Text zu "Bibellehre - Kapitel 19 im Evangelium des Johannes"

Link zum Video: https://youtu.be/2haDlsuEMb8

Hallo Leute und willkommen bei dem Kanal, der dem Licht der Welt gewidmet ist!

Dieses Video ist für alle interessierten Menschen gemacht worden, die schonmal das Kapitel 19 vom Evangelium des Johannes gelesen haben, aber es nicht so wirklich verstehen konnten. Denn besonders beim Evangelium des Johannes ist es wirklich kein Wunder, wenn man die Worte liest und dann hinterher nur noch mit viel Verwunderung vor der Bibel sitzt, da es in diesem Schriftstück zahlreiche Verse gibt, in denen geistliche Rede vorkommt und die mit weltlichem Denken unmöglich zu begreifen sind. Ich werde aber mein Bestes tun, um die Worte so zu eröffnen, dass auch jeder Mensch, der mit himmlischem Denken überhaupt nicht vertraut ist, es verstehen kann, wenn er wirklich aufmerksam zuhört.

Wir werden uns nun die Verse dieses Kapitels anschauen, und ich benutze dabei die Worte, die man gemäß der Schlachter 2000 Bibelübersetzung vorfindet auf der Internetseite bibleserver.com.

Das vorige Kapitel endete damit, dass der gefangene und vor Pilatus angeklagte Jesus vom Volk hätte freigesprochen werden können, aber stattdessen wollten sie lieber die Freiheit eines Mörders. Anknüpfend an dieses Detail lesen wir folgendes in Vers 1:

Darauf nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. 

Durch diese Worte soll zum Ausdruck kommen, dass Jesus in heftigster Weise ausgepeitscht wurde. Und die Tatsache, dass er eigentlich unschuldig war, war nicht von Belang. Das Leiden von Jesus hatte aber mit dieser sehr schmerzhaften Geißelung noch nicht aufgehört, denn wir lesen in den Versen 2 und 3:

Und die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm einen Purpurmantel um 
und sprachen: Sei gegrüßt, du König der Juden!, und schlugen ihn ins Gesicht. 

Hier bekam Jesus also eine Dornenkrone auf den Kopf gedrückt, und man sollte bedenken, dass die römischen Soldaten das gewiss nicht sanft und vorsichtig taten, und dass auch dies schon üble Schmerzen verursachte, und obendrein wurde Jesus dann noch von ihnen ins Gesicht geschlagen, denn diese Männer fanden es lustig, Jesus zu schänden und zu verprügeln. Es ist einfach nur abartig.

Wie es danach weiterging, lesen wir in den Versen 4 und 5. Dort steht:

Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde! 
Nun kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und den Purpurmantel. Und er spricht zu ihnen: Seht, welch ein Mensch! 

Was mag das wohl für ein Anblick gewesen sein, als Jesus rauskam? Könnt ihr euch den übel geschändeten, mit Blut überströmten Jesus vorstellen, mit Dornenkrone auf dem Kopf, der dem Volk vorgeführt wird? Ich denke mir, dass man das eigentlich gar nichts Anderes mehr als Mitleid empfinden kann bei diesem Anblick.
Wie aber die Autoritäten und ihre Handlanger reagierten, erfahren wir in den Versen 6 und 7. Dort steht:

Als ihn nun die obersten Priester und die Diener sahen, schrien sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm. 
Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat! 

Offensichtlich hatte der schon sehr üble Zustand von Jesus diese Männer überhaupt nicht gekümmert, sondern sie verlangten mit voller Überzeugung, dass Jesus getötet werden soll. Und sie begründen es hier damit, dass es eine Schande sein würde, wenn Jesus sich selber als Gottes Sohn bezeichnet hat. Wir haben zwar in Kapitel 8 eine Stelle gesehen, wo auch die Autoritäten selber Gott als ihren Vater bezeichneten, und da war es kein Drama, aber jetzt bei Jesus ist es plötzlich Grund genug, dass er getötet werden muss. Das ist die typische Heuchelei und Doppelmoral, die man ständig bei den Menschen vorfindet, besonders bei denen, die in leitender Position sein wollen. Pilatus aber erschrak über den Fakt, dass Jesus gesagt hatte, der Sohn Gottes zu sein, denn wir lesen in den Versen 8 und 9:

Als Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr, 
und er ging wieder in das Prätorium hinein und sprach zu Jesus: Woher bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. 

Diese Situation muss für Pilatus sehr verunsichernd gewesen sein. Denn der Gedanke, ein von Gott völlig gesegnetes Wesen aufgrund von leichtfertigen Anklagen hinzurichten, gefiel diesem Mann überhaupt nicht. Jesus aber gab keine Antwort, als er nach seiner wahren Herkunft gefragt wurde. Pilatus wollte da nicht locker lassen, darum lesen wir in den Versen 10 und 11:

Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich zu kreuzigen, und Vollmacht habe, dich freizulassen? 
Jesus antwortete: Du hättest gar keine Vollmacht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir ausliefert, größere Schuld! 

Diese Worte von Jesus trafen Pilatus bestimmt ins Herz und erschütterten ihn. Pilatus hat in diesem Moment endgültig erkannt, dass hier eine Sache am Laufen ist, die nie und nimmer zur Freude Gottes beiträgt. Allerdings erkennt man ja an den Worten von Jesus, dass Gott dies alles wissentlich zulässt. Die Schuld aber, die durch das gerade stattfindende Unrecht entsteht, gilt nicht zuerst Pilatus, sondern dem Mann, der Jesus auslieferte, und dabei handelte es sich um den Hohepriester Kajaphas.

Weiterhin steht geschrieben in den Versen 12 bis 15:

Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben. Aber die Juden schrien und sprachen: Wenn du diesen freilässt, so bist du kein Freund des Kaisers; denn wer sich selbst zum König macht, der stellt sich gegen den Kaiser! 
Als nun Pilatus dieses Wort hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl, an der Stätte, die Steinpflaster genannt wird, auf Hebräisch aber Gabbatha. 
Es war aber Rüsttag für das Passah, und zwar um die sechste Stunde. Und er sprach zu den Juden: Seht, das ist euer König! 
Sie aber schrien: Fort, fort mit ihm! Kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die obersten Priester antworteten: Wir haben keinen König als nur den Kaiser! 

Pilatus hatte ganz offensichtlich die Absicht verfolgt, den Juden begreiflich zu machen, dass sie hier ihren Messias vor sich haben. Pilatus schien das begriffen zu haben, sie aber wollten nichts davon hören. Sie sagen ernsthaft, dass sie keinen König haben als nur den Kaiser. Weltliche Machtverhältnisse mit aller Korruption waren ihnen wichtiger als Majestät vom Himmel. Das ist wirklich schlimm. 
Aber wenn sie die Treue von Pilatus gegenüber dem Kaiser in Frage stellten, was sie ja laut diesen Versen getan hatten, dann haben sie einen wunden Punkt getroffen. Denn Pilatus konnte es sich nicht leisten, auch nur im entferntesten als ein Widersacher des römischen Kaisers dazustehen.

In den Versen 16 und 17 lesen wir, wie das Elend weiter verlief, denn dort steht:

Da übergab er ihnen Jesus, damit er gekreuzigt werde. Sie nahmen aber Jesus und führten ihn weg.
Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt. 

Hier sehen wir, dass Jesus sein Kreuz selbst tragen musste, so wie eben alle Menschen, die zur Kreuzigung verurteilt worden waren. Und Jesus trug auch sein Kreuz eine weite strecke selbst, trotz aller klaffenden Wunden und trotz aller Erschöpfung, inmitten der Hitze des Tages. Aber es kam ein Punkt, an dem Jesus kaum noch vorwärts kam, und daher liest man in den anderen Evangelien, dass außerhalb der Stadt ein vom Feld kommender Mann dazu gezwungen wurde, das Kreuz von Jesus zu tragen, damit es schneller vorwärts geht, bis sie bei der Schädelstätte ankommen.

In den Versen 18 und 19 lesen wir:

Dort kreuzigten sie ihn, und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. 
Pilatus aber schrieb eine Überschrift und heftete sie an das Kreuz; und es stand geschrieben: »Jesus, der Nazarener, der König der Juden«. 

Pilatus hatte diese Überschrift angebracht, um die vermeintliche Schuld anzuzeigen, wegen welcher Jesus gekreuzigt wurde. Nun muss man sich diesen Anblick mal vorstellen, wie das gewirkt haben muss. Jesus hängt am Kreuz und direkt über ihm steht, dass er der König der Juden ist. Das ist fast das Gleiche, wie wenn hier der gesamten Öffentlichkeit gezeigt wird: Die Juden haben ihren eigenen König, den Messias, ans Kreuz gebracht. 
Dieser Anblick drückte aus, dass Jesus zweifellos der König der Juden ist, und trotzdem landete er am Kreuz, obwohl die Juden sein Erscheinen ja eigentlich herbeisehnten. Und besonders die jüdischen Autoritäten aus der Religion wollten mit aller Kraft verhindern, dass das Volk ihn als Messias anerkennt. Wenn nämlich das Volk ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass die religiösen Autoritäten dafür verantwortlich sind, dass der Messias am Kreuz landete, dann würde das in so großer Wut enden, dass sie wahrscheinlich ihre Obersten steinigen. Die Obersten der Juden wollten also auf keinen Fall, dass man hier praktisch die Aussage ins Gesicht geklatscht bekommt, die da lautet: „Der König der Juden ist da. Aber die religiösen Leute haben ihn ermordet, damit das Volk keine Befreiung erhält.“
Und weil die Autoritäten unbedingt verhindern wollten, dass Jesus als Messias erkannt werden kann, lesen wir von folgender Reaktion in Vers 20 und 21:

Diese Überschrift nun lasen viele Juden; denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt, und es war in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache geschrieben. 
Da sprachen die obersten Priester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern dass jener gesagt hat: Ich bin König der Juden! 

Um zu verhindern, dass Jesus als König der Juden gesehen werden kann, muss also die Formulierung ihrer Meinung nach verändert werden. Pilatus soll schreiben, dass Jesus behauptet hat, König der Juden zu sein, so als ob das gewiss eine Falschaussage sein würde und Jesus nun am Kreuz sei, weil er gelogen hätte. Die Veränderung der Inschrift sollte also seine Identität als König der Juden verleugnen, und das würde nur durch den Zusatz möglich sein: „Dieser hat gesagt, er sei König der Juden.“ 
Sehr bemerkenswert ist dabei die Reaktion von Pilatus, denn wir lesen in Vers 22:

Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben! 

Hier sieht man, dass Pilatus sich nicht im geringsten auf die Forderungen der jüdischen Autoritäten eingelassen hat. Es ist schon schlimm genug, dass sie ihren Willen erreichten, indem sie überhaupt Jesus ans Kreuz brachten.
Als nächstes erwähnt der Autor Johannes, dass eine bestimmte Prophezeiung aus Psalm 22 in Erfüllung ging, denn wir lesen in den Versen 23 und 24:

Als nun die Kriegsknechte Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Kriegsknecht einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand aber war ohne Naht, von oben bis unten in einem Stück gewoben. 
Da sprachen sie zueinander: Lasst uns das nicht zertrennen, sondern darum losen, wem es gehören soll! — damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und über mein Gewand das Los geworfen«. Dies nun taten die Kriegsknechte. 

Genau wie andere Evangelisten hat also auch der Autor Johannes bestätigt, dass diese Sache am Tag der Kreuzigung passierte, genau wie es geschrieben steht. 
Und in Vers 25 lesen wir auch folgendes Detail:

Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. 

Hier haben wir eine Aufzählung von Menschen, die trotz allem direkt am Kreuz standen, als Jesus leiden musste. Ein wenig verwunderlich ist, dass die leibliche Mutter von Jesus dabei war, obwohl sie ja sonst eher gegen die Anstrengungen von Jesus gewesen ist. 

In den Versen 26 und 27 steht geschrieben:

Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 
Darauf spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. 

Hier sehen wir also, dass Johannes uns erzählt, er wäre von Jesus dazu beauftragt worden, Jesu Mutter zu sich zu nehmen. Welchen Sinn das haben soll, obwohl Maria mehrere Söhne hatte und wahrscheinlich auch noch ihren Ehemann Joseph, ist aber in keiner Weise ersichtlich.

In den Versen 28 bis 30 lesen wir folgende Worte:

Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! 
Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. 
Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

Hier sehen wir, wie Johannes das Sterben von Jesus beschreibt. Andere Evangelisten beschreiben es ein wenig anders, aber wenn wir hier lesen, dass Jesus sagte: „Es ist vollbracht“, dann ist das eine wahrhaftige Äußerung. Endlich war das Leiden von Jesus vorbei. Er hatte den von Gott geplanten Endpunkt seiner Durststrecke erreicht. Jesus hatte alles erfüllt, was er erfüllen musste, und zwar als sündloses Wesen vor Gott. Es war nichts mehr übrig, was Jesus ausgelassen hatte. Die Aufgabe, das vollkommene Sühneopfer zu leisten für die Rettung der Menschen, war abgeschlossen. 

Weiterhin steht folgendes geschrieben in den Versen 31 bis 37:

Weil es Rüsttag war — jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag —, baten die Juden nun Pilatus, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben, dass ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden. 
Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, ebenso dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. 
Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, 
sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. 
Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit ihr glaubt. 
Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: »Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden«.
Und wiederum sagt eine andere Schrift: »Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben«.

Johannes gibt hier Hinweise auf Schriftstellen, die gemäß diesem Verlauf auch mit dem Sterben des Messias zusammenhängen müssen aus seiner Sicht. Es ist aber wirklich erschreckend, dass bei dem Stechen in seine Seite Blut und Wasser herausfloss, denn Jesus war doch gerade erst frisch gestorben und daher war ein solcher Zustand des Blutes eigentlich undenkbar. Der, welcher Jesus mit dem Speer gestochen hatte, wusste sofort, dass hier gerade etwas passiert, was man in keiner Weise als natürlich beschreiben könnte. Und er hat sich offensichtlich auch getraut, es anderen zu bezeugen. 

Nun schauen wir uns noch den letzten Abschnitt des Kapitels an, wo es um die Grablegung von Jesus geht, und dann haben wir das Kapitel bewältigt. Es stet geschrieben in den Versen 38 bis 42:

Danach bat Joseph von Arimathia — der ein Jünger Jesu war, jedoch heimlich, aus Furcht vor den Juden — den Pilatus, dass er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jesu herab. 
Es kam aber auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa 100 Pfund. 
Sie nahmen nun den Leib Jesu und banden ihn samt den wohlriechenden Gewürzen in leinene Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen. 
Es war aber ein Garten an dem Ort, wo Jesus gekreuzigt worden war, und in dem Garten ein neues Grab, in das noch niemand gelegt worden war.
Dorthin nun legten sie Jesus, wegen des Rüsttages der Juden, weil das Grab nahe war.

Hier sehen wir, dass der Leib von Jesus bereits vor seiner Grablegung mit wohlriechenden Gewürzen bereitet wurde. Das ist bei den Juden Tradition, wenn jemand in ein Grab gelegt werden soll, und man kann sich dieses Detail ruhig merken.

Nachdem wir nun auch von diesem Kapitel alle Verse gelesen haben, wollen wir uns erneut die Frage stellen, was wir daraus lernen und was es uns für die eigene Nachfolge nützt.

Wir lernen aus diesem Kapitel auf eine ziemlich intensive Weise, wie schlimm das Leiden von Jesus war. Denn wenn man die kurzgehaltenen Details in diesem Kapitel mal auf sich wirken lässt und sich hineindenkt, geht es tiefer als die Erzählungen der anderen Evangelisten. Und wir lernen hier ganz eindeutig, dass die jüdischen Autoritäten auf jedes noch so kleine Detail achteten, um zu vermeiden, dass Jesus als König der Juden erkannt werden kann, auch als er am Kreuz hing und in drei verschiedenen Sprachen die Verkündigung über ihm stand, dass Jesus der Nazarener ist, also der Spross, der als König der Juden gelten sollte und doch von hasserfüllten Leuten ermordet wurde, wie es mit den wahren Gesandten Gottes ja ständig passiert.
Für unsere eigene Nachfolge können wir dieses Kapitel ruhig mal zum Anlass nehmen, um an uns selbst zu prüfen, wie groß eigentlich die eigene Leidensbereitschaft ist. Jesus wurde wie ein Häufchen Dreck behandelt, obwohl er der Erlöser der Menschheit war. Und die Art, wie unwissende Menschen mit ihm verfuhren, änderte überhaupt nichts an seinem Wert, außerdem hielt es ihn auch nicht davon ab, seinen von Gott vorgesehenen Pfad weiterzugehen bis zu dem Augenblick, wo er dann wahrhaftig ausrufen konnte, dass jetzt alles vollbracht ist. Wir selbst als Jesus-Nachfolger und Jesus-Nachfolgerinnen sollten uns überlegen, wie nah wir schon daran sind, selbst ebenfalls einen solchen Lauf zu haben. Denn auch bei uns würde es einen Moment geben, wo wir alles überstanden haben und über unseren von Gott kommenden Lebensplan ausrufen dürften, dass jetzt alles vollbracht ist. Nur ist das überhaupt unser Herzenswunsch? Er sollte es zweifellos sein. 

Und nachdem ich dies erwähnt habe, soll es mit diesem Video genug sein.
Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal! Mögen der Frieden und die Liebe von Jesus Christus mit euch sein!

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