie großartig auch die Zeichen sind, die bei diesem Mann geschehen. Sie scheinen es sogar als Ärgernis zu empfinden, dass diese wunderbare Sache mit Lazarus passiert ist. Es gibt bei ihnen keine Spur von Einsicht oder Demut, sondern nur einen immer größer werdenden Hass auf Jesus und eine damit einhergehende Niedertracht. Das ist wirklich übel! Und einer von ihnen sagt sogar, dass es das Beste ist, wenn Jesus stirbt. Wie verdorben und bösartig müssen Menschen bitteschön in ihren Herzen sein, wenn ein Mann das Heil Gottes zu den Leuten bringt und die Obrigkeiten dann darauf reagieren, indem sie sagen: „Es ist besser, wenn der stirbt!“
Das ist doch abartig! Aber leider ist das in dieser Welt auch gar keine Besonderheit, denn die gesamte Welt ist im Bösen. Solche widerlichem Zustände herrschen hier andauernd. Man findet sie überall. Die einzigen öffentlich bekannten großen Verkündiger, die nicht ermordet werden, sind jene, die eine große Menschenmasse unter Kontrolle halten wollen und selber auch in böse Machenschaften verstrickt sind, aber ohne es sich anmerken zu lassen, da sie nach außenhin immer den Anschein erwecken, gläubig zu sein. Solche sind nützliche Idioten für den Teufel, darum werden sie nicht ermordet. Jesus aber hat die Menschen zu Gott gerufen, um sie hinauszuführen aus der Unterdrückung durch Kontrollfreaks, die von Gott nichts wissen. Deswegen musste er sterben, als er zu viel Zuspruch bekam.
Und zur Zeit von Jesus war ja das römische Weltreich an der Macht. Das ganze Land Judäa war von römischen Streitmächten unterworfen. Und die Römer hatten es den Pharisäern gestattet, ihre Machtpositionen zu behalten, solange dies einen Aufruhr im Volk verhindert und solange sie das Volk an der kurzen Leine halten. Wenn sie aber diesen Befehl nicht ausführen würden, mussten sie befürchten, dass man andere Männer an ihrer Stelle einsetzt. Deswegen wollten diese machtgierigen Männer natürlich vermeiden, dass man sie ihrer Stellung enthebt und sorgten sich allein darum. Und in ihrer unfassbaren Heuchelei sind sie sogar mit der Sichtweise einverstanden, die Kajaphas redet, nämlich dass wegen Jesus noch das gesamte Volk zugrunde gehen würde. Diese Äußerung ist totaler Quatsch, aber es wird einfach so dahin gesagt als Ausrede, damit es als eine angemessene und rettende Vorsichtsmaßnahme erscheint, Jesus zu ermorden, weil dies dem Volk helfen würde. Ein derart abscheuliches Verhalten zeigen Menschen ständig, dass sie ihre bösen Taten so verdrehen wollen, wie man es formulieren muss, damit es klingt, als wäre die Schandtat ein gutes Werk. Und auch bei der Ermordung des Messias hält sie nichts davon ab, es ernsthaft als eine volksbewahrende Wohltat deuten zu wollen.
Allerdings hat der Autor Johannes zu dieser Äußerung von dem Hohenpriester Kajaphas auch einen Kommentar geschrieben, Diesen lesen wir in den Versen 51 und 52 und er lautet folgendermaßen:
Dies redete er aber nicht aus sich selbst; sondern weil er in jenem Jahr Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte für das Volk sterben,
und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die zerstreuten Kinder Gottes in eins zusammenzubringen.
Offensichtlich ist der Autor Johannes der Meinung, dass Kajaphas geweissagt hätte, ohne es selbst zu bemerken. Das ändert aber nichts daran, dass er böse Absichten gegen Jesus hegte, denn er hätte diese Worte auch dann, wenn Jesus nicht das Sühneopfer für die ganze Welt wäre, trotzdem gesprochen. Darüber hinaus betont Johannes, dass durch den Tod von Jesus alle Kinder Gottes in eins zusammengebracht werden sollen. Dies bezieht sich aber nicht auf eine Zeit in der jetzigen Welt, sondern auf die Rettung aller Gläubigen vor dem ewigen Gericht, weil alle Erlösten ja letztlich auf der neuen Erde in dem neuen Jerusalem leben werden in Ewigkeit. Dies wird der Zustand sein, bei welchem alle Kinder Gottes in eins zusammengebracht wurden, die jemals gelebt haben.
Erwähnenswert ist aber auch der Fakt, dass kein einziger Mensch in der Ratssitzung die Stimme erhob gegen den Vorschlag, dass Jesus sterben soll, sondern wir lesen in Vers 53:
Von jenem Tag an beratschlagten sie nun miteinander, um ihn zu töten.
Hier sehen wir, dass sie nun Ratssitzungen darüber abhielten, bei denen es allein darum ging, wie sie Jesus möglichst bald töten können, aber ohne deswegen das Volk gegen sich selber aufzuwiegeln, damit sie ihre Machtposition nicht einbüßen.
Wie Jesus mit diesem Zustand umging, erfahren wir in Vers 54. Dort steht:
Darum ging Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden umher, sondern zog von dort weg in die Gegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt namens Ephraim, und hielt sich dort auf mit seinen Jüngern.
Wie man sieht, hielt Jesus sich nicht mehr in Judäa auf, damit die mörderischen Autoritäten aus der Religion nicht etwa irgendwelche Handlanger zu ihm senden, die ihn ergreifen und zu ihnen bringen. Allerdings stand natürlich das Passahfest bevor, und zwar eben jenes, bei dem Jesus dann geschnappt, misshandelt und gekreuzigt werden würde. In den Versen 55 und 56 lesen wir diesbezüglich:
Es war aber das Passah der Juden nahe. Und viele aus dem ganzen Land gingen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen.
Da suchten sie Jesus und sprachen zueinander, als sie im Tempel standen: Was meint ihr, kommt er nicht zu dem Fest?
Man sieht hier also, dass man nach Jesus suchen ließ, und zwar schon in den Tagen, als das eigentliche Fest noch gar nicht losging und Jesus noch nicht in Jerusalem war. Außerdem müssen wir auch noch beachten, was im letzten Vers gesagt wird, denn dort lesen wir:
Sowohl die obersten Priester als auch die Pharisäer hatten aber einen Befehl gegeben, dass, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeigen solle, damit sie ihn ergreifen könnten.
Hier sehen wir nun, was die religiösen Autoritäten in die Wege geleitet hatten. Sie machten es zur Pflicht eines jeden Bürgers während diesem Passahfest, dass der Aufenthaltsort von Jesus unbedingt angezeigt werden muss, wenn es jemand weiß. Daran sieht man, noch bevor das Fest überhaupt begann, dass die religiösen Autoritäten sozusagen alle Hebel in Bewegung setzten, um diesmal Jesus zu erwischen. Sie organisierten sich viel Unterstützung, um Jesus zu finden und ihn dann töten zu können. Und natürlich hatten sie dafür keinen legitimen Grund, denn ihr Antrieb bestand eigentlich nur darin, dass Jesus zu viel Sympathie bei dem Volk hatte, aber nicht mit ihnen zusammen arbeitete unter ihren Regeln, weswegen sie ihn aus dem Weg räumen wollten, damit das Volk wieder auf sie hört. Allein schon aus diesem Aspekt heraus war es klar, dass das Passahfest in diesem Jahr überhaupt kein angenehmes Ereignis werden würde, besonders nicht für Jesus selbst.
Und nun haben wir das Ende dieses Kapitels erreicht. Was können wir daraus lernen, und was nützt es uns für die eigne Nachfolge?
Wir lernen aus diesem Kapitel, dass gar nichts unmöglich ist, wenn Gott selbst es geplant hat. Sobald er etwas befiehlt, kann man das getrost ausführen, und wäre es auch ein Gebet für die Auferweckung eines Mannes, der seit vier Tagen im Grab liegt. Außerdem lernen wir aus diesem Kapitel, dass die Skrupellosigkeit der Machthaber groß genug war, um Jesus ermorden zu wollen, damit nicht so viele vom Volk an ihn glauben und nicht beginnen, ihre religiösen Unterdrücker zu verwerfen.
Für die eigene Nachfolge sollte man sich natürlich zur Stärkung des Glaubens ganz klar vor Augen halten, dass bei Jesus in der Nähe wirklich die erstaunlichsten Dinge passiert sind, und das ist unser König, dem wir nachfolgen. Wir als Jesus-Nachfolger und Jesus-Nachfolgerinnen laufen nicht irgendeinem Märchenonkel hinterher, der nette Geschichten erzählt hat, und wir haben auch keinen Glaube, der auf menschlicher Philosophie basiert, sondern wir folgen einem König, der nicht nur den Unterschied zwischen Leben und Tod kennt, sondern der auch den Weg zu dem einzigen Gott kennt, welcher in unfassbarer Weise über beides entscheidet. Dadurch können wir wirklich ein besseres Empfinden dafür entwickeln, welch Privileg es ist, Jesus nachzufolgen und ihn zu kennen. Allerdings müssen wir uns eingestehen, wenn wir selber einen Dienst haben, wo wir viele Menschen ansprechen, dass dies dann unweigerlich in genau dem gleichen Zustand enden wird, wie es bei Jesus war. Auch bei uns werden die Machthaber des Erdkreises darauf aufmerksam werden, und wenn die Sache so groß wird, dass die Machthaber sich angefochten sehen in ihrer eigenen Macht, dann werden sie auch uns ermorden wollen. Denn es gibt derart böse Menschen immer. Die gab es zu Jesu Zeiten, die gab es vor seiner Zeit, die gibt es jetzt, und die wird es auch zukünftig geben in dieser Welt. Und deswegen muss man das vorher mit sich selber vereinbart haben, ob man bereit ist, sowas auszuhalten, wenn man auf Gottes Wirken hin eine hohe Anzahl Menschen findet, die auf die Verkündigung hören, dass als Konsequenz daraus dann die Mörder und ihre Schergen an der eigenen Haustür anklopfen. Der einzige Trost, der einem da noch übrig bleibt, ist der, dass die Mörder Jesus nicht erwischen konnten, solange es nicht von Gott selbst so geplant war. Aber versucht haben sie es trotzdem schon vorher, nur eben erfolglos. Das war bei Jesus der Fall, und das wäre auch heute bei uns der Fall, wenn wir völlig treu handeln und einhundert Prozent in Jesus Christus sind, und zwar der Wahrheit gemäß, nicht irgendwelchen irreführenden Belehrungen gemäß, die aus dem Ego irgendeines Menschen kommen. Wenn ein Mensch genau den gleichen Wandel vollzieht wie Jesus, also dass er nie wieder gegen Gottes Gesetz sündigt und nicht gegen Gottes Anweisungen widerspenstig ist, wie Jesus es vormachte, dann wird auch dieser Mensch von den Mördern nicht erwischt werden, es sei denn, Gott hatte es schon vorher so geplant. Wenn aber jemand denkt, dass dies zu heftig wäre, dann sollte er wohl hoffen, keinen Dienst zu bekommen, durch den man öffentlich bekannt wird. Allerdings gilt es dabei auch zu beachten, dass es in der echten Nachfolge sowieso um die Ewigkeit geht und nicht um das jetzige Leben. Ich glaube, man muss schon ein bisschen kaputt im Kopf sein, und auch im Herzen, wenn man so viel Zeit wie nur möglich in einer Welt verbringen will, in der Mörder und andere Übeltäter lauern und lauter korrupte Machtstrukturen herrschen. Wer aber verständig ist, der sehnt sich allein nach dem Ort, wo kein Mörder hinkommt, und auch kein Unzüchtiger, und kein Lügner, und kein Niederträchtiger, und auch keine anderen Arten von Sündern. Denn allein dieser Ort ist es wert, dass man dort sein und bleiben will.
Und damit ist auch für dieses Video genug gesagt worden.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!
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