Text zu "Bibellehre - Kapitel 12 im Evangelium des Johannes"

Link zum Video: https://youtu.be/5oEomQ9J4qI

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 12 vom Evangelium des Johannes gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten. Denn besonders beim Evangelium des Johannes ist es wirklich kein Wunder, wenn man die Worte liest und dann hinterher nur noch mit viel Verwunderung vor der Bibel sitzt, da es in diesem Schriftstück zahlreiche Verse gibt, in denen geistliche Rede vorkommt und die mit weltlichem Denken unmöglich zu begreifen sind. Ich werde aber mein Bestes tun, um die Worte so zu eröffnen, dass auch jeder Mensch, der mit himmlischem Denken überhaupt nicht vertraut ist, es verstehen kann, wenn er wirklich aufmerksam zuhört.

Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.

Wir haben in Kapitel 11 schon ausführlich davon gelesen, dass Jesus ein unfassbares Wunderzeichen bewirken konnte, denn der Mann Lazarus, der vier Tage lang tot war, wurde auferweckt und lebte nun wieder als gesunder Mensch. Dieses Ereignis hat viele jüdische Menschen fasziniert, hat aber auch die religiösen Autoritäten dazu veranlasst, Jesus ermorden zu wollen, und sie schmiedeten Pläne, um ihn beim bevorstehenden Passahfest zu erwischen, damit das Volk endlich aufhört, von ihm zu reden. Die Obrigkeiten hatten es zur Pflicht erklärt, dass man Jesus anzeigen soll, sobald man seinen Aufenthaltsort kennt. Und dies war sogar schon vor dem offiziellen Beginn des Festes in die Wege geleitet worden. 
Obwohl nun aber der Besuch dieses Festes so lebensgefährlich sein würde wie kein anderer bisheriger Besuch in Jerusalem, machte sich Jesus trotzdem auf den Weg, denn es war der Plan Gottes. Und wir lesen im aktuellen Kapitel zunächst folgendes in den Versen 1 und 2:

Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus dann nach Bethanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den er aus den Toten auferweckt hatte. 
Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen.

Wie wir sehen, war sechs Tage vor dem Beginn des Festes Jesus erneut zu Besuch bei Lazarus und den Schwestern Maria und Martha. Ob dies das beste Versteck war, um kein allzu großes Aufsehen zu erregen und den Handlangern der mörderischen Autoritäten aus dem Weg zu gehen, weiß ich zwar nicht, denn das Dorf war nahe bei der Stadt, aber das braucht uns im Moment auch nicht wirklich zu kümmern.

Als nächstes lesen wir die Verse 3 bis 5. Es steht geschrieben:

Da nahm Maria ein Pfund echten, köstlichen Nardensalböls, salbte Jesus die Füße und trocknete seine Füße mit ihren Haaren; das Haus aber wurde erfüllt vom Geruch des Salböls. 
Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn danach verriet: 
Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Denare verkauft und es den Armen gegeben? 

Maria hatte diese Nummer schonmal abgezogen, Jesus zu salben und alles mit den Haaren zu trocknen. Damals war es ein Ausdruck tiefster Erniedrigung in Demut und auch ein Ausdruck ihrer Verzweiflung über ihre bisherige Sündhaftigkeit, weil sie schon ahnte, dass es ein schlimmes Ende mit ihr nehmen würde. Und ihre tiefe Demut bezeugte Glaube, darum konnte Jesus ihr wirksame Vergebung zusprechen, und es wurden zu einem späteren Zeitpunkt auch sieben Dämonen aus ihr ausgetrieben. Da sie nun aber frei war, ist es nicht nachvollziehbar, warum sie schonwieder ihre Haare zum Trocknen benutzte. Das weiß sie wohl nur selbst, aber wir haben keine Gelegenheit mehr, sie zu fragen, was sie sich dabei dachte. Es ist zwar sehr wichtig, dass ihre Demut genau so bleibt, wie sie am Anfang war, aber dieses Trocknen durch das eigene Haar ist nun nicht unbedingt eine Sache, die sich irgendein Mensch zur Angewohnheit werden lassen sollte, egal wie niedrig man sich fühlt, denn ein solcher körperlicher Akt hat keinen geistlichen Wert. Es kommt auf das Herz an, denn Gott prüft stets, was darin wohnt. Darüber hinaus denkt Judas Ischariot an Geld, was bei ihm übrigens Standard war, und regt sich deswegen auf. Denn das Salböl war theoretisch viel Geld wert. Judas argumentiert damit, dass man es hätte verkaufen können, um Almosen auszuteilen an die Armen. Wenn man das so hört, dann ist das natürlich ein guter Vorsatz und erscheint zunächst wie ein Zeugnis davon, dass hier ein Mann eine edle Gesinnung hat, zum Wohlgefallen Gottes. Allerdings trügt der Schein, denn wir lesen in Vers 6:

Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde. 

Hier sehen wir die traurige Wahrheit. Judas wollte das Salböl verkaufen, damit er einen Teil des Geldes, das dadurch verdient wird, heimlich in die eigene Tasche stecken kann. Das machte er immer so. Denn er war der aus der Gruppe, welcher den Geldbeutel tragen sollte, und daher hatte er oft Gelegenheiten, um heimlich einen Teil des Geldes verschwinden zu lassen. Und genau diese Gelegenheiten benutzte er zum bösen Handeln. Auch von dem Geld für das verkaufte Salböl hätte er gewiss schonwieder einen Teil für sich selbst verschwinden lassen. Und davon darf man den Blick nicht abwenden, was für eine falsche Frömmigkeit und was für eine Heimtücke dieser Mensch an den Tag legte. Nach außen hin spielte er den besorgten Helfer, der die Armen unterstützen wollte, aber wenn keiner hinsah, ließ er Geld verschwinden, das er zu seinem eigenen Vorteil investieren würde, obwohl es für die Armen gedacht gewesen wäre. Ich erzähle euch bestimmt nichts Neues, wenn ich sage, dass Judas Ischariot nicht der einzige Mensch ist, der sowas tut. Es gibt auch ganz viele andere, die genau das Gleiche böse Werk tun, also die Spenden einsammeln und sie dann zu selbstsüchtigen Zwecken missbrauchen. Und auch bei vielen anderen Bereichen des sozialen Lebens gibt es immer wieder solche Vorkommnisse wie bei Judas, dass Menschen böse Dinge tun wollen, aber es nach außen hin so aussehen lassen, als wären sie Wohltäter. Das ist ein sehr großes Problem. Eines, das man sich eingestehen muss. Man darf nicht einfach jedem Mensch so eine Masche abnehmen, wenn er sich so stellt, als wäre er wohltätig oder um unsere Sicherheit besorgt. Denn viele böse Menschen machen das mit der Absicht, andere Menschen eine Falle zu stellen und sich auf Kosten anderer zu bereichern, wenn die Leute gutgläubig genug sind, um alles Mögliche herzugeben dank dem falschen Versprechen, es würde angeblich für eine gute Sache eingesetzt werden. Da gibt es viele Situationen, wo jemand, der gespendet hat, sich noch glücklich schätzen kann, wenn er niemals erfahren wird, zu welchen Zwecken dieses Geld am Ende wirklich eingesetzt wurde, denn würde er es wissen, würde es diesem Mensch schlaflose Nächte bereiten. Und Jesus wusste schon, dass Judas geldgierig war und diebisch handelte, ließ ihn aber trotzdem in der Gruppe der engsten Vertrauten mitlaufen, denn dadurch hatte Judas Ischariot die ganze Zeit die Gelegenheit, zu lernen, was in Gottes Augen gut ist und was nicht, und war allezeit zur Buße motiviert. Aber er hat sich offensichtlich nichts zu Herzen genommen. Denn auch jetzt, nach sehr vielen Momenten, wo er sehen konnte, dass Geben seliger ist als Nehmen, war er trotzdem immernoch geldgierig und selbstsüchtig. Da hatten die guten Vorbilder von Jesus und den anderen Aposteln tragischerweise überhaupt keinen Effekt.

Die Reaktion von Jesus auf den Einwand von Judas lesen wir in den Versen 7 und 8. Dort steht:

Da sprach Jesus: Lass sie! Dies hat sie für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt. 
Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. 

Jesus in seiner Betrübnis, weil die Stunde seiner Misshandlung und Kreuzigung immer näher kommt, deutet diesen Akt als eine Vorab-Salbung zum Begräbnis und will daher keinen Streit aufkommen lassen wegen dieser Sache. Ich denke, das kann man schon so anerkennen.

In Vers 9 lesen wir:

Es erfuhr nun eine große Menge der Juden, dass er dort war; und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er aus den Toten auferweckt hatte. 

An diesem Vers sehen wir, wie es zu erwarten war, dass Jesus an diesem Ort überhaupt nicht verborgen bleiben konnte. Die jüdischen Männer aber, die hinzu kamen, waren in friedlicher Absicht gekommen und glaubten an Jesus, daher musste man sich keine Sorgen machen. Die Verbitterung in den Herzen der Autoritäten wurde jedoch nicht weniger, denn es steht geschrieben in den Versen 10 und 11:

Da beschlossen die obersten Priester, auch Lazarus zu töten, denn seinetwegen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.

Offensichtlich wollten die Autoritäten Lazarus ermorden, damit sie hinterher behaupten könnten, er wäre niemals aus den Toten auferweckt worden und das wäre nur ein gewagtes Gerücht oder eine Legende. So ticken diese Leute ständig, dass sie alles von Gott Stammende vernichten wollen, damit man es leugnen kann und die Leute nicht mehr darauf achten. Sie hätten sich eigentlich freuen und darüber staunen sollen, dass etwas so Gewaltiges in ihrem eigenen Heimatland geschehen ist. Aber stattdessen schmiedeten sie zusätzliche Mordpläne. Und es gehört wirklich eine gehörige Portion Bösartigkeit dazu, nach allem, was Lazarus erlebte, dass er dann einfach ermordet werden sollte. 

Als nächstes werden wir davon lesen, wie die Einreise nach Jerusalem verlief. Es hatte in diesem Moment niemand Angst, dass Jesus ergriffen werden könnte, denn dazu war eine zu große Volksmenge vorhanden. Und es kamen auch noch weitere hinzu, denn wir lesen in den Versen 12 bis 15:

Am folgenden Tag, als viele Leute, die zum Fest erschienen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem komme, 
da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des HERRN, der König von Israel! 
Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: 
»Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen einer Eselin«. 

Man kann sich das durchaus merken, wie hier berichtet wird, dass die Leute von Jerusalem Palmzweige nahmen, um Jesus entgegenzugehen und ihn möglichst königlich zu begrüßen, denn dies kommt in ähnlicher Weise in der Offenbarung vor. Wir merken hier aber auch deutlich, dass Jesus wenigstens von denjenigen aus dem Volk, die ihm wohlgesonnen waren, sehr freundlich und mit Jubel begrüßt wurde. Und der Autor Johannes spielt hier auch auf ein Schriftwort an, welches im Buch des Propheten Sacharja in Kapitel 9 zu finden ist. Dabei sollten wir nicht übersehen, was in Vers 16 steht, denn dort lesen wir:

Dies verstanden aber seine Jünger anfangs nicht, doch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben stand und dass sie ihm dies getan hatten. 

Dadurch, dass keiner von den anwesenden Menschen wusste, wie hier gerade ein besonderes Schriftwort in Erfüllung geht, wird die Sache erst so richtig bedeutsam. Die Leute waren alle Augenzeugen dieses Ereignisses, aber konnten erst viel später begreifen, was daran so besonders war. Denn in dem Moment, als es geschah, dachten sie nicht an die Schriften. Somit dürfte niemand behaupten, dass dieses Ereignis nur vorkam, weil man es zuerst gelesen hatte und dann beabsichtigte, es eigenmächtig zu erfüllen wie bei einer geplanten Theatervorstellung. Keiner der Anwesenden Menschen wäre dazu fähig gewesen, denn sie hatten alle nicht die nötige Schriftkenntnis. Und es handelte sich bei den Menschen des Volkes auch ganz gewiss nicht um Leute, die Tag für Tag ständig nur am Lesen sind. Deswegen muss man eingestehen, dass dies durch Gottes Tun zustande kam und nicht durch den Eifer der Menschheit.

Sehr schön ist auch, dass noch etwas passierte, was den Glaube der anwesenden Menschen des Volkes stärken sollte. Es steht geschrieben in Vers 17 und 18:

Die Menge nun, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt hatte, legte Zeugnis ab. 
Darum ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie gehört hatte, dass er dieses Zeichen getan hatte. 

Diese Sache ist an sich schon lobenswert, dass die Augenzeugen der Auferweckung des Lazarus in gar keiner Weise zurückhaltend waren, als es darum ging, zu erzählen, was sie erlebt hatten. Das ist das beste Mittel, um das Vertuschen oder Vergessen einer Sache zu verhindern, wenn sie im Volk weitererzählt wird, bis es so ziemlich jeder weiß. Diesem Eifer haben die korrupten Autoritäten nichts entgegenzusetzen, wenn sie eine Sache vertilgen wollen.
Und wir werden merken, dass die religiösen Autoritäten sehr verdrossen waren wegen der Tatsache, dass Jesus hier von einer großen Volksmenge mit Jubel nach Jerusalem geführt wurde, denn in Vers 19 steht folgendes:

Da sprachen die Pharisäer zueinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet. Siehe, alle Welt läuft ihm nach! 

Bisher hatten die religiösen Autoritäten sich große Mühe gegeben, das Volk mit Worten davon zu überzeugen, dass man Jesus nicht ernstnehmen darf. Aber all ihre Lästerungen, Versuchungen und Schmähungen zeigten nicht die gewünschte Wirkung. Und jetzt merkten sie so langsam, dass sie in dieser Sache nicht fähig sind, die Meinung des Volkes nach ihren privaten Wünschen zu lenken.

Und während wir bis hierhin gelesen haben, wie jüdische Menschen auf die Tatsache reagierten, dass Jesus zum Passahfest nach Jerusalem gekommen war, werden wir in den nächsten drei Versen auch etwas von heidnischen Menschen erfahren, die bereits in diesen Tagen Interesse an Jesus hatten. Es steht geschrieben in den Versen 20 bis 22:

Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um während des Festes anzubeten.
Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa war, baten ihn und sprachen: Herr, wir möchten gerne Jesus sehen! 
Philippus kommt und sagt es dem Andreas, und Andreas und Philippus sagen es wiederum Jesus.

An diesen Versen erkennen wir, dass etliche Griechen den Wunsch hatten, Jesus zu erleben, und deswegen kamen zwei von den Aposteln zu Jesus, um es ihm zu sagen. Jesus war in Gedanken aber so stark mit seinem bevorstehenden Leiden beschäftigt, dass er gar nicht erst auf dieses Anliegen einging. Stattdessen sagte er folgendes laut den Versen 23 und 24:

Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde! 
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. 

Man kann die Reaktion in Vers 23 so verstehen, dass jetzt keine Zeit mehr ist für solche Aktionen. Jesus wird sterben und am dritten Tag auferstehen, aber vorher wird er furchtbar leiden. Und er versucht nun, die Notwendigkeit dieser Sache zu beschreiben, indem er es mit einem Weizenkorn vergleicht, das in die Erde fällt. Wenn im echten Leben ein Weizenkorn in der Erde ist, dann durchläuft es einen Prozess, der durchaus mit dem Sterben vergleichbar ist. Wer sich mit landwirtschaftlichen Dingen auskennt, weiß bestimmt, was ich meine. Dieser Prozess ist notwendig, damit eine neue Pflanze entstehen kann, die dann viele Früchte tragen wird, welche im Idealfall reif werden, damit man sie ernten kann. Und das, was mit Jesus passieren muss, ist ganz ähnlich. Er muss sterben, damit danach durch alles, was er erlitten hat, auch eine entsprechende Würdigung erfolgt. Denn Gott wird ihm als Lohn für den ertragenen Weg eine Königsherrschaft geben, deren Machtposition stärker ist als die des Fürsten dieser Welt, also des Teufels, und dann ist Jesus ein mächtiger König, zu dem man kommen kann, damit man gereinigt und für Gott vorbereitet wird. Und alle Menschen, die das tun werden, die sind vergleichbar mit Früchten, die in den Ähren Wachsen, und die verdiente Königsherrschaft ist dann sozusagen die entstandene Pflanze. Wenn aber Jesus gar nicht erst zulassen würde, dass all die schrecklichen Dinge mit ihm passieren, die ihm gerade bevorstehen, dann würde auch die Königsherrschaft unmöglich sein, die hinterher von Gott eingesetzt wird, und dann könnten keine Menschen gerettet werden. Das wäre genau so, wie wenn man das Weizenkorn gar nicht erst in die Erde tun würde.
Allerdings ist für uns, wenn wir wirklich Jesus persönlich nachfolgen, hier eine sehr ähnliche Moral erkennbar. Denn bei uns ist es so, dass alles sterben muss, was uns Vergnügungen und Lust bereitet. Alle tollen Hobbys, alle großartigen Besitztümer, alle leeren Hoffnungen und jede Form von Selbstgerechtigkeit. Das alles muss sterben, damit wir stattdessen die Dinge in unseren Herzen wohnen lassen, die uns in Gottes Augen reif machen. Denn wir brauchen eine selbstlose Hingabe zu den Angelegenheiten des Reiches der Himmel und zu der echten Weisheit, die aus Gott kommt und nicht aus eingebildeten Menschen. Wir brauchen Genügsamkeit und herzliches Erbarmen, wir brauchen die Gerechtigkeit, die vor Gottes Angesicht gilt und die er durch sein Gesetz lehren will. Wir brauchen Selbstbeherrschung und eine tiefe Liebe zu allem, was nicht dem Fleisch schmeichelt, sondern geistlich wertvoll ist. Aber möglich ist das nur, wenn die sonst immer begehrten Dinge sterben. Das wäre bei uns das sprichwörtliche Weizenkorn, das sterben soll, damit eine neue Pflanze entstehen kann. Und gleichwie eine neue Pflanze nicht über Nacht innerhalb weniger Stunden entsteht, sondern viele Monate benötigt, bevor sie reife Früchte hervorbringt, so werden auch wir nicht sofort über Nacht alles erfüllen und wissen, was Gott gefällt, aber es sollte dennoch bei uns ein Wachstum stattfinden, über einen längeren Zeitraum, bei welchem wir mit der Zeit immer verständiger und auch überzeugter werden bezüglich den Dingen, die Gott am Herzen liegen. Denn darauf soll auch unser Herz immer mehr ausgerichtet werden, je nach dem, welches Tempo wir haben. Wichtig ist, dass wir dranbleiben.
Manche Menschen wollen nicht loslassen von ihrem verkorksten Denken, dass man doch die jetzige Zeit in dieser Welt benutzen müsse, um möglichst glücklich zu sein, eigene Träume zu verwirklichen und ein Leben zu haben, das es wert ist, gelebt zu werden. Jesus aber hat etwas komplett Gegensätzliches gesagt, denn wir lesen in Vers 25:

Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. 

Hier sehen wir die Moral, die wir als echte Jesus-Nachfolger und echte Jesus-Nachfolgerinnen immer mehr haben sollen. Wir sollen das Leben in dieser Welt hassen. Es soll uns ein Ärgernis sein, immernoch hier sein zu müssen. Wir sollen unser Herz an gar nichts hängen, was diese Welt zu bieten hat und was man hier an gesellschaftlichen Erwartungen angeblich zu erfüllen hat. Nichts davon soll uns kümmern. Kein Feiern von ausgelassenen Partys, kein unentwegtes Fröhlichsein, keine charismatisch auftretenden Persönlichkeiten, die inspirieren sollen, keine wunderbaren Reisen oder edel aussehende Kleidung, kein üppiger Wohlstand in sonstiger Weise, auch nicht der eigene Ruf oder sonst irgendetwas, was in dieser Welt allgemein begehrt wird. Dies hängt damit zusammen, dass alles hier nur ein vergänglicher Hauch ist, der uns sowieso wieder entgleitet, und außerdem befindet sich die ganze Welt im Bösen. Ein Mensch, der eine Welt liebt, die im Bösen ist, hat eine bessere Welt nicht verdient. Das ist der Grund, warum wir das Leben in der jetzigen Welt hassen sollen, weil an einem Ort, wo ständig gegen Gott gesündigt wird und allerlei böse Dinge passieren, die guten Dinge beinahe gar nichts wert sind unter diesen Umständen. Da wäre es besser, in einer Welt zu leben, in der niemals auch nur eine einzige Sünde passiert. Und das kann man von der jetzigen Welt nicht erwarten, wenn man ehrlich ist, darum soll man das Leben in der jetzigen Welt hassen, wie Jesus es hier deutlich sagt. Wer sich darauf nicht einlassen kann, der wird in der echten Nachfolge nicht bis zum Ende des Weges kommen, sondern mittendrin scheitern. Denn wenn man Jesus wirklich nachfolgt, wird das eigene Leben sich immer mehr so gestalten und nach außenhin so aussehen, als wäre man hier ein Fremdling, ein Gast auf Zeit, der nur kurz rastet und es kaum abwarten kann, in eine schönere Heimat zu kommen, weil im Vergleich dazu der jetzige Ort der Verweilung eigentlich nur Verachtung verdient. Aber natürlich ist es wichtig, eben gerade, weil das Böse an sehr vielen Stellen dieser Welt passiert, dass wenigstens durch uns selber Gutes geschieht, damit der Ort nicht übertrieben finster ist, an dem wir uns als Fremdlinge aufhalten. Denn wenn man hört, dass man das jetzige Leben hassen soll, um sich selbst zum ewigen Leben in Gottes direkter Nähe zu bewahren, dann kommt nun unweigerlich die Frage auf, was man überhaupt noch anfangen soll mit der Zeit, die man hier erfüllen muss. Und darauf gibt Jesus im nächsten Vers eine Antwort, ohne gefragt worden zu sein, denn wir lesen in Vers 26:

Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren. 

Hier sehen wir deutlich, was der einzige Zweck unserer noch übrigen Zeit in dieser bösen Welt sein soll. Wir sollen Jesus nachfolgen und ihm dienen. Und überall dort, wo Jesus sein will, sollen wir sein. Dabei ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass wir an jedem Ort, wo Jesus sein will, auch genau so reden werden, wie Jesus redete. Denn wenn jemand nur den Name von Jesus ausruft und dann doch Dinge redet, die seiner Belehrung widersprechen, dann ist man kein Diener des Messias, sondern dient sich selbst. Denn ein Mensch redet ja nur dann Dinge, die anders sind als die Belehrung von Jesus, wenn er auf das lauwarme Gemüt der Leute Rücksicht nimmt, das eigentlich verändert werden müsste, denn man will keinen Anstoß auslösen und mit einem guten, friedlichen Gefühl den Ort wieder verlassen können, man will nicht einfach davongejagt werden, weil die Menschen verärgert sind von den Dingen, die man wahrheitsgemäß verkündet hat. Aber ich mache spezifisch darauf aufmerksam, dass solches Verhalten absolut gar nichts mit wahrer Nachfolge zu tun hat. Denn Jesus wurde selbst auch von den Menschen verjagt und beinahe gesteinigt, und er musste zahllose Anfechtungen und Schmähungen erleben. Wer nachfolgt, der will dem Meister ähnlich werden. Wenn also Menschen dich bejubeln, weil du so geredet hast, wie es ihnen ein selbstverliebtes Lächeln auf ihr Gesicht bringt und sie in ihrem weltlich verhafteten Lebensstil bestärkt und darin zuversichtlich stimmt, dann hast du gewiss nicht Jesus gedient und lebst gar nicht in der persönlichen Nachfolge. Denn Jesus wurde von der Welt verabscheut, weil er die Wahrheit geredet hat, und sobald er merkte, dass er auf völlig taube Ohren stößt, oder sobald er verfolgt wurde, ist er dann auch gegangen und hat den Ort verlassen. Jeder Nachfolger und jede Nachfolgerin von Jesus wird Ähnliches erleben, gleichwie auch die wahren Propheten Gottes in älteren Tagen immer aus den Versammlungen gejagt wurden um der Worte willen, die sie wahrheitsgemäß geredet haben. Die einzigen Menschen, die ihnen gerne zuhörten, waren die wenigen, deren Herzen auf Gott ausgerichtet sind und die selber ganz genau wussten, dass wir nicht sündigen dürfen, und die Leid trugen in ihren Herzen um all das Böse, was die Heuchler des Glaubens und die offenkundig Ungläubigen ständig in dieser Welt treiben, womit sie Gott erzürnen. In solchen höchst seltenen Versammlungen, wo man Ehrfurcht vor Gott hat und gläubig leben will, sind echte Propheten beliebt gewesen, und ihre Mahnreden erbauten die Herzen der Zuhörer, denn solche Zuhörer lieben die Wegweisung, die die richtige Richtung zeigt. Auch heutzutage kann man Freude erleben, die vom Geist Gottes kommt, wenn man eine Versammlung finden würde, wo die Menschen es lieben, Worte der Weisheit und Ermahnungen zu hören, die ihnen helfen, die Sünde niemals auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern Jesus ähnlicher zu werden durch die persönliche Nachfolge. Aber jeder Mensch, der bei Sündern predigt und dann hinterher als einer die Versammlung verlässt, den man gerne nochmal hören will und durch dessen Worte die Leute in ihrem verkehrten Wandel ermutigt sind, der ist kein Nachfolger Jesu, sondern ein Unbekannter, der fern vom Reich der Himmel lebt. Und deswegen ist dieser Vers, den wir hier gerade vor uns sehen, eine sehr gute Anleitung. Wenn wir diesen Worten entsprechen, die Jesus hier sagt, dann wissen wir, dass wir in der echten Nachfolge leben. Wir sollen allezeit dort sein, wo er sein will. Und wir müssen daran denken, dass wir als Nachfolger an jedem Ort, wo man uns zuhört, alles bezeugen müssen, was auch schon Jesus den Menschen erklärte, und zwar nur das, aber nichts Verdrehtes. Es ist wichtig, dass die Menschen an dem betreffenden Ort kein unnützes Geschwätz hören, sondern das echte Evangelium, das zwar ein Aufgeben der Nichtigkeiten in der jetzigen Weltzeit beinhaltet, und eine einsichtige Reue wegen den bisher verübten Sünden, aber auch eine geistige Befreiung ermöglicht, die unvergleichbar ist mit irgendwas Anderem auf Erden, und wenn wir völlig auf dem Weg sind, sodass Jesus unseren Name im Buch des Lebens aufgeschrieben lässt, dann erben wir dank diesem Weg sogar ewiges Leben in einer Herrlichkeit, die alles auf Erden übertrifft, weil Jesus uns am Ende davor bewahren wird, in das große Weltgericht Gottes als Angeklagter bzw. Angeklagte hineinzukommen. Das ist der große und unübertreffliche Lohn davon, wenn man Jesus nachfolgt, indem man versucht, so zu sein wie er, und nur an die Orte geht, an denen er sein will.

Und auch wenn Jesus durch den gerade gelesenen Vers eine vortreffliche Anweisung für andere Menschen gegeben hat, die ihn lieben und ihm folgen wollen, redet er in Vers 27 dann über seine eigenen Gefühle, denn es steht geschrieben: 

Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. 

Hier sehen wir, wie Jesus sich gerade fühlt. Seine Seele ist erschüttert. Vielleicht kennt manch einer diesen Zustand und weiß, wie sich das anfühlt. Das ist wirklich etwas Belastendes, wo man als ungefestigter Mensch locker den Mut verlieren könnte. Aber Jesus hält das aus. Und er bewertet auch die Gesamtsituation, in der er ist. Denn was bleiben ihm für Alternativen? Soll er etwa Gott bitten, doch nicht den Kreuzweg ertragen zu müssen. Er ist doch eben gerade deswegen bis an diesen Punkt gekommen, weil diese Sache notwendig ist und zu Gottes Plan gehört. Es wäre töricht, irgendwas Anderes zu verlangen. Auch wenn es sehr schmerzhaft wird, so gibt es jetzt eigentlich nur noch den Weg nach vorne, und keinen Weg zurück. Jesus weiß, dass er um Gottes willen da durch muss, und an zweiter Stelle auch um seiner sprichwörtlichen Schafe willen, also um all der Menschen willen, die auf seine Stimme hören und ihm ganz anhänglich nachlaufen werden, weil sie ihn lieben. Und Jesus besinnt sich darauf, wie wichtig und nützlich es ist, wenn der Wille des allein wahren Gottes passiert, des Heiligen Israels, auch wenn schwierige Erlebnisse anstehen, deswegen sagt Jesus in Vers 28:

Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! 

Hier sehen wir die endgültige Reaktion von Jesus auf die bedrückende Situation und die Erschütterung seiner Seele. Er fasst Mut und sagt: „Vater, verherrliche deinen Namen!“
Gott ist gut und es ist nützlicher als alles andere, wenn Gottes Wille geschieht. Wenn es Gottes Plan nützt, dass man etwas Schwieriges und Schmerzhaftes auf seinen Befehl hin durchlaufen muss, dann hat das seine Richtigkeit. Denn es ist in jedem Fall besser als wenn man sich irgendwas Eigenes ausdenken würde und sich von eigenen Gefühlen so sehr überwältigen lässt, dass man ganz schwach und feige wird, weil man die Herausforderung scheut. Genau so wäre es aber auch Unsinn, wenn man für eigene Ideale leidet oder wenn man sich selbst verwirklichen will durch irgendwas, was man sich an Belastungen auferlegt hat, denn die Dinge, die man sich selbst ausdenken könnte, sind unvollkommen und oft auch sehr kurzsichtig. Gott aber hat immer die Gesamtsituation im Blick und kann derart komplexe und erstaunliche Pläne entwerfen, dass es alles übertrifft, was ein Mensch zu planen im Stande wäre. Jesus weiß das ganz genau, und ist deswegen bereit, gehorsam den Weg Gottes zu gehen, auch in den schwersten Stunden, Hauptsache, Gott kann sich selbst dadurch verherrlichen und Gottes Ruhm wird dadurch bestätigt. Denn der selbe Gott, der Jesus jetzt durch eine unfassbare Marterung gehen lässt, ist eben der Gott, der ihn zuvor jahrelang auf Schritt und Tritt behütet hat, der ihm immer alles gab, was er benötigte und unvorstellbare, noch nie erlebte Wunder wirkte in seiner Nähe, und der ihm Verheißungen gegeben hat, die sich erfüllen werden, wenn Jesus sündlos bleibt und nicht abweicht von dem Weg, den er gehen soll. Denn der Tod am Kreuz würde nicht das Ende sein. Es wäre ein Punkt des schweren Leidens, aber es wäre noch nicht alles, sondern etwas Großartiges stand noch bevor. Jesus würde König sein, er würde eine höhere Position bekommen als der Satan, um Menschen aus dem bösen Weltlauf auszulösen. Und dadurch würde er beweisen können, dass sein Gott kein böses Wesen ist, sondern ein liebevolles, vergebendes Wesen, das am Leben der Menschen mehr Freude hat als an ihrem Tod. Denn durch das,was Jesus ertragen wird, können dann viele andere Menschen vor dem eigentlich feststehenden Todesurteil bewahrt werden. Das ist es wert.
Und Gott selbst hat sogar vom Himmel her seine eigene Stimme erschallen lassen, um den anwesenden Menschen zu bestätigen, dass er sich um Jesus kümmert und dass alles, was mit Jesus passiert, zur Verherrlichung des allein wahren Gottes dient, weil nämlich der selbe Gott, der Jesus dem Tod preisgab, ihn auch daraus befreien wird. Und das ist eine unglaublich große Sache, wenn jemand vollständig aus dem Tod befreit wird, weil ja normalerweise der Tod einer sehr gewaltige, finstere Kraft ist, die alles verschlingt und der niemand auf Dauer entkommen kann. Jesus aber wird der sein, an welchem Gott das erste Mal unter Beweis stellt, dem Tod auf ewig Seelen entreißen zu können. Das wird Gottes Name verherrlichen in einer noch nie dagewesenen Weise.

Als aber diese große Sache geschah, dass urplötzlich die Stimme Gottes für alle Anwesenden hörbar vom Himmel sprach, da haben sich die Menschen schonwieder als Heuchler erwiesen, wie man es von ihnen kennt in ihrer Verkorkstheit, denn es steht geschrieben in Vers 29:

Die Menge nun, die dabeistand und dies hörte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet! 

An diesen Worten erkennt man, dass die Menschen irgendwelche Ausreden suchen, damit sie bloß nicht eingestehen müssen, dass Jesus gerade für alle Anwesenden hörbar von Gott höchstpersönlich bestätigt wurde. Es gibt ernsthaft Menschen, die klar verständliche Worte hören, die vom Himmel ergehen, und sich dann hinstellen und sagen, dass es nur gedonnert hat! Wie peinlich ist das bitte?
Wenn andere gesagt haben, es hätte ein Engel geredet, ist das zumindest schon ein wenig passender, ist aber immernoch eine Ablehnung der Realität, dass Gott gerade seine eigene Stimme hören ließ, und die Leute sollten sich für ihr Verhalten eigentlich schämen, da es zum wiederholten Mal von Unglaube zeugt, und zwar von einem so stark im Herzen wuchernden Unglaube durch Widerspenstigkeit, dass man es nicht wirklich zu erhoffen braucht, diese Menschen gerettet zu sehen. Das ist wirklich schlimm.

Nun unternimmt Jesus den Versuch, sie aus ihrer ablehnenden Herzenshaltung herauszuholen, indem er Folgendes sagt in Vers 30:

Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen, sondern um euretwillen. 

Man sieht hier, dass Jesus deutlich darauf aufmerksam machen will, wie Gott den Glaube der Menschen stärken wollte durch sein eigenes Reden. Es ging dabei nicht darum, Jesus zu ermutigen, denn Jesus weiß sowieso schon, dass Gott treu handeln wird. Die Menschen aber sollen erkennen, dass Gott real ist und die ganze Situation überwacht. Denn wenn man die Gewissheit hat, dass Gott real ist, dann ist man auch stärker dazu geneigt, an ihn zu glauben, aber die meisten der anwesenden Menschen haben immernoch keinen Glaube.

Als nächstes müssen wir die Verse 31 bis 33 nacheinander lesen, damit wir verstehen können, was da eigentlich los ist. Es steht geschrieben:

Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden; 
und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. 
Das sagte er aber, um anzudeuten, durch welchen Tod er sterben würde. 

In Vers 33 lesen wir einen Kommentar vom Autor Johannes, der eine falsche Vermutung ist, aber in den Versen 31 und 32 lesen wir Jesu Worte. Jesus hat gesagt, dass er von der Erde erhöht sein wird. Der Autor Johannes interpretiert in Vers 33, diese Äußerung würde die Kreuzigung ankündigen, weil man dabei am Holz hängt und der Körper sich über dem Erdboden befindet. So hatte Johannes das gedeutet. Aber wenn es stimmen würde, was Johannes hier vermutet, dann würde der Teil keinen Sinn ergeben, dass Jesus alle zu sich zieht. Denn sowas geschah nicht am Kreuz, als Jesus daran hing, sondern er wurde verspottet. Darum ist die Vermutung von Johannes falsch. Jesus hat nicht seine Kreuzigung angekündigt, als er die Worte von Vers 32 sprach, sondern er hat die Königsherrschaft angekündigt, die ihm nach der Himmelfahrt gegeben wird. Die Macht, die er dann von Gott in die Hand bekommt, wird er einsetzen, um Menschen zu sich zu ziehen, dem Ratschluss Gottes gemäß. Das tut Jesus übrigens bis heute. Er kann einen Ruf in die Herzen der Menschen legen, sodass ein Mensch gar nicht mehr anders kann, als nach Jesus suchen zu wollen oder zumindest aufmerksam zuzuhören, wenn andere über Jesus reden. Wenn aber Quatsch geredet wird über Jesus, lässt es solche Zuhörer natürlich kalt. Nur das Ziehen im Geist ist dann noch spürbar. Und ein solches Wirken war für Jesus unmöglich, solange er noch nicht sein vorgesehenes Leiden durchgestanden hatte. Erst nach der Himmelfahrt und der Erhöhung zum König konnte er sowas bewirken. 
Wenn wir aber in Vers 31 lesen, dass der Fürst dieser Welt hinausgeworfen wird, dann ist das auf die Zukunft bezogen, die weit in der Ferne liegt. Man muss dabei zwischen zwei Zeitpunkten unterscheiden. Der erste Zeitpunkt ist das Aussprechen von einem Gerichtsurteil durch Gott. Und der zweite Zeitpunkt ist die Vollstreckung des Urteils, das von Gott erging. Zwischen diesen zwei Zeitpunkten liegt ein enorm großer Zeitraum. Denn der erste Zeitpunkt, wo das Urteil gesprochen wird, dass der Satan hinausgeworfen werden muss, steht in dieser Lage kurz bevor, wo Jesus es gerade verkündet. Und den zweiten Zeitpunkt, wo das festgelegte Urteil dann vollstreckt wird, kennen wir nicht. Der ist bis heute nicht erfüllt worden, kommt aber noch. Und wenn wir verstehen wollen, was überhaupt damit gemeint ist, wenn gesagt wird, dass man den Satan hinauswirft, dann müssen wir bedenken, dass der Satan lange Zeit das Recht hatte, persönlich vor das Angesicht Gottes zu treten wie alle Engel, weil er als vernünftiger Ankläger galt, der doch bloß dabei helfen will, die Menschen richtig zu prüfen. Das kann man besonders durch die ersten zwei Kapitel im Buch Hiob nachvollziehen. Aber wenn alles erfüllt ist, wird der Satan seine Stellung vor dem Angesicht des Vaters nicht mehr behalten dürfen, weil erwiesen ist, dass er kein vernünftiger Ankläger ist, der es gut meint und immer am Ende Recht behält, sondern ein Lästerer, der so viel Leiden wie möglich verursachen will, auch wenn seine Behauptungen widerlegt wurden.

Da nun aber Jesus von einer Erhöhung sprach, zeigte sich das Volk aufgrund mangelnder Schriftkenntnis verwirrt, denn wir lesen in Vers 34:

Die Menge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus in Ewigkeit bleibt; wie sagst du denn, der Sohn des Menschen müsse erhöht werden? Wer ist dieser Sohn des Menschen? 

Im Gesetz, also in den fünf Mosebüchern gibt es keine einzige Stelle, die behauptet, dass der Messias ewig bleibt. Das Einzige, was es in den Schriften insgesamt gibt, ist eine Weissagung von Daniel, weil er einen prophetischen Traum hatte. In seinem Buch kann man in Kapitel 7 in Vers 13 und 14 nachlesen, dass er einen Menschensohn sah, der vor das Angesicht Gottes getragen wurde und von Gott eine Königsherrschaft erhielt, die nicht zugrunde geht. Das ist zwar eine ewige Herrschaft, aber bereits an diesem Schriftwort erkennt man ja schon, dass dieser Menschensohn zuerst mal hochgehoben werden muss, damit er vor Gott steht. Deswegen ist es verrückt, dass die Menschen Anstoß nahmen, weil Jesus von einer Erhöhung redete.
Was hier aber besonders wichtig ist, das ist die traurige Tatsache, wie hier schonwieder eine ausgiebige Widerspenstigkeit offensichtlich wird bei den Menschen. Jesus kündigt ihnen an, was ganz real passieren wird, und das erste, was sie sagen, ist eine Widerrede, so als könnte das gar nicht stimmen. Das ist unfassbar nervtötend. Sie sind nicht willig, einfach mal das anzunehmen, was ihnen Gutes gegeben wird, sondern sind ständig nur darauf aus, sinnlos Kontra zu geben, Hauptsache, sie können sich wie die Schlaueren fühlen. Eine solche Verstocktheit und der damit eingehende ekelhafte Stolz machen die Erlösung dieser Menschen nahezu unmöglich. Das merkt auch Jesus immer mehr, darum lesen wir in den Versen 35 und 36:

Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht überfällt! Denn wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. 
Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes werdet! Dies redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen.

Jesus verbarg sich hier vor den Menschen. Entweder ist er in ein Zelt gegangen, oder er ging abseits in die Natur, um kurz allein zu sein. Es ist auch sehr, sehr wahrscheinlich, dass er geweint hat in diesem Augenblick, weil er ständig nur die Verlorenheit der Menschen sieht, die sich selber im Weg stehen und sich durch ihre Widerspenstigkeit ihre eigene Rettung kaputt machen. Egal, wie viel man denen Gutes sagt: Sie glauben es nicht. Jesus hat sich so unbeschreiblich viel Mühe gegeben, den Menschen die rettende Wahrheit begreiflich zu machen, aber es nützte einfach nichts. Sie waren ständig nur darauf aus, ihm zu widersprechen. Und das passierte wohlgemerkt bei Menschen, die unfassbare Wunderzeichen sahen, durch welche Gott den Dienst von Jesus bestätigte. Was sollte daraus jemals werden? Wie sollten diese Menschen überhaupt gerettet werden, wenn alles, was schon passiert war, ihnen immernoch nicht ausreichte, um ihren irrsinnigen Stolz abzulegen und sich belehrbar und demütig zu zeigen dem Messias gegenüber?
Wir haben hier deutlich gelesen, dass Jesus den Menschen nochmal eindringlich sagt, sie müssen an das Licht glauben. Damit meint Jesus natürlich sich selbst. Wenn sie anders handeln als so, wie er es gelehrt und gezeigt hat, sind sie in der Finsternis, und dann können ihnen die schlimmsten Dinge passieren. Sie müssen Kinder des Lichts sein und nicht Kinder der Finsternis. Das ist auf das eigene Tun der Menschen bezogen, auf ihre angestrebten und ausgeübten Werke. Als Kinder des Lichts wollen sie die Dinge tun, die Jesus tat, und alles sprechen, was Jesus sprach. Als Kinder der Finsternis hingegen wollen sie tun und sprechen, was dem Teufel gefällt, also hochmütig sein, unzüchtig leben, einander hassen und lügen ohne Unterlass, während sie allein auf den eigenen Vorteil und die Freuden der jetzigen Weltzeit bedacht sind in geistiger Blindheit. Jetzt im Moment benehmen die meisten sich genau so wie der Teufel, obwohl sie Jesus direkt vor sich sehen. Das ist sehr schlimm und verheißt wirklich nichts Gutes darüber, welches Ende sie ereilen wird. Eigentlich müssen die zuhörenden Menschen längst alles verinnerlicht haben, was Jesus lehrte, haben sie aber nicht. Und dabei weiß Jesus, dass er sehr bald nicht mehr persönlich vor ihnen hergehen kann. Wenn er einmal in den Himmel aufgenommen wurde, dann ist Schluss damit, dass jemand in Fleisch und Blut vor den Menschen sichtbar hergeht, dem sie einfach nur nachlaufen müssen, um von ihm zu lernen. Deswegen sollen sie die Gelegenheit ergreifen, von Jesus zu lernen, so lange es noch möglich ist. Aber als Jesus in ihre widerspenstigen und teils aufmüpfigen Gesichter blickte, da verbarg er sich. Er brauchte da wirklich mal eine Pause.

Als nächstes werden wir noch ein paar Kommentare vom Autor Johannes lesen. In den Versen 37 und 38 steht folgendes:

Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn; 
damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, das er gesprochen hat: »HERR, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des HERRN geoffenbart worden?«

Dieses Zitat aus Kapitel 53 des genannten Buches ist tatsächlich eine Andeutung darauf, dass der Messias die Wahrheit sagen wird und eben deswegen überhaupt keine Annahme findet wegen den verkündigten Worten, und auch nicht bei den Zeichen, die durch Gottes ausgestreckten Arm getan wurden. Johannes gibt das hier als ein Zeugnis zur Gesamtsituation zu bedenken. Die Menschen haben Unglaubliches erlebt. Es lief vor ihren Augen ab. Es handelte sich nicht um Menschen, die laues Gewäsch hörten und dann uninteressiert in die Ferne liefen, weil die Worte nutzlos waren, sondern sie haben die heilige und feurige Wahrheit vom Himmel gehört und dazu noch die unvorstellbarsten Wunderzeichen erlebt. Das ist so ziemlich das Größte, was man machen kann, um den Menschen zu beweisen, wie wahrhaftig alles ist, was zu ihnen gebracht wird. Aber auch diese beispiellosen Ereignisse galten ihnen nicht als Grund, um mit Glaube zu reagieren. Selbst dann, wenn man ihnen herausragende Dinge zeigt, die ganz eindeutig größer sind als sie selbst, wollen sie immernoch nicht mit Glaube reagieren. Das ist es, was in den Herzen der Menschen erkennbar wurde. Und da könnte man völlig verzweifeln, weil dies ein starkes Indiz dafür ist, dass man praktisch überhaupt nichts tun kann, um ganz sicher Menschenseelen zu retten. Denn wenn das Großartige nichts Bleibendes bewirkte, was in diesen Tagen geschah – womit wäre dann überhaupt noch ein Sieg der Wahrheit möglich?

Ein anderer Kommentar von dem Autor Johannes lautet folgendermaßen gemäß den Versen 39 bis 41:

Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja hat wiederum gesprochen: 
»Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie nicht mit den Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile«.
Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. 

Jesaja hat an diese Stelle nicht von Jesus geredet, aber er hat an der besagten Stelle gesehen, wie Gott den Befehl erteilt, die Herzen der bis dahin freiwillig in Sünden verharrenden Menschen zu verstocken, damit sie unerreichbar werden für die Buße. Da war sozusagen die Zeit der geduldigen Gnade Gottes abgelaufen und das über Jerusalem beschlossene Gericht, welches eine siebzigjährige Gefangenschaft der Juden zur Folge haben würde, war endgültig unabwendbar um all der grausigen Dinge willen, die gerade im Land verübt wurden. Nun vermutet wohl der Autor Johannes, dass ein ähnlicher Zustand herrschte bei den Leuten, die da vor Jesus standen. Allerdings handelte es sich dabei garantiert nicht um die gleiche Verstockung wie in der Weissagung des Propheten Jesaja, weil diese Weissagung für endgültiges Verderben der Sünder steht, aber von den Juden in Jerusalem wurden am Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes Tausende gläubig. In diesem Moment hatte ihre Verstockung offensichtlich aufgehört, und nachlesen könnte man das in Kapitel 2 der Apostelgeschichte.

Es gibt auch noch einen dritten Kommentar vom Autor Johannes, denn wir lesen in den Versen 42 und 43:

Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden. 
Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes. 

Dieser Bericht ist bedauerlich. Es ist wirklich so, wie Johannes es berichtet. Manche Menschen unter den Obrigkeiten waren in ihren Herzen dazu geneigt, an Jesus zu glauben, taten es aber doch nicht, um den Respekt ihrer Kollegen nicht zu verlieren. Und ein solcher Glaube ist vor dem Angesicht des allein wahren Gottes, des Gottes Abrahams Isaaks und Jakobs, völlig wertlos. Gott verabscheut alle Heuchler, und Jesus ebenso. Und wenn man nach außenhin eine Sache vortäuscht und im Inneren etwas Besseres denkt, so ist auch das Heuchelei. Niemand wird vor Gott bestehen, wenn er Böses tat und dann argumentiert: „Ja, ich habe mir aber im Herzen etwas Anderes dabei gedacht!“
Es ist von großer Bedeutung, dass unser Tun unser Herz widerspiegeln muss, und zwar unverfälscht. Denn es gibt oft genug Menschen, die vortäuschen, Gutes zu wollen, aber in ihren Herzen das Gute hassen. Wenn jedoch ein Mensch nach außenhin Böses vortäuscht, weil das in der Gruppe gesehen werden will, und es doch im Herzen hasst, so ist er dennoch ein Übeltäter. Man muss die böse Gruppe verlassen und nur noch Gutes tun, wenn man Gutes im Herzen hat. Aber ein Hinken auf beiden Seiten ist immer verwerflich. Und es ist sehr schade, dass diese Obrigkeiten sich nicht dazu überwinden wollten, ihren jetzigen luxuriösen Lebensstil aufzugeben und sich in die Gruppe der Verachteten einzureihen, weil dort wenigstens die Wahrheit wohnt, die von Gott ist.

Jedenfalls haben wir zuletzt über Jesus gelesen, dass er sich vor den Menschen verbarg. Das tat er aber nicht den gesamten Rest des Tages, sondern es kam ein Augenblick, wo er wieder zu den Menschen ging und ihnen etwas zu sagen hatte. Folgendes lesen wir darüber in den Versen 44 und 45:

Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. 
Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. 

Hier wird erkennbar, dass Jesus begriffen hatte, worin der Hauptgrund für die Widerspenstigkeit der Menschen bestanden hatte. Der Hauptgrund war, dass die Menschen ernsthaft glaubten, Jesus würde seine eigenen Belehrungen umherrufen, die er sich selber ausgedacht hätte. Sie begriffen nie, dass Jesus immer nur das tut, was nicht von ihm selber ersonnen ist, und auch nur redet, was nicht von ihm selber ist, sondern von Gott. Jesus führte nur Befehle aus von jemandem, der es als einziger wert ist, dass man ihm bedingungslos gehorcht in vollkommener Gerechtigkeit. Aber die Menschen von dieser Welt neigten ständig dazu, dass sie jemanden, der vor ihnen etwas redet, betrachten als einen, der sich selber für besonders schlau hält und jetzt versuchen will, sich selber zur Schau zu stellen. Das glauben die meisten Menschen, weil sie es selber auch immer so machen, wenn sie öffentlich auftreten. Es ist hier in dieser Welt der gewohnte Zustand, dass Menschen öffentlich Worte verkündigen, weil sie sich selber unter Beweis stellen wollen, wie klug sie doch sind, und weil sie Aufmerksamkeit begehren, um sich dadurch besonders zu fühlen. Genau diesen eitlen Unsinn erwarten die Menschen auch von Jesus, also dass er verkündigen würde, um solche niederen Ziele zu erreichen. Und deswegen haben sie ihn auch so oft angezweifelt und ihm widersprochen, weil sie es ihm nicht gönnen wollten, wenn er mit dem vermeintlichen Vorhaben erfolgreich wäre, als klug und erhaben zu gelten in den Augen der Leute. Sie glaubten, Jesus wollte sich einen guten Ruf erarbeiten, um ein erfolgreicher Mensch zu werden, und behandelten ihn auch so. Sie haben nichtmal im Ansatz kapiert, dass die Quelle für alle gesprochenen Worte Gott ist. Jesus hatte mehrmals betont, dass er nicht seine eigene Ehre sucht, aber das glaubte ihm keiner. Die Menschen dachten trotzdem, es würde ihm darum gehen, die eigene Ehre aufzuwerten. Und deswegen hat Jesus hier in einer besonders intensiven Weise darauf aufmerksam gemacht, das alles Gott spricht, was man von ihm erlebt. Alle Worte, die er redet, und alle Taten, die er tut, sind nur Gottes Wille und sollen sozusagen den Charakter Gottes veranschaulichen. Jesus tut nichts Eigenes. Er ist nicht von Launen geleitet. Er ist auch nicht von fremden Menschen indoktriniert oder darauf aus, sich Ruhm zu erarbeiten. Nichts davon ist bei ihm der Fall. Alles, was Jesus tut, ist Gottes Wille zur Veranschaulichung von allem, was vor Gott Wert hat. Denn Jesus will die Menschen zurückführen zu Gott. Das ist sein Anliegen und der Zweck seiner Anstrengungen auf allen Verkündigungsreisen. Jesus war von Gott gesandt und wollte unbedingt, dass der, welcher ihn gesandt hat, durch alle Ereignisse die Anerkennung bekommt, die dieser verdient. Das Volk sollte endlich anfangen, Gott zu suchen und zu lieben. Und dieses Lieben ist wohlgemerkt ein persönliches Lieben. Es ist kein religiöses Gemeinschaftswerk, welches nur in der Gruppe funktionieren würde, wo man immer schön tut, was die anderen auch machen und was Autoritäten einem vorschreiben. Solches Getue würde nichts nützen, denn der Ausdruck von echter Liebe passiert immer durch persönliche Gesten und nicht dadurch, dass man sich selbst mit möglichst vielen Leuten verbindet. Das galt es zu begreifen, aber es begriff keiner. Und ich befürchte, dass die Menschheit das bis zum heutigen Tag immernoch nicht begriffen hat.

Um aber nochmal ganz besonders zu betonen, dass es Jesus nicht um sich selbst geht, sondern um die Rettung anderer, sagt er zunächst folgendes in Vers 46:

Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. 

Dass Jesus das Licht der Welt ist, haben wir ja auch schon an anderen Stellen in Erfahrung gebracht. Wichtig ist hierbei aber, dass er betont, welche Wirkung sein Auftreten haben soll. Er will bewirken, dass die Leute nicht in der Finsternis bleiben. Das ist es, was ihm im Herzen liegt. Hier steht nichts von Kirchen bauen oder Spendengelder sammeln, auch nichts von großem Ruhm oder davon, tolle Kontakte zu gewinnen. Jesus will erreichen, dass die, welche seine Worte glauben, nicht in der Finsternis bleiben. Alles andere ist im Vergleich dazu belanglos.
Auch in Vers 47 steht ein kostbares Zitat, denn dort lesen wir:

Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. 

Hier haben wir eine Stelle, wo Jesus ganz klar sagt, dass er gekommen ist, um die Welt zu retten. Sein Herzenswunsch ist es nicht, ein paar auszusondern und alle anderen so schnell wie möglich zu verdammen, sondern Jesus will die Welt retten, und das bezieht sich in erster Linie auf alle in der Welt lebenden Menschen. Und ganz besonders in den Tagen, wo er auf der Erde wandelte, war es überhaupt nicht seine Absicht, irgendwelche ausgiebigen Gerichtsprozesse gegen Menschen zu führen, und auch das Gericht Gottes am Ende der Weltzeit lag noch in weiter Ferne. 
In Vers 48 heißt es weiter:

Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag. 

Hier betont Jesus ganz deutlich, dass er uns nicht richtet. Das ist nicht nötig, denn das Wort richtet uns. Deswegen muss auch Jesus sich nicht darum kümmern, weil das Wort locker ausreichend ist. Man darf auch davon ausgehen, dass alles schneller geht, wenn das Wort uns richtet, als wenn Jesus es tun würde, aber gleichzeitig wird durch diese Aussage von Jesus natürlich die barmherzige Gesinnung offenbar, die er in sich bewahrt. Denn manche Menschen hören gerechte Tadel und sagen dann: „Das hast du jetzt nur gesagt, um mir wehzutun! Du willst mich mit deiner Belehrung verletzen und bist ein böser Mensch!“
Derart verkorkst sind manche Menschen, dass sie selber ständig Böses tun und dann wütend werden, wenn man ihnen klarmacht, dass es böse ist. Das nimmt ein echt bitteres Ende vor dem Thron Gottes, wenn Menschen so ticken und nicht davon abweichen. 
Darüber hinaus ist es aber leider so in dieser Welt, dass einige Menschen manchmal wirklich nur Worte sprechen, um damit anderen wehzutun, nämlich durch übertriebene Worte voller Niedertracht, aber bei Jesus ist das nicht zutreffend. Er redet zur Rettung, nicht zum Richten. Denn die Barmherzigkeit von Jesus besteht unter Anderem darin, dass er am liebsten gar nicht als Richter gelten würde. Auch dann, wenn er scharf klingende und erschütternde Reden hält, so betrachtet er es nicht als Erfolg, wenn Menschen deswegen außer sich sind, sondern ein Erfolg wäre es nur dann, wenn sie wegen seiner Verkündigung aufrichtig Buße tun und sich Gott zuwenden, weil sie ihre alten Wege verwerfen wollen. Dann hätte Jesus sein Ziel erreicht, denn wo keine böse Neigung mehr ist, da ist auch kein Gericht nötig dank dem Sühneopfer, das Jesus leisten wird. Und während manche Menschen meinen könnten, dass Jesus nur redet, weil er es aus seinem Herzen heraus toll fände, anderen ein schlechtes Gewissen zu bereiten, lernen wir durch diesen Vers, dass Jesus gar keine Freude am Richten hat, deswegen richtet uns eigentlich das Wort. 

In Vers 49 lesen wir:

Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 

Hier finden wir nochmal die ganz deutliche und direkte Erwähnung von Jesus, dass seine Worte nicht seine eigenen sind. Er hat sich größte Mühe gegeben, dies den Menschen begreiflich zu machen. Wenn es darum geht, was für Aussagen Jesus verbreiten und wie er sie reden soll, dann hat er sich darum keine eigenen Gedanken gemacht und noch weniger hatte er sich irgendwelche großartigen Konzepte aufgeschrieben, sondern er sprach einfach das, was Gott ihm gab.

Und in Vers 50 lesen wir noch eine besonders wertvolle Aussage von Jesus, denn dort steht:

Und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.

Diese Worte sollten uns tief ins Herz fallen. Das Gebot seines Vaters ist ewiges Leben. Also was müssen wir tun, wenn wir leben wollen? Wir brauchen die Gebote, weil sie uns bewahren. Die echten Gebote von dem allein wahren Gott sind ewiges Leben. Und Jesus ist derjenige, der alles richtig erklärte, wie Gott es ihm offenbarte. Natürlich dürfen wir auch nie vergessen, wie wertvoll und unverzichtbar das von Jesus geleistete Sühneopfer ist. Aber wenn jemand dieses Opfer in Anspruch nimmt und danach schonwieder übelste Sünden verüben will, so hat er den Sohn Gottes verspottet und es bleibt für einen solchen nichts Anderes mehr übrig als die bittere Erwartung des unaufhaltsamen Zornes Gottes, des Allmächtigen. Wer aber genau so wandeln will wie Jesus und es auch hinbekommt, der hat das Leben.

Und nun sind wir auch bei diesem Kapitel am Ende angekommen. Was können wir daraus lernen, und was nützt es uns für die eigene Nachfolge?

Wir lernen aus diesem Kapitel, dass der Apostel Judas Ischariot ein Dieb gewesen ist, und zwar die ganze Zeit. Das ist ein Detail, welches man nicht vergessen sollte, denn dadurch ist es auch klar, dass der Satan Anrechte an diesem Mann hatte. Judas Ischariot ist ein warnendes Beispiel, damit man nicht etwa glaubt, man könnte Jesus nachfolgen und trotzdem weiter Sünden tun.
Abgesehen davon lernen wir durch dieses Kapitel hauptsächlich, dass die Widerspenstigkeit gegen Jesus und der Unglaube in den Herzen der Menschen wirklich enorm groß war. Andere trauten sich nicht, den aufsprossenden Glaube einzugestehen, und somit war auch bei ihnen keine Rettung möglich. Gegen Ende des Kapitels hat Jesus aber auch nochmal extra betont, wie wichtig die von ihm gesprochenen Worte sind und welch ein Segen das Gebot seines Vaters ist. Auch das ist etwas, was man als nützlichen Lerninhalt betrachten sollte.
Für unsere eigene Nachfolge ist es so, dass dieses Kapitel uns eine spezielle Weisheit offenbart, die jedoch nicht gerade aufmunternd ist, sondern im Grunde genommen am ehesten betrübend. Man könnte nämlich als Jesus Nachfolger bzw. Jesus-Nachfolgerin beim Beobachten religiöser Menschen zu dem Eindruck gelangen, dass diese Menschen arme Opfer von Irreführung sind, die vielleicht viel besser leben und Gott nahe sein würden, wenn ihnen nur mal jemand die Wahrheit sagt, weil ihre Errettung allein davon verhindert werden würde, dass die religiösen Autoritäten ihnen absichtlich Blödsinn aus menschlichen Lehrbüchern beibringen und sie durch Gruppenzwang unter böser Kontrolle halten. Deswegen könnte man locker zu dem Glaube kommen, es wäre doch alles viel besser, wenn man eine eigene Gemeinde gründet und dort alles besser macht, als es in der Religion läuft, weil die Menschen aufblühen könnten in einer Umgebung, wo sie immer nur Wahrheit hören. So würde jeder Mensch in Gedanken eingestellt sein, der völlig davon überzeugt ist, dass die Menschen nur schlecht werden durch schlechte Umstände, und dass allein die Umstände und die schlechte Arbeit der untauglichen Autoritäten daran schuld sind, wenn kein echter Glaube entsteht. Und dann würde man sich als Jesus-Nachfolger natürlich umso motivierter fühlen, da etwas tun zu müssen, damit die Leute eine bessere Gemeinde haben können, durch deren Einfluss sie dann gute geistliche Früchte bringen. Aber es ist sehr wichtig, dass wir uns nicht in eine solche Falle locken lassen, denn eine solche Denkweise ist nur eine Illusion. Und das gerade gelesene Kapitel hat besonders den Effekt, uns vor dieser Illusion zu beschützen, damit wir nicht an etwas völlig Unrealistisches glauben. Wir haben nämlich in diesem Kapitel deutlich bemerkt, dass da Leute vor Jesus standen, die keine religiösen Ketten mehr hatten. Sie hatten sich von den religiösen Menschen schon abgewendet. Sie hatten Jesus begleitet nach Jerusalem, obwohl er dort ein gesuchter Verbrecher war, und standen ihm bei. Sie hatten die ganze Zeit an ihm gehangen und sich nicht mehr von den Autoritäten vollquatschen lassen, besonders nach der Auferweckung des Lazarus. Und doch haben wir eindeutig gelesen, dass die Leute nicht an Jesus glaubten. Damit sind nicht allein religiöse Autoritäten gemeint, und auch nicht die typischen religiösen Bürger, die immer schön einmal pro Woche die Sitze im Gemeindehaus wärmen, sondern damit sind Menschen gemeint, die all das verworfen hatten und zu Jesus kamen und seine Belehrungen hörten. Alles, was diese Menschen als Reaktion zeigten, war Widerspenstigkeit. Diese Menschen hatten genau das, was ihnen sonst immer fehlte. Sie hatten einen von Gott behüteten Verkündiger der Wahrheit in ihrer direkten Nähe, bei dem die unfassbarsten Wunderzeichen passierten und der sie alles lehrte, was zum ewigen Leben dient. Das heißt: Genau der ideale Zustand, der sonst immer durch die Religionen verhindert wurde, hatte bei dieser großen Volksmenge geherrscht. Sie konnten sich darin bewegen. Aber es brachte nicht im entferntesten das Ergebnis hervor, welches man erwarten würde. Man würde erwarten, dass sie frohlocken über die neue Freiheit, weil sie Gott dienen, anstatt von hochmütigen Mitmenschen geknechtet zu sein, und dass sie all die geistlichen Erkenntnisse genießen, die ihnen offenbart werden, denn Jesus hat ihnen wirklich sehr viel Kostbares gesagt. Man würde erwarten, dass diese Leute nun wirklich Gottes Kinder werden in ihrem ganzen Lebenswandel. Aber nichts dergleichen ereignete sich, obwohl die Bedingungen dafür nahezu perfekt waren. Stattdessen haben die Menschen ständig nur Widerworte gegeben, wenn Jesus ihnen etwas erklärte. Wenn die Worte von Jesus auch noch so wertvoll und wahrhaftig gewesen sind, so lautete die Reaktion aus den Herzen der Menschen trotzdem: „Auch wenn das gute Worte sind, so liegst du trotzdem falsch, du liegst immer falsch, du redest nicht so, wie wir es wollen!“ 
Und als Gottes Stimme erschallte, haben sie extremst geheuchelt, indem sie so taten, als wäre das jetzt gar nicht passiert, sondern es habe nur gedonnert. Daran sieht man ganz klar, dass das wahre Problem nicht im Umfeld der Menschen verwurzelt ist, sondern in ihnen selber. Sie sind ständig Heuchler, die an dem verdorbenen Zustand des eigenen Herzens gar keinen Anstoß nehmen, sie sind unentwegt streitsüchtig und besserwisserisch, egal wie beknackt auch ihre Denkweise ist. Man kann die Worte des Lebens zu ihnen reden so viel man will, aber es bleibt ohne Effekt. Und egal unter welchen Umständen man es tut: Die allermeisten reagieren mit Unglaube in übelster Halsstarrigkeit. Das ist die Realität. Und wenn das bei Jesus so war, also bei dem besten Rabbi aller Zeiten, dann würde das auch zu jeder anderen Zeit in der Menschheitsgeschichte so sein. Und diese Weisheit, die somit durch dieses Kapitel offenbar wird, kann uns in der Nachfolge Jesu davon abhalten, dass wir uns falsche Hoffnungen machen. Denn das Einzige, was passieren würde, wenn wir unser ganzes Denken nur noch darauf ausrichten, eine eigene Gemeinde zu gründen, die wir anleiten, so wie wir es als das Beste meinen erkannt zu haben, wäre das schleichende Verderben der neuen Gemeinde. Denn auch in eine neu gegründete Gemeinde würden wieder Menschen hineinkommen, die zwar zuerst gute Umstände vorfinden, aber die in ihrem Innersten Halsstarrigkeit und Heuchelei haben und die ständig nur private Ziele verfolgen, aber nicht aufrichtig nach Gott suchen, sondern nur nach netter Gemeinschaft und Selbstverwirklichung. Und es würde darin ausarten, dass man übelsten Stress damit hat, die Leute anzuleiten, ohne dass es etwas nützt, weil sie nur heucheln und nichts glauben, und das würde uns als Jesus-Nachfolger dann so sehr frustrieren, dass wir selber zu Fall kommen im Glauben, oder dass wir immer mehr Leistung in die Gemeinde investieren mit der Erwartung, es würde davon besser werden, und doch bleiben die Besserungen in der Gemeinde aus, und wir würden dadurch unseren persönlichen Kontakt mit Jesus so sehr schmälern, dass es sein würde, als hätten wir ihn nie gekannt. Das ist das Ergebnis davon, wenn man Heuchler retten will, weil man sich die Illusion gebaut hat, sie könnten gerettet werden, wenn man sich nur intensiv und wahrhaftig genug um sie kümmert. Die Heuchler werden verlorengehen, weil sie trotz allem weiter heucheln, und auch wir werden verlorengehen, durch die viele Ablenkung und den Frust über unnütze Anstrengungen, und weil wir unsere Bindung zu Jesus vernichtet hätten. Wenn aber jemand sich gar nicht erst vergeblich um Heuchler bemüht und stattdessen die persönliche Beziehung zu Jesus Tag für Tag pflegt, dann werden die Heuchler verlorengehen, wie es in jedem Fall unvermeidbar war, da sie die Heuchelei liebten, man selbst aber wird gerettet. Und das ist der bessere Zustand. Jesus selber hat sich ja auch vor den Leuten verborgen, als er merkte, wie extrem der Unglaube in ihnen wuchert, denn Gott war ihm wichtiger als diese unverschämten Frevler, die ihr Interesse nur heucheln. Und genau so muss das auch bei uns laufen, weil die Realität allezeit die ist, dass Menschen nicht die Wahrheit glauben wollen, weil sie gar nicht die Wahrheit suchen. Sie haben eigene Vorstellungen davon, wie alles sein soll, und wollen nur diese erfüllen. Bei vielen soll Gott nur ein Hobby für nebenbei sein, damit man ein gutes Gefühl bekommt, und nur die wenigsten Menschen haben die Sehnsucht danach, ein echtes Kind Gottes zu sein, anstatt es nur sich selber einzureden. Und jeder, der nicht in der Wahrheit sein will, der fühlt sich dann auch in Religionen wohl. Das ist der Grund, warum Religionen so enorm erfolgreich sind. Es gibt einfach viel zu viele Menschen, die sich dabei wohlfühlen, nur laues Geschwätz und Halbwahrheiten zu hören, und sie hassen es, wenn ihnen jemand Gottes Wahrheit sagt. Etliche von diesen Leuten halten es sogar für unvernünftig oder sogar für lächerlich, Gottes Gebote völlig ernstzunehmen und danach zu leben. Darum handelt jeder Jesus-Nachfolger und jede Jesus-Nachfolgerin weise, wenn man sich nicht zu intensiv in das Gemeindeleben hineinsteigert oder in die Ideen, wie es sein soll, sondern lieber nur zum Zeugnis die Wahrheit sagt und dann den Staub von der Kleidung abschüttelt bei allen Orten, wo die Wahrheit nicht gehört werden will. Und jedes Mal, wenn einem Zweifel aufkommen, ob es wirklich das Beste ist, nur zum Zeugnis zu reden und nicht auf Krampf eine Gemeinde formen zu wollen, sollte man sich dieses Kapitel in Erinnerung rufen, in welchem uns deutlich gezeigt wird, dass die Menschen auch dann, wenn die Bedingungen für wahren Glaube ideal sind, immernoch ungläubig sind, denn sie streiten und heucheln, weil es nunmal leider ihren bösen Herzen entspricht. Jeder Mensch aber, der sich in der Nähe von Jesus ausruht und die Weisheit lernen will, die von seinem Vater ist, dem wird es gut gehen, denn ein solcher Mensch bleibt nicht in der Finsternis.

Das war alles, was es für dieses Video zu sagen gab.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein.

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